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180° Wandel mit 150 Mitarbeiter = Jaguar I-PACE

Exponate, Interview., MegaTrend.

11. Juli 2018

Direkt hinter dem Jaguar Land Rover Test Center dröhnt noch ein „Verbrenner“, als die Pressekonferenz zum ersten vollelektrischen Fahrzeug von Jaguar startet. Die alte Welt lässt nicht locker, und Roger Raynald (European Head of Sales & Marketing for Electric Vehicles – General Manager) und Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER., sind sich ziemlich schnell einig: Es wird für absehbare Zeit beide Systeme geben. Elektromobilität ist das Maße der Dinge, alleine weil die chinesische Regierung so entschieden hat. Gleichzeitig bleiben aber genügend Märkte ohne Lade-Infrastruktur und somit erstmal beim geliebten Öl.

Zwei Welten treffen auf einander: Skilift & I-PACE

Für den Redner und Moderator Haas ist das zeitgemäße Fahrerlebnis genauso interessant wie der Weg dorthin. Fangen wir hinten an: Dr. Ing. Wolfgang Ziebart, der mutige Macher und offizielle „Technical Design Director“ hatte keine guten Vorzeichen, aber eine Idee. Mit einem Team von 50 Personen lief er los – zeitweise waren es auch mal 150 Mitarbeiter – mehr nicht! „Im Rückblick“, so der bodenständige Manager, „war zu beobachten, dass viele Kolleginnen und Kollegen gar nicht Teil dieser Mission sein wollten“. Das gefühlte Risiko im Zusammenhang mit dem Fahrzeug stand auch für eine Bedrohung der eigenen Karriere.

Es hat geholfen, dass Dr. Ziebart zuvor Entwicklungsleiter war und die volle Unterstützung des Vorstandsvorsitzenden genossen hat. Doch auch seine frühere Tätigkeit als CEO bei Infineon hat sicher nicht geschadet. „The father of the I-PACE“ kennt mehr als nur die Autowelt und teilt sein Wissen und Haltung gerne. Gerade im Rahmen der Produkteinführung, aber auch darüber hinaus.

Fragen mit Zeitgeist sind schnell gefunden, und die Antworten sind nicht weit: Wie sieht Mobilität aus zwischen elektrischen Skateboards und vollelektrischen zweisitzigen, offenen Elektroautos? Wie prägen MegaCities die innovative Mobilität in Stuttgart, Gelsenkirchen und Rostock? Wie entwickelt sich das selbstfahrende Auto, wenn die Marke egal ist und dieses Verkehrsmittel eher mit einem „Ackergaul“ zu vergleichen ist? Wie definiert sich ein moderner Autobauer, wenn die Batterie aus Korea kommt, die Software aus Kalifornien und die DNA der Fahrdynamik kaum abgrenzbar ist?

Mit dem I-PACE muss gar nicht gefahren werden. Der Anblick ist auch im Stillstand nennenswert.

Jede Menge schnittige Kurven in der Eifel, doch der Top-Manager lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Nicht von 400 PS, 2,2 Tonnen und einer tagesaktuellen Reichweite von 385 Kilometern. Das elektrische Performance-SUV fragt dann fast selbstständig „How alive are you?“, und der Zukunftsexperte Haas spürt Meter für Meter, dass es nicht das große Panorama-Glasdach mit UV-absorbierender Beschichtung ist, das reizt. Es sind auch nicht die aktiven Lamellen im Kühlergrill, die so begeistern, sondern das Gesamtpaket. Irgendwo zwischen dem hochwertigen Cockpit mit Textilien von Kvadrat und dem 2.990mm Radstand, der für großzügige Platzverhältnisse sorgt, mischen sich auch immer wieder die selbstlernenden Algorithmen in den faszinierenden Erlebnismix.

Ein Teil dieses Erlebnisses ist ganz sicher auch der Respekt vom Betreten dieser neuen Ära, dem Neu-Neu-Land. Mathias Haas und sein Team suchen und finden bekanntlich MegaTrends, die sicht- und spürbar sind. Haas und sein Moderatoren-Team arbeiten aber auch mit Organisationen am „Next Big Thing“, so wie dem I-PACE. Fast täglich wird sichtbar, wie schwer sich Führungskräfte als auch Mitarbeiter tun, wenn Sie von Null anfangen sollen. Wenn es heißt „einfach mal machen“! Wie oft gibt es die einsamen Wölfe, die auf der richtigen Fährte sind und dann letztlich doch von Designern und/oder den Preisstrategen abgelenkt oder sogar vergiftet werden. Angesichts der aktuellen „Wirklichkeits-Erfahrung“ im I-PACE zollt DER TRENDBEOBACHTER. großen Respekt, denn auch Männer wie Roger Raynald oder Dr. Ziebart haben sich durchgebissen.

Dr. Ziebart im Interview, er fährt sein Werk.

Der Technical Design Director Jaguar I-PACE wird heute gefeiert, und doch erinnert er sich an Zufälle und „Glück im Leben“, ohne die auch ein noch so zielstrebiges Tun nicht erfolgreich von statten geht. Und er erinnert sich an harte Tage, die vielleicht die Grundlage für eine solche Haltung sind. So hat Herr Dr. Wolfgang Ziebart nicht vergessen, wie überraschend sein letzter Tag bei BMW war. Er hat sich ausdrücklich bereit erklärt, dass wir darüber berichten dürfen:

Im März 2000 hatten die Münchner gerade mit der Formel 1 begonnen und prompt ein Rennen mit Platz 3 beendet. Da war das Commitment zum Motorsport, und umgehend hat das Team geliefert. Unmittelbar danach stand eine Aufsichtsratsversammlung an, doch anstelle eines Bonus‘ gab es den Rauswurf. Ja, so überraschend kann das Leben sein. Es gibt diese Tage und jene Tage. Im September wird Herr Dr. Ziebart Jaguar verlassen – in Eigenregie und völlig geplant. In Rente, so der Eindruck von Mathias Haas, wird er noch lange nicht gehen. Dafür wurden bei dieser Probefahrt viel zu spannende Ideen und Ansätze gedreht und gewendet. Wer weiß, in welchem Kontext Ziebart und Haas sich wiedersehen… wer weiß…

Es sind die Details, die Jaguar auch liefert. Dankeschön!

DER TRENDBEOBACHTER. ist kein klassischer Trend- und Zukunftsforscher. Im Gegenteil: Mathias Haas prägt ein eigenes Segment: die Trendbeobachtung. Er und sein Team sind die „Pragmatiker am Trendhimmel“. Und so ist es auch kein Wunder, dass die I-PACE-Testfahrt keinen klassischen Ablauf hatte. Weiter, immer weiter.

 

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MegaTrend eSports: Applaus für „Baller-Spiele“!

Interview., MegaTrend.

8. Juli 2018

Wer braucht noch Handball, Leichtathletik oder gar Kajak und Bahnradfahren? Bei eSports drehen die Zuschauer im 8-Sekunden-Takt durch. Geschwindigkeit, Taktik, Fitness, Konzentration und vor allem Komplexität treiben die Massen. Zum Beispiel in die Köln Arena am vergangen Wochenende: 15.000 Zuschauer in der Halle und rund 1 Million zuhause über Plattformen wie Twitch.tv, YouTube Gaming, TV3-Sport aus Dänemark und natürlich ESL TV des Veranstalters selbst.

Und da sind sie die Athleten. Athleten?

Die (Computer-)Spieler werden betreut, verehrt und verehrt wie Gladiatoren. Es gibt Physiotherapeuten, Psychologen, Fitness-Trainer, Köche, Manager und Mental-Trainer. Es gibt Doping und elektronisches Cheating mitsamt den passenden Kontrollen. Es gibt Players Lounges und 205 akkreditierte Journalisten.

Gleichzeitig ist nichts, wie es war. Nichts!

Die Grundmechanik ist dem traditionellen Sport nachempfunden und vergleichbar mit Vereinen und den üblichen Ligen. Und doch: jede Organisation – egal ob Ausrichter, Sponsor, Moderator – hat die eigene Rolle neu erfunden. So werden an jeden Gast leuchtende Wearables vom Sponsor Vodafone ausgegeben. Diese glitzern aber nicht einfach nur im Kreis – sie strahlen rot oder gelb, je nach Spielsituation. Also ist die ganze Halle in rot getaucht, sobald das rote Team einen Punkt einspielt. Jetzt ist elementar zu wissen, dass es viele Punkte gibt und die Zuschauer jedes Mal „The Cathedral of Counter-Strike“ zum Kochen bringen, obwohl sie eher Bier trinken.

Weitere Beispiele: Es gibt „Speed Sessions“ wie „Who is the funniest CS:GO player?“, es gibt völlig unkomplizierte Autogrammstunden und für sehr viele Zuschauer auch Zugang bis zur beeindruckenden Bühne. Es gibt Live-Moderatoren, die Bela Rethy toppen, uund natürlich wird auch für Daten-Analyse gesorgt. Kein Wunder, dass Unternehmen wie Red Bull hier aktiv werden! Ein interessantes Zeichen ist durchaus, dass Mercedes-Benz hier eingestiegen ist und auch mal Gewinner mit einem eigenen Benz nach Hause fahren lässt. Oder die Tatsache, dass die Bausparkasse Wüstenrot Hauptsponsor der „deutschen Meisterschaft“ geworden ist. Bezüglich des Slogans „Deine Bude, Deine Freiheit“ ist der Redner und Moderator Mathias Haas zwar nur beschränkt in Ekstase zu bringen – doch sicher gehört DER TRENDBEOBACHTER. auch nicht zur anvisierten Zielgruppe. Da ist die Betriebssportgrupppe eSport von innogy schon näher dran.

Wären da nur nicht die „Kills“.

Sobald man die sensationelle Stimmung vor Ort, die ungewohnte Ausarbeitung dieses zukunftsträchtigen Eco-Systems, dieses innovationsgeladene Universum mit dem GMV-Faktor (= der Gesunde-Menschen-Verstand) verknüpft… so wird man doch nachdenklich. Denn „Shooter“ sind eben nicht nur „Taktik-Shooter“, sondern auch „Ego-Shooter“. Die Grafik, die Visualisierung, das Gefühl von Sondereinsatzkommando im Einsatz – diese wahnsinnige Qualität fesselt verständlicherweise die Jugend (und nicht selten auch deren Eltern). Es wird getötet mit wechselnden Waffen… ja, es wird getötet.

Trotz allem gab und gibt es diese Faszination schon seit Generationen. Es mag einen Unterschied geben zwischen eSports und einer selbstgeschnitzten Pistole im Karnevals-Umzug (ja, Haas ist aktuell in Köln und nicht in Rottweil). Diesen kann der Zukunftsexperte nicht bewerten. Mathias Haas kann aber in seine eigene Jugend zurückblicken und findet dort viele, viele Nächte in denen er selbst „Baller-Spiele“ gezockt hat. Haas wusste damals genau hinter welchem Busch die Gegner standen, zumindest in den Anfangsrunden… und das wusste er auch noch nach Mitternacht.

Egal wie groß die Bedenken sind: Ansehen hilft!

Doch zurück zur „Weltmeisterschaft“ der „roaring fans from all over the world“:

Beim Besuch in Köln wurde Mathias Haas erstmal mit Jürgen Klopp verwechselt. Aber das kann schon mal vorkommen, im Eifer des Gefechts. Es ist dunkel, laut und… auch ausgelassen. Entspannt ausgelassen und kein Vergleich zum Stadion in Dortmund, Stuttgart oder St. Pauli! Schon beim Betreten der Halle war aber auch klar: Hier ist die Jugend und kaum ein Gesicht aus der Atari-Zeit! Wo sind die heutigen Führungskräfte? Wo sind die Personalentwickler? Die Marketingprofis mit „Führungsspanne“? Wo sind die Digital Champions, die mit 45 Jahren vorgestern noch ganz glücklich das Zertifikat für die bestandene Ausbildung erhalten haben? Ist Köln so weit weg oder nur die Gedanken der „etablierten Alten“?

Der Sprecher und Redner Haas hatte diese Lernreise schon seit längerem vor und erst jetzt realisiert – aber er hat es ganz und gar nicht bereut! Das private Wochenende hat gelitten, aber DER TRENDBEOBACHTER. würde es sofort wieder tun. Der reale Einblick in diese Welt zeigt weit mehr als irgendein Online-Spiel, dass sich die Welt verändert!

Wer dabei sein will – in dieser Zukunft – muss sich auf Reisen begeben. Manchmal heißt das Köln, öfters ist es wohl „Neuland im Kopf“. Einmal in Eigenregie und andermal vielleicht mit Mathias Haas und seiner PLAY SERIOUS AKADEMIE. (ja, wir betreuen Lernreisen in die Zukunft!). So oder so hilft es, „einen“ Chris Flato (Senior Communications Manager ESL Global & Jugendschutzbeauftragter von Turtle Entertainment) zu treffen, der sehr geduldig in die „neue“ Welt einführt.

P.S.
Sicher hat jede Ekstase auch ihre Schattenseiten. Laut Neue Züricher Zeitung wird darauf zum Beispiel in Großbritannien reagiert: Es soll ein staatliches Therapiezentrum für „Online Sucht“ geben. Der National Health Service wird das erste „Centre of Internet Disorders“ aufbauen. Und doch bleibt Mathias Haas dabei: Ansehen hilft, erleben bildet, die Zukunft braucht Neuland! Und Menschen, die damit umgehen können.

 

 

MegaTrends bewegen sich – täglich und unentwegt. Es macht eindeutig mehr Spaß diese (rechtzeitig) zu sehen und zu nutzen… DER TRENDBEOBACHTER. unterstützt liebend gerne dabei. Es ist die Mission von Mathias Haas und seinem Team, Trendbeobachtung weiter zu etablieren. So werden beispielsweise firmeninterne TRENDBEOBACHTER ausgebildet, damit Organisationen selbst diese grundlegende Arbeit machen können. Trendbeobachtung ist kein Hexenwerk. Es ist eine Haltungsfrage!

Mehr zum Redner und Moderator Mathias Haas liegt nur einen Klick entfernt: www.trendbeobachter.de

Hier wird übrigens auch erklärt warum sich Trendforscher, Zukunftsforscher und TRENDBEOBACHTER. signifikant unterscheiden.

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE, die beispielsweise seit über 10 Jahren mit LEGO® SERIOUS PLAY® Transfer produziert, liegt im gleichen Internet: www.play-serious.org

 

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Von einem der auszog, die Zukunft zu lernen. Ein märchenhafter Jahresrückblick.

Exponate, Interview., MegaTrend., MINDSET TOUR., PLAY SERIOUS AKADEMIE.

18. Dezember 2017

Es war einmal ein junger Stuttgarter, der sich einzig und alleine dafür interessierte, wie seine Welt wohl in Zukunft aussehen würde. Die Bäume, die Autos, die Menschen – all das Bekannte in seiner Heimat. Was würde wohl irgendwann später daraus werden? Unter dem Zaubermantel des TRENDBEOBACHTERS., den ihm einmal eine Fee geschenkt hatte, um ihn in einen neugierigen und mutigen Mann zu verwandeln, machte er sich also auf den Weg, um die Zukunft zu lernen.

Am Anfang dachte DER TRENBEOBACHTER. je weiter er weg geht, umso näher könne er der Zukunft sein. Denn Zukunft – das muss doch weit weg sein! Er reiste nach Ghana, Neuseeland, Katar, Schweden genauso wie in die Schweiz oder nach Ruanda. Insgesamt kam er in 14 verschiedene Länder innerhalb dieses Jahres. Und immer hörte er aufmerksam zu, wenn die Menschen ihm davon erzählten, dass das was er sah, Zukunft sei.

Und während er so unterwegs war, beobachtete und zuhörte, fing er an zu sammeln. Einen Gegenstand, einen Gedanken, ein Gefühl – all das packte er in seinen Zauberkoffer. Immer mehr Menschen fragten ihn dann, was er da alles mit sich führe und so begann der TRENDBEOBACHTER. zu reden. Er erzählte in der „Laviva“, im „Lift“, in der „Hamburger Morgenpost“ oder auf Kabel 1. Auf Workshops, Tagungen, Kongressen, Round Tables. Es gab auch die Menschen, die ihn einluden, bei etwas mitzumachen: bei der Deutschen Telekom und deren Sifi-Buchprojekt, der Volocopter-Zukunft und dem Fahrerlebnis im Wintermärchen.

Und immer dann, wenn er dachte, genug geredet zu haben, dann ging er wieder los. Manchmal auch nur in die Nachbarschaft, denn auch dort – so hatte er gehört – könne man Zukunft erleben. Er fuhr mit rasender Geschwindigkeit mit dem ICE4, erlebte eindrucksvolle Treffen in der Samsung-Hall von Zürich oder imposante Architektur in Bad Mergentheim.

Eines Tages traf er ein kleines Mädchen mit roter Kappe auf dem Kopf, das am Wegesrand einen Picknickkorb mit frischen Beeren füllte. Es fragte ihn, was denn eigentlich nun Zukunft genau sei? Denn ihre Oma sei von gestern, sie könne das unmöglich wissen. DER TRENDBEOBACHTER. antwortete: „Von meinen Reisen habe ich drei Dinge gelernt:

  1. Die Zukunft beginnt bereits heute! Das, was wir sehen, müssen wir nur auf morgen übertragen. Dafür braucht man gute Augen, den richtigen Riecher und ein bisschen Mut. Keine Zauberkugel, keinen Hexenbesen.
  2. Die Zukunft ist nicht ortsabhängig. Bad Herrenalb ist genauso attraktiv wie St. Moritz, Villingen-Schwenningen viel farbiger als Katar. Schau Dich nur um!
  • Zukunft ist das, was Menschen daraus machen, denn sie bestimmen, was passieren soll, wenn sie (nicht) gestorben sind.“

Und während er den Gedanken an seinen ersten Gesprächspartner von den Fuji-Inseln oder an die indonesische Außenministerin nachhängt, tippte ihn das kleine Mädchen aus der Gegenwart wieder auf die Schulter: „Erzählst Du es mir noch einmal, bitte?“ „Natürlich – aber erst in der Zukunft. 2018 kommt bestimmt!“, sagte DER TRENDBEOBACHTER..

MegaTrends machen nie Pause…

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. Als Redner und Moderator macht er und sein Team Organisationen zukunftsfit. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., eBay International, die UBS oder auch BMW haben im Jahr 2017 seinen MegaTrend-Updates gelauscht und mit der PLAY SERIOUS AKADEMIE. weiterverarbeitet. Workshops, Events und Tagungen brauchen Nachhaltigkeit – mehr denn je!

Mehr zu Mathias Haas und seinem Team finden Sie auch 2018 in diesem Internet: www.trendbeobachter.de

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE. und beispielsweise LEGO SERIOUS PLAY liegt unter www.play-serious.org

 

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Deutschland skaliert mit behördlichem Rückenwind.

Interview., MegaTrend.

10. Dezember 2017

Bruchsal trifft auf Dubai. Ja, die badische Provinz zaubert dem Silicon Valley was vor… beispielsweise in Dubai. Hier drehten sich schon im Herbst dieses Jahres die 18 Rotorblätter des Volocopter-Flugtaxis vollautonom. Ja, vollautonom! Die zweisitzige Flugdrohne flog bewusst ohne Menschen an Bord, nicht dass ein skeptischer Schwabe irgendwelche Zweifel produzieren kann. Alleine diese Ingenieurskunst reichte aus, dass DER TRENDBEOBACHTER. sich auf die Reise machte – in die Nachbarschaft.

Volocopter fliegen auch im Tagungsraum von Volocopter.

Schon der Weg hat bewiesen, dass neuartige und bezahlbare (!) Hubschrauber-Konzepte einen wirklichen Mehrwert bieten würden. Mathias Haas ist bekannt – mit der Autobahn A8. Auch die A5 kennt der Redner und Moderator recht gut. Trotzdem sind Reisen im Jahr 2017 zu vergleichen mit Überlebenskampf in der Manier von Kampfpiloten. Die rechte Spur fällt weg, da wir (zum Beispiel Haas selbst) Waren aus der ganzen Welt an Weihnachten unterm Baum haben wollen und die Lkws die Hauptlast tragen. Links und ganz links ist es Zeitgeist nicht mehr als 10cm Abstand zum Vordermann/frau zu lassen, denn sonst wird diese Lücke effizienzgetrieben ganz schnell aufgefüllt. Also gilt es Spannung und Anspannung zu wahren um ans Ziel zu kommen.

Was liegt also näher als tausende von Personen-Drohnen in die Luft zu schicken?

Alexander Zosel, Co-Founder und Chief Innovation Advisor von Volocopter, hat genau diese Vision. Schnell, viele dieser Flugobjekte in einer Stadt. Sehr viele dieser „Großdrohnen“ in die Luft. Und klar, diese Idee haben heutzutage mehrere Unternehmen, doch tatsächlich fliegen und machen dafür steht das Start-up aus dem Großraum Karlsruhe. Das gefällt nicht nur Medien aus der ganzen Welt sondern auch „Leuchtturmbeauftragten“ aus verschiedenen Regionen. Selbst die Behörden werden hier von Visionär Zosel explizit genannt… auch in Deutschland!

Engineering Natives liefern.

Alexander Zosel, Co-Founder und Chief Innovation Advisor von Volocopter – mit einem Modell.

Auch deshalb ist der Zukunftsexperte Haas ganz entzückt – Deutschland endlich mal wieder vorne. Ambitioniert und ver-rückt. Abgehoben und mutig. Und vor allem mit „Skalierungsanspruch“!

Die deutsche Ingenieurskunst wächst mit mächtigem Kapital von 8 Personen im Januar dieses Jahres auf 45 Teammitglieder zum Dezember. Aktuell werden 800 m² Bürofläche vorgehalten und aktuell 15 „High Flyer“ alleine im Bereich Engineering & Production gesucht. Darunter übrigens auch ein Pilot… nur falls jemand 2018 auch selbst mutig abheben und die Vollkaskomentalität des ein oder anderen Konzerns hinter sich lassen möchte… nur falls auch das Pendeln ganz anders aussehen und der Dienstwagen weiß anstelle von schwarz sein darf.

Hier bleibt nur noch die Frage warum autonome Lufttaxis noch Piloten brauchen?

Aber auch hierfür hat Alexander Zosel eine logische Antwort, die den Zukunftsexperten erst einmal irritiert. Der zertifizierte Luftfahrtbetrieb muss eine Stufe überspringen und direkt autonom fliegen – so die Kundenanforderung der Roads and Transport Authority, der Regierung aus Dubai. Und dennoch muss naturgemäß eben viel geflogen werden. Stand heute sprechen wir (auch in Dubai) von Test- und Jungfernflügen und dem hohen Maß an geforderter Sicherheit. So einfach, so logisch, so normal.

Auch Piloten werden nicht (über Nacht) ersetzt werden.

Schwer beeindruckt hat DER TRENDBEOBACHTER. Haas dann doch noch einen Punkt gefunden, der den internationalen Schwaben schwer skeptisch machte: Die Stellenausschreibung zum Chief Financial Officer verweist auf den Arbeitsplatz in Bruchsal mit „1 hour drive“ vom Flughafen Frankfurt (Anmerkung: gilt diese Hochrechnung mit oder ohne Stau? Und bei wie viel Abstand zum nächsten Fahrzeug?). Aber wer will denn heute noch fahren wenn in Baden das vollwertig-autonome Transportmittel erschaffen wird? Aber vermutlich ist es genau der Grund warum Volocopter von der ganzen Welt ernst genommen wird… die Badener bleiben auch am Boden und liefern lieber.

Dankeschön dafür! Let’s think big or stay home!

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. Als Pragmatiker würde er viele der Wettbewerber von Volocopter gar nicht besuchen, denn sie fliegen (noch) nicht. Haas sucht die Macher, die Zukunft definieren ohne zu fragen. Die Regelbrecher, die sich rein hängen und beispielsweise Baden-Württemberg zukunftsfit machen. Der Redner und Moderator liebt diese Vor-Ort-Termine im Hier & Jetzt. Innovation ist Zukunft und Zukunft ist Innovation, wenn Menschen sich Evolution vorstellen können! Wieder gilt, Sie haben die Innovation, DER TRENDBEOBACHTER. hat die Bühne.

Mehr zur Tonalität und zum Stil (zum Beispiel Infotainment pur!) von Mathias Haas liegt unter www.trendbeobachter.de bereit, mehr zur Unterstützung durch die PLAY SERIOUS AKADEMIE. finden Leser des TRENDBEOBACHTER-Blogs unter www.play-serious.org

P.S. Letztere hat auch Informationen zu LEGO SERIOUS PLAY, der Moderationsmethodik, die Mathias Haas und sein Moderatorenteam seit 10 Jahren einsetzt. Let’s play!

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Die Roboter-Vögel aus Enschede.

Interview., MegaTrend.

26. Oktober 2017

20 Personen arbeiten seit 5 Jahren am „Robotic Bird“, und genau damit verändern Sie die Welt!

Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER., war vor Ort und hat die Drohnen besucht. Und deren Macher natürlich. Robirds sind „Robotic Birds“, und diese sind rein rechtlich Drohnen. Die Geschöpfe aus Handarbeit und 3D-Druckern simulieren Vögel und fliegen genau so. Sie fliegen bzw. werden geflogen, denn Robird von Clear Flight Solutions sind „Roboter as a Service“. Quasi. Jedenfalls verkauft das Unternehmen die „Vögel“ nicht. Diese werden beispielsweise mit zwei Piloten losgelassen und sorgen am Flughafen Edmonton (British Columbia, Kanada) mit über 100 Flügen (auf dem Flugfeld!) bereits für Flugsicherheit, obwohl sie irgendwo am Flugfeld stehen und selbst gar nicht abheben. Der Falkennachbau natürlich schon, die Menschen sind in zwei Rollen sortiert: „Pilot“ und „Observer“. Der Eine fliegt (oft z.B. ein Modellflugpilot) und der Andere schaut.

Die Grundmechanik ist schlicht und einfach: „In nature, size matters!“

Vögel verursachen, je nach Hochrechnung, finanzielle Schäden von rund 2-8 Milliarden EUR pro Jahr – alleine in der zivilen Luftfahrt. Jeder kennt die Geschichten, wenn ein Tier im Triebwerk…. Diese Zahl gilt je nach Berücksichtigung der Folgekosten wie Ausfall eines Flugzeugs und erfasst selbstverständlich nicht die betroffenen Vögel selbst. Gleichzeitig arbeiten alleine am Flughafen Schiphol in Amsterdam 14 Vollzeitkräfte, um immer wieder den Zusammenstoß zu vermeiden. Der Rest ist gesunder Menschenverstand und Addition – zumal auch Baustellen still stehen, weil Vögel Nester bauen, die Öl- und Gasförderung geparkt wird, weil… Das Prinzip ist klar. Und genau so einleuchtend ist, dass der kleine Vogel das (Flug)Feld verlässt, wenn der große „Adler“ kommt. Apropos, das Roboter-Unternehmen aus Enschede (Niederlande) ist nach dem aktuell fliegenden Falken auch am Adler dran. Denn nochmals: „In nature, size matters!“

Was hier heute passiert ist übrigens kein autonomes Fliegen, denn der Vogel simuliert zwar das Tier selbst (ja, er fliegt wirklich durch die Bewegung der Flügel), wird aber noch vom Menschen beaufsichtigt. Viel wesentlicher ist jedoch: der Robird entscheidet nicht selbst. Der „natürliche Feind“ kann noch nicht lernen und selbst abbiegen. Doch es ist keine Überraschung, dass dieses Team daran arbeitet.

Clear Flight Solutions sind weltweit einmalig im „Vogelflug-Business“. Umso logischer ist es, dass das Team die Regeln selbst schreibt. Natürlich werden die „Airport Safety Regulations“ genauso bedient wie die von einem Mitarbeiter einer Airline oder eines Flughafens. Und doch ist es nennenswert, dass die Robirds nur im Gesamtpaket verkauft werden.

Menschen und Maschine im Team.

Ein Roboter kann schließlich nur das tun, wozu er vorher programmiert wurde. Die Reaktion auf unvorhergesehene Umstände erfolgt dann entweder nicht oder nicht zufriedenstellend. Denn der „Gegner“, also die Natur, operiert ja auch nicht nach irgendeinem Algorithmus. Robotik im Zusammenspiel mit künstlicher Intelligenz ist noch ziemlich aufwendig und teuer.

Viel sinnvoller erscheint es daher den Machern der künstlichen Vögel, ihre Schöpfungen direkt durch geschulte Operatoren zu steuern. Das bringt Flexibilität bei überschaubaren Kosten. Und gerade im sicherheitssensiblen Flugbetrieb kann man gar nicht flexibel genug sein, um auf alle Eventualitäten angemessen reagieren zu können.

Mathias Haas ist als Redner und Moderator unfassbar viel unterwegs – in Deutschland, in Europa und auch weltweit. Dabei reist DER TRENDBEOBACHTER. natürlich auch mit dem Flugzeug, und wie die meisten Menschen vertraut er auf die hohe Sicherheit im Luftverkehr, an die wir uns seit vielen Jahren gewöhnt haben. Bald wird diese Sicherheit eben auch durch Roboter-Vögel unterstützt. Das obige Beispiel ist eines von vielen, die der Experte für MegaTrends gemeinsam mit seinem Team aufspürt und im entsprechenden Kontext in unterhaltsamen Vorträgen präsentiert. Denn die Welt durchlebt Veränderung – jeden Tag. Und damit ist es für jedes Unternehmen, jede Organisation immens wichtig, sich ebenfalls zu verändern. Hierbei unterstützt Mathias Haas als Sprecher und aktiver Wandlungshelfer. Er ist kein Zukunftsforscher oder Trendforscher, sondern er entschlüsselt beginnende Megatrends bereits im Hier & Jetzt und schult bei seinen Zuhörern den scharfen Blick für die Zukunft. Die von ihm gegründete PLAY SERIOUS AKADEMIE. (www.play-serious.org) unterstützt mit außergewöhnlichen Trainingsmethoden wie LEGO® SERIOUS PLAY® dabei, den eigenen Weg weiterhin erfolgreich zu gehen.

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1 Loch in 30 Sekunden

Interview., MegaTrend.

19. September 2016

Wenn mobile Roboter Löcher bohren dann ist es „Safer. Faster. Cleaner. Documented.“ Ja klar, und das ist sexy?

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DER TRENDBEOBACHTER. war in Oslo bei COO und Mitgründer Konrad Fagertun. Mathias Haas hat endlich mal wieder ein Start-up getroffen, das wirklich arbeitet. Beziehungsweise arbeiten lässt!

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Drilling Robots sind in großen und anspruchsvollen Baustellen unterwegs – komplexe Gebäuden wie Krankenhäuser und beispielsweise Einkaufszentren. So werden aktuell in Trondheim 200.000 Löcher gebohrt und genau damit das Leben der Menschen einfacher. Wer möchte schon derartig viele Vertiefungen für Klimaanlagen, Stromschienen, Brandschutz & Co. – meist über Kopf – in Betondecken bohren? Wer möchte den Staub schlucken um am Ende doch Schwierigkeiten mit dem anderen Gewerk zu bekommen, da die zukünftige Röhre der Klimaanlage zu wenig Abstand zur Gasleitung hat? Und wer möchte die ganzen Abweichungen, die auf dem Bau Normalität sind, am Ende manuell dokumentieren?

nLink ist noch im Start-up Zentrum des Oslo Science Park und doch sind Sie ganz groß.

Auf Basis der digitalen Pläne aller Gewerke kann der Roboter in nur 5 Minuten startklar sein, er (oder sie?) macht die Löcher immer gleich tief und schludert nicht, einfach weil er müde wird. Loch für Loch, im richtigen Durchmesser, Loch für Loch, in der korrekten Tiefe… immer im Radius des Greifarms, immer die passenden Bohrer zur Hand.

In durchschnittlich 30 Sekunden ist ein Loch gebohrt. Diese Geschwindigkeit ist etwa 5- bis 10-mal schneller als der Mensch. Zumal „Kein Arbeiter oder Handwerker die harte Arbeit Löcher zu bohren genießt“, so Konrad. Bei den ersten realen Einsätzen gibt es also kaum Widerstände diesen Teil der Baustelle abzugeben.

Die Decke voller Löcher - die Markierung erfolgt bisher noch von Hand.

Die Decke voller Löcher – die Markierung erfolgt bisher noch von Hand.

Entscheidend wird jedoch sein, inwieweit der neu geschaffenen Präzision, die Erleichterung und Entlastung, die geschaffenen Einsparungen „die Gewohnheiten“ entgegenstehen. Denn ja, alle Gewerke müssen jetzt ihren Bedarf melden – unternehmensübergreifend zu einem Stichtag.

Ab jetzt werden Vollkostenrechnungen auch die Ausschreibungen erfassen, doch „Was kostet denn ein Loch in der jeweiligen Betondecke“? Bisher gibt es dazu kaum Aussagen oder das geringste Bewusstsein… und das ist nur eine Dimension, die der Drilling Robot noch ganz nebenher frei legt:

Was wäre denn wenn der Roboter nicht nur bohrt sondern auch gleich den Dübel unterbringt? Wie wäre es denn, wenn nLink dadurch zum größten Dübel-Verbraucher der Welt aufsteigt? Wie ist die Lage wenn der Roboter tatsächlich alleine fährt und nicht mehr (wie heute) beaufsichtigt werden muss? Welche Analysen können gefahren werden wenn nLink heute schon Google Analytics für die Maschine einsetzt? Wie… wie… wann?

nLink macht nur Software. Die harte Ware wird von den Norwegern schlau kombiniert. Folglich wird dem Redner und Moderator Mathias Haas ganz schnell klar, dass es korrekt ist – das Sprichwort aus dem Silicon Valley: „Software eats the world!“ Auch auf der Baustelle, auch in der Nische, auch im Löcher-Business!

Der Mensch ist teuer und ziemlich schnell müde. Alte Menschen sind wohl noch offener für Hilfestellungen, da alles andere schmerzhaft ist – über Kopf. Gleichzeitig wird für Mathias Haas auch hier wieder klar… MegaTrends treffen alle Branchen, Wandel und Veränderung knallt durch bis in so exotische Ecken wie… ja Dübel und Schrauben… viele Grüße an alle Handwerker, Ingenieure, Planer, Architekten – die Zukunft kommt auch durch Automatisierung, selbst auf dem Bau!

Genau hier arbeitet nLink.

Genau hier arbeitet nLink.

 

Mathias Haas ist Redner und Moderator. DER TRENDBEOBACHTER. macht Veränderungen sichtbar, im Hier & Jetzt! Sie müssen heute entscheiden, vielleicht morgen im Flieger nach Oslo sitzen! Prüfen Sie wie der Trendexperte die Realität und entwickeln Sie Ihre persönliche Antwort! Klammert die Großwetterlage Sie wirklich aus? Sind Unternehmen wie nLink zukünftig Zulieferer, Kunde oder Wettbewerber von Ihnen? Wie führen Sie Ihr Unternehmen durch diese Möglichkeiten? Oder sind Sie quasi die Chance an sich weil Sie ganz vorne mitspielen?

Ja, die Zukunft produziert oft mehr Fragen als Antworten. Für Letzteres hat Mathias Haas seine PLAY SERIOUS AKADEMIE. mit richtig gestandenen Moderatoren, die gerne unterstützen. Ob LEGO SERIOUS PLAY, Scrum oder eher klassisch… ob Kassel, Rotterdam oder Bregenz… Sie brauchen Ihre Antworten um zukunftsfit zu bleiben – das Team rund um den Innovationsprofi kommt zu Ihnen. Sehr gerne, denn es geht hier auch um Menschen, nicht nur um Maschinen!

Mehr unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

 

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Toiletten = Profit-Center!

Interview., MegaTrend.

29. August 2016

WC-Besuche sind relativ optional – je nach Timing. Lokus-Aufenthalte sind aufreibend – je nach Andrang. Donnerbalken sind old style – in der Zukunft!

29-08-2016 08-12-47DER TRENDBEOBACHTER. sieht die Entwicklung zum elektronischen Händetrockner-Automaten anstelle der Papierhandtücher. Nachhaltigkeit verträgt sich wohl ohne Bäume fällen nicht mehr, auch wenn Motoren in diversen „Hand Dryers“ Energie kostet und diese nicht vom Himmel fällt. Oder doch?

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Wenn zum Beispiel die Royal Bank of Scotland (RBS) 47 WC-Anlagen mit Geräten des britischen Anbieter SAVORTEX ausstattet (was bereits geschehen ist), dann kommt das Dashboard gleich mit! Wenn die British Library 1,6 Millionen Besucher hat und auf den benutzten AdDryer von SAVORTEX 115 Werbefilme pro Tag laufen… ist das smarte Gebäude am rotieren, die Daten fließen. Doch der Reihe nach…

Einerseits braucht das Einstiegsgerät von Syed Ahmed schlichtweg weniger Energie. Anderseits ist es intelligent was dafür sorgt, dass Reinigungsteams von den Maschinen Nachrichten auf deren Smartphones bekommen. Der Wortlaut ist zwar für Haas unbekannt, doch die Meldung könnte heißen „Hey Jones, 50 visitors have used me and it is time to clean this washroom“. Alleine dieser Schritt ist so logisch und hinsichtlich der Kosten derartig attraktiv… man wundert sich, dass in Deutschland erst ein Gerät verbaut wurde. Nochmals, die Tatsache, dass Reinigungsteams nicht mehr im zeitlichen Turnus rotieren sondern nach Gebrauch der Toiletten zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind… purer Wahnsinn und längst überfällig!

Und als dritte Ebene werden aus kostspieligen WC-Anlagen auch noch Profit-Center, denn während dem Hände trocknen läuft der passende Werbeclip. Hinschauen beim Hände trocken, so das Motto der neuen Zeit.

Soweit so logisch, soweit so smart.

Nein, nein, nein… in diesem TRENDBEOBACHTER.-BLOG-Eintrag wird jetzt nicht diskutiert was der Betriebsrat dazu sagt. Es werden auch keine Eventualitäten geprüft, wie die denkbare Option, dass Besucher vielleicht die Hände waschen (oder auch nicht) und sich die Flossen an der Hose trocknen… Für den Moment wird nur dokumentiert und vom Treffen in London berichtet, dass ein völlig unscheinbarer Ort sich vom Cost zum Profit-Center mausert, dass selbst der Dyson Airblade Tap genauso wie ein Dyson Airblade dB zwar wunderschön sind (Endkundenpreise 1.399 EUR bzw. 1.099 EUR) mangels Sensorik allerdings alt aussehen.

„Data Intelligence“ wird von einem neuen Player an die Wand gebracht!

Ja, Intel inside… Syed Ahmed hat prominente Zulieferer und sicher nicht zufällig ein Büro im Bankenviertel Canary Wharf, London. Seine Wettbewerber sind wohl im Industriegebiet und schuften noch mit Schraubenzieher und Gehörschutz während der neue Tesla im WC-Business bereits 4.000mal geliefert hat und das Dashboard einen Facility Manager zum Captain der „User Experience“ macht.

Aufwachen Wettbewerber! Aufwachen Media Companies!

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DER TRENDBEOBACHTER. hat sich wieder auf den Weg gemacht – ins wilde Großbritannien. Der BREXIT-Small-Talk war inklusive, doch dieser Super-Sonder-Effekt ist noch zu wild für Mathias Haas. Der Redner und Moderator sucht beweis- und belastbare Veränderungen. Der Wandel der Zeit ist sein Fokus. So hat der MegaTrend-Experte auch den smarten Syed getroffen, one-to-one, live und in Farbe!

Reisen bildet und ein eigenes Urteil ist unumgänglich… Mathias Haas war für sein Team und die Kundschaft unterwegs -­ auch wenn der Rückweg enorm anstrengend war. Ja, travelling is glamorous… aber es gibt keine Alternative. Und es macht auch Spaß!

Mehr zum TRENDBEOBACHTER., der eben kein klassischer Trendforscher und auch kein üblicher Zukunftsforscher ist unter www.trendbeobachter.de aufbereitet.

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE. – beispielsweise mit Moderationsmethoden wie LEGO SERIOUS PLAY. – entsprechend unter www.play-serious.org

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Very easy to measure.

Interview.

23. August 2016

Wenn der Dienstleister mehr weiß als sein Kunde, dann sitzt Mathias Haas bei Big Data Scoring in London. Meelis und Kersten sind Teil und teilweise auch Gründer dieses A-Teams, einem Fintech erster Güte. Kurz gesagt, sorgen sie für Kundenbewertungen wie es eine Bank nicht kann, so die Aussage im Gespräch mit dem Trendexperten.

Die „Big-Data-Credit-Scoring“-Pros nehmen eine Masse an Indizien und Fakten, um das Kreditrisiko für einen privaten Bankkredit oder auch Kreditkäufe aller Art zu bewerten… So kommen übliche und meist auch bekannte Eckpunkte wie ortsbezogene Daten, wie zum Beispiel Immobilienpreise als Bewertungsgrundlage der eigenen Bonität ins Spiel. Auch technische Fakten kommen in den Mischer, denn ein Kunde mit einem Apple-Gerät hat scheinbar mehr Vertrauen verdient als mit einem Billiganbieter aus China. Weiter gilt das „Web-Search“ als wertvoller Datenschatz. Diese Vorgehensweise sucht nach allerhand Datenschnipsel über die Person X oder Y. Dazu das Herkunftsland und deren Großwetterlage und… ein „Java Script“. Letzteres verfolgt wie genau das Formular der jeweiligen Finanzierungsanbieter aufgefüllt wird. Wie schnell? Wie oft werden Felder korrigiert? Wie „unsicher“ oder „geübt“ kommt der User voran?

All diese Eckpunkte werden mit internen Daten kombiniert und der wundersame Mischer dreht sich.

Dabei ist wohl nicht mal klar wie rum sich der „Big-Data-Mischer“ dreht!

Fakt ist, es gibt eine ernstzunehmende Kundschaft, die mit dieser Vorgehensweise in bereits über 20 Ländern „Credit Scoring and Fraud Detection“ (=Bonitätsprüfung und Betrugsvermeidung) laufen lassen. Alleine die jetzt mögliche Reduzierung der Eingabemaske macht das Kundenerlebnis positiver. Wer möchte schon 30 Felder ausfüllen wenn ein Online-Kauf schon mit 2-3 Klicks abgeschlossen wird?

Weniger Eingabefelder – mehr Kundschaft.

In rund fünf Jahren, so die Macher im Gespräch letzten Donnerstag, wird die „Instant Decision“ möglich sein. Spätestens dann kann ein Kreditanbieter, dank derer Dienstleistung, in ein oder zwei Sekunden entscheiden ob Lieschen Müller einen Kredit bekommt oder nicht.

Der gute oder schlechte Algorithmus macht den Unterschied.

Die Geschwindigkeit und die Kombinationsfreudigkeit lässt sich nur noch durch die Realität stoppen: Die Datenbanken der jeweiligen Kunden. Nicht selten trifft Big Data Scoring auf Banken, Versicherungen, Telefonanbieter etc. mit elektronischen Karteikästen aus den 70er oder 80ern. Dort heißt es dann „Don’t change a running systems“ und wieder wird klar warum neue Player wie PayPal mit deutlich weniger Altlasten so große Schritte machen… und sofort wird deutlich, dass Menschen wie Kersten und Meelis ganz, ganz schnell von klassischen Anbietern eingestellt werden sollten. Aber ganz schnell!

Die Dimension der Möglichkeiten wird also die einen stressen (Schufa, Deutsche Bank, ‚Telekom?) und die anderen verzaubern. Warum soll Amazon nicht Kredite verkaufen? Ach… ja, sie tun es bereits! Schon am 31.12.15 meldete The Guardian „Amazon starts offering loans to customers with pay monthly option“. Warum sollen Anbieter aus Kenia oder Taiwan nicht Abkürzungen nehmen und durch derartige Innovationen (ohne Banken) Kreditrisiken bewerten und vermeiden? Oder mehr Kredite zur Verfügung stellen?

Letzteres ist ein ganz wesentlicher Treiber bei Big Data Scoring, „empowering emerging markets“ durch die Verfügbarkeit von Kredit… als Vergleich wird die USA gezogen. „Wo wäre der US-Markt heute ohne der Zugang zu Darlehen?“, so Kersten.

Ob der Zustand in den USA vorbildlich ist sei dahin gestellt, doch ohne Micro-Kredite wäre so manches Geschäft in Entwicklungsländern heute noch nicht offen!

Gedanklich war DER TRENDBEOBACHTER. bei solchen Szenarien wieder ganz nah bei seiner VALLEY MINDSET TOUR, denn dort war „das Welt retten“ auch sehr groß geschrieben. Fakt ist aber,… die Menschen im Silicon Valley machen genau das – ob es uns gefällt oder nicht.

Big Data Scoring hat heute einen Großteil des Backoffices in Helsinki (viele ex-Nokia/ex-Microsoft-Experten) und das Frontend-Team in London, dazu Reps in Indonesien, Polen und Chile. Ach ja, insgesamt rund 20 Personen… es sind die wendigen Schnellboote, die messbare Erfolge schreiben (laut Website „26% improvement in scoring accurancy“) und genau deshalb Druck aufbauen – ohne Diesel und Schweröl, eher mit Kombinationen und Verknüpfungen, die für Mathias Haas irgendwie zu erahnen aber nicht wirklich verständlich sind.

Und was wenn… ein häufiger Wechsel eines Handyvertrages wirklich eine Aussage zur Bonität macht? Ist das dann der GMV-Faktor? Der Gesunde Menschenverstand? Oder Big Data?

Ja, auch für Mathias Haas, den Zukunftsexperten blieben natürlich Fragen offen – es kamen neue dazu… doch der Austausch war wertvoll und nötig. Denn DER TRENDBEOBACHTER. ist eben in der Trendbeobachtung tätig, nicht in der Wissenschaft und auch nicht bei einem Trendforscher, oder gar Zukunftsforscher. DER TRENDBEOBACHTER. ist für das „Hier & Jetzt“ aktiv, denn die Kundschaft von Mathias Haas und seinem Team müssen heute entscheiden!

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Da ist sie – endlich. Die Parkbank mit Steckdose.

Interview.

1. August 2016

DER TRENDBEOBACHTER. wollte spontan Investor werden, denn selbst auf der Digitalkonferenz re:publica waren die Steckdosen am falschen Ort. Immer wieder ein überraschender Mangel in unserer digitalen Welt – zu wenig Energiezufuhr für unsere Drehkreuze, die Smartphones.

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Da kam er ums Eck, Milos Milisavljevic, CEO und Founder von Strawberry energy dem Unternehmen, das eigenständige Parkbanken mit diesen Möglichkeiten ausliefert:

  • Ladestation mit Kabel
  • Ladestation mit Induktion
  • Ladestation mit USB
  • Info- bzw. Notfall-Button
  • Thermometer (via App)
  • Luftqualitätsmessung (via App)
  • Lärmmessung (via App)

Alle Möglichkeiten stecken in einem Bauwerk, das immer durch Solarzellen auf dem „Dach“ und einem Energiespeicher unter der tatsächlichen Bank wahrlich eigenständig ist. Im Falle der „Strawberry Smart Bench“ wird die Bank einfach abgestellt, beim Tree im Boden verankert.

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Gute vier Jahre im Amt hat das Unternehmen heute neun Vollzeitangestellte und viele Freelancer. Milos Team kommt, wie er selbst auch, aus Serbien. Er ist mal hier und mal dort. Hier ist Belgrad und dort ist Level39, der „Technology Accelerator at Canary Wharf“ – sprich London. Von diesem Büro der neuen Art sieht der sympathische Macher auf den Cabot Square, auf einen „Parkplatz“ seiner Produkte. Rund 7.500 Euro pro Stück und die Canary Wharf Group (= privates Gelände im Osten Londons) war eine Attraktion reicher. Ein Anziehungspunkt, der von Besuchern direkt verstanden wird. Anvisieren, einstecken, entspannen… so einfach kann das Leben sein. Der Blick auf den Brunnen ist dann wahrlich ein Bonustrack, denn der Panikmodus mangels Energie im Smartphone hat bis dahin längst die Denkfunktion des Besitzers übernommen…

So einfach ist eine smart city.

Die passende App zeigt andere Parkbanken genaus wie Lautstärke, Witterung, CO2-Belastung etc.

Die passende App zeigt andere Parkbanken genaus wie Lautstärke, Witterung, CO2-Belastung etc.

Jetzt ist sehr viel möglich… attraktivere Einkaufszentren und Parks, Lernen oder Arbeiten im Freien, Lernen oder Arbeiten an einem ruhigeren Ort, in Kombination mit der richtigen Kleidung (bevor man zum Beispiel das 37. Stockwerk verlässt)… ja, nicht alles ist zwingend ein Fortschritt, doch herrlich ist es schon.

Vielleicht ist es mehr als „herrlich“, denn welche Innenstadt sorgt sich nicht um das eigene Stadtzentrum? Welche Gemeinde sieht nicht die leeren Geschäfte? Und was kostet eigentlich eine Bushaltestelle, die dumm irgendwo rumsteht? Könnten diese Abholstationen nicht intelligent vernetzt werden… sogar Spaß machen und die Kinder (und alten Menschen) aus den Häusern ziehen?

Ja, auch für Mathias Haas, den TRENDBEOBACHTER., ist noch nicht jede Bank vernetzt. Auch für den Redner und Zukunftsexperten sind noch nicht alle Punkte miteinander verknüpft. Doch gab es auf dieser und auf anderen Recherchereisen deutlich komplexere und undurchsichtigere Missionen. Parkbanken mit Stecker – das war wirklich an der Zeit! Dezentrale Energielösungen in Aktion… schön zu sehen.

Und natürlich lässt sich (kontaktlos) auch die Smartwatch laden.

Und natürlich lässt sich (kontaktlos) auch die Smartwatch laden.

 

 

Mehr zu Mathias Haas und seinem Team finden Sie unter www.trendbeobachter.de, denn Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. und nicht ein Trendforscher, auch kein Zukunftsforscher. Der Zukunftsexperte bietet das „Hier & Jetzt“, er zeigt die Realität und zieht seine Schlüsse, denn die Kundschaft muss heute entscheiden!

Damit die Kraft auf die Straße kommt bietet Mathias Haas mit der PLAY SERIOUS AKADEMIE. auch an, Strategien zu überarbeiten, Geschäftsmodelle zu entwickeln und wahre Probleme zu lösen. So wird zum Beispiel mit LEGO SERIOUS PLAY. das Spielen mit den ernsthaften Themen der Geschäftswelt verknüpft. Mehr dazu unter www.play-serious.org

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Level39 hat drei Stockwerke.

Interview.

21. Juli 2016

DER TRENDBEOBACHTER. hat Start-ups im 39. Stockwerk besucht. Der „Technology Accelerator at Canary Wharf“ wollte Mathias Haas gar nicht rein lassen – die dort arbeitenden Experten aber schon. Also war Mathias Haas drin, im Luxus-Tempel mit Lounge.

„Shared workspaces, offices and High Growth Spaces house 170 + Fintech, Retail and Future Cities technology companies“ waren hier zu sehen? Es waren ganz normale Menschen an Schreibtischen…

Aber eben sehr selbstbewusste Menschen an Schreibtischen mit Blick auf alles was London zu bieten hat. Von da oben ist die Sicht der Hammer und das Coca-Cola London Eye (= 135 Meter hohe Riesenrad am Südufer der Themse) ist was für Menschen aus der „Old Economy“.

Was der ehemalige Bürgermeister Boris Johnson im März 2013 eröffnete (…wer war das noch?) ist heute ein Markt der Millionäre. Player wie Revolut (Slogan: Simply Revolutionary) machen den Banken derartig Stress, dass es sehr realistisch ist, dass ein paar heutige „Schreibtisch-Mieter“ in einem der drei Stockwerke von Level39 schon sehr bald den ganzen Turm kaufen. Wer dort arbeitet hat heute schon Interviews mit Forbes Magazine & Co. So hat beispielsweise Erki Kert, CEO und Co-Founder, von Big Data Scoring ein Telefoninterview am 23. Mai verschoben, weil er von genau diesem Wirtschaftsmagazin zum Brexit interviewt wurde.

Aufmerksamkeit vom feinsten…!

Jetzt übertragen wir nur mal dieses „Hyper-Mega-Attention-Center“ mit der Idee des einen oder anderen Bürgermeisters oder Landrats aus Deutschland, der Schweiz oder gerne auch Österreich… Ist mittlerweile klar geworden, dass die Top-Player der neuen Welt ganz andere Rahmenbedingungen bekommen als ein neuer Schreibtisch mit mittelmäßiger Internetverbindung und Farbdrucker? Start-ups der ersten Güte sind die ungeschliffenen Diamanten von morgen. Sie sind selten und sind mobil!

Wenn also Zürich, Stuttgart oder Graz ein weiteres Start-up-Zentrum eröffnet… dann sollten Sie sich vorher mal auf Reisen begeben und hoffen, dass Sie eine Tour in der Champions League erhalten. Noch wertvoller wäre wohl das Einmieten und die Beobachtung der realen Abläufe, der ungeschriebenen Gesetze und informellen Hierarchien… versprochen, sie würden es nicht bereuen und die Investitionen in Zürich, Stuttgart wie Graz wären sicher besser angelegt!

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Lassen Sie sich nicht blenden von scheinbaren High-Tech-Kaffeemaschinen, touristischen Ausblicken und Start-up-Machern, die (wie von Haas selbst erlebt) in der dazugehörigen Lounge sich Freitags um 15:30 Uhr ein Bierchen genehmigen… diese „Typen“ könnten schon bald Mark oder Steve heißen und verdienen höchste Aufmerksamkeit – sehr saubere Gesprächsvorbereitung. Ja, Trendbeobachtung kann auch anstrengend sein.

Der Brexit ist da… die Chancen zum Abwerben größer denn je… auf in den Aufzug!

Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER., hatte Glück, denn tatsächlich hat Level39 schlussendlich keine Tour angeboten – aber eben einer der Interviewpartner, einen der Mieter. Ein erster Eindruck wurde hier formuliert und zum Beispiel durch den „The Report“ des Hauses unterfüttert. Natürlich waren vergleichbare Erfahrungen in Benztown, Berlin und Palo Alto bei der Analyse hilfreich…

Trendbeobachtung braucht Kontext und sie braucht Zeit. Reisen bildet? Sie ist essentiell in diesen Tagen wenn Unternehmen wie PayPal ganze Landstriche zur Banken-Filialen-frei-Zone machen… Der ehemalige Bankkaufmann Mathias Haas und sein Team haben viele Kunden aus der klassischen Finanzbranche – gerne bieten wir auch diesen an, machen Sie mit uns eine TrendReise. Canary Wharf ist eine Stunde entfernt und hoch gewachsen. Machen Sie sich besser ein Bild!

Mehr zu TrendReisen, zu TrendVorträgen, zu TrendWorkshops… zum Wandel und neuen Antworten liegt unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

 

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GOCYCLE, go. Wild!

Interview.

19. Juli 2016

Richard Thorpe zu treffen ist ein Traum. Der Gründer von GOCYCLE kam zwar ohne Rad – aber mit klaren Vorstellungen! Und einem Gespräch auf Augenhöhe.

DSC01248Der ehemalige McLaren Design-Engineer hat 2002 Karbon Kinetics Ltd. gegründet und produziert heute rund 10.000 Einheiten pro Jahr. „It’s electric“ und es ist das schönste eBike am Markt, so die Meinung von Mathias Haas. On top, es ist foldable.

Der Weg dorthin hatte auch seine Kurven.

„Apple Design“ und „Dell-Distribution“ war sein Ansatz doch schnell wurde klar, dass er Radhändler braucht (und bis heute vertraut). Durch seine Vita war er auch früh am Start, als es um den Treiber Nummer 1 geht:

Möglichst wenig Gewicht!

Selbst Kinder eBikes hatte er geprüft – und wieder, das Gewicht stand im Weg. Die besondere Haftung war dann nur noch das Ende vom Anfang. Und bis heute – Fehlanzeige im ganzen Markt.

Die neueste Neuheit ist das GOCYCLE G3 welches wirklich für sich selbst spricht:

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Was soll DER TRENDBEOBACHTER. hier viel schreiben? Was soll er sagen wenn Bilder deutlich stärker sind?

Was bleibt ist ein sehr, sehr sympathischer Herr Richard, der nicht an eBike-sharing glaubt und dies auch erklären kann: Vandalismus und das signifikante Investment pro Fahrzeug (liegt bei ihm durchaus auch mal bei 4.400 EUR/Stück) stellt nach seiner Meinung auch „Freefloating-Systems“ an den Rand der Machbarkeit.

gocycleWas bleibt ist ein Macher, der „automotive designed, lightweight, electric bicycle“ auf die Straße bringt und Teil der wahren Revolution ist. Wo bleiben den Autos (egal wie betrieben) wenn sich mehr und mehr Städte für Menschen & Radfahrer entscheiden und PKWs wie LKWs systematisch benachteiligen?

Als Mathias Haas in London unterwegs war wurde klar, dass an vielen Stellen eine PKW-Spur zu Gunsten der Räder umfunktioniert wurden. Autofahren muss unattraktiv werden, so wohl das Motto der Entscheider. Eine Fahrt von Paddington Station bis Canary Wharf mit knapp 10 Meilen wurde so zu einem „Erlebnis“ von 1:15 Stunden Dauer – obwohl die Rush Hour nicht zum Tragen kam. Danach ist auch DER TRENDBEOBACHTER. früher aufgestanden und mit der Tube von A nach B gefahren. Auch der Zukunftsexperte lernt nicht aus… doch ganz ehrlich, auch Mathias Haas ist mal bequem, auch er liebt mal etwas Privatsphäre… so wurde feste gemixt: Heathrow- und Gatwick-Express, Uber, Tube und einfach viel laufen. Leider war das GOCYCLE noch nicht im Gepäck… damit hätte Mathias Haas ganz sicher mächtig Eindruck gemacht und noch mehr Spaß gehabt. Vielleicht kommt dann DER TRENDBEOBACHTER. zum nächsten Mobilitäts-Update mit Richard Thorpe mit dem Rad?!

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Mehr zum Redner und Moderator Mathias Haas unter www.trendbeobachter.de

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE. und LEGO SERIOUS PLAY unter www.play-serious.org

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Abkürzung made by Linde.

Exponate, Interview.

15. Juni 2016

DER TRENDBEOBACHTER. war Teil „des größten Wasserstoff-angetriebenen Carsharing Anbieters des Planeten: BeeZero“. Dahinter rollen 50 Wasserstoffautos rund um München und eben nicht „in“ der Bayern-Hauptstadt. Letzteres ist zumindest nicht der Fokus der Linde-Tochter, denn mit großen Autos durch dichte Städte ist zwar üblich – aber nicht logisch. Also weder DriveNow, car2go oder flinkster sondern eben BeeZero Innovation!

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Das emissionsfreie Carsharing steht dem Redner und Moderator Mathias Haas gut. Auch tanken kann Haas auf Anhieb – in rund drei Minuten und voll ist. Fahren sowieso… denn den Testwagen zu bewegen ist eben wie Elektromobilität. Nein, es ist H2-Elektromobilität!

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Und an sich ist das Handeln des Industriegasproduzenten Linde eine Sensation, denn die klassischen Autobauer trauen sich – oder trauen sich nicht mehr – an dieses Konzept. Die übliche Kundschaft von Linde fällt also aus und die Innovation ist leider nicht auf der Straße! Was tun? Einfach selbst Tatsachen schaffen – so, wohl das Credo der kleinen Einheit von zurzeit neun Mitarbeitern am Ostbahnhof in München (und eben nicht in Mitten der mächtigen Zentrale). Machen, losfahren, Erfahrung sammeln… mit Endkonsumenten, einem eher unbekannteren Kundensegment der B2B-Spezialisten.

Ja, manchmal gibt es auch bei uns Abkürzungen – sogar im etablierten München!

Sie fahren los, einfach so… BeeZero wurde im September 2015 gegründet und findet ihre Nische außerhalb der Stadt! Raus zum Wandern, Fischen oder Kaffee trinken – für circa 50 EUR, einen sonnigen Tag für Menschen mit Naturdefizit. Einfach los, mit Wasserstoff auch wenn es im Moment nur eine Tankstelle in der ganzen Stadt gibt. Auch wenn die Software erst noch fliegen muss und auch wenn DER TRENDBEOBACHTER. sich ein anderes Fahrzeug hätte vorstellen können…

Einfach mal los fahren!

Als ob die Top-Entscheider bei Linde schon das Buch „BETA-BUSINESS, WO DIE ZUKUNFT HEUTE GEMACHT WIRD“ gelesen hätten… es ist toll, dass ein Unternehmen mit rund 18 Mrd. EUR und 64.000 Mitarbeitern die Kraft und Muße hat sich ins Neuland zu wagen! Selbst wenn dieses innovative Mobilitätskonzept nicht rollen sollte – es wird Erfahrungen produzieren, die den Konzern irgendwie agiler machen. Selbst wenn… nein, der Zukunftsexperte möchte sich nicht einreihen in die Skeptiker und Zweifler – Mathias Haas möchte für die Erfahrung danke sagen und ALLES GUTE wünschen!

Denn oftmals müssen Konzerndampfer auch gekitzelt werden!

Mit besten Grüßen nach Ingolstadt, Stuttgart, Wolfsburg & Co.
Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER. aus dem Hier & Jetzt.

BeeZeroLinde (1)Ja, Mathias Haas hat noch einen Führerschein. Mit diesem und Thomas Schaefer war der Redner und Moderator auf Tour und war unter anderem mit Frau Sandra Scherb im Gespräch.

Denn DER TRENDBEOBACHTER. ist kein klassischer Trendforscher oder gar Zukunftsforscher. Mathias Haas und sein Team definieren Trendbeobachtung als Verdichtung von beweisbaren Veränderungen. Keine Esoterik, keine gewagten Hochrechnungen – die Gegenwart ist zukunftsweisend genug. Man muss nur genau hinsehen… oder auch mal auf’s Gas drücken!

Mehr zur Arbeit des Zukunftsexperten liegt unter www.trendbeobachter.de bereit. Mehr zu PLAY SERIOUS AKADEMIE. mit Moderationsmethoden wie LEGO SERIOUS PLAY wartet unter www.play-serious.org

 

 

 

 

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BE SLOW – in Zeiten des Optimierungszwangs.

Interview., MegaTrend.

10. Juni 2016

Ein Blick auf die Uhr: Kurz vor 12 – so ein paar Minuten davor. Wie viel genau? Spielt keine Rolle! Zeit für einen Gegentrend, denn es geht auch anders als höher, weiter, schneller, präziser – jenen Schlagwörtern, die uns im 21. Jahrhundert den Weg weisen. Die slow watch präsentiert sich als perfekte „Entschleunigungskur“ und erinnert uns daran, mal wieder „langsam zu machen“. Auch wenn wir es in unserem stressigen Alltag scheinbar vergessen haben: wir haben eine Wahl, wie wir leben wollen. Uns dies zu zeigen ist die Intension des modernen Uhrenunternehmens.

HAAS.Buch-Büro-Party06.16 (30)Die slow watch hat nur einen Stundenzeiger und zeigt damit alle 24 Stunden des Tages auf dem Ziffernblatt. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Uhr bewegt sich der eine Zeiger konsequenterweise nur halb so schnell. Im Inneren versteckt sich ein Schweizer GMT Präzisionsuhrwerk (Ronda 505.24 Swiss Made).

Zugegeben, bei exakten Terminplanungen wie beispielsweise Bahnfahrten oder auch bei Auftritten von Redner Mathias Haas hat die reine Stundenzeiger-Uhr ihre Handicaps. Dennoch: die Philosophie und der damit verbundene Gegentrend – also gegen die Alltagsoptimierung – ist eine interessante und gut umgesetzte Idee.

Also „Raus aus dem Hamsterrad“ und be slow! Trägt man die slow watch offensichtlich am Arm, liefert sie zudem zündenden Gesprächsstoff – denn der Zeit kann sich niemand entziehen.

HAAS.TrendKurator1Wenn man wie Mathias Haas als Redner und Berater zum Thema MegaTrends aktiv ist, liegt es natürlich nahe, sich auch mit den Gegentrends zu beschäftigen. Und hier kommt dann auch der Unterschied zu einem klassischen Trendforscher zutage: Während der Zukunftsforscher zeitlich weit entfernt weilt, arbeitet DER TRENDBEOBACHTER. im Hier & Jetzt. Pragmatische Denkansätze und Lösungen liefern Berater und Keynote Speaker Haas und sein Team – branchenübergreifend und mit Blick für’s Detail. Für die effiziente Umsetzung in Ihrer Organisation steht die PLAY SERIOUS AKADEMIE mit interessanten Angeboten bereit. Mehr unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org.

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Prozesse werden digital – selbst im Stahl

Interview.

31. Mai 2015

„Sind es genau diese Unterschiede?“ fragt sich DER TRENDBEOBACHTER Mathias Haas beim Einpflegen der Visitenkarten von Tim Milde, Geschäftsführer der kloeckner.i und Christian Pokropp, Head of Investor Relations & Corporate Communications der Klöckner & Co. SE. Der Mann des Start-ups kommuniziert nur seine Handy- und keine Festnetznummer, kloeckner.i wird modernerweise ohne Umlaute und in kleinen Buchstaben visualisiert. Herr Pokropp dagegen zieht es vor, die Mobilfunknummer noch etwas zurückzuhalten… nun, er kommt ja auch aus Duisburg.

Aus der alten Welt?

Beide Herren repräsentieren den größten hersteller-unabhängigen Stahlhändler Europas, und beide beschreiben den eleganten und doch radikalen Weg in einem ziemlich spaßbefreiten Markt – dem Stahlmarkt!

Es gibt die Beobachtung, dass der Stahlhandel – bis heute – so gar nicht digital agiert. Klassischerweise werden per Telefon ausgehandelte Stahlmengen bestellt und dann innerhalb weniger Tage abgerufen. Manuell, auf Basis von mehreren Excel-Sheets.

Bis der neue Chief Digital Officer kam.

Der neue CDO ist gleichzeitig der CEO, Herr Gisbert Rühl. Er ist der Treiber und der Ermöglicher. Genau er hat kloeckner.i und auch kloeckner.v (hierzu später noch mehr) herausgefordert und auf’s Gleis gesetzt. Solange andere noch in Überkapazitäten denken, lässt er Herrn Milde laufen…

Tim Milde, ein Stahlexperte, bekommt Digitalisierungskompetenz von etventure, dem Partner für Lean Startups, Prototyping und Umsetzung. Genau er versucht jetzt mit bis zu 20 Personen, aus dem heutigen „niedrigen einstelligen Prozent digitalem Umsatz“ bis 2019 sagenhafte 50 Prozent zu erarbeiten. Seit dem 1. Januar 2015 werden 50 Pilotkunden und deren Schmerzen identifiziert und danach Schritt für Schritt angegangen. So war es wohl eine kleine Revolution, dass vergebene Stahlkontingente visuell aufbereitet dann auch abgerufen werden konnten. Dass anfangs nicht alle Prozesse integriert waren, ist nur zu logisch für den Redner und Berater Mathias Haas. Warum auch gleich zum Mond fliegen, wenn SAP noch eine Extra-Runde fordert? Für den Zukunftsexperten macht es großen Sinn, los zu laufen und genau dabei herauszufinden, ob die formulierten Kundenwünsche die wirklichen Bedürfnisse sind. Denn wie der Macher von kloeckner.i ehrlicherweise beschreibt: Oft ist es eben gar nicht so einfach, deren Erwartungshaltung herauszufinden und richtig zu decodieren…

So hat also diese Unternehmenseinheit nicht nur die Aufgabe, Berliner Programmierer glücklich zu machen, sondern schlussendlich das gesamte Unternehmen mitzunehmen – mitten rein in die notwendige Zukunftsfitness. Mathias Haas wettet, dass auch in Duisburg nicht jeder die großen Likes in die Hauptstadt sendet, doch schlussendlich ist es nur logisch (es lebe der GMV-Faktor, der gesunde Menschenverstand!) auch diesen Händler fit zu machen. Zukunftsfitness, bevor amazon und Alibaba auch dieses Segment sauber aufrollen. Denn wie schon an anderer Stelle berichtet: Handelsorientierte Drehkreuze gibt es meist nur ein oder maximal zwei. Wer also bespielt diese zentrale Rolle im europäischen Stahlsegment? Mathias Haas kennt hier mittlerweile zwei sehr sympathische Herren mit Drang und Logik ins nächste Level.

Ein ungewohntes Umfeld für einen Stahlhändel

Ein ungewohntes Umfeld für einen Stahlhändel.

Apropos… klockner.v hat die ausgesprochene Mission, disruptive Geschäftsmodelle zu finden und zu fördern. Also Ansätze und Vorgehensweisen, die die alte und neue Klöckner-Welt ordentlich stresst. Auch dieses Team wird gerade aufgebaut… und hier findet der Redner und Berater Haas dann doch noch eine wahre Möglichkeit, zur Prüfung aufzufordern: Soll denn dieses Team im gleichen Gebäude Quartier beziehen oder nicht doch mehr Abstand haben? Nicht, dass man sich allzu sympathisch wird. „Greif mi an“ ist die Überschrift in der WirtschaftsWoche vom 16. März… genau dies sollte möglich sein und konsequent gefördert werden – auch von Kollegen!

So oder so: Respekt vor diesen Maßnahmen, vor der ordentlichen Geschwindigkeit und der gegeben Freiheit – ohne die eigene DNA zu unterlaufen. So könnte es klappen, denkt DER TRENDBEOBACHTER auf dem Weg zurück ins Hotel… so könnte es klappen. Hoffentlich schauen sich noch viele Top-Entscheider solche Beispiele an.

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Ja, DER TRENDBEOBACHTER ist eben kein klassischer Trendforscher. Mathias Haas ist auch kein üblicher Zukunftsforscher. Der Redner und Berater prüft die Zukunft für das „Hier & Jetzt“, denn Entscheider müssen heute entscheiden – nicht 2030.

Genau hier liegt also der Unterschied zwischen Trendforschung, Zukunftforschung und der hier realisierten Trendbeobachtung. Denn auch Trends und MegaTrends werden unterschiedlich definiert… mehr dazu  unter www.trendbeobachter.de

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lifelogging durch Memoto-Kameras… Interview mit Oskar Kalmaru

Interview.

10. Juli 2013

Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER, hat nicht nur das neue IT-Gadget bestellt, sondern heute auch mit einem der Gründer von Memoto telefoniert. Klar: Der Spiegel hat schon berichtet und nach dem „Ende jeder Privatsphäre“ gefragt – doch Angsthasen gibt es viele. Was steckt denn nun dahinter?

Der neue Megatrend lifelogging?

Die schwedische Firma bietet in einigen Wochen Memoto-Kameras an. Diese sind nur 2-3 cm groß, schön und mit einem Clip an der Kleidung zu befestigen. Automatisch macht diese Maschine alle 30 Sekunden ein Bild, 120 pro Stunde, fast 3.000 pro Tag. Immer. Überall.

Somit ist die Frage nach der Privatsphäre absolut berechtigt.

Oskar meint dazu: „People realize it is a camera or some sort of microphone.“ Und genau das wäre schon mal sehr hilfreich. Traditionalisten werden nämlich nicht besonders glücklich sein, wenn ihnen klar wird, dass sie unbemerkt in abgelichtet werden.

Vergleichbar mit der Einführung von Google Streetview.

Selbst unbeteiligte Menschen können somit immer weniger entkommen – diese neue Art der „Lebensdokumentation“ visualisiert massiv und unentwegt. Die wahre Kompetenz dahinter ist jedoch, diese Verhaltensveränderung auch attraktiv zu „übersetzen“. Sprich, Memoto produziert im Grunde keine Kameras, Memoto managed Daten. Oskar hat Mathias Haas heute schon erklärt, dass die Fotos in sogenannten „Moments“ zusammengefasst werden. Es wird also Bildergruppen vom Frühstück oder vom Meeting geben, vom Abflug oder von der Ankunft – zusätzlich gibt es „the best moment“.

Spätestens jetzt wird klar, dass lifelogging unser Leben verändern könnte. Dass wir dadurch – Egotrip hin oder her – bewusster leben. Oder zumindest mehr kommunizieren. Wo ist noch die Grenze?

„Ich kommuniziere, also bin ich.“

Menschen werden zunächst selbst entscheiden, ob sie „hardcore lifelogging“ betreiben (wie Oskar es formulierte) oder den „Moment des Tages“ genießen. Mit diesem netten kleinen Instrument werden wir auf jeden Fall die Wolke weiter fliegen lassen. Denn die Daten müssen ja irgendwo hin, und genau diese Leistung ist in den 348,75 USD inkludiert. Die Rechte bleiben beim Kunden – anders als bei anderen kostenlosen Dienstleistungen, bei denen das Recht am eigenen Foto virtuell ziemlich schnell implodiert.

Mathias Haas, der Redner und Moderator, fiebert schon, sich selbst ein Bild machen zu können – und von anderen gleich mit. Ob sie wollen oder nicht.

Also Vorsicht, wenn der Zukunftsexperte auf Ihrer Bühne ist.

DER TRENDBEOBACHTER ist eben kein typischer Trendforscher oder Zukunftsforscher. Mathias Haas realisiert seine Infotainment-Keynotes genauso wie seine Workshops auf Tagungen und Veranstaltungen als Pragmatiker – als jemand, der prüft, erlebt, macht und tut. Denn Veränderung muss auf die Strasse, auch wenn es schwer bleibt zu entschieden „welche“, „wann“ und vor allem „wie“. Das gilt für Lifelogging genauso wie für Digitalisierung oder auch Nachhaltigkeit – für alle Megatrends auf diesem Planeten!

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Kex-Hostel in Reykjavik: Interview mit Dagur Sigurðsson

Interview.

29. Juni 2013

Mathias Haas im Interview mit Dagur Sigurðsson –  dem „Handball-Gott“, dem Handballtrainer (österreichische Nationalmannschaft, heute Füchse Berlin) und dem Teilinhaber & Mitinitiator des neuen gesellschaftlichen Drehkreuzes in Island.

DER TRENDBEBOACHTER war in einem besonderen Land: Island. Einerseits war die Insel schon immer sehr schwach bevölkert (320.000 Einwohner = 3,1 Einwohner pro km²) und somit für viele Marken und Anbieter völlig uninteressant – also hat sich der Isländer schon immer selbst bekleidet, selbst unterhalten und selbst versorgt. Andererseits hatte Island 2008 bis 2011 eine massive Finanzkrise. Der Zusammenbruch aller drei Großbanken hat das kleine Land direkt und ohne Umwege zum Kollabieren gebracht. Die Spuren dieses Ereignisses sind heute noch sichtbar und haben die Menschen nachhaltig geprägt.

Heute gibt es dort ein Hostel. Doch dieses definiert die Gattung neu. Hier wird locker mal 100 oder 150 EUR für eine Übernachtung bezahlt, dort ist 6 oder 7 EUR für ein Bier völlig legitim. Der Redner und Moderator war in Island und tauschte die Bühne gegen das Mikro, hier das Ergebnis:

Kex-Hostel, ein Beweis für Megatrends?

Dagur Sigurðsson und Mathias HaasMathias Haas auf der Schulbank - mit Dagur Sigurðsson als Coach

 

 

Megatrends und Wandel im Mikrokosmos?

Mathias Haas:
„Dagur, sind Sie der einzige Gewinner der Finanzkrise hier in Island?“

Dagur Sigurðsson:
„Tatsächlich war geplant, die Kex-Fabrik – das Gebäude des ehemaligen Keksherstellers – abzureißen und für chice Appartements Platz zu machen. Doch das kam ins Stocken und die Fläche war leer – mitten in einer Hauptstadt.“

Mathias Haas:
„Die Art und Weise wie hier benutzte Möbel, Dekoelemente, Materialien hochwertig kombiniert werden, wie diese einzeln und in der Summe Geschichten erzählen: Kam das vielleicht auch durch die Rückbesinnung auf alte Werte?“

Dagur Sigurðsson:
„Sicher sind Isländer heute demütiger. Bis heute gibt es viele Menschen, die mit viel Kraft versuchen, ihr Haus zu halten –ungefähr 70 Prozent! Das ist beachtenswert, denn es gab auch jede Menge „high potentials“, die längst Privatinsolvenz angemeldet haben oder gar ausgewandert sind. Ja, das Kex ist ein Ort, in dem nicht nur Reisende eine Heimat finden, sondern auch die fleißigen Isländer.“

Mathias Haas:
„Und die aller fleißigsten haben Sie eingestellt?“

Dagur Sigurðsson:
„Nun, wir haben erst einmal mächtig arbeiten müssen. Von der Schlüsselübergabe bis zum ersten Gast hatten wir vier Monate. Das Kex war pünktlich offen – auch und gerade durch unser Team. Alles übrigens Menschen jenseits der Hotellerie, vom Friseur bis zum Doktoranten. Die sind super, richtig gut! Sie sind alle hungrig.“

Mathias Haas:
„Und detailverliebt. Hier sehe ich nur den Einsatz von Bleistiften, hier ein Blümchen und nirgendwo klassische Werbung wie zum Beispiel diese schrecklichen Zapfhähne von Brauereien.“

Geschäftsmodelle mit dem GMV-Faktor

Dagur Sigurðsson:
„Das ist wirklich kein Zufall. Wir wollten einen Platz, der uns selbst gefallen würde. Deshalb habe ich selbst Ausstattungselemente wie diese Landkarten aus Berlin gekauft und verpackt.“

Mathias Haas:
„Passend dazu haben Sie dann die Geschichte hinter den Karten in Videos dokumentiert und schon vor Eröffnung verbreitet. Ist Social Media ein wichtiger Faktor? Nutzen Sie diesen Kanal als Feedback-Instrument? Ich meine, Sie sind eine Trainer-Type, da sind Rückmeldungen völlig üblich.“

Dagur Sigurðsson:
„Als Trainer geht es natürlich auch um die Details, auch um die Führung von Menschen, die ich – ganz ehrlich – auch nicht alle verstehe. Und wahrhaftig sitze ich regelmäßig in Berlin und lese die Bewertungen. Echtzeit-Feedback vom feinsten, manchmal sind die Gäste noch hier.“

Mathias Haas:
„Wie geht es mit dem System-Kex weiter? Kommen Sie auch nach Stuttgart? In meiner Stadt gibt es auch zu viel Homogenität – kaum Raum für Altes, Wildes, für’s Regeln brechen…“

Dagur Sigurðsson:
„Hier läuft es sensationell, und jetzt kommen auch noch easyjet und Ryanair nach Reykjavik. Ganzjährig kommen mehr und mehr Touristen – für die Polarlichter genauso wie für das legendäre Nachtleben. Und Sie haben Recht, wir prüfen neue Standorte… immer mitten in der Stadt, immer in eher abgewerteten Metropolen. Vancouver und speziell Portland sehen sehr gut aus.“

Mathias Haas:
„Herzlichen Dank, Dagur, für unser Gespräch über Megatrends, Wandel, Veränderungsdruck und Ihr sehr ermutigtendes Geschäftsmodell in schwierigen Zeiten. Hier im „Place to be“!“

Tourismus und lokale Attraktion, hier von Mathias Haas untersucht

 

 

 

 

 

 

 

Wandel & Veränderungsdruck am lebenden Objekt

DER TRENDBEOBACHTER am Puls der Zeit, an Orten in denen „die Kraft auf die Strasse kommt“!
So wie hier im Kex Hostel (www.kexhostel.is) in Downtown Reykjavik. Denn natürlich gibt es nicht nur langfristige Verhaltensveränderungen, die absehbar und berechenbar sind – es gibt eben auch externe Schocks, die nur begrenzt mit Megatrends zu tun haben. Immer wieder aber gibt es auch diese Persönlichkeiten, die die „extra Meile“ laufen und damit Systeme herausfordern. Krise hin oder her!

Mehr zu Mathias Haas, der eben nicht nur Redner und Moderator ist, sondern der sich auch als Entdecker versteht. Fasziniert von Machern ist der Pragmatiker auf der Suche nach Beweisen – für Tugenden und Fallbeispiele zum Wandel in unserer Zeit. Mehr zu ihm und seinem Zukunftsteam unter www.trendbeobachter.de und natürlich in diesem Trendblog.

 

Wie wäre wohl das Kex geworden – wenn wir hierzu einen LEGO SERIOUS PLAY Workshop (www.play-serious.org) gemacht hätten? Es ist deutlich,… es gibt auch andere Methoden. Sehr gute offensichtlich!

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