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lifelogging durch Memoto-Kameras… Interview mit Oskar Kalmaru

Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER, hat nicht nur das neue IT-Gadget bestellt, sondern heute auch mit einem der Gründer von Memoto telefoniert. Klar: Der Spiegel hat schon berichtet und nach dem „Ende jeder Privatsphäre“ gefragt – doch Angsthasen gibt es viele. Was steckt denn nun dahinter?

Der neue Megatrend lifelogging?

Die schwedische Firma bietet in einigen Wochen Memoto-Kameras an. Diese sind nur 2-3 cm groß, schön und mit einem Clip an der Kleidung zu befestigen. Automatisch macht diese Maschine alle 30 Sekunden ein Bild, 120 pro Stunde, fast 3.000 pro Tag. Immer. Überall.

Somit ist die Frage nach der Privatsphäre absolut berechtigt.

Oskar meint dazu: „People realize it is a camera or some sort of microphone.“ Und genau das wäre schon mal sehr hilfreich. Traditionalisten werden nämlich nicht besonders glücklich sein, wenn ihnen klar wird, dass sie unbemerkt in abgelichtet werden.

Vergleichbar mit der Einführung von Google Streetview.

Selbst unbeteiligte Menschen können somit immer weniger entkommen – diese neue Art der „Lebensdokumentation“ visualisiert massiv und unentwegt. Die wahre Kompetenz dahinter ist jedoch, diese Verhaltensveränderung auch attraktiv zu „übersetzen“. Sprich, Memoto produziert im Grunde keine Kameras, Memoto managed Daten. Oskar hat Mathias Haas heute schon erklärt, dass die Fotos in sogenannten „Moments“ zusammengefasst werden. Es wird also Bildergruppen vom Frühstück oder vom Meeting geben, vom Abflug oder von der Ankunft – zusätzlich gibt es „the best moment“.

Spätestens jetzt wird klar, dass lifelogging unser Leben verändern könnte. Dass wir dadurch – Egotrip hin oder her – bewusster leben. Oder zumindest mehr kommunizieren. Wo ist noch die Grenze?

„Ich kommuniziere, also bin ich.“

Menschen werden zunächst selbst entscheiden, ob sie „hardcore lifelogging“ betreiben (wie Oskar es formulierte) oder den „Moment des Tages“ genießen. Mit diesem netten kleinen Instrument werden wir auf jeden Fall die Wolke weiter fliegen lassen. Denn die Daten müssen ja irgendwo hin, und genau diese Leistung ist in den 348,75 USD inkludiert. Die Rechte bleiben beim Kunden – anders als bei anderen kostenlosen Dienstleistungen, bei denen das Recht am eigenen Foto virtuell ziemlich schnell implodiert.

Mathias Haas, der Redner und Moderator, fiebert schon, sich selbst ein Bild machen zu können – und von anderen gleich mit. Ob sie wollen oder nicht.

Also Vorsicht, wenn der Zukunftsexperte auf Ihrer Bühne ist.

DER TRENDBEOBACHTER ist eben kein typischer Trendforscher oder Zukunftsforscher. Mathias Haas realisiert seine Infotainment-Keynotes genauso wie seine Workshops auf Tagungen und Veranstaltungen als Pragmatiker – als jemand, der prüft, erlebt, macht und tut. Denn Veränderung muss auf die Strasse, auch wenn es schwer bleibt zu entschieden „welche“, „wann“ und vor allem „wie“. Das gilt für Lifelogging genauso wie für Digitalisierung oder auch Nachhaltigkeit – für alle Megatrends auf diesem Planeten!

Mehr zum Zukunftsexperten unter www.trendbeobachter.de und zu seinen veränderungsfreundlichen Moderationsmethoden unter www.play-serious.org

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