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MINDSET TOUR.
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Von einem der auszog, die Zukunft zu lernen. Ein märchenhafter Jahresrückblick.

Exponate, Interview., MegaTrend., MINDSET TOUR., PLAY SERIOUS AKADEMIE.

18. Dezember 2017

Es war einmal ein junger Stuttgarter, der sich einzig und alleine dafür interessierte, wie seine Welt wohl in Zukunft aussehen würde. Die Bäume, die Autos, die Menschen – all das Bekannte in seiner Heimat. Was würde wohl irgendwann später daraus werden? Unter dem Zaubermantel des TRENDBEOBACHTERS., den ihm einmal eine Fee geschenkt hatte, um ihn in einen neugierigen und mutigen Mann zu verwandeln, machte er sich also auf den Weg, um die Zukunft zu lernen.

Am Anfang dachte DER TRENBEOBACHTER. je weiter er weg geht, umso näher könne er der Zukunft sein. Denn Zukunft – das muss doch weit weg sein! Er reiste nach Ghana, Neuseeland, Katar, Schweden genauso wie in die Schweiz oder nach Ruanda. Insgesamt kam er in 14 verschiedene Länder innerhalb dieses Jahres. Und immer hörte er aufmerksam zu, wenn die Menschen ihm davon erzählten, dass das was er sah, Zukunft sei.

Und während er so unterwegs war, beobachtete und zuhörte, fing er an zu sammeln. Einen Gegenstand, einen Gedanken, ein Gefühl – all das packte er in seinen Zauberkoffer. Immer mehr Menschen fragten ihn dann, was er da alles mit sich führe und so begann der TRENDBEOBACHTER. zu reden. Er erzählte in der „Laviva“, im „Lift“, in der „Hamburger Morgenpost“ oder auf Kabel 1. Auf Workshops, Tagungen, Kongressen, Round Tables. Es gab auch die Menschen, die ihn einluden, bei etwas mitzumachen: bei der Deutschen Telekom und deren Sifi-Buchprojekt, der Volocopter-Zukunft und dem Fahrerlebnis im Wintermärchen.

Und immer dann, wenn er dachte, genug geredet zu haben, dann ging er wieder los. Manchmal auch nur in die Nachbarschaft, denn auch dort – so hatte er gehört – könne man Zukunft erleben. Er fuhr mit rasender Geschwindigkeit mit dem ICE4, erlebte eindrucksvolle Treffen in der Samsung-Hall von Zürich oder imposante Architektur in Bad Mergentheim.

Eines Tages traf er ein kleines Mädchen mit roter Kappe auf dem Kopf, das am Wegesrand einen Picknickkorb mit frischen Beeren füllte. Es fragte ihn, was denn eigentlich nun Zukunft genau sei? Denn ihre Oma sei von gestern, sie könne das unmöglich wissen. DER TRENDBEOBACHTER. antwortete: „Von meinen Reisen habe ich drei Dinge gelernt:

  1. Die Zukunft beginnt bereits heute! Das, was wir sehen, müssen wir nur auf morgen übertragen. Dafür braucht man gute Augen, den richtigen Riecher und ein bisschen Mut. Keine Zauberkugel, keinen Hexenbesen.
  2. Die Zukunft ist nicht ortsabhängig. Bad Herrenalb ist genauso attraktiv wie St. Moritz, Villingen-Schwenningen viel farbiger als Katar. Schau Dich nur um!
  • Zukunft ist das, was Menschen daraus machen, denn sie bestimmen, was passieren soll, wenn sie (nicht) gestorben sind.“

Und während er den Gedanken an seinen ersten Gesprächspartner von den Fuji-Inseln oder an die indonesische Außenministerin nachhängt, tippte ihn das kleine Mädchen aus der Gegenwart wieder auf die Schulter: „Erzählst Du es mir noch einmal, bitte?“ „Natürlich – aber erst in der Zukunft. 2018 kommt bestimmt!“, sagte DER TRENDBEOBACHTER..

MegaTrends machen nie Pause…

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. Als Redner und Moderator macht er und sein Team Organisationen zukunftsfit. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., eBay International, die UBS oder auch BMW haben im Jahr 2017 seinen MegaTrend-Updates gelauscht und mit der PLAY SERIOUS AKADEMIE. weiterverarbeitet. Workshops, Events und Tagungen brauchen Nachhaltigkeit – mehr denn je!

Mehr zu Mathias Haas und seinem Team finden Sie auch 2018 in diesem Internet: www.trendbeobachter.de

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE. und beispielsweise LEGO SERIOUS PLAY liegt unter www.play-serious.org

 

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AFRICAN MINDSET TOUR: Fazit

MINDSET TOUR.

16. August 2017

Natürlich hat Afrika seine ernstzunehmenden Probleme, natürlich ist Afrika weit größer als die fünf Stationen von Mathias Haas und natürlich kommt der Zukunfts- nicht als Afrikaexperte zurück. Und doch ist es bestätigt, dass die Kernthese der 5wöchigen Lernreise belastbar ist: Afrika = Vorbild!

 

DER TRENDBEOBACHTER. hat sich mal wieder auf die Reise gemacht – wieder 5 Wochen, wieder an 5 Orte. Haas hat zugehört, gelesen und beobachtet. Er hat in 25 formellen Gesprächen und unzähligen Unterhaltungen gefragt und gelauscht. Der Redner und Moderator wollte Afrika verstehen und von Afrikanern lernen. Das hat geklappt.

 

Auch wenn Ghana, Kenia, Ruanda, Botswana und Namibia unterschiedlich sein können – jeder Gesprächspartner hat ein besseres Leben als seine Eltern. Zumindest materiell und in Sachen „Grundbedürfnisse“ haben diese Städte und ihre Einwohner große Schritte gemacht. Und wenn es „nur“ vom Autowäscher zum Uber-Fahrer war. Ja, diese Hauptstädte waren im Fokus, die Vorbilder, die Gewinner…

Wenn „schlichte“ Tankstellen für Fortschritt stehen

Einige Geschäftsmodelle wie das Mobile-Banking M-Pesa aus Kenia sind sogar bei uns bekannt. Doch egal ob sie M-Kopa, Eneza, Sendy, Mfarm, Kasha oder Duktari heißen: Hier gibt es unzählige digitale Geschäftsmodelle, die wirkliche Probleme lösen und auch in Europa erfolgreich sein können. Es gibt nicht selten Glasfaser-Internet und manchmal eine Netzabdeckung, die Stuttgart in den Schatten stellt!

 

Ja, das Internet in Kenia ist schneller als in Deutschland!

 

China ist so präsent, dass des dem Zukunftsexperten Angst macht und die Tragweite so machem Spitzenpolitiker wohl egal, den meisten Namibiern oder Ruandern wohl nicht klar ist. Jack Ma, Gründer von Alibaba und „Afrika-Reisender“ hat auch schon die Ursache für den Durchmarsch seiner Landleute identifiziert und kommuniziert „Europeans worry too much!“

Improvisation, ein weiteres Lernfeld für „den Norden“

Zwar war es wahrlich nicht der Auftrag vom Zukunftsexperten Haas, die Flüchtlingsthematik zu untersuchen oder zu verstehen, doch wenn Haas mal das Gespräch auf „Europa“ und „Flucht“ gelenkt hat so war sehr auffällig, dass in den besuchten „Gewinnerländern“ keinerlei (!) Gedanke an das Mittelmeer vergeudet wird. Menschen in aufstrebenden Ländern wie Ghana, Kenia, Botswana und Namibia sind zunehmend stolz und handlungsfähig! Die Flüchtlingskrise wird nördlich des Äquators entschieden, speziell die Stabilität der nördlichen Küstenländer ist hier entscheidend.

 

Ganz besonders auffällig war, dass der Redner und Moderator ein erstes und sehr kritisches Bild zu NGOs entwickelt hat und dass Ruanda in einer eigenen Liga spielt.

 

Erst zu „den Rettern“: DER TRENDBEOBACHTER. hat seine Interviews an den unterschiedlichsten Orten geführt, auch in den besten Hotels der jeweiligen Stadt. Immer am Wunschort des Interviewpartners, immer hat Haas das Personal gefragt, wer denn hier so absteigt – für locker auch mal 300 EUR pro Nacht. Und immer wurden auch NGO-Vertreter genannt! Auch diese Menschen möchten 5*, kein Zweifel. Doch warum 5 und nicht 4 oder 3 (die Durchschnittsübernachtung von Mathias Haas war via airbnb für rund 45 EUR/Nacht)? Warum „alle“ im gleichen Stadtteil und nicht draußen in der Fläche? Dort wo Tausende von Armen leben… Warum immer mit den größten SUVs und gerne mit Fähnchen auf der Karre? Nun, zumindest kann gefragt werden, warum 50 Jahre „Rettungsmodus“ nicht sonderlich erfolgreich waren und warum Unternehmerinnen und Unternehmer wirklich eine bessere Gesellschaft erarbeiten?

 

Ruanda, die Diktatur die alles unter Kontrolle hat und beim Außen-Sicherheitsposten jeden Koffer vom Spürhund prüfen lässt. Das Land, dass in Rankings rund um Meinungsfreiheit unter ferner liefen läuft und doch das Volk durchdreht, wenn der Präsident in Erscheinung tritt. Ja, vor ein paar Tagen war dort Wahl, und der bisherige Machthaber wurde mit fast 100% zum dritten Mal für sieben Jahre gewählt. Wenn das mal gut geht.

 

Aktuell geht es Ruanda sehr gut und der Fortschritt ist in der Hauptstadt spür- und sichtbar. Auch wenn es nur das scheinbar teuerste Gebäude Afrikas ist, das Kongresszentrum. Wenn es die neuen Flieger der dortigen Airline sind und die sauberen Straßen. In Ruanda fühlen sich Investoren wohl, das ist zweifellos der Fall… und sicher ist spielt hierbei der Schäferhund am Security-Check des internationalen Flughafens eine größere Rolle als dem Schnüffler klar ist.

 

Dieses Fazit könnte so groß sein wie Afrika.

So viele besondere Menschen! Hier Peter Mabeo mit seiner (alten) S-Klasse

Das Konzentrat der Lernreise könnte tatsächlich lang sein… so vielfältig wie der Kontinent und so unterschiedlich wie die Erfahrungen. Zwischen aidserkrankten Interviewpartnern, Ministern die mit offenem Visier Frage und Antwort stehen und einer Gruppe junger Männer, die behaupten, Haas hätte den Strand nicht filmen dürfen.

 

So einfach, so reich und so komplex ist Trendbeobachtung!

 

Ganz, ganz zentral ist, dass Afrika so jung ist. Jung – jung – jung. Und Europa, alt – alt – alt. Es ist selbstredend, dass Afrika nicht in der (Jugend-)Arbeitslosigkeit ertrinken darf und dass der Zukunftsexperte Haas an Unternehmerinnen und Unternehmer glaubt. Unternehmen, die hoffentlich von Politikern gefördert werden und nicht von genau dieser Spezies mittels Korruption geknechtet werden. Denn ja: In Afrika wird man Politiker, um reich zu werden. Menschen sind umtriebig und hier gibt es nur eine Richtung: Selbstbewusst das eigene Land verändern! Ja, Afrika ist Vorbild! Hinsichtlich „Mindset“ macht uns Afrika einiges vor, „Mindset“ wurde hier quasi erfunden. „Mindset nach vorne“!

Unsere Aufgabe in der alten Welt?

Afrika nicht einfach so aufgeben, nur weil uns ein Politiker nicht gefällt! Afrika verstehen und die Unterschiede zulassen… ja, das ist das finale Fazit der AFRICAN MINDSET TOUR!

DER TRENDBEOBACHTER mit einem „Moto-Fahrer“.

Mathias Haas und sein Team machen Organisationen zukunftsfit. Auf dieser Lernreise hat er zugehört und nur einmal die Bühne genutzt. Nur beim Botswana Innovation Hub hat der Zukunftsexperte eine Veranstaltung bespielt. Es gab keinen Workshop, keine Tagung, ein Event im klassischen Sinne… der Redner und Moderator, der Sprecher und Wandlungshelfer hat fünf Wochen lang die dritte MINDSET TOUR realisiert. Eins ist klar: Afrika kommt. Der MegaTrend Afrika wird Europa noch schwer beschäftigen. Hoffentlich!

 

Mehr zur Meinung vom „Übersetzer“ Haas in diesem Blog, auf www.trendbeobachter.de und unter www.play-serious.org

 

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Namibia, das Finale der Zukunft

MINDSET TOUR.

13. August 2017

Die AFRICAN MINDSET TOUR ist schon an der letzten Station angekommen: Namibia und Windhoek. Mathias Haas sieht ein Land in der Normalität. Also, fast. Die Regierung ist seit Wochen zahlungsunfähig und selbst die Air Namibia kommt in Turbulenzen. De Beers (weltgrößter Diamantenproduzent) hat im Juni „World’s Largest And Most Advanced Diamond Exploration Ship“ an der Küste platziert und China betreibt hier die zweitgrößte Uranmine der Welt!

 

Die Husab-Mine hatte beim Bau und vor ein paar Woche bereits signifikante Zwischenfälle – doch beide sind wohl ganz egal, denn laut New York Times wird allein dieser größte Tagebau des Kontinentes das Bruttosozialprodukt Namibias um 5% steigern. Für Zweifler ist hier kein Platz!

 

China ist die neue Kolonialmacht!

Es gibt sie tatsächlich wie „Sand am Meer“, die Unternehmen aus China

 

Die New York Times ist vorsichtiger als der Zukunftsexperte Haas. Sie stellt am 2. Mai diesen Jahres noch die Frage: „Is China the World’s New Colonial Power?“ Doch in Namibia und allen anderen Stationen der MINDSET TOUR gab es eine Konstante: China war bereits präsent. Chinesische Unternehmen sind hier nicht mehr wegzudenken! Deren Einfluss ist in jeder Tageszeitung schriftlich dokumentiert, CGTN Africa (China Global Television Network) platziert die passenden Themen in hiesigen Wohnzimmern. Von Zwischenfällen wird hier wohl kaum die Rede sein. Auch nicht davon, dass in o.g. Mine der Geigerzähler klingelt bis die Batterie ausgeht – wie ein glaubwürdiger Besucher der Mine und Gesprächspartner aus dem „Mining-Business“ berichtet.

 

Jede Straße, jedes Gebäude genauso wie die passenden Nutzfahrzeuge – alles aus China. Menschen sicht- und deren Ausläufer spürbar. Selbst in Renterdörfern irgendwo in der Wüste gibt es mittlerweile einen „China-Store“, und in jedem Supermarkt werden Nahrungsmittel aus Asien für Asiaten angeboten. Und ja, sie sind beliebt, die Chinesen. Bei zig Gesprächen hat Mathias Haas vorsichtig und offen gefragt, wie sie denn sind, diese asiatischen Anbieter – und immer gab es eine Antwort: Großartig! Die Infrastruktur ist besser und schneller gebaut als bisherige Firmen es geschafft haben, sie sind quasi unsichtbar und stören nicht. Sie sind (endlich) eine Alternative zu Europa und den USA!

 

Doch zurück zum Mindset der Namibier, denn es gibt auch hier Spuren zur Kernthese der AFRICAN MINDSET TOUR: Afrika = Vorbild. So ist der Wohlstand im Straßenbild gut sichtbar, der Fuhrpark stattlich und vielleicht der beste der Tour. Gleichzeitig will Haas den unfassbar schlechten Zustand der Straßen (Geschäftsmodell Nr. 1 = Reifenhändler), die Anzahl der tödlichen Unfälle (alleine letztes Wochenende 9 Tote), die Arbeitslosenzahlen und die schlichte Armut nicht ausblenden. Doch all diese ernstzunehmenden Fakten sind allesamt nicht Fokus der Tour.

 

Namibia hat die Klassik, die Tradition oder die Besatzungszeit (je nach Sichtweise) noch lange nicht abgelegt, und so findet der Redner und Moderator Haas im Café Anton die Apfeltasche genauso wie das Schinkenhörnchen. Alleine die Hautfarbe der Bedienung macht ihm klar, dass er nicht in Großbottwar oder Heilbronn sitzt. Gleichzeitig gibt es aber auch neue Brauereien oder Gin-Distellerien oder die zwei Männer mit Bart. 2 Beards Coffee ist eine der Entdeckungen, und tatsächlich findet Haas die beiden Herren (Vater und Sohn) im Industriegebiet von Swakopmund. Vorne der riesige „Shabby Chic-Möbelhändler“ mit Tischen & Co. aus Indien, Bali und Indonesien… dahinter die Produktion in Sachen Kaffee. Ein Traum von einer Oase, ein Beweis, dass hier „top-notch“ Lifestyle produzier- und konsumierbar ist.

Die „Innovation Hubs“ und gut gemeinten „Accelerators“ hat Mathias Haas hier nicht gefunden. Und doch gibt es einzigartige Bespiele, wie Namibia seinen Weg macht, wie Namibier einzigartige Vorbilder sein können. Die Damara Mopane Lodge zum Beispiel hat für jedes Doppelzimmer ein Häuschen gebaut, wie eine Kleingartensiedlung quasi. Soweit der Luxus. Doch gleichzeitig hat jedes Häuschen einen Garten mit Törchen und Mäuerchen. Das Motto der Anlage ist, dass jeder Vorgarten auch Ackerland für die Restaurantküche darstellt. Tatsächlich, rund um jeden Bungalow werden Karotten, Zwiebel, Auberginen angepflanzt. In der Nebensaison liefert so das Gärtner-Team rund 80% des Bedarfs nur ein paar Meter weiter ab.

 

MegaTrend: WENIGER IST WER!

 

Kann sich der Zukunftsexperte ein Hotel der Tour gut merken? Es wird ganz sicher diese Anlage in der Nähe von Khorixas sein, denn es ist wie immer: Das Besondere gewinnt! Und hier machen eben die Paprika, Tomaten, das Basilikum und die Minze den Unterschied. Well, well done! Well done in einem Sektor, der auch immerhin direkt 3% und als „total contribution“ 15% des Bruttosozialproduktes liefert: dem Tourismus (Quelle: World Travel & Tourism Council 2015). Diese Branche ist hier eine Erfolgsstory, und wie so oft eine besonders wichtige. Im Tourismus werden auch ungelernte Mitarbeiter ausgebildet und direkt eingesetzt, es gibt enorme Dominoeffekte. Der Bäcker hat beispielsweise vielleicht ein Fahrzeug, und dieses muss betankt werden. Und doch wird auch hier klar, wie die Komplexität auch Namibia erwischt. Für Wachstum im Tourismus braucht es Balance und nicht zuletzt auch befahrbare Straßen… wo waren noch die Chinesen?

 

Es wird mal wieder entscheidend sein, wie die hiesige Regierung vorgeht: Nimmt sie lieber den anstrengenden Weg um Arbeitsplätze zu schaffen und vielleicht sogar Straßen mit der eigenen Bevölkerung zu bauen? Oder übernimmt sie doch lieber die rote Flagge mit gelben Sternen und lässt sie leuchten – in der Mondlandschaft von Uranminien, die früher oder später zur „no-go-area“ werden?

Mathias Haas berichtet von der fünften und letzten Station der AFRICAN MINDSET TOUR. Der Redner, Sprecher, Moderator begibt sich alle zwei Jahre auf eine Lernreise, denn Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. Er ist kein klassischer Trendforscher mit Trendforschung vom Schreibtisch aus, auch kein üblicher Zukunftsforscher mit Zukunftsforschung im Labor… Haas ist Wandlungsfelfer im Hier & Jetzt. Er und sein Team suchen, bewerten und nutzen MegaTrends, die heute schon Wirkung zeigen. Denn Entscheider müssen heute entscheiden, um ihre Organisationen zukunftsfit zu halten.

 

Genau deshalb gibt es die Marken DER TRENDBEOBACHTER. zur Inspiration, Information und auch Provokation auf der Bühne und die PLAY SERIOUS AKADEMIE. zum Transfer in die jeweilige Strategie, Produktinnovation und Kulturrevolution. Mehr zu beiden Bereichen: www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

 

P.S.

Die PLAY SERIOUS AKADEMIE. arbeitet seit über 10 Jahren mit LEGO SERIOUS PLAY!

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Wenn eine aidskranke Hotelangestellte Gründerin werden möchte…

MINDSET TOUR.

3. August 2017

Darf DER TRENDBEOBACHTER. mit so einer Überschrift für „Auflage“ sorgen? Nun, Mathias Haas sucht Vorbilder, auf der AFRICAN MINDSET TOUR. Und diese Lernreise hat ermutigende Momente genauso wie Grenzerfahrung. Wie verhält man sich denn, wenn während der Interview heraus kommt, dass die Person gegenüber seit ein paar Monaten weiß, dass Sie HIV-positiv ist? Und dennoch Gründerin werden und gleichzeitig liebend gerne Mutter werden möchte? Ist da Normalität angesagt? Oder Respekt und/oder Mitleid?

Hier ist das Interview zum wohl extremste Gespräch der Tour:

NAME: Der Name ist egal
TITLE: Hotelangestellte
COMPANY: Auch nicht wesentlich
CITY: Gaborone, Botswana

 

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

I won’t be working here, I will probably have two or three types of businesses owning.

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

I don’t have kids but I would love to be a mother. I am HIV-positive. But I would like to have children and the doctor says that is doable. So, in 5 years they might be 3 or 4 years and I might be gone… it is difficult to say how long I will live.

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

I have not thought of that…

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

I think it depends on how you raise and teach them values. They should not be too spoiled. Life can be pretty hard. They should be up for disappointment every now and then.

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

No.

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

What should I say? The fact that I found out that I am sick. This is still something I need to understand and deal with.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

Build a good relationship with the staff. Don’t be harsh. People learn from their mistakes. Teach them. If you are good with your staff you will be good with your clients.

 

  1. What role does Botswana play within a global economy?

It is a peaceful country from what I know, it is just tough to find jobs.

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

I have not been there, I do not have any information about Germany.

 

Weiter geht es hier mit einer völlig anderen Sichtweise: Politik auf höchstem Level! In einem Ministerum, dass es Zuhause wohl nie geben wird:

NAME: Jean Philbert Nsengimana
TITLE: Minister of Youth & ICT
COMPANY: Government Republic of Rwanda
CITY: Kigali, Rwanda

 

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

I see myself in a position that touches “public”, “”private” and “international”. Which could, for example, lead towards a role as an entrepreneur. For sure it will be something which touches the continent!

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

If we miss the moment to transfer education… this matters so much! We need to speed up, we need to drive technology and finally accelerate!

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

I can say: My big plans are not rocket science. Whatever will change in 5 years will be built on plans from today. My plan is to have everybody connected to everybody! My hope is to create hundreds of thousands of digital jobs.

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

It is all about good education – and not the classical style you still find today. We talk about better schools for kids and great opportunities for grown-up’s.

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

I would say it is something out of “nature”, a plant for example. It grows, it multiplies, it needs care…

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

Realizing that solutions are not taken from everybody. Sometimes it stresses me that there is a lack of sense of urgency.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

I would think about adapting to change, about thinking exponential, about embracing diversity.

 

  1. What role does Rwanda play within a global economy?

Our country has so many assets! Such as our geographical location. We will drive innovation!

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Germany is a partner, one of the first partners we had. The GIZ, for example, is a big partner for the digital transformation.

 

Wirkliche Start-ups braucht und hat das Land. Joanna, ursprünglich Kanaderin, hat es auf die Frauen abgesehen. Sie agiert in Ruanda und ist nicht weit von Kenia entfernt. Auch dort möchte Sie schon bald eCommerce betreiben. Fokus: Frauen!

 

NAME: Joanna Bichsel
TITLE: CEO and Co-Founder
COMPANY: Kasha
CITY: Kigali, Rwanda

 

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

Kasha (buy women’s health products at Kasha’s Mobile Store) will be operating in three more countries and we will start our licensing model. To do this, we need to build teams! We will prove that social businesses can grow and scale!

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

I have never thought about that. In 5 years, this country will be cashless and this does not scare me. At the moment, we get support from the government – and I really hope this will continue.

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

Rwanda will become the tech-hub. Rwandians are known for the excellence in technology. Business growth and private investments are going hand in hand. We are the best example.

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

I guess – being from Canada – travel is my best advice! People are all the same and depending on their culture we have different viewpoints. But yes, my recommendation would be to see how people live around the world!

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

The mobile phone. It is the starting point and “the chip” is the future.

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

All the drive of growing the business.

 

  1. What products or services will your company offer in 5 years?

There are many directions we can go. Health services, telemedicine, access to loans. Independently of the final products and services we will build a strong brand!

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

A manager is measured by finding and retaining the best team members. If they grow, we grow.

 

  1. What role does Rwanda play within a global economy?

Rwanda could be the proof point if it comes to infrastructure, for example. The way investment is being generated is very smart.

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

My husband is German so… in fact GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) is playing a major role here in Kigali. They are also a partner of Kasha, they invested in our company. We are talking to Deutsche Bank… Yes, Germany plays quite a role in my life.

 

Und abschließend, ein Gespräch aus dem 6. Stockwerk des Telecom Houses. Ein Ort mit Weitblick, ein Treffpunkt für tausende Menschen mit Ideen. K-Lab’s braucht der Kontinent! Auch ja, und wieder ein Vorbild für die alte Welt. Hier wurden in 2016 über 13.000 Kindern die Zukunft gezeigt. Obwohl es gar nicht für Kinder etabliert wurde.

NAME: Aphrodice Mutangana
TITLE: Director
COMPANY: K-Lab
CITY: Kigali, Rwanda

 

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years time?

As a person, I will always be a “game changer”. It will always be the same thing and I want to reach as many people as possible.

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

The fact that technology is changing social life. The idea that technology takes over is scaring me.

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

Our people are my greatest hope. Just look at the young people! They love each other, they are bright and full of energy.

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

I try to equip them with different skills such as technology, AI, Algorithms and e.g. film making.

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

I don’t think there is such an object.

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

People who don’t care – who are not committed.

 

  1. What products or services will your company offer in 5 years?

First of all, I see the change already! The change is tangible. In 5 years we will have doubled.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

A good leader cares about their staff members. They should be able to move and develop from A to B. An ideal manager should be resourceful and protect his team.

 

  1. What role does Rwanda play within a global economy?

I don’t know… we are creating, we try to make it a better world. Yes, we do.

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Germany is a developed country, full of perfectionists. We can learn many things from there.

 

Wenn man den Minister trifft wird man hinterher auch mit dem „Taxi“ zum Hotelausgang gefahren.

Ja, dieser AFRICAN MINDSET TOUR ist Gespräche+Gespräche+Gespräche gepaart mit Beobachtungen und jede Menge lesen. Nur so kann Mathias Haas „der Wahrheit“ näher kommen. So ist der Redner und Moderator seiner eigenen DNA treu. DER TRENDBEOBACHTER. ist bekanntlich Pragmatiker. Der Wandlungshelfer möchte sich ein eigenes Bild machen von der Zukunft und dem Umgang mit Wandel auf diesem Kontinent. Der Zukunftsexperte macht Organisationen zukunftsfit, im Hier & Jetzt. Entscheider müssen heute entscheiden und auch Afrika sollten sie in Betracht ziehen.

Mehr zur Tour auf diesem Blog, mehr zu den Vorträgen und Keynote Speeches, Trend-Moderationen und Zukunfts-Workshops unter www.play-serious.org und natürlich www.trendbeobachter.de

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Botswana: “Metadata tell no lies”

MINDSET TOUR.

31. Juli 2017

Mit dieser Überschrift beschreibt die Zeitung Mmegi in der Freitagsausgabe zwar irgendeinen Skandal, doch damit hat DER TRENDBEOBACHTER. die Überschrift für diesen Bericht von der AFRICAN MINDSET TOUR gefunden. Denn die Zahlen in Botswana sind (auch) heftig: 18% der Bevölkerung hat Aids und die Nutzung von Kondomen ging von 90% (2008) auf 82% (2013) zurück. Der Drogenkonsum explodiert, und in Kombination mit der Jugendarbeitslosigkeit (18%!) macht es das Land beileibe nicht sicherer. Gleichzeitig liegen die „Alltagsmeldungen“ irgendwo zwischen dem 4%-Gewinnrückgang von De Beers („the world’s leading diamond company“ liefert etwa ein Drittel der Weltproduktion von Rohdiamanten) und der Tatsache, dass Chinesen wohl nicht nur Nashörner lieben – sondern auch Esel. Diese Tiere waren bis vor kurzem überall, auch wild auf der Straße. Doch „der Chinese“ fängt oder kauft sie und verschifft sie gerne nach Hause. „Traditional medicine“ sorgt für einen riesigen Markt, und Botswana ist das sechste afrikanische Land, das den Esel-Export verbietet. Doch damit ist der schwelende Konflikt noch lange nicht auf seinem Höhepunkt! Der Dalai Lama -buddhistischer Mönch – besucht eine Konferenz für „African Leaders“, und jede (!) Zeitung diskutiert derweil heftig, ob sich Botswana den Streit mit China leisten kann! Um der Sache gehörigen Nachdruck zu verleihen, so unbestätigte Gerüchte, versucht die chinesische Regierung, die Nachbarländer dazu zu bewegen, dass das Flugzeug des Dalai Lama schlicht keine Genehmigung zum Überflug bekommt. Zu allem Überfluss wurde der seit 2008 amtierende Präsident dabei „erwischt“, wie er in Schweden acht bis zwölf Kampfjets einkaufen wird oder wollte. Botswana gibt laut Mmegionline rund 15% des Bruttosozialproduktes für „Territorial Integrity“ aus. Wer diese Jets betreuen und fliegen soll bleibt genauso ein Rätsel wie die Frage, warum das 50 Jahre alte Land derartige Waffen benötigt, denn es ist nachweislich „very, very peaceful“! Und doch: Es gibt Anfang August eine „International Airshow“ – natürlich nur, um den Tourismus zu fördern. Genau, und morgen schneit es hier!

 

 

 

 

Dennoch: Botswana ist ein Vorzeigeland – auf diesem Kontinent.

 

Trotz alledem: Ohne großartige Zuwachszahlen und starke Ergebnisse bei diversen Rankings hätte Mathias Haas Gaborone, die Hauptstadt des 2-Millionen-Volkes, nicht auf die Route der AFRICAN MINDSET TOUR gepackt.

 

Daten werden von Menschen produziert!

 

Absolutes Highlight war ein Vortrag im Innovation Hub Botswana – der Vortrag war ein Teil der Mission. Mathias Haas hat zwar die Zwischenergebnisse der Lernreise präsentiert – doch schlussendlich hat er mindestens so viel gelernt wie die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer! Hintergrundinformationen zu Beispielen wurden Haas genauso gegeben wie Rückfragen zu Europa und dem Umgang mit Wandel. Eine Dame war noch nie in diesem Förderzentrum, und die Augen leuchteten beim Austausch mit den anderen Mitgliedern und Machern. Eine weitere junge Dame verwies auf Ihre Arbeitslosigkeit und meinte, sie sei gekommen, weil sie es Zuhause nicht mehr ausgehalten habe. Alleine dieser Gast war die „Coffee Session“ wert! Aber wie viele arbeitslose Jugendliche versauern auf dem Sofa?

 

Klar, im Detail ist das Leben heftig hier in Botswana, und der Zukunftsexperte und das Land werden irgendwie nicht richtig warm miteinander. Gefühlt ist die Hauptstadt nicht sicher, und gefühlt wird hier nicht so konsequent geführt wie zum Beispiel in Ruanda. . Gleichzeitig fördert oben genannter Innovation Hub massive Investitionen und veranstaltet beispielsweise einen Hackathon (Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“ zur Programmierung von Softwarelösungen und bewusst hohem Zeitdruck) zusammen mit der Barclays Bank. Bildung wird wirklich großgeschrieben und sehr, sehr viele Studenten waren schon außerhalb des Kontinentes. Vielleicht ist es der „Dauerstrom“ durch das Diamantengeschäft und seinen Bergbau, der für gesteigerten Lebensstandard sorgt (abzulesen beispielsweise an Lebensmittelpreisen wie Zuhause!) und schlussendlich das Dilemma erklärt. Vielleicht geht es Botswana schon „so gut“, dass es nicht wirklich durchstartet: guter Tourismus, Fleischproduktion (scheinbar hat das Land mehr Küchen als Menschen) und eben diese Diamanten in Hülle und Fülle, dazu eine der stablisten Währungen in Afrika.

Zwei Damen in -der- Roof Top Bar von Gaborone.

Für Mathias Haas ist Botswana ein Land, das nachdenklich macht. Und gleichzeitig dank einer Person durchaus als Paradebeispiel in die Tour eingehen wird: Peter Mabeo. Einem Herrn, der mit rund 30 lokalen Handwerkern die Messen von Mailand und New York bespielt, Wohnungen, Büros und Hotels an den feinsten Adressen ausstattet. Sein Design, seine Möbel beschreiben so gut, dass afrikanische Kreativität durchaus die Welt bedienen kann! Dass man Vorbild sein kann – auch in Sachen Qualität und Storytelling. Weit weg von Standardware aus Fernost oder irgendeiner Fabrik.

Peter fuhr mit dem Zukunftsexperte in seiner alten S-Klasse durch die Gegenwart, während die Zukunft auf der Rückbank lag: Ein Stuhl, der die Brücke schlägt zwischen Hoffnung und Realität. So einfach und pragmatisch kann Zukunft sein. Mit 30 Handwerkern, die nicht in die Roof Top Bar im höchsten Gebäude des Landes wollen, sondern einfach nur gute Arbeit machen.

Ein Möbelstück in seiner S-Klasse. Peter hat Geschmack, speziell aus Sicht eines Stuttgarters.

Mathias Haas, der Sprecher, Redner und Moderator ist an der vierten Station der AFRICAN MINDSET TOUR. Selbstverständlich wird er in fünf Wochen kein Afrikaexperte, und auch er wird den Kontinent nicht retten – letztlich ist das auch nicht sein Ziel! Der Zukunftsexperte möchte sich selbst ein Bild machen um herauszufinden, was für die Menschen dort normal ist und wie sie mit Veränderung umgehen. DER TRENDBEOBACHTER. betreibt nämlich Trendbeobachtung und versucht keine Trendforschung. Mathias Haas ist auch kein Zukunftsforscher mit Zukunftsforschung im Gepäck. Haas ist Pragmatiker, der Vorzeigebeispiele sucht, um Veranstaltungen, Kongresse, Tagungen und Workshops zu befruchten. Der Redner und Moderator zeigt das „Hier & Jetzt“ im Infotainment-Stil und unterstützt gemeinsam mit seinem Team Entscheider dabei, ihre Organisationen zukunftsfit zu halten.

 

Mehr zum TRENDBEOBACHTER Haas: www.trendbeobachter.de

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE.: www.play-serious.org

 

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Ruanda rocks HighTech.

MINDSET TOUR.

27. Juli 2017

In einer Stunde kommt das Abendessen von Mathias Haas – durch Jumia Food, also von Rocket Internet aus Berlin. Jumia, Jumia Market, Jumia Travel, Jumia Food, Jumia Deals, Jumia House, Jumia Jobs, Jumia Car, Jumia Services: Alles rockt durch und dank der Charlottenstraße 4 in Berlin?! Ja, es gibt tatsächlich deutsche Unternehmen, die Afrika prägen. Aber nicht viele!

In der Heimat bietet „Home Delivery“ in 2017 immerhin einen Markt von über 3 Milliarden EUR. Und hier in Afrika, in Ruanda? Das weiß wohl nur Oliver Samwer – der Mann, der als „CEO von Rocket“ oder „unberechenbarer Zocker“ bezeichnet wird. Mathias Haas weiß es auch nicht, doch während der AFRICAN MINDSET TOUR wurde klar, dass viele – sehr viele Menschen – mit Jumia das Essen „zubereiten“ (lassen).

 

Und das in einer Hauptstadt, die sicherer erscheint als Stuttgart.

 

Ja – Kigali, die Hauptstadt von Ruanda, hat es wahrlich in sich. Dem Ruf nach wird das Land verglichen mit der Schweiz, doch Mathias Haas sieht hier eher „Singapur“. Es gibt einen klaren Plan, kaum Abweichungen und einen enorm starken Präsident. Dieser ist bekannt und unfassbar beliebt. Am 4. August sind Wahlen, und wenn der Präsidentenkonvoi durch die Straßen brettert, dann drehen die Menschen wahrlich durch. Sie sind kaum zu halten!

Keine Seltenheit, ein Fan freut sich auf die Wiederwahl des Präsidenten.

So war auch das Gespräch mit dem 43 jährigen Minister für Jugend & ICT (Informations- und Kommunikationstechnologie), Jean Philbert Nsengimana, eine wahre Wucht. Nun, in Europa spricht der Zukunftsexperte nicht allzu oft für oder mit Ministern der Regierung. Und doch würde das nicht so ablaufen wie hier beim Vertreter dieses 12 Millionen Volkes! Alleine die zwei Resorts, diese Themen als Ministerium zu definieren und dann noch zu verknüpfen, erscheint außergewöhnlich. Doch die Überlegung ist einfach: Über 50% der Bevölkerung sind unter 18 Jahre alt, und als Lösung des Problems „Zukunft“ gelten Jobs durch Digitalisierung!

Wie sich wohl Herr Drobrindt im Gespräch verhalten hätte?

So „einfach“ ist die Gleichung: Jobs durch Digitalisierung

 

Schnell wird klar, dass der Mann nicht ansatzweise abgehoben ist. „Phil“ ist zugänglich und Haas sicherlich kritisch – speziell bei Oberhäuptern auf diesem Kontinent. Er fordert „active citizenship“ und spricht von „walk the talk“. Well,… wenn wirklich Taten folgen, dann sollten wir Phil vielleicht für Deutschland, die Schweiz oder Österreich abwerben? So oder so: Er war schon zweimal beim World Economy Forum in Davos – und dieses hat es ihm wirklich angetan. Das „YouthConnekt Africa Summit“ ist seine Antwort. Diese Konferenz (dabei war unter anderem auch Jack Ma, der Gründer von Alibaba) hat Mathias Haas knapp verpasst, aber es hat sicher niemand gemerkt. Fast 3.000 Personen haben das neue Kongress-Zentrum gerockt!

 

Die Regierung will helfen und kann rechnen.

 

Und so bekommen Macher eine Plattform. Und die Regierung sorgt für eigene Leuchttürme… so ist es doch meistens. (Teure) Paradebeispiele in Sachen Blockchain, VR, digitale Landwirtschaft… alles Themen, die auch die Regierung von Ruanda nach vorne bringt. Gleichzeitig wird hier mächtig geliefert! Die Straßen sind mit Laternen, Gehwegen und manchmal auch mit Radwegen ausgestattet. In der Hauptstadt wird regelmäßig eine große Straße zur Fußgängerzone. Das ganze Land macht einmal im Moment „Kehrwoche“, und in der Konsequenz ist es wohl das sauberste Land Afrikas – so sagt man. Und so glaubt man… wenn man hier so unterwegs ist.

 

Heute besuchte der Redner und Moderator, der Wandlungshelfer und Trend-Übersetzer, ein Highlight in HighTech – und zwar im Normalbetrieb. Weit, viel weiter als die Beta-Version und weit weg von einem reinen PR-Projekt:

 

Zipline in Ruanda!

2016 hat die Regierung die Firma Zipline aus Kalifornien beauftragt, Cargo Drohnen zur Lieferung von Blutreserven einzusetzen. Im Sommer 2017 beliefert ein Drehkreuz im Minutentakt 12 Krankenhäuser. Ja, während der Stunde, in der Mathias Haas vor Ort war, flogen zwei Lieferungen los und zwei Drohnen sind gelandet. Die Fluggeräte sind benutzt, verschmutzt und werden auch mal repariert.

Das Problem ist offensichtlich: Die Wege sind lang und oft sehr schlecht. Geländewagen sind teuer, und Fahrer werden natürlich gebraucht – auch im Notfall, wenn eben keine Zeit zur Verfügung steht.

Hier wird eine Blutkonserve in die Transportbox gepackt.

Die Mechanik ist mittlerweile eingespielt, und es dauert knappe zehn Minuten von der Bestellung einer Blutkonserve seitens eines Arztes bis zum Start der Drohne. Bis zu 1,5 Kilogramm werden geladen, das Flugobjekt mit dem Ziel codiert, auf eine Rampe geschnallt und abgeschossen. Am Ziel fällt das Paket unten raus, der Fallschirm drosselt die Landung und die Box landet +/- 2 Meter genau. Fünf Minuten vor dem Überfliegen des Krankenhauses bekommt das Personal vor Ort eine Whatsapp. Kein Wunder also, dass die Macher vor Ort – lokales Personal genauso zum Beispiel Nick Hu, Head of Operations und Berkeley-Absolvent – mächtig stolz sind. Das können und dürfen sie auch sein!

 

Vergleichbare Auslieferung durch völlig autonome Roboter gibt es weltweit nur hier!

 

Während Zuhause über Drohnenzulassungen diskutiert wird, fliegen diese Geräte hier bei 99% aller Wetterlagen und locker über 100 Kilometer weit. Und nein, es liegt nicht an „Afrika“. Nein, es wird hier nicht einfach geflogen! Jeder Abflug wird vom Tower des Internationalen Flughafens in der Hauptstadt freigegeben. Und ja, es ist ein relativ kleines Land. Aber auch hier wird nicht auf einen Schlag ganz Ruanda versorgt. Dieser Standort wird betrieben, Fehler werden gemacht, und bald kommt ein weiterer Drohnenport dazu. Und später dann weitere Länder. Natürlich bleibt es für Zipline nicht bei diesem Staat. Das Unternehmen kommt aus dem Silicon Valley – think big!

Nun, das wäre doch auch eine Option für die alte Welt. Warum sollte eigentlich Zipline nicht auch bei uns fliegen. Oder haben wir solche Szenarien nicht? Organspenden & Co.?

Die Lage ist ganz sicher nicht so entspannt wie das fahren dieses Boards… aber selbst das findet man in Ruanda.

Sicher: Wie dick die Bretter sind, die gebohrt werden müssen, gibt die Gesellschaft vor. Ob sie tatsächlich gebohrt werden, entscheiden jedoch Menschen – Macher mit Mut und mit dem Blick nach vorn.

Uber gibt es hier nicht, also rauf aufs „Moto“ – mit Helmpflicht.

Für Mathias Haas ist nun fast Bergfest auf seiner AFRICAN MINDSET TOUR. Als Trendexperte hat er bereits jetzt schon sehr viel gelernt – vor allem darüber, wie Denken auch noch funktionieren kann. Wie sich Trends andernorts entwickeln, welche Vorzeichen es braucht. Die nächste Station des Redners und Moderators ist Botswana. Auch hier wird er spannende Menschen treffen – und er wird tun, was seine Berufung ist: Er spricht, und zwar als Gastredner beim Botswana Innovation Hub. Ein Keynote Speaker aus Deutschland mit einem Vortrag zum Thema Megatrends auf einer afrikanischen Bühne – es ist sicher, dass es im Anschluss viele Fragen gibt.

Spätestens zurück in Deutschland gibt es mindestens ebenso viele Antworten vom TRENDBEOBACHTER, der eben kein Zukunftsforscher ist, sondern der es genau wie Minister Nsengimana sieht: „Whatever will change in 5 years will be built on plans from today.“

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Der O-Ton macht die Musik!

MegaTrend., MINDSET TOUR.

25. Juli 2017

O-Ton bleibt O-Ton. Und Mathias Haas ist auf einer Lernreise. Es gilt also -zuhören- und mitschreiben, denn die Interviewpartner haben etwas zu sagen!

VR aus Afrika? Aus Kenia? Dort gibt es doch nur Safari-Touren, oder?

Hier gibt es auch VR (!) und zwar mit hohem Anspruch… hier die Antworten aus der Wirklichkeit:

NAME: Ng’endo Mukii
TITLE: Film Director/Animator
COMPANY: Ng’endo Studios
CITY: Nairobi, Kenya

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

This year I have grown from a freelancer, to formally establishing a company. I want to increase my capacity for production, and allow myself more flexibility.  My major concern with doing this so far has been related to how specific, organic, and intensive my animations tend to be. I have been concerned with finding the right team for this.

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

Maintaining my projects, growing them internationally, starting a family, how and where to do this, balancing work and personal life. The same things that scare everyone else I think.

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

This would be related to my city, Nairobi. It would be great to have a stronger infrastructure. Good roads, space for pedestrians. I love cycling, maybe roads could be built in consideration of cyclists as well. I think we have been brainwashed to accept that some things are impossible in Africa, but, Durban in South Africa for example, has some beautiful consideration of its citizens as humans in the city. It’s not impossible. But of course, if you’re having the top 5% of our country debating congestion in the city, the idea of preventing buses carrying up to 40 people into the Central Business District, but allowing tens of thousands of private vehicles carrying individuals, makes sense.

How does that ease congestion?

This traffic affects our daily lives and potential. You’re less likely to go for a meeting, if it takes you two hours to get there. Just imagine how much more collaboration would be possible if we weren’t always stuck in traffic.

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

Every time cuts to education programs are debated, Music, Arts, Literature, and Sports are the first to be sacrificed. However all these subjects drive the way you think, how you perceive and interpret and communicate about the world. It’s a different form of mental exercise that makes us more emotionally and socially wholistic. And imagine if all this could take place in our own languages, not just English. It’s a different pattern and way of thinking altogether.

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

For myself, I would like VR to be the symbol. Augmented and Virtual reality are very exciting for me, and having recently completed my first VR film, Nairobi Berries, I want to continue exploring the possibilities of these mediums.

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

I’m going to label this as “Gender things.” It affects everything!

Ja, Whitenizer ist für hellere Haut.

  1. What products or services will your company offer in 5 years?

I really enjoy working in the short film medium, but definitely want to create feature length animations, and exploring mixed media in feature films.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

Personally, my task is to select or grow a team, and creating an environment in which they can participate and feel invested, so that they are dedicated to fulfilling my vision as the director. Delegation itself is not the issue, it’s forming a more organic and receptive space in which to create my productions.

 

  1. What role does Kenya play within a global economy?

The value of developing countries is underestimated, we are almost always perceived as being “receivers”  especially economically, and yet, whether by force or corruption, we have developed and sustained Europe and the greater ‘West,’ for centuries.

When I came home after 5 years living in the US in 2006, I was shocked to discover that you could share airtime on your phone, as well as send and receive money directly between phones, completely independent of traditional banking institutions. This concept did not even exist in the US and in Europe at the time. I think we are making solutions to problems that are urgent here in Kenya, and incidentally changing the status quo that developed countries are comfortable enough to leave unaddressed, if that makes sense.

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Via institutions such as Goethe Institute and Hubert Bals, etc, Germany is extremely supportive of emerging filmmakers around the world. For example I was just at the Durban International Film Festival, and the Durban Talents that holds workshops for young filmmakers is a branch of the Berlinale Talents program. They have Talents programs in several parts of the world. A couple of the program coordinators have mentioned becoming involved in running their respective programs because they felt that it was right for “Germany to give back” considering its participation in the colonial period, and its political role in Europe.

NAME: Prof. P.L.O. Lumumba
TITLE: Director/Chief Executive
COMPANY: Kenya School of Law
CITY: Nairobi, Kenya

 

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

March next year I will leave the school and reinforce my own office, I will be more active.

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

Nothing scares me. After the election, we will have a good country. A few stones will be thrown and that is ok, as long as nobody dies.

 

Ja, aktuell ist wirklicher Wahlkampf. Die Stadt ist voller dieser „Promotion-Trucks“.

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

I think we should de-ethnize politics and work on a better situation if it comes to corruption! I am looking forward to see a few guys in jail.

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

We need to update education! We should create a system which allows to engage in innovation better. You know, we have a “crises in identity” Around here, we are 200 to 300 million people, we are sooo strong and surrounded by great people – yes, we should strengthen self-esteem!

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

It is something with “technology”. This, however, must be customized to our needs and not the other way around.

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

The quality of leadership is stressing me. I stopped watching TV 5 years ago.

 

  1. What products or services will your company offer in 5 years?

My message will still be the same. I have and will be consistent.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

An ideal leader has a vision, is not selfish, he consults and realizes that he or she does not have a monopoly on ideas. It is about recognizing talent and spreading the seed.

 

  1. What role does Kenya play within a global economy?

I think Kenya and Tanzania do not have major conflicts. We are the anchor of the region and we lead the area. If we deal with ethnics and corruption, we are on a great path!

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Germany is the European leader. It was the first country accepting Kenya after the independence. In culture, agriculture and technology you guys are great! Germany is efficient and hopefully more present and more aggressive. You need to neutralize the influence of China.

NAME: Waweru Kuria
TITLE: CEO
COMPANY: iNuka PAP
CITY: Nairobi, Kenya

 

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

At the moment, we offer “emergency loans”. Our typical customer applies for 30 USD for 30 days and pays about 3 USD interest fees. Our typical customers are from rural areas, very often they are farmers. In 5 years, we will have new products with lots of impact. We will have “social products”, also in Uganda and Tanzania.

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

Well, competition with the big guys would stress us seriously. They can pump so much money into a market which would not kill us, but slow us down.

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

My greatest hope is partnering with an organization, with a social investor such as a CSR company with “patient money” and low interest.

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

I would change the educational system – yes, the whole industry. The world is changing and i.e. automation will take jobs. Nobody should be taught to become a classical accountant!

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

The eagle, the bird. Why? Because it uses very little energy to fly, it sees very far and can carry very heavy “freight”.

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

Sometimes I wonder if we are growing fast enough. For example, it is very expensive to do what we do. We have enormous travel costs.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

The “future manager” should be a real manager, somebody who is able to replicate his/her thinking. Somebody who inspires by using the own mind.

 

  1. What role does Kenya play within a global economy?

Where we are right now? We copy other systems and methods. We should completely change, we should not act like the global economy. An example: We found oil in Kenya, and we export crude oil and buy back the petrol. How crazy is that? Same with food. We should define our destiny – which is definitely “self-depended”.

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

I have not had a lot of interaction with Germany but I believe we can learn a lot from you. You expose your kids and they can learn… just look at soccer.

NAME: Vandan Rughani
TITLE: Managing Director, Robert Bosch East Africa
COMPANY: Robert Bosch East Africa
CITY: Nairobi, Kenya

 

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years time?

In Afrika.

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

Privat beschäftigt mich sehr die Urbanisierung von Nairobi. Ich kenne die Stadt noch aus meiner Jugend. Und heute? Es scheint kaum eine Städteplanung geben: Jeder baut wie er will.

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

Natürlich hoffe ich auf die ganzen großen Themen wie “Friede” und “Wohlstand”, doch für die Region hoffe ich auf Einheit – nicht nur auf dem Papier, auch in der Praxis. Eine wirklich grenzübergreifende „Union“ würde Menschen einfach reisen und Handel aufblühen lassen!

Bosch ist präsent!

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

Kinder sollten möglichst viele unterschiedliche Erfahrungen machen. Kids sollten wirklich entdecken dürfen und dabei Richtwerte bekommen. Die Welt ist nicht „heile-heile-Segen“, und genau das erleben beispielsweise meine Kinder hier in Kenia. So wie ich früher. Das halten auch Kinder aus, wenn man Ihnen Hilfestellung gibt.

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

Was ist ein gutes Zeichen oder Objekt für „sozial sein“? Afrika ist jeden falls „ich-bezogen“.

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

Meine persönliche Ungeduld in manchen Situationen. Ja, ich werde immer wieder getestet.

 

  1. What products or services will your company offer in 5 years?

Wir werden mehr lokale Präsenz zeigen, „local for local“ quasi.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

In Ostafrika? Gute Manager sollten die ersten 6-12 Monate an der Basis sein. Und mein Team hier wird eine gesunde Mischung aus internationalen und nationalen Führungskräften werden. Speziell von lokalen Team Leadern erwarte ich Eigenverantwortung, Verantwortung für das eigene Handeln!

 

  1. What role does this – Country – play within a global economy?

Im Moment, keine.

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Deutschland wird hier sehr positiv und innovativ gesehen. Leider sind deutsche Produkte auch sehr teuer. Doch das Vertrauen ist da, „Made in Germany“ ist eine sehr starke Aussage!

„Die Kunst“ lässt nicht auf sich warten – mit Zeitgeist quasi.

Ja, die AFRICAN MINDSET TOUR hat es -in- sich! Manchmal sind die Antworten, wie erwartet. Manchmal auch sehr mutig, denn nicht jede Station der Tour ist so entspannt wie Zürich, Kassel oder Wien.

Vielen Dank vom TRENDBEOBACHTER., denn Mathias Haas ist auf Antworten angewiesen. Beim reinen „aus dem Fenster schauen“ ist „die Wahrheit“ nicht zu finden. Und auch mit den Antworten liegt sie wohl zwischen den Zeilen.

Ja, DER TRENDBEOBACHTER. beobachtet vor Ort. Der Redner und Moderator Mathias Haas bringt sie nach Hause – in Vorträgen, in Moderationen, in Workshops aller Art. Ob ganz klassisch als Keynote einer Tagung oder innerhalb einer komplexen Strategieentwicklung – zum Beispiel im Rahmen der PLAY SERIOUS AKADEMIE. Egal wie, der Zukunftsexperte fordert „die Zukunft“ heraus – im Hier & Jetzt!

Mehr zu Mathias Haas und seinem Team liegt hier bereit:

www.trendbeobachter.de

www.play-serious.org

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MegaTrend: „Europeans worry too much!“

MINDSET TOUR.

23. Juli 2017

Jack Ma, Gründer von Alibaba und einer der reichsten Menschen auf der Welt, war „in town“. Der Business Mogul, macht gerade eine Afrika-Tour und hat nicht nur Mathias Haas begeistert. Ja, Jack ist ein richtig guter Redner, der auch mutig spricht. So meinte er an der Universität von Nairobi, dass jedes Problem eine Geschäftsidee sein könnte und davon hätten Sie ja in Afrika genug. Weiter sagte er, O-Ton, „Innovation is not from the goverment“… obwohl sicher die wichtigsten Politiker im Raum waren. Der Mann hat ganz klar adressiert, dass Alibaba hier durchstartet und dass er plant 200 bis 500 Unternehmer zu einer Stippvisite ins Headquarter von Alibaba zu bringen. Und das ist nur ein Beispiel wie er den Import und Export von, mit und zwischen Afrika und China ausbauen möchte. Schon bei der ASIAN MINDSET TOUR wurde in Guangzhou klar, dass hier enormer Handel stattfinden muss. Afrikanische Gesichter gehörten schon 2013 zum Straßenbild in dieser chinesischen Megacity!

 

Und langsam wird ein Schuh draus.

 

Wenn man jetzt die Punkte verbindet und sieht, dass chinesische Anbieter in rund drei Jahren die Bahnstrecke Nairobi-Mombasa gebaut haben (ja, sie musste vor den Wahlen am 08.08.17 fertig werden!) und dass dieser Madaraka Express fast 500 Kilometer (Einweg für 7 EUR, 2. Klasse) bedient… dass jetzt nicht nur die USA, Frankreich, Spanien und Japan sondern jetzt auch China eine Militärbasis am Horn von Afrika aufbaut… wenn man schlichtweg auf die Straßen schaut und dort im Grunde nur Nutzfahrzeuge chinesischer Hersteller sieht… ja, das kann man Jack Ma’s Aussage nachvollziehen: „Europeans worry too much!“

Doch auch wenn Kenias Mobilfunk besser als in den USA und ganz sicher stärker als in Deutschland ist, auch wenn erfolgreiche Geschäftsmodelle hier (im Gegensatz zum Silicon Valley) die Gesellschaft verbessern, und auch wenn es hier jedem jungen Erwachsenen besser geht als seinen Eltern… so gibt es eben auch glaubhafte Geschichten wie diese:

Zwei hiesige Mitarbeiter einer deutschen Logistikfirma hatten Freitagabend „falsch geparkt“ (und das ist hier nun wirklich sehr subjektiv) und dem Polizisten offensichtlich kein Schmiergeld bezahlt. Der normale Ablauf wäre, dass diese dann direkt vor Gericht müssen und dort für schuldig oder unschuldig befunden werden. Nun war es aber Freitagabend. Konsequenterweise waren die beiden Herren dann bis Montag früh im Gefängnis, denn das Gericht war am Wochenende nicht mehr zu erreichen.

So oder so, zeigt dieses Beispiel wie enorm die Korruption auch Kenia im Griff hat. Genau deshalb trifft Mathias Haas heute noch Prof. P.L.O. Lumumba, Direktor der Kenya School of Law. Dieser Mann nimmt kein Blatt vor den Mund. Mutig und stark sind seine Auftritte beispielsweise bei der 3. „Corruption Covention“ in Uganda, wo er fragt ob Afrika bereit ist… für eine Zukunft ohne Schmiergeld und Schattenwirtschaft.

Sure?!

 

HALT STOPP, weil „Europeans worry too much!“

Kamal Bhattachary und Mathias Haas, Selfie beim Frühstück.

Denn die positiven Seiten dieser AFRICAN MINDSET TOUR sind deutlich sichtbar! Die mutige Grundthese der Tour, dass Afrika Vorbild ist – ja sie ist belegt. Jetzt schon am zweiten Stopp. Wenn man alleine erlebt wie Kamal Bhattachary, Chief Innovation Officer, von Safaricom (Marktanteil 73% in Kenia!) mal kurz den Kaffee mit M-Pesa bezahlt so wird in Sekunden klar, dass selbst PayPal von Afrika Angst bekommen darf. Paydirekt und andere deutschen Antworten müssen sich auf den Weg machen – zum Beispiel nach Ostafrika! Warum nicht einen Versuch starten und schauen, ob diese einfachen Prozesse und Lösungen übertragbar sind? Agil werden? Hier gibt es nichts anderes! Kein Afrikaner hat Zeit für Prozesse…! Mathias Haas war heute der zweite Web-Check-In-Nutzer für den nächsten Flug obwohl er erst 24 Stunden vor Abflug aktiv war. Warum auch… Kenya Airways ist im Vergleich zu Eurowings und Air Berlin eine S-Klasse an Verlässlichkeit!

 

Informelles Geschäft wird in Afrika zu formellem Geschäft.

 

Es ist klar, dass wir uns in der alten Welt weiter ausruhen können. Es ist aber auch eindeutig, dass andere Menschen auf diesem Planeten – zum Beispiel in Ghana und Kenia – durchstarten und dabei ziemlich fröhlich sind. Ja, zum Beispiel hat DEM TRENDBEOBACHTER. gestern ein Uber-Fahrer erzählt, dass er erst in der weitergehenden Schule eigene Schuhe hatte. Seine Kinder dagegen können mit 8 Jahren schon erleben was ein Fernseher ist. Und so hilfsbedürftig unsere Gefühle bei solchen Biografien sein mögen, Afrikaner werden sich selbst helfen! 50 Jahre Entwicklungshilfe und die „Erfolge“ sprechen für sich… Top-Vorbilder wie Jack Ma sind stärker als NGOs!

Ja, DER TRENDBEOBACHTER. hat auch eine NGO besucht: Peepoople. Doch hier gibt es durchaus kommerzielle Absichten. Warum auch nicht?

Für den Redner und Moderator Mathias Haas ist jetzt schon eindeutig, dass Europa nur noch auf wirklicher Augenhöhe mit Afrika Geschäfte machen wird. Warum Europa beliefern, mit hochnäsiger Kommunikation umgehen, wenn afrikanische Nachbarländer auch zunehmend das Öl oder seltene Erden abkaufen? Warum Mais nach Kassel fahren wenn Uganda auch einen guten Preis zahlt? Ok, vielleicht Plattformen wie Alibaba nutzen, denn diese werden hier in Afrika Büros auf machen. Chinesen werden – Schritt für Schritt – ganz langsam aber sicher – zum geschätzten Partner, denn es gibt endlich eine Alternative zu Amerikanern, Britten, Franzosen und Deutschen.

 

Ach ja,… in Angola gibt es mittlerweile Gastarbeiter aus Portugal.

Jörg Brase, ZDF Nairobi und Mathias Haas nach einem sehr wertvollen Austausch.

 

Die AFRICAN MINDSET TOUR von Mathias Haas ist eine Lernreise und diese lohnt definitiv! Die Reise ist nicht immer einfach und doch ist es nötig sich weiterzubilden, sich ein eigenes Bild zu machen. DER TRENDBEOBACHTER. ist eben kein klassischer Trendforscher und auch kein Zukunftsforscher, der am Schreibtisch sitzt. Mathias Haas ist Redner und Moderator, Wandlungshelfer und Übersetzer, denn Organisationen müssen schließlich mit dem Wandel umgehen. Entscheider müssen heute für die Zukunft entscheiden! Dafür haben Haas und sein Team auch die PLAY SERIOUS AKADEMIE. gegründet. Hier bietet Mathias Haas mit seinem Moderatoren-Team zum Beispiel Strategie-Workshops mit LEGO SERIOUS PLAY an.

 

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Mehr zur Trendbeobachtung unter: www.trendbeobachter.de

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4x Accra = 4x Menschen und Ihre Zukunft

MINDSET TOUR.

18. Juli 2017

DER TRENDBEOBACHTER. Mathias Haas auf der AFRICAN MINDSET TOUR, ja… die ersten Gespräche haben stattgefunden und es sind die kleinen Details, die dann doch die Haltung und Sichtweisen beschreiben.

Ganz sicher sind es (auch) die Power-Frauen!

Es sind die Power-Frauen, die Accra fordern. Aber auch die Start-ups. Und manchmal sprechen wir von den selben Einheiten. Vielleicht trügt der Eindruck von Mathias Haas tatsächlich, aber „die Treiber“ der Innovation und neuen Geschäftsmodelle sind wohl oft Menschen, die auch schon außerhalb Ghanas waren und zurückgekommen sind. Und natürlich „Fremde“, die den Braten riechen. Zum Beispiel der Franzose Adrien Bouillot, der tatsächlich in einer „der“ Vorstädte von Paris verlassen hat (er war der Einzige aus seinem Viertel!). Hier seine Antwort und seine Sicht der Dinge:

NAME: Adrien Bouillot
TITLE: CEO and Founder
COMPANY: Chalkboard Education
CITY: Accra, Ghana

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

I see myself on top of Chalkboard Education serving universities in Africa by using data to ensure that we understand students learning and create happier grades. In five years from now, we should be in more than 20 countries.

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

Corruption. This is a big, big problem. I fear that the government fails to solve this major problem.

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

For Ghana, I just hope they keep on going – moving – driving the positive change. This is the most successful democratic country in Africa!

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

I think in Ghana I would teach English & French as well as Coding & Accounting. If you can deal with these skills, you can be autonomous and you are set up for your future.

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

The cell phone!

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

I am not really stressed. If I dig hard it is about providing everything to our staff members. I want to ensure that they can be happy and they have hopes!

 

  1. What products or services will your company offer in 5 years?

We provide basically an e-Learning platform, and this is being adapted by the people teaching. So, in the future, we will give you an easy exercise if we (the system) realize you get tired.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

It is all about feedback! It should be mandatory to give feedback. Managers to team members but also the other way around. Let’s say on a monthly basis.

 

  1. What role does Ghana play within a global economy?

It provides most of the cocoa in the world as well as lots of gold, silver, petrol… but it is a small country which, however, can create innovation!

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

I think Germany is definitely leading Europe and Europe is a leader in “something”. Germany has a role to play (together with France) and at the end of the day I believe Germans are decent people.

 

Und dann die knüppelharten Antworten zweier Damen, die dann doch deutlich werden!

 

NAME: El-Yesha Puplampu
TITLE: Gallery Manager
COMPANY: Gallery1957
CITY: Accra, Ghana

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

Well… at the moment, we are planning with a second location for the Gallery! We have this great location at the Kempinski Hotel Gold Coast City, but there could be more – in Accra or in London, for example.

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

I think things can only be better. So, I am more hopeful, that… you know you have two options in this country: A. you become part of the system – sooner or later. Or B. you leave Ghana. Yes, there is a brain drain!

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

You know, possibilities are endless! We have peace, the location… if you do things right… endless! Just think about solar and railways… we are blessed – if we do it right!

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

I would encourage them to ask thousands of questions – every day! They should read books… it is broadening your view. In Ghana you very often hear something like “That’s not how we do it!” but we need to change this.

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

Our hands! It is what we make out of our lives…

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

The mentality in Ghana. Often, things are slow – no urgency at all. Many people do not value time. This is very obvious if it comes to service, for example.

 

  1. What products or services will your company offer in 5 years?

Our clientele will have grown and our positioning will be even stronger – also amongst your artists which we have exclusively. Simply because we do much more than showing their art pieces.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

He or she should be available and lead by example. They should not expect something from their employees they would not do themselves. In Ghana in particular, an ideal manager should keep a certain distance – so you get respect.

 

  1. What role does Ghana play within a global economy?

I could not tell you. In cocoa, for example, we lost ground to Ivory Coast and gold is being driven out of South Africa – in both markets we have been very, very strong. Ideally we would diversify… in reality we are still enslaved, in our minds. We need to develop in this dimension!

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

I love Merkel, she is so objective! Having the types of decisions as she has at the moment you cannot be a “lovely mother”. Maybe I am a little bit like her – in fact, sometimes I feel a little bit lonely being an “abstract thinker” as well.

NAME: Stephania Manfreda
TITLE: Creative Director elle lokko & lokko’08
COMPANY: elle lokko & lokko’08
CITY: Accra, Ghana

  1. If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

People will soon know more about us. Also beyond Ghana! Also because of eCommerce.

 

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

We are very quickly hurdling to a society which is less educated, less energetic. People are frustrated and a lot more aggressive in traffic, for example. Yes, there is more chaos and we need three things: Light, water, education. And surprise: education is the most important one.

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

The creatives, of all types. The creative pool of upcoming young people… not only on a nationwide level, also and especially in local communities.

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

Kids should have (more) spaces where they can build physically. This is why I am part of the “maker scene” in Accra and why I have a space on our property. It is all about attention to detail which is what children learn once they “build”.

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

Well, as much as I hate to say it, but it is the cell phone or any kind of mobile device.

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

Getting used to the speed of things… as you see my phone is ringing since we have start talking. I try to be available all the time and it is never enough.

 

  1. What products or services will your company offer in 5 years?

We will add on services and we do already do a lot of different things: Styling, Personal Shopping, and Consulting.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

An ideal manager should live the human elements! This “profit driven formula” does not work for me.

 

  1. What role does Ghana play within a global economy?

Ghana is very important because of our oil, cacao, gold… but unfortunately, it is badly managed. Since we became independent, it is our biggest problem that we do bad deals. Yes, this is corruption in the management of our main treasures.

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Germany stands for precision, everything works in your country. And well… you guys seem to be very serious and disciplined – maybe not so happy people.

Mathias Haas vor der Botschaft in Accra.

Und abschließend hier der deutsche Botschafter mit dem „politisch korrekten Helikopter-Blick“ für den DER TRENDBEOBACHTER. nicht minder dankbar ist!

 

 

 

NAME: Christoph Retzlaff
TITLE: Botschafter
COMPANY: Embassy of the Federal Republic of Germany
CITY: Accra, Ghana

  1. Imagine 2022 – 5 years away: What scares you most?

Mit Blick auf Ghana ist elementar, dass die neue Regierung wirklich nachhaltiges und inklusives  Wachstum realisieren kann. Die Jugend drängt auf neue Möglichkeiten, Arbeitsplätze und Perspektive. Die Jugend ist schlichtweg die größte Gruppe hier im Land. Sie will und sie muss in Ghana die Chance für ein gutes Leben bekommen.  Das darf nicht schiefgehen. Die Konsequenzen wären schwerwiegend..

 

  1. Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

Das enorme kreative Potential hier im Land ist wirklich nennenswert! Meine größte Hoffnung ist, dass es gelingt, aus Ghana ein Erfolgsmodell für ganz Afrika zu machen. .

 

  1. What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

Der Schlüssel ist eindeutig Bildung, Bildung und Bildung! Gepaart mit dem Glauben, dass man es packen kann. Ein tolles Beispiel ist Ken Ofori-Atta (Minister of Finance, Ghana), der als uneheliches Kind den unglaublichen Weg vom Dorf über die Columbia University, Yale und die Wall Street gegangen ist und wieder zurückkam, um hier wertvolle Arbeit zu leisten. Solche echten Geschichten sind natürlich unfassbare Vorbilder.

 

  1. What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

Gallery1957. Dort sehen Sie aktuell eine Ausstellung zum Verhältnis Ghanas zum lieben Geld. „All That Glitters“ von Yaw Owusu sagt sehr, sehr viel. Schauen Sie sich das an! „Die Kunst“ gibt hier schon mächtig Gas!

 

  1. What’s stressing you most during your daily life?

Verkehr in Accra während der Rush hour.

 

  1. What products or services will your company offer in 5 years?

Als Botschaft werden wir noch mehr Reichweite in die Gesellschaft haben. Ich bin seit einem Jahr hier, und wir haben damit bereits begonnen.

 

  1. What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

In Bezug auf diese Region: Mehr Feingefühl gegenüber der Tatsache, dass Kooperation nichts mit Lehrstunden für Afrika zu tun hat. Ein Europäer oder auch ein Amerikaner ist nicht der Lehrmeister nur aufgrund des eigenen Reisepasses.

 

  1. What role does Ghana play within a global economy?

Die Rolle ist relativ reduziert, am Wichtigsten sind  Kakao und Gold. Jetzt durch den G 20  „Compact with Africa“, die Initiative zur Förderung von privaten Investitionen und Investitionen in Infrastruktur, könnte sich das Blatt wieder wenden.

 

  1. In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Deutschland hat ein wirklich gutes Image hier in Ghana – vielleicht sogar manchmal schon etwas zu glänzend.zu. Die Arbeit macht hier wirklich Spaß. Es ist toll, Deutschland hier in Westafrika vertreten zu dürfen.

Ja, vier Menschen mit vier verschiedenen Sichtweisen… und das sind ja nur die Gespräch, die im „O-Ton“ dokumentiert sind. Der Redner und Moderator, der Wandlungshelfer Haas stellt Fragen „was das Zeug hält“. Gesprächspartner findet DER TRENDBEOBACHTER. am Flughafen, im Taxi, im Supermarkt!

Ja, Trendbeobachtung ist eben keine Wissenschaft, denn Mathias Haas zweifelt ernsthaft, ob „Zukunft“ mit Modellen und nagelfester Wissenschaft erfasst werden kann. Haas ist eben der Pragmatiker im Markt, der Trendexperte, der sich selbst ein Bild macht und daraus seine Schlüsse zieht.

Vielen Dank für diese Interviews!

Mehr in diesem Programm – mehr von der AFRICAN MINDSET TOUR – in diesem Blog!

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MINDSET TOUR Nummer 3.

MINDSET TOUR.

15. Juli 2017

Es sind genau diese Momente, warum Reisen so, so wichtig sind! Wandel, Status quo, Zukunft… alle Dimensionen sind noch am ehesten erfassbar, wenn man sich selbst ein Bild macht!

Die wichtigste Autobahn im Land mit dem höchsten Gebäude im Hintergrund (hier sind noch 2-Zimmer-Wohnungen frei: 3.000 EUR/Monat).

DER TRENDBEOBACHTER. hat einen ersten Eindruck von Accra, der Hauptstadt von Ghana. Diese erste Station der AFRICAN MINDSET TOUR ist eine Wucht! Egal ob es der ehemalige „Car Washer“ ist, der heute als UBER-Fahrer arbeitet und nun das Zweieinhalbfache verdient, oder der schlichte Besuch eines Supermarktes. Und ja, alle sind da: Italien, USA, China – Hisense (internationaler Elektronikkonzern aus der Volksrepublik China mit 75.000 Mitarbeitern), Salsa (Tomatenmarke aus Italien), Gilette. Der Markt gibt es her, und Weltkonzerne wie Huawei machen heute schon 15% ihres globalen Ertrags auf diesem Kontinent (Quelle: brandeins)!

Der UBER-Fahrer, der noch vor einem Jahr „Car Washer“ da… hier sein stolzes Armaturenbrett.

Alle sind da und geben sich im Minutenrhythmus die Hand – so wie Frau Doris Leuthard, amtierende Bundespräsidentin der Schweiz. Sie kam zeitgleich mit Mathias Haas ins Land und war dann doch weit weg. Ihr Besuch ist ein gutes Beispiel, wie geschachert wird zwischen „Rettungsmaßnahmen“ und „Marktanteilen“. Sie hat sich Kakao als großes Thema ausgesucht. Wer weiß es ganz genau – vielleicht hat die Schweizer Schokolade hier eine Schlüsselrolle gespielt? Jedenfalls ist „cocoa“ ein höchst emotionales Thema für Ghanaer, denn irgendwie trauern Sie alle der einstigen Vorreiterrolle in Sachen Kakao- und Goldproduktion nach.

Eine MINDSET TOUR des DER TRENDBEOBACHTERs ist aber keine erlösende Hilfestellung, es geht um die Zukunftsfitness des Kontinentes. Und zum Auftakt um einen Vorzeigestaat, dem wohl erfolgreichsten in Westafrika. Gesprächspartner der Schweizer Politikerin war der Präsident selbst, und nur einen Tag danach hat er mal locker 10 Millionen USD für „die Jugend“ klar gemacht! unter der Überschrift „To grow business ventures“ wurde ein „National Entrepreneurship and Innovation Plan (NEIP)“ scharf geschalten. Respekt! Respekt auch für die klare Ansage, dass damit sein Ziel ist, “the most business friendly economy in Africa” aufzubauen. Globale Wettbewerbsfähigkeit mit der Jugend, mit 10 Millionen USD und fassbaren Worten.

Dankeschön dafür!

Wenn Mathias Haas dann die Daily Graphic – wichtigste Tageszeitung des Landes – weiter liest, so kommt sie erstaunlich offen und kritisch daher. Nicht nur ein Bericht, dass Ruanda (der dritte Stopp der AFRICAN MINDSET TOUR) laut „Human Rights Watch“ 37 belanglose Straftäter ermorden ließ, sondern eben auch selbstkritische Meldungen zu „road travel has become risky“. So kam Ghana letztes Jahr in 11 Monaten auf über 11.000 Unfälle mit fast 2.000 Toten und über 10.000 Verletzten! Und irgendwie ist Accra so, wie man sich als Deutscher „Afrika“ vorstellt. So arm und so reich. So unkompliziert, pragmatisch. So rückständig. Warum eine Fußgängerbrücke über die wichtigste Autobahn des Landes bauen, wenn man schlicht drüber laufen kann? Die LKWs, beladen mit Schiffscontainern vom „Tema Harbour“ (mittlerweile das wichtigste Drehkreuz in Westafrika!), hupen doch, wenn der Fußgänger bei 100km/h im Weg sein sollte.

Auch die Daily Graphic lässt berichten – vom ganz normalen Bürger.

Und gleichzeitig ist die Welt – auch in Afrika – eben etwas komplexer!

 

So schreibt die Zeitung von heute auch, dass im Ausland lebende Ghanaer die drittgrößte Quelle für Auslandsdevisen sind. Tatsächlich hat Ghana in 2010 2,12 Milliarden USD von Ghanaern erhalten, die zum Beispiel in den USA, den Niederlanden oder Deutschland leben. Diese Zahl übertrifft laut Finanzministerium lässig die Überweisungen für „International Aid“! Und ob Zufall oder nicht… von den bisherigen Interviews waren fast alle irgendwie „Vorzeige-Ghanaer“ in gemischten Familien (z.B. Mutter aus Ghana, Vater aus Italien) und/oder Ghanaer, die zurückkamen – eben aus den USA oder, oder, oder.

 

Und so ist schon das Lesen einer lokalen Zeitung die Reise wert.

 

Deutschland wird zum Vergleich bei Bildungsausgaben gebraucht, wilder und illegaler Bergbau wird massiv kritisiert und der „Special Focus“ liegt heute auf dem zweiten Stopp der Swiss Confederation. Die Außenstelle von HPW Fresh, einem Früchteproduzent, produziert weiter „schöne Bilder“ mit dem Wirtschaftsminister und „the Swiss President“. Warum auch nicht?!

Mathias Haas, der Redner und Moderator, ist hier Lernender und – in kleinen Schritten – macht dies durchaus Sinn. Klar, nicht immer ist die Sinnhaftigkeit glasklar und meist ist die Komplexität erdrückend; die Realität auch mal skurril. So wurde beispielsweise eine „fake“ US-Botschaft in Accra entlarvt (Quelle: the guardian, 04.12.16). Über 10 Jahre wurden hier illegale Visa ausgestellt, die ja auch irgendwie funktioniert haben müssen. 10 Jahre Visa und Geburtenzertifikate (etwa 6.000 USD!), und die Behörden haben weggeschaut. Ja, Korruption ist auch ein Teil der Realität und scheinbar ein ganz wesentlicher Teil der Zukunftsfitness!

Und ja, es gibt sie auch hier, die Hippster. Auf jeden Fall!

 

 

 

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. und somit kein klassischer Trendforscher und auch kein üblicher Zukunftsforscher. Da die Zukunft heute entschieden wird sucht Haas und sein Team – heute – Beweise und Entwicklungen, die die Zukunft massiv verändern. Keine Alltagsfliegen, keine kurzfristigen Moden: Trends & MegaTrends.

Der Zukunftsübersetzer Haas möcht sucht auch auf der AFRICAN MINDSET TOUR die „Normalität“ in Afrika, auch die Gewinner sind in seinem Fokus!

Die Ergebnisse gehen dann ein… in Vorträge, Moderationen,  Berichte und Veränderungsprozesse.

Mehr Informationen liegen unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

 

 

 

 

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Afrika = Vorbild!

MINDSET TOUR.

5. Juli 2017

Forschung in der oft unbekannten Welt.

Ready for take-off: Nicht mal mehr 11.000 Minuten, und der Flug in Richtung afrikanischer Kontinent hebt ab. Mit an Bord ist Mathias Haas in seiner Eigenschaft als DER TRENDBEOBACHTER. Denn wenn man die Welt verstehen will, dann muss man sie gesehen haben.

Neben provokanten Thesen, die mit jeder Arbeit des Redners und Moderators einhergehen, sind bei dieser großen Forschungsreise besonders viele Fragen im Gepäck, über die wir uns im allgemeinen Alltagstrott vielleicht gar keine Gedanken machen.

Einige Themen, auf die es Antworten zu finden gilt:

  • Wie wird DER TRENDBEOBACHTER. aufgenommen? Kommt der Zukunftsexperte doch mit offenen Augen und Ohren und ohne den Wunsch, gleich vor Ort etwas zu verändern… Gibt es Vorurteile und Skepsis, oder überwiegt die Offenheit?

 

  • Denken und leben Unternehmer in Afrika ihre Mission anders als in Europa?

 

  • Wie stark ist der chinesische Einfluss auf die dortige Wirtschaft tatsächlich?

 

  • Sind die afrikanischen Regionen Nachzügler oder teils vielleicht sogar schon Vorreiter in Sachen Digitalisierung?

 

  • Welche Offenheit gibt es in Bezug auf Veränderung – auch im Vergleich zu uns?

 

  • Wie schnell wird in Afrika der Nutzen neuer Ideen verstanden, und wie schnell verbreiten sich damit dann auch die neuen Geschäftsmodelle? Wessen Ideen funktionieren in diesem Zusammenhang  besser?

 

  • Wie offen wären wir Europäer denn überhaupt für afrikanische Ansätze und Denkweisen als Vorbild?

 

  • Hand auf’s Herz: Wie beurteilen wir aktuell Afrika? Ist es richtig, dass es da ein Imageproblem gibt? Sollten wir den Menschen dort nicht mehr zutrauen?

 

  • Wären Geschäftsmodelle vom südlichen Kontinent vielleicht auch in Europa marktfähig oder sogar erfolgreich?

 

  • Wird Afrika nicht nur zum Abnehmer, sondern vielleicht bald auch zum Lieferanten (und zwar nicht nur für Kaffee, Kakao und Mangos) oder zum zukunftigen Konkurrenten?

Darüber hinaus beschäftigt alle Kollegen im Hause TRENDBEOBACHTER. und sicher auch so manchen Kunden, welche spannenden Exponate das Trend-Trüffelschwein Haas mit zurück ins kalte Europa bringen wird.

Sicher hat jeder Leser seine ganz eigene Sicht auf Afrika, die dortige Wirtschaft und die Denkweisen nahe des Äquators. Stellen Sie diese Fragen und Ihre Sicht der Dinge doch einfach mal auf den Prüfstand und folgen Sie diesem Blog. Hier lesen Sie aus erster Hand, was die Interviewpartner vor Ort zu sagen haben.

Mathias Haas, der Vortragsredner, Moderator und Kosmopolit, steht als DER TRENDBEOBACHTER auf den Bühnen Europas. Er bringt mit seinen lebendigen und unterhaltsamen Vorträgen die Zukunft dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird: In die Unternehmen und Organisationen, die bei uns auch weiterhin für Wohlstand und Fortschritt sorgen wollen. Haas ist kein Zukunftsforscher – er ist sozusagen ein Jetzt-Forscher. MegaTrends kommen nicht über Nacht, und sie nehmen stets einen Anfang. Vielleicht nicht dort, wo man es erwartet – doch genau da setzt Mathias Haas an. Trends zu erkennen und auf dieser Basis Entscheidungen für eine erfolgreiche Zukunft zu treffen – dies ist das Angebot aus dem Hause TRENDBEOBACHTER. Und für alle, die einen Schritt weiter gehen möchten und an den Perspektiven der eigenen Organisation noch intensiver arbeiten möchten, bietet die PLAY SERIOUS AKADEMIE. mit spannenden Methoden wie LEGOTM SERIOUS PLAYTM das optimale Portfolio.

www.trendbeobachter.de

www.play-serious.org

 

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AFRICAN MINDSET TOUR: Thesencheck.

MINDSET TOUR.

22. März 2017

Auch 2017 hat Mathias Haas – DER TRENDBEOBACHTER. – wieder seine alljährlichen Thesen veröffentlicht. Als Richtschnur für seine eigene Arbeit, aber auch als Denkanstoß für all jene, die sich für die Zukunft interessieren. Natürlich, kontroverse Diskussionen sind erwünscht – denn jeder blickt ja doch irgendwie anders in die Zukunft.

Bei seiner Reise auf den afrikanischen Kontinent will Haas natürlich auch die Probe auf’s Exempel machen: Halten die Thesen? Hier eine Auswahl mit den Fragestellungen, die sich dazu ergeben:

I.
Persönliche Beziehungen sind umständlich. Viele Menschen wollen keine mehr – es gibt ja die elektronischen Pendants. >> Inwieweit verändert sich das Verhalten gerade auch in solch eher traditionellen Kulturen wird in Afrika?

II.
Viele Menschen werden eher Zugang zu neuen Technologien als zu sauberem Trinkwasser haben. Selbst Schwellen- und Entwicklungsländer werden aufrüsten – diese Chance (= Abkürzungen) nutzen sie! >> Hier gilt es, Beispiele zu finden.

III.
Unser Informationstunnel wird mächtig ausgebaut – bis zur automatischen Shopping List mit Kauf-mich-Button. Intelligente Technologie kann (scheinbar) unterscheiden zwischen wichtigen und richtigen Nachrichten. Die „Schnäppchenjäger“ (= wir) nehmen das Info-Fast-Food gerne an. >> Inwieweit sind hier die Konzerne auch schon dabei, den „unwissenden“ Newbies in Sachen Konsum und Wirtschaft ihre Wahrheit als die einzige anzubieten?

IV.
Daten zu produzieren ist kein Aufwand. Im Gegenteil: Es spart Energie, wenn wir unseren Daten freien Lauf lassen. >> Wird in der Weitergabe und Nutzung von Daten eine Gefahr gesehen? Verstehen die Menschen dort überhaupt, was damit gemeint ist? Falls nein, ist die Antwort auf die erste Frage auch Nein.

V.
IT-Profis werden der Wissenschaft nicht (mehr) zur Verfügung stehen – Digitalkonzerne sind heute cool und lukrativ. Neutrale Wissenschaft war gestern, heute regelt sich Kompetenz durch Datenschatz und Super-Computer. >> Ist der afrikanische Wissenschaftler der universitäre Forscher der Zukunft? Nicht sexy genug für die Googles der Welt, aber wenigstens verfügbar?

VI.
Smarte Mobilitätslösungen werden durch Mehrkonsum absorbiert – insbesondere im Gütertransport. >> Lässt sich zeigen, ob durch moderne Marktwirtschaft dort der Verkehr zunimmt oder ob smarte Lösungen vielleicht sogar diese Zunahme unterbinden?

VII.
Die Gesellschaft sollte Technologie, Software und Plattformen besitzen! Doch Google, Facebook und Co. werden grundlegende Infrastrukturen kontrollieren. Vom Unterseekabel bis zum Heiß-luft-Ballon. Welche „Netzneutralität“ ist erstrebenswerter – die des Silicon Valleys oder eines Diktators? >> Welches Land (z.B. China) betreibt die beste (bzw. die einzige vorhandene) Infrastruktur in den afrikanischen Ländern und welche Einstellung der Menschen hat das zur Folge?

VIII.
In Sachen Aufmerksamkeit werden die Start-ups den KMUs den Hahn abdrehen. Heute machen Eltern ihren Kindern das Unternehmertum mies, es gibt kaum Parkbanken mit Steckdosen und dennoch strebt jedes Dorf nach einem accelerator. Also werden die seltenen Exemplare gefeiert, was das Zeug hält! >> Wie steht es um den Level of Entrepreneurship in Afrika, und wie denkt der Rest der Bevölkerung dazu?

IX.
Start-ups sind international statt national, städtisch und selten ländlich, mehrdimensional statt einförmig. Junge Unternehmen mit wirklich guten Ideen existieren scheinbar nur in der Digitalisierung. Für wirklich wichtige Probleme gibt es kein Risikokapital. >> In Afrika vermutlich noch weniger, oder?

X.
„Climate Policies“ sind ein Risikofaktor für Investoren. Der Kampf wird enorm – zwischen Rettung des Planeten und monetärem Geschäftsmodell. Money, money, money?! >> Findet Klimadenken auch in Afrika (vielleicht sogar flächendeckend) statt und sind die Geschäftsmodelle bereits darauf ausgerichtet?

 Ja, Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. und nicht irgendein Trendforscher, auch kein klassischer Zukunftsforschung.

Zur Definition von Trendbeobachtung gehört es eben auch, sich ein eigenes Bild zu machen. So ist die AFRICAN MINDSET TOUR „nur“ eine weitere Etappe sich selbst ein Bild zu machen. Diese MINDSET TOUR ist eine Lernreise und kein Produkt von HAAS. DER TRENDBEOBACHTER.

Schlussendlich bieten wir aber durchaus „Unternehmenslernreisen“ an. Mehr dazu per Telefon und via www.trendbeobachter.de

P.S.
Natürlich wird auch die PLAY SERIOUS AKADEMIE. davon profitieren. Mehr zu dieser „Transfer-Einheit“ liegt unter www.play-serious.org

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Klappe, die Dritte: Auftakt zur AFRICAN MINDSET TOUR.

MINDSET TOUR.

14. Februar 2017

Es ist bald wieder soweit: Kein halbes Jahr mehr, und DER TRENDBEOBACHTER. reist wieder in die Zukunft!

Nach den Forschungsreisen in die asiatischen Megacities und ins Silicon Valley folgt im Sommer 2017 nun die AFRICAN MINDSET TOUR: Für seinen „Realitäts-Check“ besucht Mathias Haas als TRENDBEOBACHTER. den afrikanischen Kontinent.

Die zentrale These dabei:
Afrika ist nicht mehr (nur) hilfsbedürftig,
diese Menschen muss man nicht mehr (nur) retten!

Der Redner und Berater begibt sich auf die Suche nach der Realität vor Ort. 5 Wochen, 5 Welten mit je 5 Interviews. Als DER TRENDBEOBACHTER. sucht er die Zukunft auch dort, wo man sie vielleicht gar nicht vermuten würde.

Was ist in diesen Märkten „normal“? Was denken die Menschen dort? Wie gehen sie mit Veränderung um? Wie gehen Entwicklungen weiter? Auf welchen Gebieten ist Afrika ganz vorne? Was können wir von dortigen Machern lernen? Diese und andere Fragen hat Mathias Haas im Gepäck, um in Afrika Antworten zu finden.

DER TRENDBEOBACHTER. auf „Fortbildungsreise“.

Mathias Haas taucht jede Woche in eine andere Welt ab – es geht in die Tiefen der afrikanischen Lebenseigenschaften, hinauf in die Innovationsgalaxien der aufstrebenden Unternehmen vor Ort. Dabei liegen ihm 5 Dinge besonders am Herzen:

 

  • DER TRENDBEOBACHTER. lebt mit!

Nur wer vor Ort ist und „mit erlebt“, wird MegaTrends vollständig nachvollziehen können. Deshalb taucht DER TRENDBEOBACHTER. tief ein: Übernachtung mit Airbnb fördert Insiderwissen, durch UBER (z.B. in Kenia) werden unentdeckte Plätze sichtbar und Kooperationspartner vor Ort helfen bei einer flächendeckenden TRENDBEOBACHTUNG.

 

  • DER TRENDBEOBACHTER. hört zu!

Mindestens 25 Interviews mit spannenden und innovativen Köpfen, Denkern und Lenkern. Eine umfangreiche, analytische und dokumentierte TRENDBEOBACHTUNG durch Kontakte vor Ort. DER TRENDBEOBACHTER. analysiert branchenübergreifend und lässt sich nicht auf einzelne begrenzen.

 

  • DER TRENDBEOBACHTER. wirbelt mit!

Das „M-PESA“-Phänomen: Bargeldlose Geldtransfers über Mobiltelefone. Mit diesem System von Safaricom und dem Kommunikationsunternehmen Vodafone hat Kenia bereits seit 2007 die Nase vorn und weiß, wie der Hase läuft. Außerdem: Start-ups, die mit innovativen Ideen Branchen weltweit aufwirbeln.

 

  • DER TRENDBEOBACHTER. denkt „GROSS“!

Egal ob Konzern oder Start-up… Mathias Haas regt zum „GROSS“ denken an! Auf der Suche nach den Erfolgsformeln der Zukunft und der Fragestellung: Wie heißen die Antworten für Europa, Deutschland und Berlin? Welche Rolle spielen dabei beispielsweise chinesische Investoren?

 

  • DER TRENDBEOBACHTER. hinterlässt Spuren!

Das „Sharing“-Prinzip: Neben all dem Input liefert DER TRENDBEOBACHTER. Output! Diesmal mit im Gepäck: LEGO®-Steine. Für anregende LEGO® SERIOUS PLAY® Sessions. Unter dem Motto „Gegenseitig voneinander lernen“ bittet die PLAY SERIOUS AKADEMIE. zum spielerischen Gedankenaustausch.

Mathias Haas 2015 im Silicon Valley.

Mathias Haas 2015 im Silicon Valley.

Wer jetzt schon neugierig ist, der kann sogar noch mitmachen:

Lassen Sie Ihre eigenen Produktideen, Innovationsansätze oder Recherche-Aufträge direkt vor Ort exklusiv vom TRENDBEOBACHTER. auf Zukunftsfitness überprüfen und bewerten!

Und natürlich freut sich Mathias Haas auch über Unterstützung: Teilen Sie Ihr Wissen! Wertvolle Afrika-Tipps und zukunftsfitte Kontakte vor Ort sind herzlich willkommen!

Mathias Haas bringt die Zukunft dorthin, wo sie für Sie eine Rolle spielt. Dafür natürlich werden auch auf dieser Lernreise Exponate für Ihre nächste Veranstaltung gesammelt – von der Quelle der Zukunft direkt in Ihre Organisation. Denn Haas ist eben kein herkömmlicher Trendforscher oder Zukunftsforscher. Er ist Beobachter, er setzt die Einzelteile zu einem Bild zusammen – und dieses Bild nutzt allen, die seine Vorträge hören. Er regt an, inspiriert und fordert zum selber Denken auf. Natürlich kommt auf Wunsch die Kraft auch auf die Straße: Hier steht die PLAY SERIOUS AKADEMIE. bereit, mit Methoden wie LEGO® SERIOUS PLAY® zu unterstützen.

www.trendbeobachter.de

www.play-serious.org

 

 

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2455

Fazit: It is a gold rush, including E.T.

MINDSET TOUR.

10. August 2015

Das ist es also, das Silicon Valley. Der kalifonische Goldrausch war nicht nur 1848 bis 1854, sondern er lebt auch 2015 – wohl ähnlich skurril und doch viel erfolgversprechender als damals!

DER TRENDBEOBACHTER. Mathias Haas war jetzt 5 Wochen in der Region, die (unsere) Zukunft bestimmt?! Der Zukunftsexperte hat 25 Interviews geführt, Machern über die Schulter geschaut, Smalltalk perfektioniert und vor allem zugehört. 5 Wochen Kalibrierung vom Feinsten, denn von der Heimat aus erscheint diese die „Tech-Welt“ so außerirdisch wie damals E.T., der unbedingt telefonieren musste – obwohl es doch ein Rad hatte.

Lukasfilm (1)Ja, ok, das Fahrrad (aus dem US-amerikanischen Science-Fiction-Film) kennen wir noch. Doch es ist sehr schlüssig, dass heute selbst ein Rad „connected“ sein muss (!), wenn man in the Bay Area, Mountain View oder Palo Alto lebt. Es gibt keinen Zweifel daran! Gar keinen Zweifel. Im Gegenteil, Europa verhält sich – aus der Valley-Sicht – eher wie E.T. von heute auf 1982, denn „we don’t get it“!

So sehr selbst Gäste im Embassy Network schmunzeln (hier hat der Zukunftsexperte lange gewohnt und viel gelernt), so ernsthaft ist die Idee, den Namen des eigenen Babys so zu wählen, dass die passende URL noch zur Verfügung steht. Und ja, selbst DER TRENDBEOBACHTER. hat vor gut einem Jahr seiner digitalen Karriere nachgeholfen und die URL www.mathiashaas.de gesichert. Heute wird daraus ein Geschäftsmodell: https://awesomebabyname.com Den Nachnamen eingeben, und die frei verfügbaren Vorname.Nachname – Kombinationen werden zusammengestellt und damit den (werdenden) Eltern das Leben leichter gemacht. Das ist dann wohl der erste Baustein für die Zukunftsfitness des eigenen Nachwuchses! Später kommen dann die „Digital Media Camps“ für 6-12, 12-17 oder 15+ Jährige auf dem Stanford-Campus oder wenigstens die Vormittagssession im Apple-Store oder vier Tage Training im Microsoft-Laden Downtown San Francisco.

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Fair? „Well, Mathias, they don’t know how to spell the word fair in the Silicon Valley – they believe in unfair advantages!“ so Vivek Wadhwa. Dieses Gespräch hat den Zukunftsexperten nachhaltig beschäftigt. Denn nicht nur, dass Vivek’s Vita einen kompletten Blogeintrag füllen könnte. Seine Art zugänglich zu sein und dann messerscharf zu formulieren – das hat dem Redner und Sprecher Haas wieder verdeutlicht, dass selbst in der Gold-Zone kritische Köpfe übrig sind. Umso schockierender, dass dem regelmäßigen Washington Post-Autor in Europa wohl niemand zu hört. Zumindest reist er nicht nach Frankfurt, Zürich oder Wien sondern nach Kuala Lumpur und Australien, um dort CEOs fit zu machen – für den radikalen Umbau des eigenen Unternehmens (z. B. bei United Engineers Malaysia Berhad).

Es ist offensichtlich: Either you disrupt, or you will be disrupted!

Nehmen wir mal wieder Uber: Ja, diesen „Taxi-Killer“ hat Mathias Haas bereits in der TrendSerie der absatzwirtschaft.de aufgegriffen, doch die Dimension wurde erst bei der VALLEY MINDSET TOUR. wirklich klar. Haas blickt auf 23 Uber-Quittungen zurück und sieht mittlerweile das glasklar-skalierbare Geschäftsmodell bis hin zu „autonomous taxis“. Letzteres sind dann die Fahrzeuge, die wirklich ohne Fahrer vor die Haustüre kommen und Mobilität zur vollkommenen „commodity“ werden lassen.

Bauen dann Volkswagen, Kia oder Renault den fahrbaren Untersatz ohne jeglichen Anspruch auf Marke und „Experience“? Für Uber, Amazon oder Google? Der typische Valley-Mindset hat bereits die Antwort, Europa überlegt noch…

Eine der Fragen, die auch beim Austausch mit dem INSTITUTE FOR THE FUTURE offen blieb. Doch klar wurde, dass DER TRENDBEOBACHTER. und die Organisation aus dem Silicon Valley zukünftig zusammenarbeiten werden!

Klar wurde auch, dass der Zukunftsexperte wiederkommt. Denn die „Tech-World“ produziert eine derartige Macht – und noch mehr Budget nebst signifikanten Gewinnen. Diese „hoch-verdichtete Digitalisierungszone“ definiert (zu) viele Regeln, die erst einmal die Unicorns (Unternehmen mit einer Bewertung > 1 Mrd. USD) befeuern, um dann Europa zu stressen oder gar aus den Angeln heben zu können. Sie ist völlig anders besetzt – was Werte, (Unternehmens-)Kultur und Mechanismen angeht. Europa kennt diesen Goldrausch zu wenig, und es würde diesen wohl als „vorrübergehend“ abtun.

Genau deshalb macht DER TRENDBEOBACHTER. regelmäßig MINDSET TOURS.

Diese Interviews, die eigenen Beobachtungen und Praxis-Tests, zeigten wieder einmal, dass auch die Tech-Welt verblendet ist (oder sollen wir fokussiert schreiben?). Der Fokus (?) liegt auf „Welt retten“ und „Reichtum“. Es ist nur eine Frage der Reihenfolge. Meist ist aber auch diese ziemlich konsistent. Und genau (!) das ist auch hier die Schwäche, denn es gibt weder auffällige Geschäftsmodelle für nachhaltige Lösungen von Dürre oder Lebensmittelknappheit noch „the next big thing“ aus der Biotech-Welt, die wirklich die weltweiten Krankenhauskeime stoppen will oder soll. Climate Change ist irgendwie dabei, aber selten Gegenstand von Diskussionen… selbst Datensicherheit kommt eher aus der Presse als aus persönlichen Gesprächen. Da geht es eindeutig um „time-to-market“, „getting talent“ und well… „getting funded“. Ja, so wird dann ein Schuh drauß und Europa hat – auch bei einer Digitalisierung – Möglichkeiten zu antworten.

Doch Antworten braucht die alte Welt dann doch!

Wie 2013 ging Mathias Haas auch 2015 auf Tour – denn Trends und MegaTrends kommen nicht über Nacht. Dieses neue Verhalten braut sich quasi zusammen, es wird gefördert; und in Wechselbeziehungen mit (technischer) Innovation wird es dann normal. Es ist die Pflicht des Redners und Sprechers, die „Lage der Nation“ selbst zu prüfen. Hinfahren und ansehen, fragen und zuhören: das sind die wirkvollsten Mittel, um sich selbst ein Zukunftsbild zu machen. Der Zukunftsexperte hat wieder investiert, damit das MegaTrend-Update in Vorträgen und Workshops mit geprüfter und belastbarer Trendbeobachtung auf die Bühne kommt.

Whitepaper als Zusammenfassung – Vortrag als Druckbetankung

Wie auch bei anderen Recherchereisen werden schon bald Whitepaper und ein neuer Vortrag entstehen, denn diese 5 Wochen haben auch Mathias Haas geprägt. Die Vielzahl an Unternehmern, die kurzen Wege zwischen den Machtzentralen, das politische Engagement von Tech-CEOs, der Glaube und der Kult an und um die eigene Mission (die natürlich die Welt verbessert), das Preisniveau und die klugen Köpfe… diese Liste könnte lange so weiter gehen.

Der heutige Besuch bei Lucasfilm (Medienkonzern, 2012 an Disney verkauft, bekannt z.B. durch Star-Wars-Saga) war nur der krönende Abschluss mit eben genau diesem Bild: E.T. möchte nach Hause telefonieren, denn es wird alles etwas zu viel für ihn.

Lukasfilm (4)

DER TRENDBEOBACHTER. dagegen könnte weiter machen! Seinen Hunger noch wochenlang bedienen, nicht realisierte Interviews durchführen und schlicht weg „machen“ – doch wie sagte Vivek im Interview in Stanford: „You need to lead the disruption!“ oder „Don’t be afraid of putting your own company out of business!“ DER TRENDBEOBACHTER. hat noch klar und deutlich in den Ohren „Europe does not know how to innovate… unless Europe will learn from Silicon Valley, Europe will go the way of Africa… really, Europe could become – what’s called a developing country – in 20 to 30 years from now!”.

Let’s go back.

„Hasta la vista“ würde Arnold Schwarzenegger die Sache auf den Punkt bringen. Well,… Mathias Haas hat bereits Arnold auf einem neuen T-Shirt und Arnold als Stimme auf seinem Navigationssystem WAZE – das soll es dann besser gewesen sein. Dann doch lieber E.T. und die anderen Figuren aus Star Wars & Co. In echt und Original…

Zusammenfassungen der Tour gibt es Ende August und September in Stuttgart und Zürich (bei Interesse gerne kurz melden). Wirkliche Vorträge und neueste MegaTrend-Updates (inklusive VALLEY MINDSET TOUR) gibt es ab sofort!

09-08-2015 18-19-30Ja, der Beweis ist wieder erfolgt: Mathias Haas hat sich der Trendbeobachtung verschrieben. Der Zukunftsexperte ist eben kein Trendforscher und auch kein üblicher Zukunftsforscher. Mathias Haas und sein Team unterstützen Organisationen und Entscheider bei der nötigen Zukunftsfitness!

Denn es ist offensichtlich: Wenn „da draußen“ neue Entwicklungen ihren Lauf nehmen – dann müssen sich Führung, Werte, Marken, Unternehmenskulturen…einfach ALLES einem Update unterziehen. Genau dabei helfen DER TRENDBEOBACHTER und die PLAY SERIOUS AKADEMIE.!

Mehr dazu unter www.trendbeobachter.de

Mehr zu LEGO SERIOUS PLAY unter www.play-serious.org

 

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2444

3x Klartext

MINDSET TOUR.

29. Juli 2015

Es sind die Einzelschicksale, die den Mindset beschreiben. Gespräche, Gespräche, Gespräche – das macht die VALLEY MINDSET TOUR aus. DER TRENDBEOBACHTER. berichtet hier von drei weiteren Personen – radikal, direkt, unorthodox:

 

NAME: Frank Schulenburg
TITLE:
Executive Director
COMPANY:
Wiki Education Foundation
CITY: San Francisco

DSC00530

 

1.
If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

Ich glaube es gibt zwei Szenarien… Ich habe lange Zeit gedacht, dass ich gerne wieder in einer größeren Firma arbeiten würde – diese „Art und Weise“ habe ich in der Foundation erlebt, sie hat ihren Reiz. Diese Arbeit auf C-Level – das waren schon richtige „Rock-Stars“. Das zweite Szenario ist der Neuaufbau von einem neuem Unternehmen – einem neuen Bereich. Letzteres ist wahrscheinlicher.

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?

Im Rückblick auf die Foundation wird mir klar, dass ich sehr gelitten habe – unter elektronischen Geräten, die das Leben bestimmen. Ich persönlich habe erst einen Pelikan-Füller gekauft, also zurück zur mechanische Wahrnehmung. Ich glaube es ist nicht gut, wenn die AppleWatch meinen Tag steuert. Die digitale Welt war der Taktgeber meines Lebens… eine Sache, die ich hoffentlich für mich selbst gelöst habe.

3.
Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

Ich weiß, dass es heute noch sehr, sehr viele Menschen gibt, die kein freies Wissen haben. Ich glaube dass über Bildung die Welt verbessert werden kann. Es gibt noch ganz viele Bereiche, in denen das Leben grundlegend verändern kann – soweit Wissen und Bildung zur Verfügung steht. Zum Beispiel habe ich am Oxford Summit einen Vortrag gehalten und es wurde mir dabei klar, dass selbst „literacy programs“ noch immer ein Thema sind. Und dazu gehört nicht nur lesen, schreiben und rechnen – sondern auch der Umgang mit den eigenen Finanzen.

4.
What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

Das was ich von meinen Eltern bekommen habe – starkes Interesse an Literatur – das diese Sachen immer noch einen Wert haben. Somit sind gedruckte Bücher – Haptik – Geruch – immer noch wertvoll. Traumwelt durchleben ohne vorproduziert zu sein.

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

Die mobile Revolution ist noch nicht abgeschlossen… die AppleWatch hat nie richtige abgehoben, Tablet-Umsätze brechen ein – also ist es das Smartphone. Für Wikipedia ist es auch immer noch der Desktop-PC, denn (wertiger) Text entsteht immer noch auf dem Desktop.

6.
What’s stressing you most during your daily life?

Emails und Textnachrichten.

7.
What products or services will your company offer in 5 years?

Wir werden wohl neue Wege entwickelt haben, wie Wikipedianer und Universitäten zusammenarbeiten. Wir nennen das „bi-directional“: in beide Richtungen finden Ströme statt. Beispielsweise Aktionen wie „Visiting Scholars“, bei denen auch Artikel auf sehr hohem geschrieben werden und dafür Zugang zur lokalen Bibliothek gewährt wird. Zurzeit kooperieren wir mit 200 Universitäten, das werden deutlich mehr werden. Es gibt Themenfelder, in denen noch so viel zu tun ist.

8.
What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

Ich glaube, ein “Ideal Manager” muss viel mehr als die üblichen Skills mitbringen. Ein guter Manager hat Empathie und verkörpert Werte. Ein guter leader bietet „Leadership“, was auch bedeuten kann, die Mitarbeiter sehr viel Autonomie auszufüllen. „Purpose“ und „Ownership“ der Teammitglieder und eben nicht Micro-Management der Führungskräfte. Beim Entry-level wird natürlich anders gearbeitet… Ich glaube, dass bei Mitarbeitern ein bestimmter Grad an „Mastery“ zu einer höheren Job-Zufriedenheit führt. Skills kann man lernen, aber wie schaffe ich eine Kultur, die auf bestimmten Werten basiert und bei der Mitarbeiter die Gewissheit haben, dass es ernst gemeint ist. „Authenticity“ und “Integrität” genauso wie die Vermittlung einer “Vision”, ja, das sind wichtige Fähigkeiten!

9.
What role does this Silicon Valley play within a global economy?

Ganz an der Spitze. Ich habe gehört, es gibt auch andere Plätze, wo gute Ideen entstehen. Das Leben spielt hier, sorry. Es gibt auch viele schwierige Aspekte… ich sehe das nicht nur positiv, aber hier spielt die Musik!

10.
In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Du meinst die Touristen, die in drei Tagen durchs Valley reisen? Teilweise gibt es ja auch deutsche Inkubatoren, die hier sind und den direkten Weg suchen – sehr gut! Deutschland hat ein funktionierendes System und deutsche Ware hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Der wichtigste Wert eines US-Amerikaners ist „be friendly“, meine Eltern haben mir insbesondere gelehrt, sei „ordentlich“ und „pünktlich“. Das gute Bildungssystem – Humboldts Bildungsideal ist sehr, sehr stark – die breite Bildung ist eine sehr gute Basis. Darüber hinaus ist der Mittelstand wichtig, und natürlich sind die Verbindlichkeit und Verlässlichkeit starke Tugenden.

 

NAME: Anonym
TITLE: SVP
COMPANY: Bosch
CITY: Sunnyvale

1.
If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time

I am pretty sure where I wanna be. I will do my own company – in Northern California, rescuing animals (smiles). Well, I was lucky having a couple of shares – I am fine. Let’s see…

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?

That’s a German question. What scares me? I cannot think about something which scares me. Maybe global warming? I am very optimistic about us (US), I am not very optimistic about Europe. You’re goanna be less completive on a global level… now having China and India on the surface.

3.
Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

I think we will solve the pollution problem. With solar & Co. we will!

4.
What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

Freedom! They need to be taught to think, how to be free. It is a difficult dance between freedom and discipline. Most of the education is about memorizing. Let us speak out loudly, with self-confidence. Smart people will always rise to the top.

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

A smartphone or a battery. A really powerful battery which you can take anywhere.

6.
What’s stressing you most during your daily life?

Personally, it is my family – for health reasons. And the Middle East…

7.
What products or services will your company offer in 5 years?

My actual employer will try to be digital, but it will be difficult. They try to sort it, but everybody in town is doing the same. So better hurry up…

8.
What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

Flexible – quick – successful. You have to show that you are actually successful. You have to have a vision! Look ahead!

9.
What role does this Silicon Valley play within a global economy?

The engine of creativity which is dragging the world forward.

10.
In your eyes: Where do you see Germany in this context?

I will give you a hip-hop-term: “old school”. Germany is scared to move forward – but wants to. Germans have to learn to be more optimistic. They have to recognize, to understand they are not perceived to be leaders in anything – they have to drop the arrogance.

 

NAME: Michelle Posey
TITLE: Team Management -Beam Smart Presence
COMPANY: SUITABLE TECHNOLOGIES
CITY: Palo Alto (virtual)

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1.
If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

I definitely will still be working in technology. I feel like – especially for me living in California – to keep that going, and it is more than possible to succeed as a female in the tech industry.

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?

I really don’t know… we are the last generation who really knows how to do things both ways. We do know things, facts, of the top of our heads while the younger generations know how to use computers and so on. We know also stuff without relying on the technology – we still wrote without on hands.

3.
Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

Especially with Beam – to work all over the world. Through this company I could already work in different places – I have seen the Grand Canyon, for example. Especially for seeing variety, it is great! I could be in Sweden or Germany instantly. It would really help to keep things „new“.

4.
What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

I think a well rounded education, you know. Also being taught critical thinking… it is about tech knowledge but also other skills.

5.
What’s stressing you most during your daily life?

The cost of living in California? I don’t now…it is probably traffic. My worries are pretty normal compared with others.

6.
What products or services will your company offer in 5 years?

I cannot reveal anything we are working on behind the scenes, but technology is changing that fast. I am not sure whether I am capable of understanding where it could be. Maybe our products will be a little more interactive.

7.
What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

The best manager for me is the best leader. He or she is also here for the right work-life-balance. Being able to understand the human experience, not only the corporate viewpoints is very important.

8.
What role does this Silicon Valley play within a global economy?

I believe it is great for the global economy. There is so much going on for the world – with creativity and the technology now… the corporate cultures are pushing this a lot. People from all over the world do not need to relocate nowadays… they can work here without moving.

 

DER TRENDBEOBACHTER. Mathias Haas ist eben kein Trendforscher und auch kein Zukunftsforscher. Der Zukunftsexperte ist DER TRENDBEOBACHTER. Der Redner und Sprecher agiert im „Hier und jetzt“, genau deshalb auch Projekte wie die VALLEY MINDSET TOUR: 5 Wochen Silicon Vally, Fragen stellen und zuhören…

Zum Unterschied zwischen Trend- und Zukunftsforschung und Trendbeobachtung wird genau hier beschrieben: www.trendbeobachter.de

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2043

Ändere das Leben von 1 Milliarde Menschen!

MINDSET TOUR.

26. Juli 2015

Google, Genentech (Roche), RBS, BOSYSTEMS und unicef sind die Treiber der Singularity University. „Singularity“ lässt sich übersetzen mit „Einzigartigkeit“ – dieses große Wort (und der noch größere Anspruch) ist auch übersetzbar mit „Sonderbarkeit“. Letzters passt zu so vielen Gesprächen im Valley, die Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER. führt. Noch nie hat der Zukunftsexperte so viele intelligente Menschen in diesem Mengen an einem Platze getroffen. Eine schwach formulierte Frage, eine undifferenzierte Antwort, und die Konversation wird zusammengestrichen zu Small Talk. Der nächste Termin kommt dann ganz, ganz schnell – für den Gesprächspartner. Raus und weg ist er oder sie.

SINGULARITY.UNIVERSITY (5)

Ein Umschlagplatz dieser Klugheit, dieser Geisteskraft, dieses Denkvermögens ist diese Universität. Hier wird die zurückhaltende Forderung gleich auf die Bühne der Vorlesung stellt: „10 hoch 9+“ oder anders formuliert „How will you improve the lives of a billion people?“. Dem Zukunftsexperten ist ja schon oft gesagt worden, es gehe hier um Taten. Also wird dann mal locker Laurent Tellier von BGI Cognitive Genomics eingeflogen. Der Däne kommt aus Shenzhen und steht für diesen Verbund von Institutionen, die sich um das Erbgut von Lebewesen „kümmern“. Letzteres könnte auch „kuratieren“ genannt werden, denn wenn ein Mensch mit 6 Fingern besser Klavier spielen kann – dann sollte laut dem DNA-Experten, Haas zitiert, „dem Menschen diese Besonderheit zur Auswahl stehen“. Warum also nicht bessere Musikanten ermöglichen? Oder, wie ein ausgesprochen fitter chinesischer Kollege mit sensationellem Englisch ergänzt: „in 10 years from now, I do hope people will have the attitude to accept the humans can take over control of themselfs“. Die Argumentation? Es passiert sowieso schon – für Menschen mit dem ganz großen Geldbeutel, zum Beispiel beim Kinderwunsch. Es sei schwierig, verfügbare Informationen zu reduzieren. so die Argumente der Firmenvertreter.

Nennenswert ist schlichtweg, dass BGI wohl den wenigsten Menschen in der Heimat jemals über den Weg gelaufen ist, geschweige denn, dass Experten zum Vortrag, zur Fragerunde und auch gleich zum Mittagessen bleiben. Bis dann, (natürlich) der Uber-Wagen kommt und die Zukunft wieder nach Westen abreist. „Human editing“ mit allen Vor- und Nachteilen, I guess. Fakt ist aber, dass dieses Wissen hier – 5 Meter entfernt – präsentiert und diskutiert wird; egal wie man dazu steht. Aber auch dies scheint nur eine Frage der Auswahl zu sein.

Einer der GSP15-Participants hat dann auch gefragt, ob der beschriebene Praktikant so intelligent sei, weil seine Eltern ihn vielleicht genauso bestellt hätten. Nun, die Antwort war – mit dem Jahrgang 1995 – sei ihm das nicht bekannt.

Nach den Berichten von Laurent ist das jedoch dann gar nicht mehr so einfach – der Glaube daran, dass niemand nachgeholfen hat.

Die Zukunft scheint schon wieder näher, als es die meisten Menschen wahr haben möchten. Übrigens fuhr gerade ein Beam um die Ecke (DER TRENDBEOBACHTER. hat berichtet). „Be there for friends and family“ for 1.995 USD, so deren Website. Hier an der Singularity University kam das Produkt wohl kostenlos auf den Hof und ja, es wurde wohl von der Mutter einer Studentin benutzt. Die Dame bewegte sich ganz vorsichtig durch den Raum. Ganz vorsichtig – virtuell. Ja, connected and ready – for the future!

SINGULARITY.UNIVERSITY (2)DER TRENDBEOBACHTER. braucht eine Pause, denn Trendbeobachtung kann ganz schön fordernd sein. Egal ob BGI Vertreter live und in Farbe vor einem Stehen (und Mathias Haas nur die Hälfte versteht) oder Beam um die Ecke kommt. Beides zeigt, dass die Zukunft bereits hier ist – im Silicon Valley. Die Folge ist, dass der Zukunftsexperte diese Beobachtungen aufbereiten, verdichten und präsentieren möchte! Damit alle Organisationen zukunftsfit werden! Zumindest alle, die Trendbeobachtung der Zukunftsforschung und Trendforschung vorziehen.

www.trendbeobachter.de

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2059

NASA, Yahoo! und die WirtschaftsWoche.

MINDSET TOUR.

23. Juli 2015

DER TRENDBEOBACHTER. hört weiter zu – damit sich das Bild und das eigene Urteil zum „Mindset“ entwickeln kann. Denn klar, bei der VALLEY MINDSET TOUR geht es um die Frage, wie Menschen im Silicon Valley die eigene Zukunft sehen – welche Ängste und welche Hoffnung es gibt. Es geht um Einstellungen und Erwartungen, um die Rolle des Valleys genauso wie um die Rolle von Deutschland.

Hier sprechen > 40 Jahre USA!
In deutscher Sprache.

NAME: Dr. Kai Goebel
TITLE:
Area Lead – DaSH, Intelligent Systems
COMPANY:
NASA (Ames Research Center)
CITY: Mountain View

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1.
If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?

Wir versuchen zu erkennen, wohin es technologisch geht – dafür steht die NASA und auch ich verstehe mich so. Als Branche müssen wir uns weiterentwickeln. Ein gutes Beispiel ist das „automated vehicle“, da ist sehr viel zu tun. Die hierbei produzierten Informationen müssen weiterverarbeitet werden, und diese neuen Möglichkeiten fordern neue Entscheidungen.

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?

Mich stimmt bedenklich, dass Data Protection“ so wenig Stellenwert bekommt. Heute kam die Meldung, dass 21,5 Millionen Datensätze gehackt wurden – inkl. „Social Security Numbers“ und einigen „fingerprints“. Da bin ich wohl auch dabei. Und diese Sorge gilt für die USA noch mehr als für Europa. Zweifelsohne machen wir uns bei einer weiteren Digitalisierung verwundbarer. Wenn wir alles vernetzen, gibt es immer eine Hintertür. Hier geht es nicht um 2.000 USD von einem Bankkonto, sondern um weit mehr – auch weil die USA eine Zielscheibe ist.

3.
Again, 5 years into the future: What’s your
greatest hope?

Ich hoffe und glaube tatsächlich, dass ich mich – in meinem Leben – in ein Fahrzeug setzen kann welches automatisiert von A nach B fährt. Ich das ist realistisch – und es ist für einen Wissenschaftler eine großartige Herausforderung. Schlussendlich dient so eine Entwicklung auch einer erhöhten Lebensqualität.

Wie so oft wird es auch hierfür neue Anwendungsmöglichkeiten geben. Schauen wir nur mal auf die Drohnen. Die NASA hat dabei geholfen, dass bei Waldbränden Drohnen eingesetzt werden und somit beispielsweise Feuernester schneller bekämpft werden können. Oder nehmen wir die Einsätze in der Landwirtschaft oder bei der Pipeline-Überwachung.

Darüber hinaus hoffe ich, dass wir merken, dass wir mehr für „die Welt“ tun müssen!

4.
What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

Als Präsident der German International School gedacht: Man muss geschickt „das Neue“ mit „dem Alten“ verbinden. Es ist wichtig, den Kindern die Phantasie zu lassen, Verantwortung zu geben und sie immer wieder mit den neuen Möglichkeiten, auch neuen Technologien, vertraut zu machen. Alle unsere 5.-Klässler bekommen iPads – und dazu gehören dann auch Regeln. Das ist besser, als sie irgendwann “hinten dran” oder unvorbereitet in die digitale Welt zu lassen. Ein gutes Beispiel ist auch die „Maker-Bewegung“… Man traut sich wieder etwas Handwerkliches zu machen – Auftakt hierzu war der 3D-Drucker. Es geht darum sich zu trauen, etwas Verrücktes zu realisieren, nicht stecken zu bleiben und die eigenen Phantasien zu realisieren. Es werden ja auch schon Metallteile produziert – auch bei uns. Oder Verbundstoffe. Wir integrieren elektrische Leitungen in strukturelle Elemente. Auch bei diesem Megatrend kann man sich kaum vorstellen, was noch alles kommt!

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

Jetpacks?! Die total individuelle Beförderung durch die Luft?

6.
What’s stressing you most during your daily life?

Im Valley ist der Rhythmus extrem schnell. Man hat nicht viel Zeit sich zurückzulehnen und zu verschnaufen. Das ist auf die Dauer sehr stressig – entziehen kaum möglich. Das ist dann auch die Mentalität und eine Art Grundhaltung. Es wird erwartet, dass jeder 14, 16 Stunden arbeitet. Viele sind begeistert von der Idee und andere sind auf das „große Geld“ aus. Hasso Plattner meinte vor kurzem bei einem Vortrag, dass hier viele Menschen die 1, 2 oder 3 Million machen möchten – koste es was es wolle. Beispielsweise wird von Arbeitgebern hier eher mehr Gehalt als mehr Urlaub angeboten.

7.
What products or services will your company offer in 5 years?

Ein Paradebeispiel für die NASA sind „cubesats“ (= kostengünstige Kleinsatelliten im standardisierten Format von 11,35x10x10cm und einem maximalen Gewicht von 1,33kg). Wir unterstützen hierbei insbesondere durch Batterienentwicklung. Diese sind elementar, damit die Cubesat-Satelliten mit Energie versorgt werden und schlichtweg überleben. Die Technikwunder an sich und auch der Satellitenstart sind deutlich günstiger. Es gibt auch heute schon die Idee des „Satellite Swarms“. Hier werden die Geräte in Einzelteilen ins All geschickt und kommunizieren dann untereinander. Wie kontrolliere ich diesen Swarm? Das ist eine der Fragen, die wir in 5 Jahren sicher deutlicher beantworten können. Ich freue mich darauf!

8.
What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

Ich weiß gar nicht, ob sich die Rolle so verändern wird. Es gilt, den Mitarbeitern die Rahmenbedingungen zu bieten, damit sich diese verwirklichen können und die Arbeit möglichst „einfach machen“. Es kommt darauf an was man unter einem Manager versteht. Ein CEO hat auch noch andere Pflichten. Oft ist hier das „Empirer-Gen“ erfolgsversprechend, um das Unternehmen nach vorne zu treiben.

9.
What role does this Silicon Valley play within a global economy?

Im Moment hat das Valley einen sehr großen Einfluss. Hier wird entschieden „Wie der Hase läuft“. Genau hier wird die digitale Revolution erfunden und Realitäten werden geschaffen. Im Valley boomt die Wirtschaft. Es gibt keine Schranken, deutlich verhaltenere Statussymbole und weniger Beharren auf Prestige. Hier sind Menschen tatsächlich bereit sich neu zu erfinden – das Neue definieren.

10.
In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Wir sehen, dass viele Deutsche, die ursprünglich nur temporär hier her kamen, gerne bleiben möchten und sich nach Jobs umschauen, um nicht zurück nach Deutschland zu müssen. Der „Brain Drain“ von meiner alten Heimat ins Silicon Valley ist signifikant. Das sind genau diejenigen, die sich ungern einschränken lassen von Ordnung und übertriebenen Regeln. Natürlich gibt es auch hier ein Regelwerk, aber beispielsweise stellen sich alle artig in Warteschlangen hinten an oder lassen andere Autos gerne einfädeln. Selbst an der University of Berkeley sind die Türen der Professoren offen – auch bei Nobelpreisträgern!

 

NAME: Kerstin Ewelt
TITLE: Search Editor
COMPANY: Yahoo!
CITY: Sunnyvale

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1.
If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years time?

“Director Level” – als Fuehrungskraft in der Tech-Welt von morgen.

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?

Mich beschäftigt die zunehmende Radikalität, z.B. durch den IS, genauso wie die wachsende Zahl von Flüchtlingen. Die Angst vor unberechenbaren Situationen und Menschen.

Lokaler gedacht, „scares me“ der Konkurrenzdruck und manchmal Hype im Valley und die sehr realistische Möglichkeit einer neuen Rezession. Diese würde das Silicon Valley kurzfristig besonders treffen, da hier vieles extremer ist wie Hauspreise, Jobs und Risikoeinstellung.

3.
Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?

Kinder! Wenn man Kinder zu souveränen Menschen erzieht. Kinder sollten Neugierde, Einfühlungsvermögen und Humor in ihrem Lebensrucksack haben und nicht ihre Sommer in den summer camps von Stanford verbringen. Ja, das ist meine größte Hoffnung – als Mutter von zwei Kids.

4.
What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?

Goethe wusste es doch schon immer :“Too many parents make life hard for their children by trying, too zealously, to make it easy for them.” Und wenn dabei herauskommt, dass Kinder rebellisch bleiben, dann ist es nicht schlimm. Lasst ihnen ihren eigenen Kopf, gespickt mit gesundem Selbstvertrauen.

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?

Nein, es gibt kein „Device“, das für Zukunft steht. Für die Zukunft stehen „applications“.

6.
What’s stressing you most during your daily life?

Time-Management. Hier wird so viel gearbeitet. Das Valley ist so „activity-driven”. Selbst Kinder haben zig Aufgaben und Plattformen nach der Schule. Darüber hinaus? Der Stau und der Wettbewerbsdruck.

7.
What products or services will your company offer in 5 years?

Es bleibt spannend. Yahoo! ist ein Medienunternehmen mit vielen unterschiedlichen Facetten.

8.
What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?

Er oder sie sollte neugierig sein, nicht in Schubladen denken und sehr gerne auch durch Empathie positiv auffallen.

9.
What role does this Silicon Valley play within a global economy?

In Sachen Technology ist und war das Silicon Valley immer die Nummer 1. Neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen, Hard- wie Software und Applikationen. Hier spielt die Musik.

10.
In your eyes: Where do you see Germany in this context?

Deutschland kann sehr gut Nischenfunktionen einnehmen. Meine durchaus geliebte Heimat besticht durch Zuverlässigkeit und dem hohen Grad an Ausbildung – nicht nur an der Universität und Lehre, sondern auch in der Haltung der Menschen. Ich finde, die Menschen in Deutschland haben ein gutes Allgemeinwissen – sie sind relativ kritisch und strukturiert. Sie sagen oft ihre Meinung … diese Attribute sind  global sehr wertvoll. Also eine tolle Zukunft fuer Deutschland – aber in Nischenfunktionen.

NAME: Matthias Hohensee
TITLE: Bureau Chief Silicon Valley
COMPANY: WirtschaftsWoche
CITY: Palo Alto

MatthiasHohensee.Wirtschaftswoche

1.
If you think of your life: Where do you see yourself in the future?
Hoffentlich immer noch hier. Seit 1998 – sprich seit 17 Jahren – bin ich nun hier im Silicon Valley. Ursprünglich war dies nur für „ein paar Jahre” geplant, aber hier passiert so derartig viel, dass ich mir nur schwer vorstellen kann zu gehen. Meiner Kolumne in der WirtschaftsWoche ist noch nie der Stoff ausgegangen – die Auswahl ist unendlich. Wirkliche Neuigkeiten kommen aus dem Nichts und plötzlich gibt es ein Update.

2.
Looking into the future, what scares you most?
Kommt das Platzen der vermeintlichen Bubble? Oder nicht? Über „Kurz oder lang“ wird es Korrekturen geben. Doch zu welchem Zeitpunkt? Schon Anfang des Jahres gab es Warnungen, die bisher nicht eingetreten sind. Und ja, es gibt sehr hohe Bewertungen. Doch es gibt sehr viele private Unternehmen, und nur die eigenen Investoren haben die wahren Daten. Es gibt nur wenige Fälle wie beim Unternehmen Box aus Los Altos, wo dann etwas Transparenz aufkam beziehungsweise aufkommt.

So hat es zum Beispiel Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) abgelehnt, bei Airbnb und Uber zu investieren, so ein Top-Entscheider in einem Interview – obwohl man noch zu scheinbar attraktiven Zeiten hätte einsteigen können. Dieses Gesamtgeflecht ist übrigens ein Grund, warum zunehmend in Europa investiert wird. Dort ist es nur sehr ungewohnt, mit Risikokapital auch wirkliches Risiko auszuhalten.

Nun ja, wenn hier 1, 2 oder 3 Unicorns (=Unternehmen mit einer Bewertung > 1 Mrd USD) schlapp machen würden…

3.
What’s your greatest hope?
Zum einen, dass diese Unternehmen alle erfolgreich sind und darüber hinaus die ganze Wirtschaft – in Sachen Digitalisierung – mitnehmen. Gleichzeitig gibt es Entwicklungen, bei denen durch „on demand“, „Sharing“ oder „Automatisierung“ Menschen ihre Jobs verlieren – hierfür braucht es Lösungen. Auch in Deutschland!

Für Megatrends wie „Sharing“ sind Regionen wie New York, Boston und natürlich San Fransisco sicher prädestiniert.

4.
What is it that you do to make sure that your child becomes fit for the future?
Gegenwärtig wird das Schulsystem in den USA wie in Deutschland dem Bedarf nicht gerecht. Klaus Hommels – zum Beispiel bei Investitionen von Skype, Facebook und Spotify beteiligt – sagte in einem Interview, dass „Wirtschaft“ unterrichtet werden muss. Im Silicon Valley wird das ansatzweise gemacht, in Deutschland wohl kaum. Es geht mir nicht um Programmierung, sondern um die Entwicklung von „kreativen Systemen“.

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?
Schwer zu sagen. Nicht die AppleWatch. Sicher weiterhin das Smartphone und vielleicht auch die Datenbrille.

6.
The ideal manager: What should he or she be like – to be fit for the future?
Schon immer waren Menschen in diesen Schlüsselpositionen prädestiniert dazu, Leute zu begeistern, Teams zu formen und zusammen zu halten. Es geht um mehr Wertschätzung – übrigens auch bei freien Mitarbeitern. Motivation, auf Ideen einschwören und sich auf neue Dinge einlassen, sich auf dem Laufenden halten und Szenarien durchspielen.

7.
What products or services will your company offer in 5 years?
Ich hoffe immer noch, Expertise anbieten zu können – nach 20 Jahren Silicon Valley. Diese Komponente werde ich wohl mehr ausspielen als heute. Ich möchte auch dann einen Job, der Spaß macht und inspiriert. Es geht auch hier um Selbstverwirklichung.

8.
What role does the Silicon Valley have – in a global economy?
Das Silicon Valley ist ein Katalysator. Bei der Digitalisierung im „1. Dot.com-Boom“ ging es vor allem um Handel und Medien. Jetzt sind alle Branchen von Digitalisierung erfasst. Nehmen wir die Autobranche und all die Techniken, die hier erfunden werden. Smartphones: „The Bay“ ist ein ganz großer Testmarkt: Talente, Kaptial, etablierte Unternehmen auf ein paar km². Und letztere sind eben auch bereit, mit den Start-Ups zusammenarbeiten und oder diese aufzukaufen.

9.
In your eyes: Where do you see Germany in this context?
Deutschland wird oft schlechter gemacht als es ist. Wir haben noch große Chancen, wenn wir in Infrastruktur und Ausbildung mehr investieren. Wenn wir die „Ingenieursdenke“ wach halten und fördern. Auch Politiker müssen auch merken, dass man dafür was tun muss. Europa hat Nachteile bei Größe des Marktes und der Bereitschaft von Geldgebern, die Geldflüssigkeit hoch zu halten. Uber und Airbnb wären in Deutschland wohl nicht in entstanden. Hier gilt es „machen“ und „schnell groß werden“. Die Konsequenzen werden im Laufe der Zeit bearbeitet. Es fehlt wohl auch an Mut und Raum zum Experimentieren.

 

DER TRENDBEOBACHTER. ist DER TRENDBEOBACHTER. und kein Trendforscher und auch kein Zukunftsforscher. Mathias Haas steht für belastbare MegaTrends – für Veränderung, die auch mal mutiger ist… aber eben nachvollziehbar. Deshalb geht der Redner und Sprecher mit konkreten Produktinnovationen auf die Bühne, mit Beispielen, die auf Trends einzahlen oder sogar befeuern. Mathias Haas ist Pragmatiker und Wandlungshelfer – auch deshalb unternimmt er immer wieder genau diese MINDSET TOUREN. 2013 ging die Reise durch 5 Megacities in 5 Wochen… dieses Mal lebt und recherchiert Haas 5 Wochen im Silicon Valley.

Mehr zu seinen Themen, Arbeitsweisen und schlussendlich zur Positionierung unter www.trendbeobachter.de

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE. unter www.play-serious.org

 

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2541

The Valley = 3x Zürich. Kleine Fläche + intelligente Menschen = Hohe Preise.

MINDSET TOUR.

22. Juli 2015

Mathias Haas ist bekanntlich im Silicon Valley und nicht in New York. Die MINDSET TOUR an der Ostküste umzusetzen wäre deutlich einfacher, denn in San Fransisco (übrigens umgangssprachlich definitiv Teil des Valleys und auch die Basis für viele Start-ups) zahlen Besucher die höchsten Preise der Welt. Laut einer zwei Wochen alten Studie von BloombergBusiness stieg der Durchschnittspreis in einem Jahr um 88 Prozent – auf ja, anschnallen, 397 USD. Pro Zimmer und Nacht!

Wäre es nicht diese Quelle man würde es nicht glauben.

22-07-2015 08-13-43

 

 

 

 

 

 

Diese Verdichtung, egal ob in „the Bay“ oder zum Beispiel in Paulo Alto, fordert seine Opfer. Die Bürgermeisterin der 67.000 Einwohnerstadt berichtete im Frühjahr, das seit 2008 ganze 6.500 m² an Handelsfläche verloren ging. Es sind überwiegend die kleinen Geschäfte, die eigentümerbetriebenen Lebensmittelhändler, Boutiquen und die netten Läden abgewandert oder gleich untergegangen (Kennen wir dieses Thema nicht auch – wenn auch nicht in diesem Maße?) Denn klar, die ganzen Tech-Companies benötigen Büros und die intelligenten Menschen Wohnraum. Überraschenderweise sind tausende von Dollars weg, Monat für Monat, für 45 Prozent der Einwohner. Die anderen 55 Prozent sind selbst Immobilienbesitzer und ganz lebhaft in den „Millionen-Hütten“. Letztere erleben – zum Beispiel als so genannte „Pink Palaces“ – eine zweite Karriere, so ein Interviewpartner. Damit sind aufgemöbelte Häuser gemeint, neue (in schrillen Farben) angestrichene Anwesen, vornehmlich von Asiaten gekauft und nie bewohnt. Klar, derartige Zustände produzieren Spekulationen aller Art. Wie war das noch mit der Bubble? Ein Beispiel wurde Mathias Haas gezeigt: dieses Haus ist heute 4.2 Mio. USD wert! Respekt.

PincPalast

Also laufen die Domminoeffekte so schnell sie können… DER TRENDBEOBACHTER. übernachtet nur in Airbnb-Apartments (Wikipedia: Community-Marktplatz für Buchung und Vermietung von Unterkünften, ähnlich einem Computerreservierungssystem) und liefert so seinen Beitrag – zum Überleben und dem Kampf so manchen Highflighers oder übrig gebliebenen Lebenskünstlers, der genauso mit den (Lebensmittel-)Preisen kämpft. Der TrendRedner, TrendModerator, TrendKurator und auch der TrendBerater war dann doch ordentlich aus dem Gleichgewicht, als ein Netz Mandarinen sage und schreibe 7 USD kostete. Oder als Mathias Haas in Stanford zum Mittagessen 15 USD zahlen durfte, wo diese 5-Dollar-Gebäcke jeden deutschen Bäcker zum Halbtags-Jobber machen würden.

Die Preise sind hoch, doch dafür sieht man in SFO auch mal einen Original-Banksy.

Die Preise sind hoch, doch dafür sieht man in SFO auch mal einen Original-Banksy.

So ist es kein Wunder, dass sich angrenzende Staaten wie Nevada große Hoffnungen machen (DER TRENDBEOBACHTER. wird auch Reno besuchen und berichten). Dass Menschen wie Steve (Der Zukunftsexperte hat ihn am 13.07. beschrieben) gerne umsiedeln würden – in diesem Falle nach Washington DC. Und es ist gar kein Wunder, dass direkt neben dem Freeway von Mountain View oder in der Fußgängerzone von San Fransisco ein bewohntes (!) Zelt steht. Diese Idee hatte übrigens auch Airbnb sowie diverse Gartenbesitzer. abc News berichtete am 30.06. von einem Zelt „im Backyard“, welches für schlappe 899 USD im Monat vermietet wird. In diesem Kontext wundert es nicht, dass Facebook im geplanten Neubau auch gleich ein eigenes Hotel plant. Frank O. Gehry hilft kurz aus, wenn Zuck (Mark Zuckerberg) in die Höhe will. Ja, da oben ist noch Platz. Trotz des ganzen Reichtums ist die Skyline keine Skyline. Es gibt kaum Häuser höher als 10 Stockwerke. Gibt es doch noch Menschen, die mit gesundem Menschenverstand planen? Experten, die Erdbeben nicht vergessen und auch nicht von der Tech-Szene absorbieren ließen?

Mathias Haas ist sehr gespannt, wie viel Steigerung dieses Valley noch aushält. Wie viele Lohnerhöhungen noch möglich sind, damit Talent die Küste wechselt oder Mandarinen auch bei Wassermangel verzehrt werden können. Der Traum vom großen Geld wird schließlich heute schon größtenteils vom eigenen System aufgefressen.

Zwischenfrage:
Hat BloombergBusiness eigentlich die Durchschnittspreise mit oder ohne Frühstück ermittelt?

So oder so, der Zukunftsexperte geht jetzt zur Jewish High Tech Community, um herauszufinden was genau zu tun ist, wenn die eigene Firma verkauft werden soll. „Join us! Food & Drinks will be served“. Wann ist es denn endlich 18:30 Uhr?

 

 

 

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER und wird nicht müde, die Abgrenzung zu Trendforschern und Zukunftsforschern herauszuarbeiten. Denn der Trendexperte und sein Team fokussieren auf das „Hier & Jetzt“. Trends sind nichts anderes als Überschriften für neues Verhalten, und genau dieses wird bei der VALLEY MINDSET TOUR unter die Lupe genommen. Live und in Farbe! Viel Spaß beim mitreisen – vielen Dank für die Begleitung, in diesem Blog und natürlich unter www.trendbeobachter.de

Und wenn das nicht reicht – LEGO SERIOUS PLAY in der PLAY SERIOUS AKADEMIE.
www.play-serious.org

 

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Mountain View vs. Wolfsburg / Ingolstadt / München / Stuttgart.

MINDSET TOUR.

21. Juli 2015

Als ehemaliger Schorndorfer (=Geburtsstadt von Gottlieb Daimler) ist Mathias Haas vielleicht besonders sensibel. Doch dass das Silicon Valley derartig wildert, war dem Zukunftsexperten nicht klar. Hoffentlich ist es wenigstens den Machern der deutschen Mobilitätsanbieter bewusst!

GoogleCar

Laut dem „Google Self Driving Car Project Monthly Report” (yes, keep it simple!) von Juni 2015 liefen seit dem Projektstart 2009 die Fahrzeuge über 1,7 Millionen Kilometer im „Autonomous Mode“ und über 1,3 Millionen Kilometern im „Manual Mode“. 1,7 Millionen Kilometer auf Basis von reiner Software und ohne Eingreifen des Fahrers!

Das Video zu Mobilität im Silicon Valley - EINFACH KLICKEN.

Das Video zu Mobilität im Silicon Valley – KLICKEN.

Das sind rund 16.000 km pro Woche auf den Straßen von Mountain View, der Heimat von GoogleX (dem Sondereinsatzkommando des gigantischen Datenverarbeitungsunternehmens im Valley). Kein Wunder also, dass sich wirklich niemand mehr umdreht, wenn einer der 23 Lexus RX450h SUVs oder zwei der insgesamt 25 Prototypen um die Ecke biegen. Bei Tag und Nacht, bei Dämmerung, bei Sonnenschein – also immer!

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Zum Vergleich: In Kalifornien sind 48 „autonmous cars“ registriert – davon 23 Stück von Google. Nissan hat wohl zwei… es müssen noch weitere 23 Fahrzeuge existieren… Doch Google wäre nicht Google, wenn man – eben als IT-Unternehmen – nicht ganz andere Wege gehen würde. So gibt es laut einer Präsentation von Google eine ganze Stadt zum Training der Prototypen. Dort wurden oder werden freiwillige Mitarbeiter als Statisten eingesetzt, so dass die weißen Roboter lernen können. Eine eigene Stadt in Central-California gekauft und aufbereitet als Trainingslager – bevor die Maschinen die ersten Katzen überfahren. Oder eben Schlimmeres.

Dieses Bild stammt aus einer Google Präsentation - es zeigt die "Simulations-City".

Dieses Bild stammt aus einer Google Präsentation – es zeigt die „Simulations-City“.

Diese Visualisierung zeigt, was die Sensorik "sieht".

Diese Visualisierung zeigt, was die Sensorik „sieht“.

Die Erkenntnis, die Mathias Haas aber immer und immer wieder macht ist, dass das selbstfahrende Auto aus dieser Region kommt – als ob es das natürlichste der Welt wäre. Dieser kompakte Ort und die grundsätzliche Bereitschaft miteinander zu reden, sind wirklich beeindruckend. Nokia sitzt eben nur 5 Minuten vom Nissan Research Center, und auch Lior Ron und Brad Templeton kommen kurz vorbei. Unter der Überschrift „Silicon Valley Autonomous Vehicle Enthusiasts“ treffen dann zum Beispiel der Leiter „Google’s local efforts“ und der Chef für „Product Management at Motorola Mobility“ aufeinander. IMG_20150715_175345Lior Ron war nicht nur extrem erfolgreicher Gründer, sondern auch CTO bei der „Israeli Army Intelligence“ und sitzt direkt vor dem Schorndorfer. Wenn das mal kein Aufstieg (oder Unkompliziertheit) ist. Eine Reihe weiter – auch ganz außen – nimmt sich Brad Templeton den Platz, den er braucht. Er ist „EFF Director, Singularity University, chair of computers/networks, Robocar developer“ und ganz sicher jemand, den man hier verehrt. Einfach so vor Mathias Haas und lauschend. Denn ganz vorne wird von Jeffrey Greenblatt, BERKELEY LAB, über „Autonomous Taxis“ referiert. Die erst öffentliche Präsentation seines Papers – und DER TRENDBEOBACHTER. schreibt fleißig mit. Die anderen Gäste klicken lieber, oder sie filmen ganz entspannt seine Worte.

„Autonomous Taxis“?
Auf jeden Fall elektrisch und wohl mit 90% (!) weniger Greennhouse-Gas!

IMG_20150715_180247Das hier jeder an „EV’s“ (Elektroautos) glaubt ist völlig logisch, denn im Gegensatz zu Europa sind diese wirklich Normalität – auf jedem Parkplatz, inklusive der Infrastruktur. Das hier jeder an Uber und Google und Apple glaubt ist auch klar. Diese drei Player wurden hier immer wieder genannt beim autonomen fahren. Es wird wenig Vision bei Tesla (laut dem San Francisco Chronicle, 17.07. testet das Unternehmen seit Monaten zwischen der Bay Area und Seattle) und viel Enttäuschung über deutsche Autobauer formuliert.

Natürlich ist auch Audi dran - am "piloted driving". Doch wer ist vorne?

Natürlich ist auch Audi dran – am „piloted driving“. Doch wer ist vorne?

Jetzt gilt es herauszufinden, wer mehr redet und wer mehr macht. Gestern Abend noch hat ein ehemaliger Google-Mitarbeiter dem Zukunftsexperten schlüssig dargelegt, warum im Valley „Execution“ wichtiger ist als „Neuheit“. Nur die eigenen Gedanken sind der Vorsprung, so seine These – alles andere würde sowieso kopiert, von China & Co. Folglich sind der selbstfahrende LKW von Freightliner (=Daimler) eine tolle Antwort auf die großen Worte der Nachbarn – und leider auch schon wieder Vergangenheit auf den öffentlichen Autobahnen von Nevada. 17-07-2015 15-34-59Klar ist auch, dass die Budgets für solche Projekte bei den klassischen Playern erst aufgebohrt wurden, als die beschriebenen Roboter durch Mountain View liefen. Vielleicht also gar nicht so schlecht, dass die Medien mal wieder Euphorie (oder Angst) produziert hatten. So gibt es heute gigantische „Test-Grids“ auf geschlossenen Autobahnen, alten Kasernen und einer „Airforce Base“ von und für Mercedes-Benz & Co.

Das Rennen ist eröffnet, und die Elemente fügen sich zusammen. Toll zu sehen war zum Beispiel, dass auch Vertreter von Stadtverwaltungen dem Wissenschaftler vom „Laurence Berkeley National Laboratory“ lauschten, dass natürlich Experten von diversen „Kartenanbietern“ und Software-Pros vor Ort waren. Es sind eben nur 5 oder 15 Minuten von A nach B, und es sind eben Menschen, die die Welt retten wollen. Oder zumindest das Valley (mit enormen Staus) und damit die eigene Karriere.

Letzteres wurde übrigens sehr interessant kommentiert vom ehemaligen Google-Mitarbeiter und Informant zur Datenkrake: Menschen, die bei Google arbeiten und gut verdienen (sein Ex-Chef ist 30 Jahre alt und verdient brutto 1.000.000 USD/Jahr), glauben tatsächlich, sie können die Welt verbessern. Diese suchen nach Sinn, und der große Tanker bietet den besten Rahmen für diese Mission. Logisch also, dass diese Kultur und diese Unternehmen bisher nie satt wurden – wie so mancher Konzern in Zentraleuropa. Wieder ein zentrales „Puzzle-Teil“ für die neue Mobilität, die natürlich aus dem Valley kommt!

Der stolze Emmanuele Spera mit den Modellen - seiner Idee und Mission.

Der stolze Emmanuele Spera mit den Modelle seiner Idee und Mission.

P.S.
Und es gibt Menschen wie Emmanuele Spera, CEO & Co-Founder von next. Geht es nach ihm und seinem Kollegen, bedarf es eines Updates bei der „Public Transportation“.

Zwei Männer und ja: Die Garage!

DER TRENDBEOBACHTER. war im Industriegebiet, im Hinterhof, in der Garage in San Jose. Von Angesicht zu Angesicht mit dem Modell und dem Wunsch, mit 10 Millionen USD „2 working prototypes und 2 show car prototypes“ zu stemmen. Gemacht aus „off the shelf-technology“, kombiniert mit German engineering, Italian design und software from the Valley. Es gibt wohl ernsthafte Gespräche mit Geldgebern aus dem Mittleren Osten. Vor allem aber gibt es diese “Träumer”, die aus ihrer Sicht eben auch Pragmatiker und Macher sind. Existieren diese leergeräumten Parkplätze auch in Wolfsburg, Ingolstadt, München oder Stuttgart? Oder ist das radikalste in deutschsprachigen Garagen eher das illegale Autowaschen?

Das Transport-System is modular und doch durchgängig.

Das Transport-System is modular und doch durchgängig.

 

 

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. Schon mehrfach war seine Trendbeobachtung bei Autobauern und deren Zulieferer genauso wie bei anderen Mobilitätsanbietern gefragt. Die nächsten Vorträge, Keynotes und Moderationen werden unter der VALLEY MINDSET TOUR nicht leiden. Der Zukunftsexperte wird „vollgetankt“ nach Europa zurückkehren und sein MegaTrend-Update kommunizieren. Auf Events, Tagungen und Kongressen – Strategietagungen, Presseveranstaltungen und internen Kick-offs. Jeder Vortrag ist ein Unikat! Mathias Haas hat es sich zum Grundgesetz gemacht, dass wirklich jedes Engagement inhaltlich neu aufgebaut wird. Hier im Silicon Valley kommt ein Gespräch zum nächsten… denn nur so kann sich der Innovationsexperte ein eigenes Bild machen – für 5 Wochen!

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2416

Was heißt denn jetzt „disruptive“? Am Beispiel von Uber.

MINDSET TOUR.

15. Juli 2015

Es gibt Taxis – und es gibt den Online-Vermittlungsdienst für Fahrleistungen. Letzteres ist eine Plattform mit nur einem Wettbewerber – „Lyft“. Es ist immer das gleiche Prinzip: Ein Mensch nimmt sein privates Fahrzeug und wird zum Fahrer. Er oder sie bekommt das System und Uber die Provision. Der unternehmerische Erfolg wird geteilt – das Risiko nicht. Das Risiko trägt die Ich-AG.

Einmal registriert (3 Minuten für den TRENDBEOBACHTER.) stehen verschiedene Produkte zur Auswahl:

  • uberPool
  • uberX
  • uberXL
  • UberBlack
  • SUV

uberPool, zum Beispiel, fährt für Mathias Haas von A nach B. Auf dem Weg gibt es eine Zwischenstation C und einen neuen Gast, der in die ähnliche Richtung geht. Die Kosten gehen runter, das gute Gewissen hoch. Denn warum die ganze Fahrt alleine genießen – zumal San Francisco faszinierend teuer ist und durch „Sharing“ der Preis sinkt. Die anderen Produktkategorien sind überwiegend andere Fahrzeuge, chic und immer größer. Vor allem exklusiv.

Wo ist jetzt das Störmanöver, die durchschlagende Technologie?

Bestellen, Details zum Fahrer und Fahrzeug bekommen (z.B. Rating, Fahrzeugtyp, Nummerntafel), einsteigen und los. Angekommen geht es noch schneller: Aussteigen. Sekunden danach kommt der Beleg per Mail und die Bitte den Fahrer zu bewerten. Geld fließt nur virtuell – auch deshalb dauert der Vorgang so lange wie die Türe aufgeht. Fürs zu machen ist quasi auch schon wieder der Dienstleister verantwortlich – er oder sie möchte ja schließlich eine 5, als Bewertung. Übrigens ist 4,8 der üblichste Wert. Eine 4,7 ist schon auffällig – durch das unattraktive Auto oder die schwache Kommunikation an Board.

Der Fahrer dagegen checkt beim Einsteigen den Namen und alles ist geklärt. Da das System sichtbar die Route anzeigt, könnte auch der Zukunftsexperte Mathias Haas direkt Uber-Fahrer werden – in San Francisco oder Menlo Park. Ganz sicher, auch morgen früh.

Alle diese Feinheiten sind technologiebasiert!

IMG_20150706_090656So greift die UberApp des Fahrers auf die weltweit größte community-basierende Verkehrs- und Navigations-App WAZE zurück (dieser Online-Kartendienst – von Google 2013 für wohl 1,3 Milliarden USD gekauft – ist übrigens in jedem neuen Tesla vorinstalliert… aber das sprengt den Rahmen dieses Berichtes): Transparenz, Hilfestellung und ständig optimiert. Und genauso wird der selbstoptimierte Fahrgast (ohne Zeit und Muße) bestens betreut. Die Customer Experience ist auf Top-Level und der Mensch (= Fahrer) passt sich an.

Das „disruptive“? Ergebnis?

Wie bereits in der Juni-Ausgabe der absatzwirtschaft beschrieben ist die Anzahl der Fahrten pro Taxi im „bay area“ um 64 Prozent gesunken, also um 2/3 in gut zwei Jahren! Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Die Gewinner und Verlierer:

Gewinner Verlierer
Kurzfristig der Gast (bei gutem Wetter und genügend Angebot) Langfristig der Gast, bis die Plattform alleine ist und am „Preis-Rädchen“ drehen wird.
Der ein oder andere Fahrer, der tatsächlich einen flexiblen Nebenjob hat – auch wenn er/sie die Stadt gar nicht kennt. Die Fahrer, die aus der Rolle nicht mehr herauskommen und z.B. durch die Unterhaltskosten des PKWs gefangen sein werden.
Uber, Uber und Uber. Denn das Modell ist skalierbar und schon heute in 57 Ländern aktiv! Natürlich die Taxifahrer, die oft hilflos auf die Kollegen schauen – und per Funk nach Hilfe rufen.

„Only tourists take taxis!“

Mathias Haas ist auf der VALLEY MINDSET TOUR und eben kein Tourist. Der Zukunftsexperte hat jetzt sechs Uber-Fahrten hinter sich und seine Gewohnheit (nach einem Taxi zu winken) längst abgelegt. Heutzutage geht der Blick zur App anstelle auf die Straße.

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Wenn da nicht auch das „dynamische Pricing“ wäre. Denn wenn es regnet und gleichzeitig das Konzert aus ist (= die Nachfrage hoch ist), dann ist Happy Hour. Zumindest für Uber! Dann kann in Sekunden der Preis um das zigfache erhöht werden und „disruptive Technology“ wird zum Gänsehaut-Faktor. Auch für den Gast und Kunden…!

Diese Kombination von….

  • Skalierbaren Geschäftsmodellen, in denen der Aufwand für Expansionen minimal ist…
  • Bedienung von digitalen Kunden mit extrem einfachen Prozessen…
  • Nutzung und Optimierung von Daten (z.B. bei steigender Nachfrage)…

sind alles echte „Killer-Szenarien“ für Taxizentralen (wie in Stuttgart), in denen der Vielflieger Haas auch nach über zehn Jahren jedes Mal noch seine Anschrift durchgeben muss – und dann doch nicht beruhigt auf dem Display das heranfahrende Fahrzeug verfolgen kann.

UberMILITARY

Dass Uber dann auch noch sensationell kommuniziert ist nur die Kür. Die herzzerreissenden Videos werden kombiniert mit starker Lobbyarbeit und immer neuen Produkten. Auch dies ein typischer Fall von derartigen Systemen. „Time-to-market“! Raus damit so wie UberEAT (home delivery von Speisen und Getränken) oder gar UberMILITARY. Weil… ja klar… Uber schafft unfassbar viele Arbeitsplatze im Driver Seat, so eben auch für – der Trendexperte zitiert – „50.000 Armeeangehörige, Veteranen und deren Ehepartner als Partner-Fahrer“. Wenn das mal nicht karitativ ist?

Jedenfalls werden Taxifahrer (bisher noch) besser bezahlt und sie sind schwer am kämpfen, denn Uber-Wettbewerber haben andere Werte. Sie halten „Mitten auf der Straße“, so ein Kommentar eines Klassikers. Wenn das mal alles ist… dann bekommen wir das sicher hin?!

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Mathias Haas hat auch in Deutschland von Uber gehört – aber nie genutzt. Auch der Zukunftsexperte lebt im Hier & Jetzt und auch er ist bequem. Wenn also Uber verfügbar ist… wie Zürich, Brüssel, Düsseldorf, Frankfurt, Istanbul und Genf… dann ist DER TRENDBEOBACHER. ganz sicher an Board. Und seine Buchhaltung auch, denn diese liebt Quittungen, die man lesen kann!

Mehr zur VALLEY MINDSET TOUR und zum Pragmatiker Haas, der sich lieber selbst die Zukunft ansieht unter www.trendbeobachter.de

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE., der zweiten Plattform von Mathias Haas unter www.play-serious.org

 

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1721

Go for gold! Mit Power. Mit FlameStower.

MINDSET TOUR.

14. Juli 2015

Heute ist Markteinführung!

Stower4Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter geht es heute los, für 65 USD. Gestern hat Mathias Haas den Co-Founder Andrew getroffen, Andrew Byrnes. Das ist die Geschichte, die sooo typische Mindset-Story aus dem Silicon Valley:

Andrew und Adam waren zusammen auf der Schule (okay, es war Stanford). Dort waren Sie auch im Accelerator StartX und natürlich – natürlich wollten Sie die Welt retten! Für Menschen in der 3. Welt sollte es möglich sein, das Handy zu laden (denn smartphones können viele haben– aber eben nicht immer regelmäßig Strom). Wie sollte das funktionieren?

Am Lagerfeuer! Ja, am Lagerfeuer.

Der erste Prototyp

Der erste Prototyp

Also war der erste Prototyp nicht weit. Und dann ging es weiter… immer weiter. Wir sind in den USA, groß denken und weiter. Unter Umständen kurz winken, aber weiter! Nach vielleicht 50 weiteren Prototypen war das Produkt reif für die Produktion und den Vertrieb. Vor allem für Camper in Kanada und den USA, die nun ein Feuer, etwas Wasser, ein wenig Geschick und den FlameStower brauchen, um ihr Mobiltelefon wieder aufzutanken.

Das erste Produkt am Markt. Es produziert tatsächlich genügend Strom, um das Handy zu laden - am Lagerfeuer

Das erste Produkt am Markt. Es produziert tatsächlich genügend Strom, um das Handy zu laden – am Lagerfeuer

Aber die Geschichte geht weiter, denn die Produkte wurden nicht nur in freier Wildbahn, sondern auch im Haus benutzt.

Ja, auch indoors!

Denn, um nur zwei Quellen zu nennen, laut Climate Central sind die „Weather-Related Blackouts Double Since 2003“ und laut Wikipedia gab es massive Stromausfälle eben nicht nur in Bangladesch und Pakistan, Indien und der Türkei – sondern eben auch hier. Was also tun, wenn diese Ausfälle für vollkommene Abgeschiedenheit sorgen? Die zweite Generation des FlameStower wurde geboren.

Der „FlameStower USB Campfire Charger“. Indoors & on demand.

Stower1Hiermit wird dann auch die internationale Brand aufgebaut und die Welt erobert. „We are talking about the ‚personal energy company‘ “, so Andrew. So ungewöhnlich und schrill es sich für Europäer anhören mag: Der Enthusiasmus, die Art der Präsentation und der vorbereiteten Mission… die “personal energy company”… das hört sich irgendwie ganz anders an als ein USB-Gadget für Indoor Camper in Finnland. Genau dort hat der Zukunftsexperte nämlich schon Menschen Würstchen grillen sehen… am offenen Kamin im Hause.

Es gibt Projekte wie „one laptop per child“, die es geschafft haben. Als Marke, als Mission, vielleicht sogar zum Reichtum. Auf jeden Fall wundert es den TRENDBEOBACHTER. immer weniger, dass FlameStower hier erfunden wurde. Wenn ein solches Produkt „fliegt“, dann hier – im Silicon Valley.

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Mehr zur VALLEY MINDSET TOUR, zum Zukunftsexperten Mathias Haas und Menschen wie Andrew Byrnes in diesem Blog. Mehr zur Abgrenzung gegenüber Trendforschern und Zukunftsforschern – in diesem Blog. Abonnieren, abonnieren, abonnieren. Es könnte das Leben verändern! Think really big!

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2068

„It is a magic source”: Pushing, baby. Pushing!

MINDSET TOUR.

13. Juli 2015

DER TRENDBEOBACHTER. sitzt inmitten mehrerer Millionen USD. Das Valley ist wirklich geldschwer: Rings um Mathias Haas etwa 30 (zukünftige) Tech-Jünger mit durchschnittlich ca. 100.000 USD Jahresgehalt. Die Standford University ist ½ Meile entfernt, und Palantir residiert im gleichen Gebäude. Wo könnte der Zukunftsexperte sitzen? In „Philz Coffee“, 101 Forest Ave in Palo Alto. „The place to be if you wanna get work done“, so der coffee tender. Und hier möchte jeder etwas werden, vielleicht sogar Reiter eines Einhorns.

IMG_20150713_113150„Unicorns“ sind die Rennpferde der Tech-Scene. Skalierbar in die ganze Welt hinein und extrem schnell. „Venture capital backed“ und privat, meist ein Star im Sattel (=CEO), jede Menge Pfleger. Das wichtigste, um im Unicorn Club dabei zu sein: eine Bewertung von mindestens 1 Milliarde USD!

infografik_3243_startups_die_mindestens_1_milliarde_us_dollar_wert_sind_n„The Billion Dollar Startup Club“, so das titelte das Wall Street Journal. Der Dow Jones VentureSource wuchs seit Januar 2014 mit 42 Unternehmen auf heute auf über 100 Exemplare. Der globale Einhörner-Reitstall wird angeführt von Xiaomi aus China (das neue Apple?) und danach kommt – ganz überraschend – überwiegend das Silicon Valley:

  1. Uber
  2. Airbnb
  3. Snapchat
  4. Palantir
  5. Flipkart
  6. Didi Kuaidi
  7. SpaceX

P.S. Einige der Namen sind für Europa noch harmlose Ponys – auch DER TRENDBEOBACHTER. muss hier noch ganz schnell seine Hausaufgaben machen!

Die neue Definition des amerikanischen Traums? Vom Tellerwäscher (oder Stanford) zum CEO, der die Welt rettet? Es ist eine Frage, was „retten“ jetzt wirklich bedeuten soll. In der alten Welt steht dieser Begriff für „gutes tun“. Hier steht dieser Ausdruck für „making money“ und „doing something good“ – genau in dieser Reihenfolge. So auch der zweite Eindruck von Rasmus Vendler Toft-Kehler aus Dänemark, für drei Wochen Gast aus Europa. Der CEO und Co-Founder von AntibioTx – ein Unternehmen, welches sich den Viren in Krankenhäusern widmet -versichert glaubhaft, dass es seinem Team tatsächlich um die Sache gehe. Den Formulierungen und der getragenen Uhr zufolge liegt der Druck nicht auf der finanziellen Ausstattung. „They go where the profits are…. They tackle health problems, where the money is”, so sein O-Ton. Viren scheinen (noch) nicht auf der Unicorn-Liste zu sein. Obwohl dieses Thema offensichtlich so viel wichtiger ist als so manche „Millionen-App“!

Es gibt aber auch andere Gäste im Café des Tages, und es gibt andere Räumlichkeiten. So zum Beispiele Steve, der seit zwei Jahren für Google Maps arbeitet. Einer von etwa 10.000 Mitarbeitern im Bereich Google Maps. Zehntausend – nochmals in Worten, damit die Zahl klarer wird. Mit zehntausend Mitarbeitern könnte Google auch das Wasserproblem von Kalifornien lösen und danach auch gleich dem Mittleren Osten helfen. Doch Steve möchte zum bereits genannten Daten-Super-Hub Palantir. Mit dem Slogan „Products build for a purpose“ wird umschrieben, was zum Beispiel das US-Militär liebt: Daten, aufbereitete Daten! Zum Beispiel in Landkarten integriert. So hat Steve nach seinem Bewerbungsgespräch auch gleich das Palantir-T-Shirt angezogen, das ihm zwei Stockwerke weiter oben geschenkt wurde. Er war offensichtlich ein neuer Fan der zwiespältigen Datenaufbereitungsfabrik, die natürlich auch bei Krisen der ein oder anderen NGO hilft. Zurückhaltung scheint nicht im lokalen Mindset angelegt zu sein.

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Dieser Text wird mittlerweile im Interview mit dem Macher des HanaHaus weitergeschrieben, und die weiteren 3 USD für die zweite Arbeitsstunde im Co-Working-Bereich sind längst abgebucht. Mathias Haas sitzt im neuen Drehkreuz für Menschen, die keinen Platz mehr in der eigenen Wohngemeinschaft finden oder solche, die die neuen Tech-Stars suchen (leider hat den Zukunftsexperten noch keiner angesprochen). Die Plattform wird von SAP betrieben – und es beruhigt etwas, dass deutsche Unternehmen wohl doch nicht nur vor Ort, sondern sogar „sexy“ sind.

„It is a magic source” so Diane Murphy, Public Relations / Communications Officer der Singularity University (SU) am Telefon. Damit meint sie die Zentren für Innovation. Das Valley sei eben “der Ort” für Technologie. Die SU und Stanford University seien die Treiber, warum das ganze Geld hier her kommt – die Menschen sind bereits da. Man kenne sich oft von der Schule und gründe dann eben: Zum Beispiel Google. Das „Silicon Valley is rather stressed”. Und die SU “is rather relaxed”: deren Besucher kommen aus 42 Ländern– selten aus Kalifornien. Noch wichtiger scheint ihre folgende Aussage: „You are either a disruptee or you are being disrupted”. Soll heißen: Entweder Du zerstörst andere oder Du wirst zerstört. Hört sich nach Palantir an, ist aber normaler Umgangston und wohl auch Mindset.

Ja, da ist er, der Mindset. Finally. “Smart companies either partner with the speed boats or they build the companies themselves”, das lässt sich wohl problemlos übersetzen.

DER TRENDBEOBACHTER. muss jetzt los, denn sonst wandelt sich das Parkticket in ein wirkliches „Ticket“. Letzteres kann böse wehtun, denn innerhalb einer bestimmten Zone von Palo Alto darf wirklich nur zwei Stunden geparkt werden – sonst drohen Strafzettel von über 50 USD. Und wer weiß, ob nicht eines der Einhörner auch diese Daten direkt zu Geld macht. Natürlich nur als Plattform, um die Welt zu retten…

Think big still works! Mathias Haas auf der VALLEY MINDSET TOUR.

Think big still works!
Mathias Haas auf der VALLEY MINDSET TOUR.

 

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. Als Redner und Sprecher zum Thema Trends und Megatrends prüft er die Lage vor Ort. Mit der VALLEY MINDSET TOUR prüft er den Mindset im Silicon Valley. #mindsettour

Der Trendexperte führt Interviews und hört zu, der Zukunftsexperte verdichtet und berichtet. Mehr dazu auf diesem Blog, mehr dazu unter www.trendbeobachter.de

 

 

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2573

VALLEY MINDSET TOUR – der Blick wird radikaler

MINDSET TOUR.

13. Juli 2015

DER TRENDBEOBACHTER, Mathias Haas, hat wieder zugehört: Zwischen einem absoluten „1. INfluencer“, einem President, der die Banken nicht braucht und einer älteren Dame, die seit 1977 im Valley lebt.

Die Kalibrierung funktioniert für die Leser und für den Zukunftsexperten! Die Fragen bleiben gleich – in den Antworten entsteht ein Muster… es entsteht ein Bild, auch wenn es komplex sein mag.

 

NAME: Vivek Wadhwa
TITLE: “Leader of tomorrow” (Forbes magazine)
COMPANY: Stanford & SINGULARITY UNIVERSITY
CITY: Stanford

vivik21.
If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?
If I think beyond 5 years, I see jobs disappearing. The costs of everything will drop. Such as smartphones. In the US they are still expensive, but in the developing world such as India it is inexpensive to make phone calls and so on. All of our basic needs will be met through technology advances. I personally? As written in my last Washington Post article: I have no clue, frankly. The currency we have changes from USD to knowledge. You need to know about “the good” and “the bad” to be able to deal with.

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?
Oh, everything scares me. Everything good has a dark side. The fact that privacy is already dead, that there are sensors everywhere, being able to create killer-viruses, jobs beginning to disappear (such as taxi drivers). And through these domino affects you start to change every industry. I see a dark side to everything. I try to remain optimistic but I also worry a lot.

3.
Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?
I see transitions happening – not dramatic change. If we look beyond these 5 years it is different. We will see self-driving cars and this will change society. We will not need to crash into each other. This time will have very positive and negative impact. Or take medicine, which is being managed via our smartphones which monitor us.

4.
What is it that you do to make sure that your children will be fit for the future?
Let them learn whatever they like. Don’t push them into engineering or science or medicine or whatever parents think they should do. Let them do what their heart says… the key is to learn how to learn! And to want to learn. In the future we will have to learn through change regularly. We will keep learning as we grow. It is important to love learning!

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?
Your smartphone. We use it for everything. Next 2 and 3 years it will also be our doctor. This device keeps tracking us – it will give us advice. It becomes an extension of our brains. Wearables are just the next level – in 5 to 10 years the smartphones will be embedded in our clothing.

6.
What products or services will your company offer in 5 years?
In the next 5 to 10 years…this will be amazing times for every entrepreneur because we have a chance to put the big players out of business. So this is the time when you can build the next multi-billion-Dollar-businesses. This is the most amazing time for the “doers”. The CEOs of the big tankers have to wake-up!

7.
What should the ideal manager, what should he or she be like to be fit for the future?
A manager has to be a coach, really. A guide. Someone you go to if you need advice. Not someone who tells you what to do. Because the jobs of the past will not exist in the future. We will not have hierarchical work. The jobs we will have meant to be creative. Working hand-in-hand with machines and enhancing the machine, actually.

8.
What role does this Silicon Valley play within a global economy?
Why is the US is the most competitive place in the world? Why is it that this is the leading place, also in America? This is what I am researching on. For me it is all about “What’s happening ahead?” We have the innovation-system! Due to the focus on tech – everything goes exponential. Technology is the conversion – and with the technology comes the disruption. And now you see that every industry is going to disrupted over the next 5, 10 or 15 years – originally driven out of this hub.

Another lesion you learn in the Valley is: you don’t bet on one new company – you bet on a group of start-ups.

9.
In your eyes: Where do you see Germany in this context?
We can learn from Germany the value of education. The reason why Germany was able to cope with all the trouble in the last decades is the education. You guys have a very highly educated elite work force. Here you have people like Peter Thiel who give children money to drop out of college – it is brain dead. Drop outs can develop apps, but apps can drive you 3 or 4 years – and afterwards? And certainly the social values: The fact that Germany led the world in solar… Germany had a social consciousness – you saw the global warming. You put all the resources behind of what we are all benefiting from.

 

NAME: Bertram Meyer
TITLE: President
COMPANY: Taulia Inc.
CITY: San FranciscoBertramMeyer

 

1.
If you think of your job:
Where do you see yourself in 5 years’ time?

Ganz schwer zu sagen. Taulia wird in den nächsten zwei bis drei Jahren einen IPO umsetzen. Was nach dem IPO kommt? Ich habe für große Unternehmen gearbeitet und das war für mich nicht der ganz perfekte Fit. Hier war ich von Anfang an dabei… natürlich will ich erfolgreich sein. Post-IPO? Ich sehe mich hier im Silicon Valley – und auch in einer Rolle bei Taulia. Hier gibt es gibt superfaszinierende Ideen und Möglichkeiten. In fünf Jahren bin ich wohl bereit für eine neue Idee.

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?
Vielleicht ist das jetzt eine überraschende Perspektive, aber aus meiner Sicht wird das, was wir technisch können, immer mächtiger und überraschender. Egal ob es Gen-Manipulation, Artificial Intelligence oder Super-Computing ist… oder ob es Bionic ist. Das heißt, es passieren unheimlich viele und radikale Veränderungen. Und was mir Sorge macht ist, dass sich unser Bewusstsein nicht gleichzeitig mitverändert. Wenn es darum geht, Macht zu gewinnen, Geld zu verdienen, und das Ego aufzubauen … da bin ich sehr kritisch. Wenn es von einer inneren Zufriedenheit heraus kommt, ist es ganz anders einzustufen. Aber leider sehe ich letzteres im Moment noch nicht. Es wirkt auf mich immer noch so, als ob wir alles, was wir können, auch machen. Und die Reflektion fehlt. Dabei funktioniert kein Regulator.

Ich glaube, dass sich die Welt total positiv entwickelt hat. Man muss nur mal an den Zustand nach dem Krieg denken… die Frage ist, was wir tun können, um das Bewusstsein zu beschleunigen – nicht nur die Technologie.

3.
Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?
…genau das. Meine Hoffnung ist, dass wir an einen Punkt kommen, wo wir wieder Ehrfurcht vor der Schöpfung und vor unseren eigenen Möglichkeiten haben. Und Respekt füreinander und für den Planeten, auf den wir angewiesen sind.

4.
What is it that you do to make sure that your child becomes fit for the future?
Ich glaube schon, dass sie eine andere Art von Erziehung brauchen. Das ist meine Überzeugung. Ich glaube, dass es im Zeitalter der kompletten Vernetzung wieder wichtiger wird, eine Gemeinschaft zu haben – nicht nur die Individualfamilie.

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?
Wasser. Ja, Wasser, wir sind im Valley. Es gibt Hightech, aber kein Wasser. Und genau hier liegt das beschriebene Problem. Wir sprechen bei Wasser oder Luft von “Common goods”, und ich glaube wir tun uns nichts Gutes, wenn wir weiter denken: „Hier kümmert sich der Staat oder sonst wer…ich muss es nicht machen.“ Folglich muss ich mich nicht darum kümmern, wenn ich täglich Plastikgeschirr für jede Mahlzeit brauche… mir fehlt das Bewusstsein komplett!

6. What stresses you most in your everyday life?
Ich bin im Alltag nicht gestresst.

7.
What products or services will your company offer in 5 years?

Einerseits möchten wir, als Netzwerk, uns natürlich immer weiter verbessern.. D.h. mehr Kunden international verbinden. Für den Fall dass ein Unternehmen etwas braucht und ein anderes Unternehmen diesem genau das bieten kann, sind diese dann effizient verknüpft und brauchen dazu keine Finanzwirtschaft. Es gibt also eine „atmende Lieferkette“ … und das Geld kann de facto dahin fließen, wo es derzeit die höchsten Kapitalkosten gibt. Andererseits möchten wir natürlich, dass Dokumente komplett elektronisch laufen… aber das ist zu nah an dem, was wir heute schon tun.

Ich glaube, dass alle von Unternehmen genutzte Systeme in die Cloud wandern und dass wir dann die Verknüpfungen möglich machen – zwischen allen Systemen. So könnte dann z.B. KPMG ein Password bekommen und sich damit die nötigen Daten beschaffen. Die Folge wird eine immer größere Entkopplung sein zwischen der Produktivität, die möglich ist, und dem Humankapital, das dafür eingesetzt werden muss.. Also stellt sich wieder die Frage, auf welche Welt steuern wir zu?

8.
The ideal manager: What should he or she be like – to be fit for the future?
Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass man den Menschen im anderen Menschen sieht – nicht das Funktionstool.

9.
What role does the Silicon Valley have – in a global economy?

Sicherlich ist es das Innovationszentrum schlechthin. Hier wird viel von dem erfunden, was erfunden werden kann. Hier wird viel von dem, was ausprobiert werden kann, ausprobiert. Hier wird viel von dem, was „Erstnutzung“ ist, auch das erste Mal genutzt. Gleichzeitig ist es auch ein Labor, in dem getestet wird, wie viel Reichtumsunterschied“ akzeptabel ist. Und es ist spirituell: Es gibt wohl kaum irgendwo mehr Yoga-Studios auf der Welt. Es ist nicht nur ein Innovationstreiber, sondern auch ein Experimentallabor.

10. In your eyes: Where do you see Germany in this context?
Ich glaube, Deutschland hat enorm viel Potential. Deutschland ist oftmals noch dabei, die Geschichte hinter sich zu lassen. Egal ob es die frühere Hyper-Inflation ist…

In Sachen Innovation und Berlin tut sich sehr viel. Aber auch hier bedarf es einer unkomplizierten Fehlerkultur, deshalb heißt es Risikokapital.

 

 

NAME: Lisa Ahorner-Ebenhoech
TITLE: Ehemalige Übersetzerin
CITY: Palo Alto

Ahorner-Ebenhoech1 (2)
1.
If you think of your life: Where do you see yourself in the future?
Nun, ich habe ja schon ein gewisses Alter und ich glaube mein Geld wird reichen.

2.
Looking into the future, what scares you most?
Da habe ich verschiedene Gedanken, ich denke „we are living in a bubble“. Vielleicht kommt ein großes Erdbeben? Für junge Menschen wird es nicht leichter. Alleine die riesigen Schulden durch die Kosten während des Studiums. Ich kennte eine Person, die bis zum 72. Lebensjahr abzahlen wird. Das ist doch verrückt! Hier im Valley wird sehr viel gebaut – durch die neuen Arbeitgeber wird die Verdichtung immer extremer.

3.
What’s your greatest hope?
Dass es etwas mehr Ausgleich zwischen arm und reich gibt. Dass es allen (!) den Leuten gut geht. Auch wenn das nicht zu erwarten ist… Als ich hier ankam (1977), ging es der Mittelschicht sehr gut. Heute ziehen Bekannte und Freunde weg, weil es finanziell nicht mehr tragbar ist.

4.
What is it that you do to make sure that your child becomes fit for the future?
Man muss ihnen beibringen, bescheiden zu sein! „I want it now“ funktioniert einfach nicht immer – mit dem Leben, was möglich ist. Hier wird ständig suggeriert, dass man konsumieren muss. Weiter ist wichtig, jungen Menschen klar zu machen, dass Sie in der Gesellschaft bestehen können. Natürlich gehört dazu auch, dass sie eine möglichst gute Ausbildung bekommen.

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?
Ich glaube, es ist der Computer.

6.
The ideal manager: What should he or she be like – to be fit for the future?
Ein guter Chef schaut auch auf seine Angestellten. Jetzt gibt es Unternehmen, die das machen. So gibt es mittlerweile sogenannte „B-Corporations” (B corps). Diese „for profit corporate entities“ (Kapitalgesellschaften) haben den Anspruch, ihren Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt genauso wie Erfolg und offizielle Ziele positiv zu steuern. Diese unterscheiden sich in Sachen Unternehmenszweck, Verantwortung und Transparenz.

7.
What role does the Silicon Valley have – in a global economy?
Das große Problem ist, dass hier in den USA nicht mehr produziert wird. Dieser Bereich liegt in Asien. Gleichzeitig sind wir so hoch verschuldet – gegenüber China. Eine brisante Mischung.

8.
In your eyes: Where do you see Germany in this context?
Wenn ich überlege, wo wir 1945 standen… Wir selber kamen damals von Wien und waren Flüchtlinge. Wenn wir hier zum Beispiel die Autos ansehen – viele deutsche Marken. Davon abgesehen: es gibt natürlich viele Deutsche hier. Einigen davon geht es heute richtig gut. Durch Immobilien, Job und Sparsamkeit!

 

DSC00060

Mathias Haas ist auf der zweiten MINDSET TOUR, denn „da draußen“ wandelt sich immer wieder unser Verhalten – andere sprechend dann von Trends und MegaTrends.

Es gibt Menschen und Organisationen, die die Welle surfen (und rechtzeitig erkennen) und es gibt Entscheider, die auf den Gegentrend hoffen. Frei nach dem Motto: „Don’t ring this bell!“

Der Zukunftsexperte schaut sich die Lage lieber selbst and, um wirklich mitreden zu können – obwohl Mathias Haas überwiegend zuhört. Auch diese Interviews zeigen, auf ganz unterschiedliche Art und Weise, wie der Wandel im Valley bewertet wird. Und wie die „Übersetzung“ für Europa und speziell die deutschsprachigen Märkte aussehen kann.

Trendbeobachtung ist eben Trendbeobachtung. Dagegen ist Trendforschung etwas für Trendforscher… selbstredend, dass Zukunftsforscher wieder anders zur Sache gehen. Deshalb nennt man sie wohl tatsächlich „Zukunftsforscher“.

Mehr zu Mathias Haas und seinem Team unter www.trendbeobachter.de

Mehr zu Mathias Haas und seiner PLAY SERIOUS AKADEMIE. unter www.play-serious.org

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VALLEY MINDSET TOUR: 3 Interviews live!

MINDSET TOUR.

7. Juli 2015

DER TRENDBEOBACHTER. ist vor Ort und hat schon drei Interviews umsetzen können:

  • Venture Capital-Experte Thomas Claus,
  • Unternehmer Oskar von Narrative Science und
  • David Peters, der Designer mit Distanz!

Der Reihe nach…

NAME: Thorsten Claus
TITLE: Princial
COMPANY: NEXT WORLD CAPITAL (B2B-Bereich)
CITY: San FranciscoMathias Haas & Thorsten Claus
1.
If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?
Bei NEXT WORLD CAPITAL mit jeder Menge neuer Investments. Mit zwei weiteren Fonds vielleicht… und ’ner Menge Spaß. Immer wieder neue Leute treffen, immer wieder super-interessante Unternehmer finden. Das Venture Capital-Geschäft ist kein Bereich, in dem kurzfristig Erfolg entsteht.

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?
Dass sich die aktuelle Bevölkerung immer mehr zur “digitalen Bevölkerung” entwickelt. Damit meine ich eine Entfremdung hinsichtlich der Beziehungen. Dass “Digital” als Entschuldigung genutzt wird, nicht mehr kommunizieren zu müssen und dass die Social Skills und die Interaktion vom Tisch fallen. Geht da nicht irgendwas verloren? Dann fehlt doch Empathie! Dann geht der Kontext verloren… denn Sensorik & Co. braucht ja dann doch noch lange…

3.
Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?
Ich habe so viele, ich habe so viel “hope”. Dass Menschen weniger über Climate Change reden und mehr tun. Dass die Menschheit realisiert hat, dass es Zeit wird etwas zu tun. Es muss über „ungerechten Verbrauch“ als Ausrede hinaus gehen… Unabhängig von anderen muss es Taten geben! Es muss Möglichkeiten für Taten geben… Amerika ist ein „land of doers“…

4.
What is it that you do to make sure that your child becomes fit for the future?
Spielen. Ne Menge, Menge spielen – hands on spielen. Rund um Mathe, die Welt.. nicht nur den Stoffplan durcharbeiten. Das kann auch Tablets beinhalten… es geht um selbst gestalten . Die Erkundung der Welt…

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?
Zukunft sieht ja für jeden anders aus. Es gibt bestimmt Menschen, für die ist Mark Zuckerberg das Symbol. Für mich sind es mein Eltern. Sie sind „post-war Berlin“ aufgewachsen. Ich habe großen Respekt vor diesem Aufbau – auch der Gesellschaft. Damit eine weltökonomische Macht zu werden… großen Respekt! Das waren andere Probleme… das sind meine Eltern..

6.
What stresses you most in your everyday life?
Ablenkung. Ich lasse mich ganz schnell ablenken. Ich kenne meine Prioritäten und gleichzeitig möchte ich eintauchen… nicht ganz einfach.

7.
What products or services will your company offer in 5 years?
NEXT WORK CAPITAL wird ein wesentlich größeres Netzwerk haben… Wir sehen jetzt schon, dass wir 5 oder 10 europäische Advisors dazunehmen und jetzt damit anfangen, US-Advisors zu haben – C-Level Vertreter von US-Unternehmen. Ich glaube, die Organisation wird deutlich größer sein. Natürlich werden wir auch mehr Fonds haben mit den entsprechenden succcess stories.

8.
The ideal manager: What should he or she be like – to be fit for the future?
Von einem CEO: money, vision und people. Wenn er mehr kann – umso besser… im middle management muss ich delegieren und selbst machen – nicht ganz einfach.

9.
What role does the Silicon Valley have – in a global economy?
Ganz gering. Wenn wir wirklich riesige Summen machen wollen… dann sind wir nicht bei Tech im Silicon Valley. Die richtig großen Transaktionen sind Gas, Öl, Consumer Goods. Konstant. Speziell im B2B-Bereich gibt es kaum Unternehmen mit über 10% an IT-Investment. Es wird jede Menge Euphorie verbreitet.

10.
In your eyes: Where do you see Germany in this context?
Die Organisationsstrukturen müssen sich auch in Deutschland ändern dürfen -nicht in zwei Jahren, sondern Wochen. Immer wieder, über Nacht! Auch in großen Organisationen… Darüber hinaus ist das deutsche Ingenieurswesen – mit der hohen Komplexität – sehr wertvoll. Das ist eine Grundausbildung für komplexe Systeme. Deutsche denken in Systemen – mit Tiefgang. Vergleiche deutsche Automobilbranche. Industrie- und IT-Prozesse.
NAME: Oskar Kalmura
TITLE: Co-founder/CMO at Narrative
COMPANY: Narrative AB (Narrative Clip)
CITY: San Francisco

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1.
If you think of your job: Where do you see yourself in 5 years’ time?
I will be working with Narrative, and our organisation will have improved our position in “photo creation”. Meaning that we will teach the world that it can be easy to create content without being interrupted all the time.

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?
The inability of people to deal with climate change as an example for real problems!
For myself: I am not scared at all…

3.
Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?
That we see and realise our enormous potential as well as possibilities through technology. The different modules aggregate and build on each other. Technology is tools and our tool box is – in combination with our pace – enabling sooo much.

4.
What is it that you do to make sure that your child becomes fit for the future?
As a father (son at the age of 5) I am thinking about this a lot. Due to automation, for example, you need to make sure you are needed. Many jobs will disappear or change radical, good education is rare…

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?
Satellites?! Whatever makes the connection between human beings and devices.

6.
What stresses you most in your everyday life?
Lack of time?! I also want to make most of my time, for Narrative, my family, the planet.

7.
What products or services will your company offer in 5 years?
I wish I knew… The last three years within this start up showed how many things can happen. 5 Years? Well, we will continue to help people to create stories… which can ultimately can mean, that people get a voice – who have none today.

8.
The ideal manager: What should he or she be like – to be fit for the future?
Coming from Sweden I praise a democratic leadership style. To empower staff… and this is the same in the bay area. People are job driven and work with their knowledge… we need a very skilled workforce and therefore I feel this is the best way for all parties.

9.
What role does the Silicon Valley have – in a global economy?
Currently a huge role…with all the Venture Capital money…the talent centred right here. In the future? Maybe also China or Singapore? In terms of access to people and money… maybe.

10.
In your eyes: Where do you see Germany in this context?
Currently German stands for the EU. Looking ahead the German influence will drive the EU and the way around. So the “local” environment seems to be key for your guys.

NAME: David Peters
TITLE: Founder
COMPANY: Exbrook Inc.
CITY: San Francisco

HAAS.DavidPeters

1.
If you think of your job: Where do you see yourself in 5 year’s time?
Increasingly I will be working in the “free-knowledge-movement”. Education is so fundamental and getting free education into the world is so important… shaping behaviour, helping people understand and deal with the world. We need to change the world – we need to change it fast. Education is the best answer for doing that. Education combined with technology is something what’s never happened on this magnitude in time. So I aim to find ways which help to explode that.

2.
Imagine 2020 – 5 years away: What scares you most?
I think the self-absorption (= Versenkung in sich selbst). Meaning, we live in a physical world, but technology has made it possible for us to experience a kind of infinity (= Unbegrenztheit) – infinity of place, of language, image, of reality. And if humans encounter infinity there is this awe… this intense attraction. At the same time, this can produce a kind of self-absorption… with the consequence of forgetfulness, a loss of attention for what is around you

3.
Again, 5 years into the future: What’s your greatest hope?
We can find a way for technology to disappear in our life without taking over our life’s… so we are free to reconnect with people in the most secure and joyous way. And that we reinvent our social relations so we are less self-absorbed and more available to others.

4.
What is it that you do to make sure that your child becomes fit for the future?
I think kids are inspired and looking for to be inspired so I think we need to be better curators of childhood. In a way that we expose children to the world. A privilege of California is that we can get children out in the physical world and put them into a space where nature is still the most intense experience they can have – as a counter balance to the infinity they can experience in technology and media.

5.
What would you say: What object, what device is the best symbol for „future“?
Oh, I still think it’s the sun which brings us light and all the technologies that bring light are sooo inspiring. We are the first generation which has been liberated by artificial light. And look at what we are doing with it…

6.
What stresses you most in your everyday life?
There are so many anxieties… being caught up in this overwhelming life which washes away “this self”… your awareness of “self”. I mean this is a real skill… just look at the tsunami of “world”, of information that comes at us – which we need to find ways to protect ourselves from.

7.
What products or services will your company offer in 5 years?
As a consultant and advisor, the scope of services has to evolve… you know we are building these digital pyramids with hundreds of thousands of little data blocks to something we do not know the shape of. Being a design expert I think it is crafting the story, the narratives around what services mean – of where human creativity is found that can take on questions not inherently solved by the engineering of these systems. We have placed ourselves as the centre of the world. We are shocked by the outcome of this distinction of nature – but we alone are not enough.

8.
The ideal manager: What should he or she be like – to be fit for the future?
Managers have a minor role. Let’s be clear in the hierarchy of organisations – there are the owners who are responsible for the declarations. They define; they assert what is the task to be done. The executives who surround them are responsible to implement the strategy. In a way the managers have the simplest jobs…

9.
What role does the Silicon Valley have – in a global economy?
This is not easy for me being in the middle of this… but I do not have a doubt that this model, the solutions being exercised here are world changing and profound in their impact. No, no this is not a bubble. You know San Francisco was built on a bubble – the gold rush… in the first ‚.com‘-bubble, the ideas, the transformation and the thinking in the society around them were not wrong, just the financial structure and how money was applied burst – and that became the bubble. And we will experience a number of bubbles ahead…

DSC00082Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER, hier in Mitten der Trendbeobachtung. Der Keynote Speaker und Workshop-Moderator (z.B. mittels LEGO SERIOUS PLAY) bei der VALLEY MINDSET TOUR.
Diese Tour ist quasi der Beweis, dass Trendbeobachtung sich massiv von Trendforschung Zukunftsforschung abgrenzt. Es geht um die eigene Kalibrierung – um die Untersuchung vor Ort – und nicht um Hochrechnungen und Szenarien, die in vielen Fällen schlussendlich nicht haltbar sind. Nein, DER TRENDBEOBACHTER. realisiert keine Esoterik. Mathias Haas fragt lieber Menschen, die Zukunft betreiben.

Jeder Mensch eine Geschichte, jede Megatrend-Geschichte eine andere Nachricht!

See further details about his „future theses“ and his infotainment-style: http://www.trendbeobachter.de/english…
Also check out one of his methods if he and his co-facilitators run workshops: LEGO SERIOUS PLAY
http://www.play-serious.org/english/i…

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1698

Hello, Elon Musk!

MINDSET TOUR.

21. Juni 2015

DER TRENDBEOBACHTER. geht auf Tuchfühlung – zu einem der mutigsten Unternehmer im Silicon Valley: Tesla-Gründer Elon Musk.

DER TRENDBEOBACHTER bei Tesla

Weder der Hightech-Spezialist noch der Redner und Moderator Mathias Haas sind bekannt für ihre Zurückhaltung, wenn es darum geht, der Welt neue Dinge zu präsentieren.

IMG_20150621_124832 IMG_20150621_124843Sei es mit den Tesla-Fahrzeugmodellen auf der Straße (oder neu: zuhause mit den Tesla-Solarenergiespeichern) oder auf der Showbühne bei Trendvorträgen, mit der TrendApp. und natürlich hier im Blog.

Im Rahmen der VALLEY MINDSET TOUR wird Mathias Haas versuchen, mit Elon Musk ins Gespräch zu kommen – ist dieser doch ein Paradebeispiel für den Geist und das Denken der Gründer und Entrepreneure im Silicon Valley.

Sie fragen sich: Wie kann das gehen?

Nun, alles wird nicht noch verraten – nur so viel: Plan B heißt Hartnäckigkeit. Tägliche Besuche im Tesla Headquarter – bis der Interviewtermin steht. Wer von den Beiden (bzw. von den Dreien, wenn man den Mann vom Sicherheitsdienst mitrechnet) wird dies wohl länger aushalten?

Doch vielleicht ist Plan B gar nicht notwendig – hat DER TRENDBEOBACHTER. doch vorgesorgt und sich dabei des Trends zur Individualisierung bedient.

Mit diesem Windschutz auf seinem Reportage-Mikrofon begrüßt Haas seinen Gesprächspartner. TrendInterviews in ihrer schönsten Form.

Doch neben Elon Musk gibt es noch viele weitere bestätigte Interviewpartner. Die haben zwar keinen persönlichen Windschutz aus dem Hause TRENDBEOBACHTER, doch sie können trotzdem quasi in Echtzeit hier in diesem Blog lesen, wie das Valley tickt.

Bleiben Sie gespannt, denn Mathias Haas ist es ebenso.

Gerade bei der VALLEY MINDSET TOUR ist er kein Trend- oder Zunftsforscher. Vielmehr ein Forscher für neues Verhalten im Hier & Jetzt. Für heute, morgen und übermorgen. Und er teilt sein Wissen gerne mit Ihnen – damit Sie als Entscheider immer zukunftsfit bleiben!

Mehr zu Haas und seinem Team unter www.trendbeobachter.de

 

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1684

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus!

MINDSET TOUR.

2. Juni 2015

Schatten – vielleicht eine ganz gute Einrichtung angesichts der sommerlichen kalifornischen Sonne, die den TRENDBEOBACHTER ab dem 3. Juli erwartet.

02-06-2015 17-04-50

 

Die VALLEY MINDEST TOUR startet bald – und die Vorfreude ist groß. Nicht nur auf das schöne Wetter – ja, auch Mathias Haas ist ein Mensch! – sondern vor allem auf viele spannende Erkenntnisse und Interviewpartner.

 

Innerhalb von 5 Wochen bereits der Redner und Berater das Silicon Valley sowie benachbarte Regionen, in denen Innovationen den Hauptträger der Wirtschaftsleistung darstellen.

 

Bereits 24 spannende Interviewpartner haben zugesagt. Darunter Oskar Kalmaru von Narrative, Vivek Wadhwa – Professor in Stanford, an der Singularity und an der Duke University, der Autor Andrew Keene oder Shubham Banerjee, der bereits als Kind mit einer grandiosen Erfindung den Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen gelegt hat.

 

Alle Gesprächspartner stellen sich spannenden Fragen – die Antworten hierzu lesen Sie noch während der Tour hier im Blog.
DER TRENDBEOBACHTER freut sich auf diese spannenden Menschen, auf viele spannende Eindrücke zum Wie & Warum in einer Welt, die vermutlich Vielen hier bei uns in Deutschland weitgehend verschlossen bleiben wird.
Begleiten Sie die Tour also hier im Blog und im YouTube Videochannel: youtube.trendbeobachter.de

Und seien Sie unbesorgt: Statistisch gesehen scheint zu dieser Zeit auch in Mitteleuropa die Sonne.

Einfach abonieren… und die Eindrücke kommen regelmäßig ins Büro.

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1873

Acht starke Frauen aus China – Wandel in 53 Minuten.

MINDSET TOUR.

22. August 2014

Ein Dokumentarfilm ohne Biss – DER TRENDBEOBACHTER kann heute nicht schlafen.

Dokumentarfilm zu China

DER TRENDBEOBACHTER durfte rein schauen – in den Dokumentarfilm „Frauen tragen die Hälfte des Himmels“. Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart waren in Peking und haben gedreht… etwa 100 Stunden Filmmaterial, um eines herauszufinden: Wie leben Frauen in diesem Land des Wandels?

Tolle Frauen, feine Geschichten, hochwertig produziert – für all diese Aspekte lobt Mathias Haas sehr, sehr gerne. Auch ganz einfach für die Möglichkeit, dieses Werk sehen zu dürfen, denn bei der Erstaufführung war der Redner und Berater auf einer anderen Bühne und die nächste Show ist erst wieder im November.

Egal, ob es um die Motivation der Tierschützerin, um die Siemens-Managerin oder die beschriebene Schauspielerin ging… diese Persönlichkeiten „näher“ kennenzulernen und deren persönlichen Wandel zu erleben – all das hat DEN TRENDBEOBACHTER an seine eigene ASIAN MINDSET TOUR erinnert. Auch bei diesem Projekt ging es um die Frage: Wie gehen diese Menschen mit diesem massiven Wandel um?!

Doch viele Aussagen der Frauen waren schmeichelhaft – für Staat und Regierung. Sehr viele Aussagen der Frauen waren im Stil „Hier fühle ich mich gleichberechtigt“ (im Vergleich Stadtleben und Leben auf dem Land) oder „Confidence in Yourself“. DER TRENDBEOBACHTER hatte weder Überraschungen noch allzu viel glaubhafte Aussagen gehört.

Leider gab es wenig authentische Worte.

Jetzt kann dieses Gefühl aus vielen Richtungen gefüttert werden. Vielleicht – und davon möchte sich Mathias Haas nicht freisprechen – hat es auch die Kraft der „self-fulfilling prophecy“, doch schlussendlich erwartet sich Haas von einer deutschen Hochschule mehr Mut zur Kritik und mehr Kraft zur Reibung.

Wenn deutsche Unternehmen (vor der Regierung und ihren Behörden) in China in die Knie gehen, mag das irgendwie noch erklärbar sein. Doch wenn – zwangsläufig bereits durch Übersetzer bearbeitete Aussagen – so wie hier kommentiert und kritiklos bestätigt werden… wenn Wanderarbeiter als „die Gewinner“ oder Chefärztinnen als international gefeierte Stars dastehen, dann stellt sich Haas zwangsläufig die Frage: „Ist ein solches Projekt ein wertvoller Baustein, um Studenten zu kritischen Managern auszubilden?“

Denn schlussendlich geht es dem Zukunftsexperten um ein zukunftsfittes Deutschland. Unser Europa wird seine Herausforderungen mit Anbietern aus so genannten Schwellen- und Entwicklungsländern haben. Die Menschen dort sind derartig hungrig, diszipliniert und auch wissend (alles übrigens Tugenden, die wir uns noch zuschreiben), dass Mathias Haas tatsächlich Bedenken hat. Nach Ansicht DES TRENDBEOBACHTERS braucht es jede Menge Querdenker und Querköpfe, Macher und Macherinnen mit jeder Menge Tatendrang, Mut und Kritikwilligkeit.

Leider hat Haas in diesem… nochmals… höchst professionell produzierten Filmprojekt wenig Auseinandersetzung mit der vermeintlichen Wahrheit und kamerafähigen Aussagen gespürt.

Aber die Wahrheit ist wohl auch… dass eine radikalere Vorgehensweise nicht für Wiederholungstaten gesorgt und die starken Frauen wohl kaum vor die Kamera gebracht hätte. China macht die Regeln, egal ob für Hochschulen oder Unternehmen.

Mathias Haas wird dennoch nicht schlafen… denn der Redner und Berater ist überzeugt, dass Bildung mehr Reibung produzieren muss. Wenn nicht in dieser Phase des Lebens – wann dann?

 

Die starken Frauen von morgen? Eine Aufnahme von der ASIAN MINDSET TOUR in 2013.

Die starken Frauen von morgen?
Eine Aufnahme von der ASIAN MINDSET TOUR in 2013.

 

 

 

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER und eben nicht klassischer Trendforscher oder üblicher Zukunftsforscher. Der Wandlungshelfer unterstützt Organisationen unterschiedlichster Art zukunftsfit zu werden oder zu bleiben. Im Hier und Jetzt. Denn Führungskräfte wählen jeden Tag zwischen links und rechts – zwischen ob und unten. Irgendwo liegt dann „die Zukunft“… sprich die „richtigen“ Produkte, Geschäftsmodelle und schlussendlich Erfolg.

 

Mehr zu Mathias Haas und seinen Beratungsmethoden (z.B. LEGO SERIOUS PLAY) unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

 

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1875

Fazit nach 5 Megacities und über 50 Millionen Menschen: Asien ist hier!

MINDSET TOUR.

5. September 2013

DER TRENDBEOBACHTER nach Asien-Mindset-Tour durch fünf Zukunftszentren:

„Asien kommt! Zu uns! Ob Sie wollen oder nicht.“

Der Mindset hat funktioniert! Asien wird auch in den nächsten Jahren Vorreiter und Vorbild bei der „Globalen Transformation“ sein. Die Beobachtungen vor Ort machen deutlich: Um Teil und Partner dieser Megaregion zu sein, brauchen wir in Deutschland mehr Mut, Biss und Hunger. Der Appetit auf Zukunft, kommt mit der Freude an Veränderung. Deshalb ist die vorausschauende Beobachtung (*Hinweis: Dies ist kein Forschungsbericht, keine Studie und keine Sozialreportage, sondern eine wache Echtzeit-Analyse), was dort für uns morgen relevant wird, entscheidend für einen Mindset, eine Neu-Kalibrierung unserer Strategien: Denn Asien ist auf dem Sprung nach Europa.

Megatrends entstehen in Megacities

2050 werden von 9 Milliarden Menschen 70 % in Megacities leben. Was das bedeutet, kann in Asien schon heute vorab besichtigt werden. In Europa haben nur Moskau und Istanbul über 10 Millionen Einwohner. London mit 8 Millionen Einwohnern hat in etwa die Größe eines Stadtteils von Greater Jakarta.

Welche Megatrends gerade entstehen, kann in Asiens Megastädten mit einem Zeitvorsprung abgelesen werden. Wie tickt das Morgen? In Neu Delhi, Singapur, Jakarta, Gangzhou und in Seoul findet ein Wandel statt, der auch für uns in Hamburg oder Garmisch Auswirkungen hat. Sei es im Welthandel oder bei völlig neuen Zielgruppen im Alpen-Tourismus.

Was in unserem Denken einmal eine Dekade dauerte, geschieht heute in der Hälfte der Zeit. In nicht einmal einer Generation wurde die gesamte Region völlig umgestaltet, dynamisiert und globalisiert – und das wird Folgen haben, die bis nach Europa ausstrahlen.

Einige der Player von Morgen auf dem deutschen Markt hat DER TRENDBEOBACHTER vor Ort besucht:

Sprungbereit: Nexen Tires aus Südkorea (http://de.nexentire.com)

Der Reifenhersteller will seine Kraft verstärkt auf deutsche Straßen bringen und denkt über einen eigenen Produktionsstandort in Europa nach. Der Ehrgeiz des 1942 gegründeten Unternehmens ist enorm: Seit dem Jahr 2000 ist der innerkoreanische Marktanteil von 8 auf 20 Prozent gestiegen und der Gewinn hat sich in diesem Zeitraum verzehnfacht. Das Kapital und Know How ist da, das Geschäft mit Deutschland läuft schon. Mit seiner Strategie will Nexen Tire von Platz 20 der Reifenproduzenten unter die Top 10 der Weltrangliste und in das Premiumsegment vordringen. Tatsächlich zeigt Nexen wie eine vollautomatisierte Produktion mit Zukunft funktioniert. Schon heute prüfen nur 45 Mitarbeiter die Qualität 60 Millionen Reifen im Jahr.

Automatisierung vom Feinsten

Automatisierung vom Feinsten

 

 

 

 

 

 

 

Blackyak: Outdoor-Ausrüster will den Markt in Europa aufmischen (www.blackyak.co.kr)

Als erster asiatischer Hersteller hochqualitativer Outdoor-Kleidung will Blackyak von Südkorea aus die Welt erobern und 2014 in die TOP 5 der Branche aufsteigen. Das Unternehmen hat es immerhin schon geschafft die Nummer 1 im Outdoor-Segment in China zu werden und ist auch 2013 auf der ISPO in München wiederholt selbstbewusst und mit Auszeichnung für das „Asian proudct of the year“ aufgetreten.

Das wird etablierte Marken in Unruhe versetzen, da die Koreaner bei der Produktentwicklung, dem Design und beim Vertrieb Top-Standards erfüllen.

Zudem ist einiges an Kapital frei, um die Konkurrenz zum Schwitzen zu bringen.

Outdoor im koreanischen Megatrend

Grundtenor: Der Hunger auf Zukunft ist riesig!

Der Hunger auf Geld, Status, Wachstum – auf Veränderung überhaupt – verdichtet sich in den aufstrebenden Mittelschichten der Megacities. Sie sind auch Vorbilder für die jeweilige Großregion oder – wie in Seoul – das ganze Land. Der Wettbewerb zwischen Singapur und Hong Kong ist legendär, aber diese Ballungsräume sind Konkurrenzmaschinen zwischen den Nationen und innerhalb der Länder mit ihren vielzähligen – bei uns oft unbekannten, weiteren Megacities. Und: „Die Mega-Stadt“ ist auch der Mega-Markt – wer sie erobert, braucht sich um flächendeckende Strategien nicht mehr bemühen.

Trendbeobachtung in Echtzeit

Aus über 100 Gesprächen – vom Taxifahrer bis zu Goldman Sachs-Managern – und mehr als 30 Tiefeninterviews als Echtzeit-Check wurde klar:

Das Thema „Tragfähigkeit“ in allen Facetten bestimmt auch bereits in Asien das Denken der Menschen: Bleibt das Wachstum stabil? Werden es meine Kinder besser haben? Reichen die Ressourcen bis übermorgen und ist die Nahrung sicher? Auch Bildung und Altersversorgung haben Top-Priorität. Im Gegensatz zu Deutschlands Post-Industrialisierung müssen diese Fragen bereits Mitten in Hochwachstumsphasen und gewaltigen Umwälzungen beantwortet werden. Diese Grundfragen speisen den Antrieb zu Leistung der einzelnen Menschen und bilden den Brennstoff für die Innovationskraft der Unternehmen.

Die asiatische Konsumkultur, die infrastrukturellen Bedingungen der Megacities, die starke Digitalisierung und Automatisierung prägen die Innovationskraft und den Expansionskurs nach Europa. Und viele Unternehmen sind schon lange bei uns angekommen und werden als Kunden von morgen an Bedeutung gewinnen. Was bedeutet das konkret?

Top 5 Ableitungen für Europa:

  1. Asien als Vorbild und Taktgeber anerkennen, damit sie Kunden auf Augenhöhe werden können. DIE TRENDBEOBACHTUNG ist ein erster Schritt!
  2. Dafür müssen wir veränderungsfreundlicher werden, durch spezifische Fortbildungen, Investitionen im HR-Bereich (Praktikanten aus Megacities, Querköpfe und Kulturwandler).
  3. Die Rahmenbedingungen anpassen: freies W-LAN für alle – ein neues Grundnahrungsmittel in Asien, das digitalen Wandel möglich macht; Lernreisen in gemischten Teams; das eigene Unternehmen oder Bereiche mal für 3 Monate von der Niederlassung in Delhi leiten.
  4. Asiaten als Kunden, Partner, Auftraggeber in Deutschland verstehen: Kundenorientierung erweitern, gewohnte Standards in Service und Hospitality kennen und bedienen.
  5. Die Marke Deutschland und deutsche Marken offensiv in Asien positionieren. Die Sehnsucht nach Markengeschichten, Heritage, Prestige und Stolz ist enorm, doch die Unternehmen werden in Markenaufbau- und pflegen immer besser. Deshalb den Imagevorsprung ausbauen und nicht verspielen.

Diese pragmatischen Ansätze können für jede Organisation – egal welcher Branche oder Größe – maßgeschneidert ausgelesen werden. So zum Beispiel auch für die TRENDBEOBACHTUNG.

Top 5 Ableitungen für DEN TRENDBEOBACHTER:

  1. Ständige Beobachtung relevanter Medien in der Region – teils in Englisch, teils per Software übersetzen lassen (im Fokusland: englischsprachige Zeitung abonnieren).
  2. Das Marktpotential in Asien sondieren, spezifische Formate entwickeln.
  3. Interessierte Unternehmen und Kontakte aus Asien in Deutschland als „Wegbereiter“ begleiten und so in die eigene Zukunft investieren.
  4. Die Erfahrungen der Tour als Anlass für Produktoptimierung und Erweiterung des Angebotsspektrums nutzen.
  5. (ASIAN) MINDSET TOUR turnusmäßig als festen Bestandteil der eigenen Vita und des Profils machen.

Ganz egal, ob Sie Asien für sich relevant finden oder nicht: Entscheiden Sie sich wenigsten bewusst, überprüfen Sie ihre Haltung immer wieder und denken Sie daran: Asien kommt zu uns! Wir sind Asien!

Ob Sie wollen oder nicht.

 

 

 

Mehr zu Mathias Haas, DEM TRENDBEOBACHTER, seiner Trendbeobachtung und den Unterschieden zu typischen Trendforschern, Zukunftsforscher und Zukunftsexperten finden Sie unter

www.trendbeobachter.de

www.play-serious.org

ww.youtube.com/haaskommuniziert

 

 

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Automatisierung – viele Menschen, mehr Maschinen

MINDSET TOUR.

31. August 2013

DER TRENDBEOBACHTER, Mathias Haas, war auf der ASIAN MINDSET TOUR –
und erneut wurde deutlich, dass beispielsweise China einfach unfassbar viele Menschen hat. Wie sonst könnte man folgendermaßen fischen?

Das Netz ist an zwei Ende festgebunden - je zwei Gruppen ziehen es an Land

Das Netz ist an zwei Ende festgebunden – je zwei Gruppen ziehen es an Land

 

Jeder "Fischer" verdreht sein Seil, denn der Strand ist natürlich nicht endlos tief. Hinter angekommen geht er/sie wieder nach vorne... immer im Kreis...

Jeder „Fischer“ verdreht sein Seil, denn der Strand ist natürlich nicht endlos tief. Hinten angekommen geht er/sie wieder nach vorne… immer im Kreis…

 

Sanya, das Hawaii der Chinesen, war für den Sprecher und Moderator ein Ziel innerhalb dieser Zukunftsreise. Eine Flugstunde von Guangzhou, der 4. Station, liegt also dieser schicke Urlaubsort – Preise wie in München, Luxus wie in Genf.

 

Megatrend? In jedem Fall gibt es heute schon genügend Chinesen mit Budget für derartige Resorts

Megatrend? In jedem Fall gibt es heute schon genügend Chinesen mit Budget für derartige Resorts

Gleichzeitig stehen ungefähr 50 Menschen am Strand und fischen mit einem Netz. Mit einem Seil um die Hüfte wird ein anderes Seil umwickelt und Schritt für Schritt – über Stunden hinweg – wird an zwei Enden, am Strand ein Fischernetz eingezogen. Mathias Haas hat fasziniert und nachdenklich dieses Prozedere verfolgt. Denn gleichzeitig kostet eine Näherin in Guangzhou etwa 500 USD (Basis der Berechnung: 48 Stundenwoche). Tendenz steigend. Kontinuierlich, signifikant.

 

Jetzt kommen die Maschinen ins Spiel

 

In Abhängigkeit von den Tätigkeiten werden jedoch Roboter eingesetzt. Massiv, wie eben alles in diesem Lande „massiv“ ist. Automaten statt Arbeiter!

So hat zum Beispiel der Technikhersteller Foxconn angekündigt, in den nächsten drei Jahren etwa eine Million Industrieroboter zu bauen – für iPhone & Co. Das ist eine Verdoppelung der Roboter weltweit!

Wenn also 50 Fischer für ein Netz im Einsatz sind, wenn ein Land 1,3 Milliarden Menschen hat und gleichzeitig die Automatisierung ihren Lauf nimmt: Wer schafft dann die ganzen Arbeitsplätze? Wer füttert die 1,2 Milliarden Inder, wenn diese ein ähnliches Stadium erreichen?

Südkorea hat es da einfacher

In Südkorea ist die Welt eine andere. Einerseits leben dort gerade mal 50 Millionen Menschen, und damit ist die beschriebene Gleichung harmlos. Gleichzeitig sind Unternehmen aus diesem Lande Vorreiter und Vorbild, was Automatisierung angeht.

 

Mathias Haas war bei Nexen Tire

Megatrend Automatisierung live und in Farbe - bei Nexen Tire

Megatrend Automatisierung live und in Farbe – bei Nexen Tire

Mathias Haas wurde wahrlich begrüßt

Mathias Haas wurde wahrlich begrüßt

Zwei Stunden von Busan entfernt steht eine Fabrik, die – zumindest in der weltweiten Reifenproduktion – ihresgleichen sucht. Vollautomatisierung, prozessoptimiert und sauber wie im Krankenhaus wird hier Gummi verarbeitet. Nexen Tire ist heute etwa die Nummer 20, doch von diesem Unternehmen werden wir noch hören. Die Ansage des Chairman ist stark, nach einem persönlichen Gespräch ist sie auch glaubwürdig-realistisch: Nexen Tire wird in drei bis vier Jahren unter den Top 10 sein!

 

Im gerade eröffneten Werk sind, als Beispiel, 45 Menschen in der Qualitätskontrolle – für 60 Millionen Reifen im Jahr! Und das, ob wohl jeder Reifen auch maschinell geprüft wird: Der Mensch als Ergänzung zum Prüfgerät aus Röntgenstrahlen, Licht und anderen technischen Wundermitteln.

 

Dieser Unternehmer hat ein klares Ziel

 

Und es geht weiter. Sehr, sehr bald wird in Europa ein Werk stehen. In diesem sind dann etwa 45 Mitarbeiter für die ganze Produktion verantwortlich. Maximal.

 

Vielleicht gibt es sodann Reifen als „Made in Germany“?

 

Der Megatrend-Experte ist kein Reifenexperte, doch vermutlich sind die Gebäude- und Energiekosten die größten wiederkehrenden Kosten… es darf also kritisch betrachtet werden, ob Deutschland für dieses Werk ausgewählt wird. Jeder Bürgermeister darf jetzt schon mal das Ticket nach Busan buchen. Oder gehört das nicht zu den Aufgaben eines Ortsvorstehers?

 

DER TRENDBEOBACHTER mit einem Bericht vom Besuch bei Nexen Tire, einem Unternehmen mit Zukunftsfitness. Jobs wandeln sich, Aufgabenschreibungen müssen neu definiert werden. Der Zukunftsexperte möchte soweit produzieren und sauber informieren, dass Entscheider (inkl. Bürgermeister) und Organisationen zukunftsfit werden und bleiben. Denn auch wenn Deutschland laut der Boston Consulting Group unter 150 überprüften Ländern an Platz 8 steht in Sachen Lebensqualität: Die Machtverschiebung ist dramatisch und offensichtlich!

In China werden mit Abstand (!) die meisten Autos (und damit Reifen) verkauft! Von Busan nach China sind es ein bis zwei Flugstunden… Fragen?

Der Keynote-Speaker und Moderator für Zukunftsworkshops erinnert sehr gerne an derartig offensichtliche Dominoeffekte. Gerne diskutiert und arbeitet er mit seinen Kunden, denn natürlich muss jede Organisation ihr eigenes Modell finden. Dazu gehört vielleicht sogar, auf den Gegentrend zu setzen.

 

Es gibt viele Wege nach Busan!

 

Mehr zu Mathias Haas und seinen veränderungsfreundlichen Moderationsmethoden unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

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Finale: Seoul – die eigene Persönlichkeit

MINDSET TOUR.

30. August 2013

DER TRENDBEOBACHTER, Mathias Haas, hat die ASIAN MINDSET TOUR abgeschlossen und Seoul verlassen. Leider.

 

Was für eine Megacity!

 

Korea geht steil

Korea geht steil

Nicht nur, dass dieses Land und diese Metropolregion einfach zu bereisen ist – es ist eben auch eine Megacity mit Zukunft. Seoul bedient mal locker 50% des Landes. Von etwa 50 Millionen Menschen leben 25 in der Hauptstadt. Die zweigrößte Stadt ist Busan an der Küste, etwa zwei Stunden entfernt – mit dem TGV der dort KTX heißt.

 

Diese Städte funktionieren

 

Nicht, dass dieses Mega-Drehkreuz nicht auch Schwierigkeiten hätte. Wer hat die nicht? Südkorea ist weltweit die Nummer 6 hinsichtlich der geringsten Geburtenraten (selektive Schwangerschaftsabbrüche durchaus üblich, Platz 7 hat sich in dieser Übersicht Deutschland gesichert ) . Trotzdem hat das Land die dritthöchste Bevölkerungsdichte auf diesem Globus. Die Poleposition hinsichtlich der „Selbstmordraten“ ist dann vielleicht eine logische Konsequenz? Wohl kaum, denn dafür braucht es mehr. Zum Beispiel maximal fünf Urlaubstage und durchschnittlich 2.400 Arbeitsstunden im Jahr, zum Vergleich – Deutsche arbeiten 1.600h.

 

„Interessant wird es wenn Südkoreaner weniger arbeiten!“

 

Die Arbeitsmoral produziert eine Art „Vollgas-Ameisen“, die immer und überall arbeiten. Am Beispiel der Kindererziehung wird das „schön“ und „klar“, denn elfjährige Kinder um 11 Uhr abends im Aufzug zu sehen ist keine Seltenheit – nur der Schulranzen ist für uns ungewohnt. Doch wenn Eltern etwa 30% Ihres Einkommens in die zukunftsfitte Ausbildung stecken – ja dann muss natürlich auch etwas raus kommen! Dazu passt dann auch das Umfeld in Sachen Wettbewerb: Es gibt über eine Million junge Uniabsolventen, die aufgegeben haben, einen Job zu suchen. Der Druck bleibt hoch – auch beim Erwachsen werden.

 

Das nächste Japan?

Das Land ökonomisiert das gesamte Leben

 

Die Megacity Seoul gibt es auch in "einfach & arm" - selbstverständlich!

Die Megacity Seoul gibt es auch in „einfach & arm“ – selbstverständlich!

Südkorea hat eine unglaubliche Leistung vollbracht! In nur wenigen Jahren wurden etwa 50 Großkonzerne geschaffen, Samsung vorne an der Spitze – mit Abstand. Und mit Abstand mehr als nur Smartphones. Welch ein Wandel innerhalb eines Menschenlebens! Die Südkoreaner gehen unter Dampf nach Vorne! Doch natürlich ist die heutige Generation nicht mehr ganz so gierig und hungrig wie ihre Eltern. Der „Western Lifestyle“ lockt, Starbucks und andere kostspielige Coffeeshops reizen, und die Mode ist nicht viel anders als in Schweden. Familienräte werden hier ihre Diskussionen haben… Doch wie Herr Dr. Norbert Eschborn, Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. in Seoul meinte,… „Interessant wird es, wenn Südkoreaner weniger arbeiten! Wenn die Kreativität, die Freiheit mit der Perfektion, mit der Organisation gepaart wird – dann wird Südkorea richtig stark!“

 

Koreaner werden (zunehmend) Leben wollen

Koreaner werden (zunehmend) Leben wollen

Die Wiedervereinigung kommt

 

DER TRENDBEOBACHTER sieht sie kommen, die Wiedervereinigung (ist er zu mutig unterwegs?). Auch wenn China kein Interesse daran hat und genau deshalb Nordkorea mit Lebensmittel und Energie unterstützt: Die USA fördern es sicherlich – Südkorea wäre der Star!

Der Zusammenschluss von „Automatisierung“, „Ausbildung“ und „Perfektion“ mit vielen Millionen „billigen Arbeitskräften“…das wäre die koreanische „Killer-App“. Denn viele so genannte Schwellenländer wie China werden zunehmend teuer, Produktionen ziehen weiter nach Bangladesch und Hausmädchen kommen aus Burma. Nordkorea ist tatsächlich die letzte „Oase“ der günstigen Arbeitskräfte. So funktioniert wohl Globalisierung?!

Auch wenn der Kraftakt größer als in Deutschland wäre, auch wenn machtpolitische Spiele schlussendlich entscheidend sein werden: Diese Kombination wäre unfassbar stark. Sie würde dem sichtbaren Drang nach Export (raus aus Südkorea) weiteren Auftrieb geben. Und genau dafür stehen Deutsche in Korea. Nicht, dass wir ihnen technologisch das Wasser reichen würden, doch vor der Wiedervereinigung haben sie Respekt. Und vor der Demut nach dem 2. Weltkrieg. Unsere Bundeskanzlerin schafft es mit einem Besuch in Dachau auf verschiedene Titelseiten der wichtigsten Zeitungen. Beim Nachbarn, Japan, geschieht genau dies nicht. Ein großes Thema, ein großer Graben! Hier scheinen sich die Südkoreaner mit Chinesen einig zu sein.

Megatrends?

Seoul wie Busan sind natürlich keine echten Stellvertreter für Schwellenländer – beispielsweise vergleichen die Asiaten ihre Gehälter mit denen aus Deutschland. Die Preise sind durchaus ähnlich. Entscheidend ist aber, dass die Menschen dort jede Menge Abkürzungen nehmen und einfach mal zu über 90% LTE-A Handyempfang genießen. Digitalisierung in jeder Pore! Filme live in der U-Bahn, Whatsapp vermutlich auch unter der Dusche!

 

LTE-A ist normal in Südkorea, da macht ein smartphone Spaß

LTE-A ist normal in Südkorea, da macht ein smartphone Spaß

Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER, versucht 25 Millionen Menschen in einem Blogeintrag zu beschreiben – natürlich ist das unmöglich. Der Redner und Moderator möchte provozieren und informieren – in jedem Fall wird er motivieren, denn heute spielt die Musik in Asien. Im Stile des K-Pops sind viele Protagonisten auf der Bühne, doch prüfen muss die Auswirkungen jeder selbst. Megatrends kommen nicht über Nacht – aber beobachten muss sie jeder Entscheider, jede Organisation. Oder aber diese Trendbeobachtung wird eingekauft – bei HAAS. DER TRENDBEOBACHTER.

 

K-Pop-Style für DEN TRENDBEOBACHTER

K-Pop-Style für DEN TRENDBEOBACHTER

Mehr Details zur ASIAN MINDSET TOUR genauso wie zur Zukunftsfitness, zu Trendthemen und Vorträgen unter www.trendbeobachter.de – zu Moderationsmethoden für veränderungsfreundliche Unternehmenskulturen wie LEGO SERIOUS PLAY unter www.play-serious.org

 

 

 

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