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AFRICAN MINDSET TOUR: Fazit

MINDSET TOUR.

16. August 2017

Natürlich hat Afrika seine ernstzunehmenden Probleme, natürlich ist Afrika weit größer als die fünf Stationen von Mathias Haas und natürlich kommt der Zukunfts- nicht als Afrikaexperte zurück. Und doch ist es bestätigt, dass die Kernthese der 5wöchigen Lernreise belastbar ist: Afrika = Vorbild!

 

DER TRENDBEOBACHTER. hat sich mal wieder auf die Reise gemacht – wieder 5 Wochen, wieder an 5 Orte. Haas hat zugehört, gelesen und beobachtet. Er hat in 25 formellen Gesprächen und unzähligen Unterhaltungen gefragt und gelauscht. Der Redner und Moderator wollte Afrika verstehen und von Afrikanern lernen. Das hat geklappt.

 

Auch wenn Ghana, Kenia, Ruanda, Botswana und Namibia unterschiedlich sein können – jeder Gesprächspartner hat ein besseres Leben als seine Eltern. Zumindest materiell und in Sachen „Grundbedürfnisse“ haben diese Städte und ihre Einwohner große Schritte gemacht. Und wenn es „nur“ vom Autowäscher zum Uber-Fahrer war. Ja, diese Hauptstädte waren im Fokus, die Vorbilder, die Gewinner…

Wenn „schlichte“ Tankstellen für Fortschritt stehen

Einige Geschäftsmodelle wie das Mobile-Banking M-Pesa aus Kenia sind sogar bei uns bekannt. Doch egal ob sie M-Kopa, Eneza, Sendy, Mfarm, Kasha oder Duktari heißen: Hier gibt es unzählige digitale Geschäftsmodelle, die wirkliche Probleme lösen und auch in Europa erfolgreich sein können. Es gibt nicht selten Glasfaser-Internet und manchmal eine Netzabdeckung, die Stuttgart in den Schatten stellt!

 

Ja, das Internet in Kenia ist schneller als in Deutschland!

 

China ist so präsent, dass des dem Zukunftsexperten Angst macht und die Tragweite so machem Spitzenpolitiker wohl egal, den meisten Namibiern oder Ruandern wohl nicht klar ist. Jack Ma, Gründer von Alibaba und „Afrika-Reisender“ hat auch schon die Ursache für den Durchmarsch seiner Landleute identifiziert und kommuniziert „Europeans worry too much!“

Improvisation, ein weiteres Lernfeld für „den Norden“

Zwar war es wahrlich nicht der Auftrag vom Zukunftsexperten Haas, die Flüchtlingsthematik zu untersuchen oder zu verstehen, doch wenn Haas mal das Gespräch auf „Europa“ und „Flucht“ gelenkt hat so war sehr auffällig, dass in den besuchten „Gewinnerländern“ keinerlei (!) Gedanke an das Mittelmeer vergeudet wird. Menschen in aufstrebenden Ländern wie Ghana, Kenia, Botswana und Namibia sind zunehmend stolz und handlungsfähig! Die Flüchtlingskrise wird nördlich des Äquators entschieden, speziell die Stabilität der nördlichen Küstenländer ist hier entscheidend.

 

Ganz besonders auffällig war, dass der Redner und Moderator ein erstes und sehr kritisches Bild zu NGOs entwickelt hat und dass Ruanda in einer eigenen Liga spielt.

 

Erst zu „den Rettern“: DER TRENDBEOBACHTER. hat seine Interviews an den unterschiedlichsten Orten geführt, auch in den besten Hotels der jeweiligen Stadt. Immer am Wunschort des Interviewpartners, immer hat Haas das Personal gefragt, wer denn hier so absteigt – für locker auch mal 300 EUR pro Nacht. Und immer wurden auch NGO-Vertreter genannt! Auch diese Menschen möchten 5*, kein Zweifel. Doch warum 5 und nicht 4 oder 3 (die Durchschnittsübernachtung von Mathias Haas war via airbnb für rund 45 EUR/Nacht)? Warum „alle“ im gleichen Stadtteil und nicht draußen in der Fläche? Dort wo Tausende von Armen leben… Warum immer mit den größten SUVs und gerne mit Fähnchen auf der Karre? Nun, zumindest kann gefragt werden, warum 50 Jahre „Rettungsmodus“ nicht sonderlich erfolgreich waren und warum Unternehmerinnen und Unternehmer wirklich eine bessere Gesellschaft erarbeiten?

 

Ruanda, die Diktatur die alles unter Kontrolle hat und beim Außen-Sicherheitsposten jeden Koffer vom Spürhund prüfen lässt. Das Land, dass in Rankings rund um Meinungsfreiheit unter ferner liefen läuft und doch das Volk durchdreht, wenn der Präsident in Erscheinung tritt. Ja, vor ein paar Tagen war dort Wahl, und der bisherige Machthaber wurde mit fast 100% zum dritten Mal für sieben Jahre gewählt. Wenn das mal gut geht.

 

Aktuell geht es Ruanda sehr gut und der Fortschritt ist in der Hauptstadt spür- und sichtbar. Auch wenn es nur das scheinbar teuerste Gebäude Afrikas ist, das Kongresszentrum. Wenn es die neuen Flieger der dortigen Airline sind und die sauberen Straßen. In Ruanda fühlen sich Investoren wohl, das ist zweifellos der Fall… und sicher ist spielt hierbei der Schäferhund am Security-Check des internationalen Flughafens eine größere Rolle als dem Schnüffler klar ist.

 

Dieses Fazit könnte so groß sein wie Afrika.

So viele besondere Menschen! Hier Peter Mabeo mit seiner (alten) S-Klasse

Das Konzentrat der Lernreise könnte tatsächlich lang sein… so vielfältig wie der Kontinent und so unterschiedlich wie die Erfahrungen. Zwischen aidserkrankten Interviewpartnern, Ministern die mit offenem Visier Frage und Antwort stehen und einer Gruppe junger Männer, die behaupten, Haas hätte den Strand nicht filmen dürfen.

 

So einfach, so reich und so komplex ist Trendbeobachtung!

 

Ganz, ganz zentral ist, dass Afrika so jung ist. Jung – jung – jung. Und Europa, alt – alt – alt. Es ist selbstredend, dass Afrika nicht in der (Jugend-)Arbeitslosigkeit ertrinken darf und dass der Zukunftsexperte Haas an Unternehmerinnen und Unternehmer glaubt. Unternehmen, die hoffentlich von Politikern gefördert werden und nicht von genau dieser Spezies mittels Korruption geknechtet werden. Denn ja: In Afrika wird man Politiker, um reich zu werden. Menschen sind umtriebig und hier gibt es nur eine Richtung: Selbstbewusst das eigene Land verändern! Ja, Afrika ist Vorbild! Hinsichtlich „Mindset“ macht uns Afrika einiges vor, „Mindset“ wurde hier quasi erfunden. „Mindset nach vorne“!

Unsere Aufgabe in der alten Welt?

Afrika nicht einfach so aufgeben, nur weil uns ein Politiker nicht gefällt! Afrika verstehen und die Unterschiede zulassen… ja, das ist das finale Fazit der AFRICAN MINDSET TOUR!

DER TRENDBEOBACHTER mit einem „Moto-Fahrer“.

Mathias Haas und sein Team machen Organisationen zukunftsfit. Auf dieser Lernreise hat er zugehört und nur einmal die Bühne genutzt. Nur beim Botswana Innovation Hub hat der Zukunftsexperte eine Veranstaltung bespielt. Es gab keinen Workshop, keine Tagung, ein Event im klassischen Sinne… der Redner und Moderator, der Sprecher und Wandlungshelfer hat fünf Wochen lang die dritte MINDSET TOUR realisiert. Eins ist klar: Afrika kommt. Der MegaTrend Afrika wird Europa noch schwer beschäftigen. Hoffentlich!

 

Mehr zur Meinung vom „Übersetzer“ Haas in diesem Blog, auf www.trendbeobachter.de und unter www.play-serious.org

 

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MegaTrend: „Europeans worry too much!“

MINDSET TOUR.

23. Juli 2017

Jack Ma, Gründer von Alibaba und einer der reichsten Menschen auf der Welt, war „in town“. Der Business Mogul, macht gerade eine Afrika-Tour und hat nicht nur Mathias Haas begeistert. Ja, Jack ist ein richtig guter Redner, der auch mutig spricht. So meinte er an der Universität von Nairobi, dass jedes Problem eine Geschäftsidee sein könnte und davon hätten Sie ja in Afrika genug. Weiter sagte er, O-Ton, „Innovation is not from the goverment“… obwohl sicher die wichtigsten Politiker im Raum waren. Der Mann hat ganz klar adressiert, dass Alibaba hier durchstartet und dass er plant 200 bis 500 Unternehmer zu einer Stippvisite ins Headquarter von Alibaba zu bringen. Und das ist nur ein Beispiel wie er den Import und Export von, mit und zwischen Afrika und China ausbauen möchte. Schon bei der ASIAN MINDSET TOUR wurde in Guangzhou klar, dass hier enormer Handel stattfinden muss. Afrikanische Gesichter gehörten schon 2013 zum Straßenbild in dieser chinesischen Megacity!

 

Und langsam wird ein Schuh draus.

 

Wenn man jetzt die Punkte verbindet und sieht, dass chinesische Anbieter in rund drei Jahren die Bahnstrecke Nairobi-Mombasa gebaut haben (ja, sie musste vor den Wahlen am 08.08.17 fertig werden!) und dass dieser Madaraka Express fast 500 Kilometer (Einweg für 7 EUR, 2. Klasse) bedient… dass jetzt nicht nur die USA, Frankreich, Spanien und Japan sondern jetzt auch China eine Militärbasis am Horn von Afrika aufbaut… wenn man schlichtweg auf die Straßen schaut und dort im Grunde nur Nutzfahrzeuge chinesischer Hersteller sieht… ja, das kann man Jack Ma’s Aussage nachvollziehen: „Europeans worry too much!“

Doch auch wenn Kenias Mobilfunk besser als in den USA und ganz sicher stärker als in Deutschland ist, auch wenn erfolgreiche Geschäftsmodelle hier (im Gegensatz zum Silicon Valley) die Gesellschaft verbessern, und auch wenn es hier jedem jungen Erwachsenen besser geht als seinen Eltern… so gibt es eben auch glaubhafte Geschichten wie diese:

Zwei hiesige Mitarbeiter einer deutschen Logistikfirma hatten Freitagabend „falsch geparkt“ (und das ist hier nun wirklich sehr subjektiv) und dem Polizisten offensichtlich kein Schmiergeld bezahlt. Der normale Ablauf wäre, dass diese dann direkt vor Gericht müssen und dort für schuldig oder unschuldig befunden werden. Nun war es aber Freitagabend. Konsequenterweise waren die beiden Herren dann bis Montag früh im Gefängnis, denn das Gericht war am Wochenende nicht mehr zu erreichen.

So oder so, zeigt dieses Beispiel wie enorm die Korruption auch Kenia im Griff hat. Genau deshalb trifft Mathias Haas heute noch Prof. P.L.O. Lumumba, Direktor der Kenya School of Law. Dieser Mann nimmt kein Blatt vor den Mund. Mutig und stark sind seine Auftritte beispielsweise bei der 3. „Corruption Covention“ in Uganda, wo er fragt ob Afrika bereit ist… für eine Zukunft ohne Schmiergeld und Schattenwirtschaft.

Sure?!

 

HALT STOPP, weil „Europeans worry too much!“

Kamal Bhattachary und Mathias Haas, Selfie beim Frühstück.

Denn die positiven Seiten dieser AFRICAN MINDSET TOUR sind deutlich sichtbar! Die mutige Grundthese der Tour, dass Afrika Vorbild ist – ja sie ist belegt. Jetzt schon am zweiten Stopp. Wenn man alleine erlebt wie Kamal Bhattachary, Chief Innovation Officer, von Safaricom (Marktanteil 73% in Kenia!) mal kurz den Kaffee mit M-Pesa bezahlt so wird in Sekunden klar, dass selbst PayPal von Afrika Angst bekommen darf. Paydirekt und andere deutschen Antworten müssen sich auf den Weg machen – zum Beispiel nach Ostafrika! Warum nicht einen Versuch starten und schauen, ob diese einfachen Prozesse und Lösungen übertragbar sind? Agil werden? Hier gibt es nichts anderes! Kein Afrikaner hat Zeit für Prozesse…! Mathias Haas war heute der zweite Web-Check-In-Nutzer für den nächsten Flug obwohl er erst 24 Stunden vor Abflug aktiv war. Warum auch… Kenya Airways ist im Vergleich zu Eurowings und Air Berlin eine S-Klasse an Verlässlichkeit!

 

Informelles Geschäft wird in Afrika zu formellem Geschäft.

 

Es ist klar, dass wir uns in der alten Welt weiter ausruhen können. Es ist aber auch eindeutig, dass andere Menschen auf diesem Planeten – zum Beispiel in Ghana und Kenia – durchstarten und dabei ziemlich fröhlich sind. Ja, zum Beispiel hat DEM TRENDBEOBACHTER. gestern ein Uber-Fahrer erzählt, dass er erst in der weitergehenden Schule eigene Schuhe hatte. Seine Kinder dagegen können mit 8 Jahren schon erleben was ein Fernseher ist. Und so hilfsbedürftig unsere Gefühle bei solchen Biografien sein mögen, Afrikaner werden sich selbst helfen! 50 Jahre Entwicklungshilfe und die „Erfolge“ sprechen für sich… Top-Vorbilder wie Jack Ma sind stärker als NGOs!

Ja, DER TRENDBEOBACHTER. hat auch eine NGO besucht: Peepoople. Doch hier gibt es durchaus kommerzielle Absichten. Warum auch nicht?

Für den Redner und Moderator Mathias Haas ist jetzt schon eindeutig, dass Europa nur noch auf wirklicher Augenhöhe mit Afrika Geschäfte machen wird. Warum Europa beliefern, mit hochnäsiger Kommunikation umgehen, wenn afrikanische Nachbarländer auch zunehmend das Öl oder seltene Erden abkaufen? Warum Mais nach Kassel fahren wenn Uganda auch einen guten Preis zahlt? Ok, vielleicht Plattformen wie Alibaba nutzen, denn diese werden hier in Afrika Büros auf machen. Chinesen werden – Schritt für Schritt – ganz langsam aber sicher – zum geschätzten Partner, denn es gibt endlich eine Alternative zu Amerikanern, Britten, Franzosen und Deutschen.

 

Ach ja,… in Angola gibt es mittlerweile Gastarbeiter aus Portugal.

Jörg Brase, ZDF Nairobi und Mathias Haas nach einem sehr wertvollen Austausch.

 

Die AFRICAN MINDSET TOUR von Mathias Haas ist eine Lernreise und diese lohnt definitiv! Die Reise ist nicht immer einfach und doch ist es nötig sich weiterzubilden, sich ein eigenes Bild zu machen. DER TRENDBEOBACHTER. ist eben kein klassischer Trendforscher und auch kein Zukunftsforscher, der am Schreibtisch sitzt. Mathias Haas ist Redner und Moderator, Wandlungshelfer und Übersetzer, denn Organisationen müssen schließlich mit dem Wandel umgehen. Entscheider müssen heute für die Zukunft entscheiden! Dafür haben Haas und sein Team auch die PLAY SERIOUS AKADEMIE. gegründet. Hier bietet Mathias Haas mit seinem Moderatoren-Team zum Beispiel Strategie-Workshops mit LEGO SERIOUS PLAY an.

 

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