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Mit der Datenschutzkeule fett auf die Rübe.

Niedlich, die kleine Cayla. DER TRENDBEOBACHTER. ist mit ihr verreist, hatte sie auf Vorträgen als Exponat dabei – und neulich durfte sie sogar in einem kleinen Videoclip des Redners und Trendexperten mitspielen.

Sie kennen Cayla noch nicht? Dann müssen Sie sich beeilen – denn diese clevere Puppe ist böse und soll deshalb aussterben! Nicht aus sich heraus, aber mittelbar… irgendwie.

Das blonde Spielzeug, das sich mit dem Internet verbindet und auf diese Art und Weise mit dem Kind sprechen, Fragen beantworten oder Spiele spielen kann, wurde unlängst verboten.

Genau, verboten.

Nicht etwa, dass sich unsere lieben Kleinen von Cayla lustvolle Geschichten aus dem zwischenmenschlichen Bereich vorlesen lassen oder Drogen frei Haus bestellen können. Und auch, was die Schadstoffe in der äußeren Hülle angeht, ist die Puppe vermutlich eher harmlos.

Wenn Sie sich nun fragen, wieso die Eigentümer der Puppen trotzdem aufgefordert werden, diese zu vernichten, so kommt hier die Lösung:

Das Ding ist eine Datenschleuder, eine Überwachungsmaschine, eine Wanze im Kinderzimmer. Die Kollegen um Erich Mielke hätten seinerzeit großen Spaß an der kleinen Freundin gehabt, denn ihre Verbindung ist alles andere als sicher. In ihrer Reichweite – wohl selbst durch Wände hindurch – kann sich quasi jeder mit ihr verbinden und alsdann lauschen, was im Kinderzimmer denn so los ist. Oder aber – mit etwas Geschick – Cayla auch entsprechende Informationen aufsagen lassen. Gegebenenfalls auch nicht zum Wohle des Kindes.

Genau wie ihr männlicher Bruder i-Que plaudert(e) Cayla übrigens nicht nur mit ihren Besitzern, sondern hinterlassen die Gespräche im Klartext auch gleich noch auf den Servern des Herstellers. Der wiederum nutzt sie zur Weiterentwicklung der Spracherkennung, auch Dritte sollen involviert sein. Das macht „Hello Barbie“ Hersteller Mattel zwar auch so, aber wenigstens sind die Daten da verschlüsselt, und auch die Puppe selbst kann man nicht so einfach zum Abhören gebrauchen.

Und so begab es sich, dass die Bundesnetzagentur Cayla mit Familie auf den Scheiterhaufen wünschte: Eltern sollen die Puppe vernichten. So weit, so deutsch.

Woanders hätte man vermutlich empfohlen, die Batterien raus zu nehmen und das Kind dann weiter mit dem 100-Euro-Püppchen spielen zu lassen. Es antwortet dann zwar nicht mehr – aber eigentlich ist das für die Entwicklung der kindlichen Phantasie auch gar nicht nötig. Auch wenn die Eltern beim Kauf vielleicht etwas anderes dachten.

In der Exponate-Ausstellung im Hause TRENDBEOBACHTER. bleibt Cayla dennoch willkommen. Ausgeschaltet, natürlich.

HAAS.TrendKurator1Mathias Haas – DER TRENDBEOBACHTER. – erforscht die Veränderungen unserer Welt im Hier und Jetzt. Er ist kein Trendforscher, sondern Beobachter. In seinen Vorträgen liefert der Redner Beweise für Veränderungen, die häufig im Alltagsgeschäft verborgen bleiben und die doch unsere Welt nachhaltig prägen.

Und er bleibt dran, er hinterfragt und fügt zusammen. Seine lebendigen Reden werden unterstützt von unentdeckten Exponaten und einem Netzwerk von Experten, die immer wieder neuen Input und Kalibrierung liefern

Mit der PLAY SERIOUS AKADEMIE. sorgen Mathias Haas und seine Moderatoren darüber hinaus dafür, dass in jeder Organisation starke, zukunftsfitte Mitarbeiter die Regel werden.

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