MENU

Haas
Tag Archive

1848

Hello, Elon Musk!

MINDSET TOUR.

21. Juni 2015

DER TRENDBEOBACHTER. geht auf Tuchfühlung – zu einem der mutigsten Unternehmer im Silicon Valley: Tesla-Gründer Elon Musk.

DER TRENDBEOBACHTER bei Tesla

Weder der Hightech-Spezialist noch der Redner und Moderator Mathias Haas sind bekannt für ihre Zurückhaltung, wenn es darum geht, der Welt neue Dinge zu präsentieren.

IMG_20150621_124832 IMG_20150621_124843Sei es mit den Tesla-Fahrzeugmodellen auf der Straße (oder neu: zuhause mit den Tesla-Solarenergiespeichern) oder auf der Showbühne bei Trendvorträgen, mit der TrendApp. und natürlich hier im Blog.

Im Rahmen der VALLEY MINDSET TOUR wird Mathias Haas versuchen, mit Elon Musk ins Gespräch zu kommen – ist dieser doch ein Paradebeispiel für den Geist und das Denken der Gründer und Entrepreneure im Silicon Valley.

Sie fragen sich: Wie kann das gehen?

Nun, alles wird nicht noch verraten – nur so viel: Plan B heißt Hartnäckigkeit. Tägliche Besuche im Tesla Headquarter – bis der Interviewtermin steht. Wer von den Beiden (bzw. von den Dreien, wenn man den Mann vom Sicherheitsdienst mitrechnet) wird dies wohl länger aushalten?

Doch vielleicht ist Plan B gar nicht notwendig – hat DER TRENDBEOBACHTER. doch vorgesorgt und sich dabei des Trends zur Individualisierung bedient.

Mit diesem Windschutz auf seinem Reportage-Mikrofon begrüßt Haas seinen Gesprächspartner. TrendInterviews in ihrer schönsten Form.

Doch neben Elon Musk gibt es noch viele weitere bestätigte Interviewpartner. Die haben zwar keinen persönlichen Windschutz aus dem Hause TRENDBEOBACHTER, doch sie können trotzdem quasi in Echtzeit hier in diesem Blog lesen, wie das Valley tickt.

Bleiben Sie gespannt, denn Mathias Haas ist es ebenso.

Gerade bei der VALLEY MINDSET TOUR ist er kein Trend- oder Zunftsforscher. Vielmehr ein Forscher für neues Verhalten im Hier & Jetzt. Für heute, morgen und übermorgen. Und er teilt sein Wissen gerne mit Ihnen – damit Sie als Entscheider immer zukunftsfit bleiben!

Mehr zu Haas und seinem Team unter www.trendbeobachter.de

 

Read article

2396

Industrie 4.0 für 750 EUR!

MegaTrend.

15. Juni 2015

Zuhause tun es viele jeden Tag: Der Trend geht zur (Selbst-)Optimierung mit allen Hilfsmitteln, die uns die neue (cloudbasierte) Welt so anbietet: Vom Fitness-Armband für ein besseres Sporttraining über den Matratzensensor zur Verbesserung des Nachtschlafs. Von der Zahnbürste, die bei Facebook über den Erfolg der täglichen Zahnreinigung berichtet und uns allein deswegen zum besseren Putzen animiert, bis hin zum synthetischen Essen Soylent, das nicht mehr zubereitet werden muss und damit jede Menge mehr Tag übrig lässt für andere Aktivitäten.

Unter diesen Privat-Optimierern sind auch viele Unternehmer mit dem Wunsch, ihren Geschäftsbetrieb effizienter zu machen – mit genau den einfach zu verwendenden Mitteln, die sie von Zuhause kennen. Bisher war das eher schwierig, denn geschäftliche Abläufe und Vorgänge sind scheinbar zu kompliziert für einfache Lösungen.

Falsch, sagt Mathias Haas. DER TRENDBEOBACHTER. hat ein österreichisches Unternehmen aufgetan, das extrem einfach zu handhabende Lösungen für die Erfassung von technischen Daten im Unternehmen anbietet, auf die bisher wegen ihrer umständlichen Erhebung und Verarbeitung oft verzichtet wird.

Das Prinzip ist sehr einfach: An eine vorkonfigurierte zentrale Box werden kabelgebunden oder kabellos die verschiedensten Sensoren angebunden. Dies können Temperatur-, Druck- und Feuchtefühler sein, normale Schaltkontakte, Leistungs- und Strommessgeräte etc.

Alle Sensorboxen kommen von Linemetrics und haben einen Akku, der bis zu einem Jahr hält. Das gesamte System ist vorkonfiguriert – einstecken, spielt – einschließlich der autarken Übertragung in die Cloud (dank unserem neuen Exponat: testet!). Keine umständliche Einbindung mehr in firmeneigene Systeme, keine teuren Schnittstellen der Maschinenhersteller mehr.

In einer hochsicheren Rechenumgebung von T-Systems passiert dann die Auswertung der Daten und deren graphische Darstellung – so wie es der Nutzer braucht und möchte.

Was kann man nun damit tun?

Energiesparen, zum Beispiel.
Energieeffizienz ist eigentlich kein Trend (auch, wenn es so aussieht), sondern schlicht eine sowohl globale als auch oft budgetäre Notwendigkeit.

Doch wie oft werden Potentiale zur Einsparung nicht genutzt, weil die Analyse zu kompliziert ist. Weil die Ressourcen im Unternehmen fehlen oder weil eine Anbindung an die interne IT aus Sicherheitsgründen oder in Ermangelung einschlägiger Experten nicht stattfinden kann. Oder weil der externe Energieberater die potentiellen Ersparnisse durch sein Honorar wieder aufgefressen hätte. Bisher gab es also viele Möglichkeiten, es bleiben zu lassen.

Durch diese pragmatisch-intelligente Form von Industrie 4.0 wird es nun ganz einfach, den Energiegehalt der Abluft zu messen oder den Stromverbrauch der Produktions- oder Datenverarbeitungsanlagen in Betrieb und Standby. Durch Sensoren an den richtigen Stellen und die die integrierte Auswertung der Messdaten und die Aufbereitung auch für Nicht-Spezialisten lassen sich laut Hersteller bis zu 15% Energie einsparen.

Angesichts dieser Zahl kommt oft der Appetit beim Essen. Es finden sich immer mehr Bereiche, die ausgewertet werden können – passende Sensoren hierfür gibt es sicher. Die Anlage ist modular erweiterbar – und die Sparpoteniale beträchtlich.

Das System ist selbst dazu in der Lage, Veschleißzustände von Maschinen vorherzusagen oder die Produktionskapazität zu optimieren. Die Daten, die hier generiert werden, stehen dem Nutzer in offenen Formaten zur Verfügung.

Der Ausbau der Anlage ist im Grunde nur begrenzt durch die Phantasie des Anwenders. Standortübergreifende Nutzung ist ebenso problemlos wie der mobile Betrieb – denn die Datenübertragung zum Rechenzentrum erfolgt per M2M SIM Karte.

Systeme wie dieses gehen mit ihrer Einfachheit und Skalierbarkeit einen neuen Weg – weg vom Bauchgefühl (wir verbrauchen zu viel Energie) hin zum Wissen (wir nutzen die Druckluft aus Kompressor B nur zu 20%). Denn oft braucht es für aussagefähige Informationen gar keine hochkomplexen Strukturen.

Die Firma Linemetrics zeigt mit ihren Produkten, dass zukunftsfähige Lösungen eben nicht nur im Silicon Valley gemacht werden. Dorthin reist übrigens Redner und Berater, der Zukunftsexperte Mathias Haas, im kommenden Sommer. Immer auf der Suche nach neuen Trends und Entwicklungen.

DER TRENDBEOBACHTER., der kein Zukunftsforscher und auch kein Trendforscher – Trendbeobachter eben – im wissenschaftlichen Sinne ist, findet pragmatische Lösungen und entdeckt neues Verhalten – damit Sie es in Ihrem Unternehmen nutzen können.

Zukunftsforscher? Nein, DER TRENDBEOBACHTER.

Zukunftsforscher? Nein, DER TRENDBEOBACHTER.

Mehr zu Haas und seinem Team unter www.trendbeobachter.de Genau hier wird dann klar(er) warum Haas DER TRENDBEOBACHTER und nicht ein Trendforscher ist. Warum Haas und sein Team Trendbeobachtung und keine Zukunftsforschung betreiben. Mathias Haas, der Zukunftsexperte, agiert und präsentiert ganz pragmatisch und mit dem GMV-Faktor, dem gesunden Menschenverstand. Doch dazu, wie erwähnt… www.trendbeobachter.de

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE und beispielsweise LEGO SERIOUS PLAY unter www.play-serious.org

Read article

1975

So viel Druck kann sein

MegaTrend.

26. November 2014

DER TRENDBEOBACHTER hat Dirk van der Kooij entdeckt. Genau genommen hat ihn Tina Kammer von Interior Park entdeckt. Oder Ihre Partnerin Andrea Herold? Egal!

3D mit Zukunft

Mathias Haas ist froh, die beiden Trendsetterinnen zu kennen, denn es gibt ein weiteres Beispiel dafür, was 3D-Druck kann und vor allem welche Geschäftsmodelle daraus entstehen.

Doch zurück zu Dirk, denn er war weltweit der Erste.

Der Absolvent der Design Academy in Eindhoven ist bereits ein Star – zumindest in der „ich-drucke-mir-ganze-Möbel-Szene“. Seine Werke stehen nicht nur im Vitra Design Museum und im Modern Art in New York (und eben bei Interior Park in Stuttgart), sondern er ist schlicht der Pionier auf diesem Feld. Er und sein Roboter, denn dieser macht die ganze Arbeit.

Der Künstler füttert seinen Helfer mit 100% Plastikmüll.

Gefüttert wird sein umgebauter Industrieroboter mit dem Innenleben von Kühlschränken. So einfach ist der Ansatz und so genial die Mobilität, denn mit einem schlichten Anhänger und dem ein oder anderen leeren Kühlschrank ist dieses Unternehmen startklar. Er kann produzieren, wo er möchte, solange der Plastikmüll geschreddert zur Verfügung steht. Und ja, so lange die Kundschaft gedruckte Möbelstücke die niedrige Auflösung der Struktur annimmt (müssen Möbel immer ein völlig glatte Oberfläche haben?)…. DEN begeisterten TRENDBEOBACHTER stört dies überhaupt nicht. Im Gegenteil – dieses Design ist auch beim Probe sitzen zeitgemäß.

DER TRENDBEOBACHTER beim Probe sitzen

Denn auch der Redner und Berater möchte mit Besitzerlebnis – beispielsweise im Büro – klar kommunizieren. Auch DER TRENDBEOBACHTER möchte vorne mit dabei sein und wenn Mathias Haas die Tische, Sideboards, Stühle, Lampen, Vasen, Kleiderbügel und Leuchten ansieht… und die Geschichte kennt, dann ist auch der Zukunftsexperte kaum zu bremsen.

Es ist schön zu sehen, dass mal wieder ein Querdenker merkwürdig unterwegs ist und auch in diesem Falle schlussendlich auf die Zukunftsthese von Haas einzahlt:

Das neue Premium ist nachhaltig!

Heute, spätestens morgen werden Premiumanbieter mindestens den Versuch, nachhaltig zu produzieren, dokumentieren müssen. Niemand wird mehr ordentliche Summen ausgeben, wenn nicht ein gutes Gewissen mit im Regal liegt! Dies gilt auch und gerade in der Möbelbranche, denn in dieser Welt hat jeder bereits ausreichend Möbelstücke auf seinen 30 oder 1.200m².

Es geht wohl um ein Upgrade!

Und das ist nur der Anfang, wenn man sich mit Tina Kammer unterhält. Die Architektin besetzte schon die Thematik „biobasierte Kunststoffe“, als andere noch 3D-Drucker für ausgewachsenen Quatsch hielten… doch dazu mehr, wenn DER TRENDBEOBACHTER dann vom „Endless Flow Coffee Table“ seinen Schwarztee kredenzt und im „Fat Line Crossed Legged“ die nächsten Vorträge vorbereitet…

 

 

 

 

Mathias Haas lebt natürlich auch von Gesprächen wie diesen!

Der Redner und Berater in Sachen „Trends, Wandel, Veränderung“ freut sich sehr, wenn Macher realisieren, dass neue Verhaltensweisen gepaart mit neuen Technologien eben neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Der Zukunftsexperte ist fasziniert von Regelbrechern und Holländern. Genau in dieser Reihenfolge – vielen Dank für diesen Austausch.

Schauen Sie mal rein: www.interiorpark.com

Sehen Sie sich um! www.trendbeobachter.de

Klicken Sie drauf: www.youtube.com/haaskommuniziert

Yep, Mathias Haas ist kein klassischer Trendforscher und auch kein üblicher Zukunftsforscher. Haas und sein Team macht weder Trendforschung noch Zukunftsforschung. Es geht schlicht um das „Hier und Jetzt“, denn Sie müssen ja heute entscheiden – nicht 2030.

Read article

Zum Entdecken: Die TrendApp. Die Zukunft in der Tasche.

MegaTrend.

21. Oktober 2014

DER TRENDBEOBACHTER veröffentlicht seine Entdeckungen auf der eigenen TrendApp. Denn Trends sind Überschriften für neues Verhalten! MegaTrends sind folglich mega Überschriften für mega-wichtiges (neues) Verhalten.

Zum Download bitte in einem Wort schreiben.

Zum Download bitte in einem Wort schreiben.

Dieses neue Verhalten wird bedient!

Genau diese Entdeckungen nutzt der Redner und Berater auf der Bühne und in Workshops. Immer wenn Entscheider und Organisationen zukunftsfit werden wollen und müssen – immer dann kommen diese unentdeckten Exponate zum Zug. Schlussendlich muss jedem Mitarbeiter, Kollegen oder Kunden klar werden:

Verändern ist deutlich attraktiver, als verändert zu werden!

Genau deshalb agiert DER TRENDBEOBACHTER mit Prototypen, Produktinnovationen und Anwendungen, die gerade die Phase der Markteinführung erreicht haben.

Und diese Entdeckungen veröffentlicht Mathias Haas jetzt in der eigenen TrendApp. Beweisfotos, kurze Beschreibungen und jeder Nutzer ist „angefixt“. Denn wir haben es in uns – das „Entdecker-Gen“!

Wir wollen schlicht überleben und genau dies könnte durch eine neue Information gegeben sein. Deshalb öffnen wir Whatsapp und SMS in Sekunden… auch wenn wir ganz andere Dinge im Kopf haben. Deshalb braucht jeder die TrendApp. Hiermit kann jeder mitreisen wenn der Redner und Berater (und sein Team) auf Trend-Scan-Tour ist.

Alle Vorbereitungen für jeden Vortrag und jede Beratung von Mathias Haas und seinem Team entstehen durch…

  • Lesen
  • Lesen
  • Lesen
  • Fragen stellen und zuhören
  • Ansehen, hinterfragen und untersuchen.

 

Mathias Haas ist keine normaler Trendforscher und auch kein typischer Zukunftsforscher. Diese würden wohl kaum die eigenen Errungenschaften derartig einfach zur Verfügung stellen. Trendforscher agieren meistens mit einem Institut oder gar wissenschaftlich (soweit…). Und auch Zukunftsforscher haben bisher keine TrendApp. veröffentlicht, die konkret und pragmatisch ist.

Lesen, entdecken, weiterempfehlen – gerne in beide Richtungen!

Die TrendApp… immer einen Schritt voraus!

 

 

Mathias Haas ist DER TRENDBEOACHTER und offensichtlich weder ein klassischer Zukunftsforscher noch der urtypische Trendforscher. Haas ist Wandlungshelfer, denn Zukunft ist zwar komplex – sie ist aber nicht so kompliziert.

 

Mehr zum Redner und Berater unter www.trendbeobachter.de

Mehr zu den agilen Beratungsmethoden unter www.play-serious.org

Read article

1763

Pragmatiker trifft auf Visionär

MegaTrend.

25. August 2014

DER TRENDBEOBACHTER blickt mit Professor Helbing exklusiv in die Ferne.

Der Physiker und Soziologe Professor Dirk Helbing von der ETH Zürich schaut ganz weit voraus. Alles sehr komplex und plötzlich wieder ganz konkret. Ein ungewohnter Fernblick für mich, hole ich doch mittelfristig ablesbare Megatrends von morgen per Zoom dicht ans Heute heran. Helbing schaut aufs Heute und stellt die Zukunft scharf. Sehr scharf, messerscharf.

Im Konkreten treffen sich unsere Sichten: Der heutige Mensch ist völlig überfordert von der Komplexität der modernen Welt, unser Gehirn scheitert daran, es mangelt schlichtweg am Vorstellungsvermögen und auch an Phantasie, so Helbing.

Das sieht die TRENDBEOBACHTUNG genauso.

Deshalb braucht es Systeme, die es uns ermöglichen, in Echtzeit Entwicklungen in der Sozial- und Wirtschaftsdynamik voraussehbar und zu machen. Ich als TrendTrüffelschwein suche das Mega in den Trends, für Helbing braucht es das Mega vor allem bei Rechenleistungen, dem Hyper-Computer: Denn nur so wird Zukunft berechenbar.

„Europa ist digital abgehängt“, stellt mein Interviewpartner klar. Die letzte Chance für „IT Made in Europe“ heißt M2M-Kommunikation. Als digitale Kolonie der USA bei der P2P-Interaktion – siehe social media oder NSA – gewinnt die nächste Runde, wer die Maschinen am besten miteinander sprechen lässt, so mein Verständnis von Helbings Warnruf. Wer die Daten hat, hat die Macht.

Mit einem Hyper-Mega-Daten-Echtzeit-Scanner wäre es möglich, ein exakt simuliertes Modell der Welt zu erstellen und damit könnten wir dann auch herausfinden, welche konkreten Themen in Zukunft wirklich wichtig werden, so die Hypothese des Komplexitätsforschers. Das wäre auch der Traum DES TRENDBEOBACHTERS.

Doch wie soll das gehen? Am Naheliegenden hat Helbing das schon vorgemacht: Menschenmassen sind bei Panik unberechenbar und gefährlich, so komplex sind die Reaktionsmuster. Mit seinem Leitsystem hat er die Zahl der Toten bei wiederholten Paniken in Mekka erheblich reduziert.

So unberechenbar wie das Verhalten des überforderten Menschen der Jetztzeit scheint, so steuerbar kann Zukunft werden, wenn wir uns aufmachen mit neuen Erkenntnisinstrumenten – wie früher mit dem Fernrohr – neue Kontinente zu entdecken.

Und die finden sich heute nicht mehr analog auf der Weltkugel, sondern digital in Datenwolken.

Doch für Entdeckungen braucht es wie eh und je Neugier, Mut und Ausdauer – Gaben, die Professor Helbing für seine Projekte und in unserem Exklusiv-Interview eindeutig hat und auch den Menschen verschreibt, um Zukunft zu meistern.

Beruhigend für DEN TRENDBEOABACHTER – DIE TRENDBEOBACHTUNG nutzt genau diese Anforderungen, um schon heute im Nahbereich die Zukunft scharf zu stellen.

 

Mehr zum Redner und Berater Mathias Haas, noch mehr zu seinen „agilen Beratungsmethoden“ wie beispielsweise LEGO SERIOUS PLAY:

www.trendbeobachter.de

www.play-serious.org

 

 

Read article

2024

Acht starke Frauen aus China – Wandel in 53 Minuten.

MINDSET TOUR.

22. August 2014

Ein Dokumentarfilm ohne Biss – DER TRENDBEOBACHTER kann heute nicht schlafen.

Dokumentarfilm zu China

DER TRENDBEOBACHTER durfte rein schauen – in den Dokumentarfilm „Frauen tragen die Hälfte des Himmels“. Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart waren in Peking und haben gedreht… etwa 100 Stunden Filmmaterial, um eines herauszufinden: Wie leben Frauen in diesem Land des Wandels?

Tolle Frauen, feine Geschichten, hochwertig produziert – für all diese Aspekte lobt Mathias Haas sehr, sehr gerne. Auch ganz einfach für die Möglichkeit, dieses Werk sehen zu dürfen, denn bei der Erstaufführung war der Redner und Berater auf einer anderen Bühne und die nächste Show ist erst wieder im November.

Egal, ob es um die Motivation der Tierschützerin, um die Siemens-Managerin oder die beschriebene Schauspielerin ging… diese Persönlichkeiten „näher“ kennenzulernen und deren persönlichen Wandel zu erleben – all das hat DEN TRENDBEOBACHTER an seine eigene ASIAN MINDSET TOUR erinnert. Auch bei diesem Projekt ging es um die Frage: Wie gehen diese Menschen mit diesem massiven Wandel um?!

Doch viele Aussagen der Frauen waren schmeichelhaft – für Staat und Regierung. Sehr viele Aussagen der Frauen waren im Stil „Hier fühle ich mich gleichberechtigt“ (im Vergleich Stadtleben und Leben auf dem Land) oder „Confidence in Yourself“. DER TRENDBEOBACHTER hatte weder Überraschungen noch allzu viel glaubhafte Aussagen gehört.

Leider gab es wenig authentische Worte.

Jetzt kann dieses Gefühl aus vielen Richtungen gefüttert werden. Vielleicht – und davon möchte sich Mathias Haas nicht freisprechen – hat es auch die Kraft der „self-fulfilling prophecy“, doch schlussendlich erwartet sich Haas von einer deutschen Hochschule mehr Mut zur Kritik und mehr Kraft zur Reibung.

Wenn deutsche Unternehmen (vor der Regierung und ihren Behörden) in China in die Knie gehen, mag das irgendwie noch erklärbar sein. Doch wenn – zwangsläufig bereits durch Übersetzer bearbeitete Aussagen – so wie hier kommentiert und kritiklos bestätigt werden… wenn Wanderarbeiter als „die Gewinner“ oder Chefärztinnen als international gefeierte Stars dastehen, dann stellt sich Haas zwangsläufig die Frage: „Ist ein solches Projekt ein wertvoller Baustein, um Studenten zu kritischen Managern auszubilden?“

Denn schlussendlich geht es dem Zukunftsexperten um ein zukunftsfittes Deutschland. Unser Europa wird seine Herausforderungen mit Anbietern aus so genannten Schwellen- und Entwicklungsländern haben. Die Menschen dort sind derartig hungrig, diszipliniert und auch wissend (alles übrigens Tugenden, die wir uns noch zuschreiben), dass Mathias Haas tatsächlich Bedenken hat. Nach Ansicht DES TRENDBEOBACHTERS braucht es jede Menge Querdenker und Querköpfe, Macher und Macherinnen mit jeder Menge Tatendrang, Mut und Kritikwilligkeit.

Leider hat Haas in diesem… nochmals… höchst professionell produzierten Filmprojekt wenig Auseinandersetzung mit der vermeintlichen Wahrheit und kamerafähigen Aussagen gespürt.

Aber die Wahrheit ist wohl auch… dass eine radikalere Vorgehensweise nicht für Wiederholungstaten gesorgt und die starken Frauen wohl kaum vor die Kamera gebracht hätte. China macht die Regeln, egal ob für Hochschulen oder Unternehmen.

Mathias Haas wird dennoch nicht schlafen… denn der Redner und Berater ist überzeugt, dass Bildung mehr Reibung produzieren muss. Wenn nicht in dieser Phase des Lebens – wann dann?

 

Die starken Frauen von morgen? Eine Aufnahme von der ASIAN MINDSET TOUR in 2013.

Die starken Frauen von morgen?
Eine Aufnahme von der ASIAN MINDSET TOUR in 2013.

 

 

 

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER und eben nicht klassischer Trendforscher oder üblicher Zukunftsforscher. Der Wandlungshelfer unterstützt Organisationen unterschiedlichster Art zukunftsfit zu werden oder zu bleiben. Im Hier und Jetzt. Denn Führungskräfte wählen jeden Tag zwischen links und rechts – zwischen ob und unten. Irgendwo liegt dann „die Zukunft“… sprich die „richtigen“ Produkte, Geschäftsmodelle und schlussendlich Erfolg.

 

Mehr zu Mathias Haas und seinen Beratungsmethoden (z.B. LEGO SERIOUS PLAY) unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

 

Read article

2062

Das Hotel der Zukunft ein Hotel mit Normalität!?

MegaTrend.

26. Juni 2014

DER TRENDBEOBACHTER durfte Fragen stellen – und zwar dem Macher des normalsten (?) Hotels zwischen Moskau und Rio: Herrn Mag. Benedikt Komarek. Dieser Mann und seine Familie denken neu und bauen seit Februar 2014. Sie bauen ein Hotel, das ganz normal ist, und genau das wird den Unterschied ausmachen. Denn Häuser, die der Redner und Moderator besucht, lassen oft Fragen offen. Einige Beispiele:

  • Warum muss Mathias Haas bei der Online-Buchung bereits alle Daten eingeben und hinterher nochmals aufschreiben?
  • Warum muss DER TRENDBEOBACHTER auschecken, obwohl schon klar ist, dass er heute geht?
  • Warum sitzt er auf dem Zimmer zum Arbeiten, obwohl es in der Lobby oft attraktiver ist?
  • Warum kann der Zukunftsexperte nicht sein zentrales Lebensinstrument – das „Smartphone“ –  nicht auch für das Licht und die Rollos nutzen?
  • Warum reist der Vielflieger Haas mit Adaptern, wenn es Steckdosen für USB-Anschlüsse gibt?

Mit derartigen Fragen beschäftigt sich ein Kooperationspartner – das Fraunhofer IAO – schon länger (vgl. Future Hotel Studie), doch im April 2015 kann das Alles schon Normalität sein. Zumindest am Bahnhof in Wien.

BizTravel Juli/August 2014. Quelle: Befragung von Fraunhofer IAO und HRS mit 540 Geschäftsreisenden.

BizTravel Juli/August 2014.
Quelle: Befragung von Fraunhofer IAO und HRS mit 540 Geschäftsreisenden.

Intelligenterweise wird aber eine Herberge versprochen, die keinem Apple-Store und keiner Audi-City gleicht. Es wird ein Hotel gebaut, dass einfach nur gemütlich ist – gemütlich mit USB-Steckdose quasi. Viel Holz, feine Beleuchtung und lokaler Touch kann ja ergänzt werden durch logische Prozesse, die schlussendlich dafür sorgen, dass es keine Rezeption gibt und der Check-in und –out „mobile“ verläuft.

Eine „mobile company“!

Facebook Deutschland hat kommuniziert, dass 70% aller User per Telefon den Status checken und genau dies durchschnittlich 14 Mal am Tag. Es wird also höchste Zeit, dass nicht nur IT-Giganten agieren und das Selbstverständnis updaten. Es ist auch an der Zeit, dass jedes Geschäftsmodell massiv angepasst wird.

  • Jedes Geschäftsmodell ist ein digitales Geschäftsmodell.
  • „mobile“ ist kein Endgerät, es ist eine Lebenseinstellung!
  • Echtzeit ist gerade schnell genug.

Herr Komarek könnte fast bei Mathias Haas angestellt werden… oder? Nein, wohl kaum – denn der Sprecher und Moderator redet, das Hotel Schani liefert! Doch wer weiß, was sich aus diesen ersten Schritten noch entwickelt– abgesprochen ist heute schon, dass DER TRENDBEOBACHTER vor allen Trendforschern und Zukunftsexperten die Realität spüren wird. Mathias Haas darf zum Pre-Opening nach Wien kommen und er wird davon berichten.

Heute schon ist klar: Das Hotel ist ein „lernendes Haus“ und damit wird der Grundstein gelegt für „hungrige Mitarbeiter“ – für eine „veränderungsfreundliche Unternehmenskultur“. Und genau diese braucht es, um Antworten zu finden auf das neue Verhalten der Menschen da draußen – denn nichts anderes sind Megatrends: „Mega-Überschriften“ für neues Verhalten.

Auf nach Wien! Normal. Endlich!

Werden in diesem Hotel Zahlungen per smartphone und sumup umgesetzt? Wir werden sehen... wir sind gespannt.

Werden in diesem Hotel Zahlungen per smartphone und sumup umgesetzt? Wir werden sehen… wir sind gespannt.

 

 

 

Mathias Haas hat den Anspruch, Megatrends beweisbar zu machen und genau darin liegt auch der Unterschied zur klassischen Trend- und Zukunftsforschung. Mit seinen unentdeckten Exponaten und selbst erlebten Paradebeispielen hat er eine andere Vorgehensweise als typische Zukunftsexperten, Trendforscher und Innovationsmanager.

 

Mehr zu Mathias Haas und seinem Team unter www.trendbeobachter.de

Mehr zu LEGO SERIOUS PLAY und den „veränderungsfreundlichen Moderationsmethoden“ unter www.play-serious.org

 

Read article

1940

Brands to watch: Marken aus den BRIC-Staaten auf dem Sprungbrett in den Weltmarkt

MegaTrend.

19. März 2014

DIE TRENDBEOBACHTER-Analyse

China 4.0.: Red Obsession = Brand Obsession

Dass China in Bordeaux den Markt des Rotweins aufmischt, Marken in Deutschland sammelt oder weltweit den Wirtschaftsmotor antreibt, als Absatzmarkt das Überleben deutscher Automobilbauer sichert und „die S-Klasse“ erst einmal „dem Chinesen an sich gefallen soll“ und danach dem Schwaben – das alles sind fundierte Lehrstücke über den mächtigen Auftritt der China Inc.

Das war China 2.0.

Der Dokumentarfilm „Red Obsession“* zeigt drastisch wie staatlich-privatwirtschaftlicher Markenhunger das französische Weingebiet verändert. Rotchina baut selbst schon den Sektor preisgekrönter Rotweine aus. Für den heimischen Markt. Mit unglaublichem Erfolg. Mit Kult-Status.

Das „Bordeaux-Phänomen“ – die Vereinnahmung von Marken zur Einbettung ausländischen Know-hows in eigene Brand-Strategien in Europa oder in China selbst – ist durchaus übertragbar und projizierbar auf die momentane Entwicklung chinesischen Brand-Buildings.

Das war China 3.0.

What`s next? China 4.0.!

China wird weiter bekannte Marken sammeln, doch wir werden in naher Zukunft auch verstärkt neue Vokabeln lernen müssen. Von Europa unterschätzt, etablieren chinesische Unternehmen selbstbewusst ihre Warenzeichen: In Asien, Afrika, Südamerika oder in der Karibik. Dort haben Aufkleber chinesischer Automobilhersteller bereits eine prestigeträchtige Markenheimat gefunden. Da prangt kein Stern, da leuchtet es nicht blau-weiß. Weltweit sind uns noch fremde Logos fest im Reich der gesellschaftlichen Mitte verankert.

Die Machtverschiebung produziert neue Möglichkeiten - dieses Foto ist aus London.

Die Machtverschiebung produziert neue Möglichkeiten – dieses Foto ist aus London.

Hunderte Millionen von Konsumenten aller Kontinente fremdeln nicht mit Namen wie YUTONG, coolpad, Lee Kum Kee. Ob Lifestyle, Kommunikation oder Handel: Li-Ning, WeChat und Alibaba machen aus jungen Käufersegmenten bereits „Brand Natives“ – sie werden mit diesen Namen groß. Noch nie gehört? Das ist schlecht.

Der Riese China wird seine Marken weiter kräftig aufbauen. Und zwar bei uns! Auf europäischen Märkten! Lange genug haben sie zugesehen, wer „das wahre Geld macht“. Sehr lange haben sie beobachtet, dass Markenführung „das große Geld“ rechtfertigt, auch innerhalb der kommunistischen Welt.

Dieser Junge spielt schon mal - mit der Zukunft?!

Dieser Junge spielt schon mal – mit der Zukunft?!

Wer diesen Trend nicht beobachtet, verschläft die Zukunft! Und zwar bei uns!

Vor unserer Haustür treten in naher Zukunft neue Konkurrenten mit erfahrenen Vertriebsteams und lernfähigen Markenarchitekten auf. Sie sind unsere neuen Kunden!

Mit hohen Ansprüchen an unsere interkulturelle Kompetenz. Auf vielen Ebenen gilt heute schon: China wird Premium! Mit neuer Qualität, neuem Design, neuer Kommunikation. Und neuen Aufgaben für uns.

Für DIE TRENDBEOBACHTUNG zeigt sich bereits heute die große Bandbreite und Branchenvielfalt, in der China mit seinem Branding Märkte tief durchdringt. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Egal ob High-Speed Züge, Bio-Lebensmittel, Medizintechnik oder Fashion: Das chinesische Brand-Building wird mit Stolz und Schlagkraft auf uns treffen.

Zukunftsfähige „Brands to watch“:

Sportmode von ANTA, 361° und Li-Ning. So bietet das von Li Ning, dem ehemaligen chinesischen Kunstturner und dem Schlussläufer des Olympischen Fackellaufs in Peking, gegründete Unternehmen beispielsweise Badminton Ausstattung an. Es gibt bereits eine Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule in Köln. Unternehmen wie KAILAS und vor allem UVU Extreme Craftsmanship, beide aus Hongkong, zeigen besonders gut, dass diese Region auch für Premium-Strategien stehen kann. Die Laufjacken von UVU werden vierstellig verkauft, hoch ästhetisch kommuniziert und für extremste Bedingungen ausgerüstet.

Alibaba und WeChat zeigen, dass selbst für Größen wie amazon und WhatsApp ein Wettbewerbsumfeld entsteht. Neu ist für viele, dass Lionel Messi und Cristiano Ronaldo schon seit 2013 in Spanien als Testimonials online sind und die chinesischen „Onliner“ mit einer deutschsprachigen Seite direkt nach „good old Germany“ liefern.

QOROS, Geely, BYD (Build Your Dreams) und Changan sind nur eine kleine Auswahl von Autobauern, die bereits exportieren. Auffallend waren zuletzt die großartigen Testergebnisse von QOROS und der IAA-Auftritt von Changan. Bei dieser Weltleitmesse waren zur Überraschung vieler mehr als 120 Messestände mit Herstellern und Zulieferern aus China anwesend. Aber auch im LKW- oder Bussegment sind Dongfeng und YUTONG Marken, die längst die Welt bewegen.

Die Bank of China und die ICBC setzen auf eigene Marken, ebenso Mischkonzerne wie die KWEICHOW MOUTAI GROUP (beispielsweise Getränkemarkt, Banken-, Sicherheitsbereich, Tourismus und Gebäudewirtschaft).

Lee Kum Kee und TSINGTAO BEER zeigen, dass auch im wohl weltweit härtesten Markt für Lebensmittel Platz ist für authentische chinesische Saucen oder Wettbewerber für Becks und Sanwald. Die Shanghai Tobacco Group kümmert sich heute schon um britische Raucher.

Huarong, New Century und Greenland dienen Hotelgästen beispielsweise in Offenbach; Midea sowie Haier präsentieren ihre „weiße Ware“ bereits auf der IFA.

coolpad, HUAWEI, HTC und natürlich lenovo liegen heute schon bei einem Weltmarktanteil von über 10 Prozent – obwohl die Internationalisierung erst im Aufbau ist.

Beim Essen sind wir entspannter...

Beim Essen sind wir entspannter…

Brand-Building ist ein langwieriger Prozess, das wissen auch Chinesen. Doch der Aufbau ihrer Marken schreitet rapide voran. Dass Deutschland dabei keine Hauptrolle spielt, zeigt, dass wir nicht auf Top 1 der Agenda stehen und der Sprung auf den Weltmarkt an anderen Orten und auf anderen Kanälen stattfindet. Doch die Welle rollt unaufhaltsam auf uns zu.

Deshalb: Wer früh Trendbeobachtung betreibt, kann später nicht sagen, er hätte von all dem nichts gewusst. China 4.0 ist schon lange da!

Nach Brand Buying kommt nun Brand Building!

Watch the brands – am besten vor ihrem Sprung!

An die Farbe dürfen wir uns gewöhnen - eine Bereichung!

An die Farbe dürfen wir uns gewöhnen – eine Bereichung!

 

*Info-Box „RED OBSESSION“:

DER TRENDBEOBACHTER ist seit März 2013 in Kontakt mit der Produktionsfirma „Lion Rock Films“ – seit Dezember ist das Werk für 10 USD (+Versand) auf amazon.com erhältlich. 2013 wählte The Guardian RED OBSESSION in die Top 10 australischer Filme – gleichzeitig lief der Film erfolgreich auf der Berlinale und erhielt im Januar die Auszeichnung beim “Award for Best Direction in a Documentary at the Australian Academy”.

 

*Info-Box „Top-Bordeaux Made in China“

2011 herrschte beim Leitevent der internationalen Weinbranche DWWA (Decanter World Wine Awards) in London Aufregung: Ein Bordeaux-Wein aus Chinas Provinz Ningxia erhielt die Top-Auszeichnung. Sein Können hatte sich der Winzer Demei Li vom Weingut He Lan Qing Xue übrigens direkt in Bordeaux angeeignet.

 

*Info-Box „Mathias Haas”:

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER! Seine Arbeit „im Hier und Jetzt“ mit Blick nach vorne hat diese Bezeichnung geprägt. Haas prüft Megatrends, die heute schon les- und beweisbar sind. Dafür hat er zum Beispiel die „ASIAN MINDSET TOUR“ realisiert: fünf asiatische Megacities in fünf Wochen. Berichte und Videoaufzeichungen dazu finden Sie unter www.absatzwirtschaft.de

P.S. Dies ist die volle Version des Berichtes an die absatzwirtschaft – veröffentlicht im März 2014.

Mehr zu Mathias Haas uns seinem Team: www.trendbeobachter.de

Mehr zu Mathias Haas uns seinen Moderationsmethoden: www.play-serious.org

Read article

1978

Denken für die Zukunft.

MegaTrend.

14. März 2014

DER TRENDBEOBACHTER ist der Meinung „Informationen gibt es genug“, es ist eher eine Kunst diese zu verdichten und zu übersetzen! Und natürlich zu finden. Mathias Haas hat großartige Gedanken „beobachtet“ und im Team übersetzt. Für Sie und Euch!

NYTimes

 

 


„International New York Times“ vom 11. Dezember 2013″, David Brooks, Originalüberschrift „Thinking for the future“.

Wir leben in einer Ära der mechanisierten Intelligenz, in einem Zeitalter, in dem sich an Ihrem Arbeitsplatz vermutlich Diagnosesysteme, verschiedene Algorithmen und computerisierte Datenanalysesysteme befinden. Wenn Sie auf diesem Gebiet erfolgreich sein wollen, müssen Sie vermutlich gut mit intelligenten Maschinen umzugehen wissen.

Wie es Tyler Cowen schon in seinem jüngsten Buch „Average is over“ ziemlich unbarmherzig ausgedrückt hat: „Wenn Ihre Fähigkeiten die eines Computers ergänzen, dann sind Ihre Chancen in Bezug auf Einkommen und Vorankommen auf dem Arbeitsmarkt vermutlich rosig. Wenn dem nicht so ist, dann sollten Sie an dieser Diskrepanz arbeiten.“

Also ist die Herausforderung des Tages: „Welche geistigen Fähigkeiten passen am besten zur mechanisierten Intelligenz?“

Aus dem Stehgreif kann ich mir einige Vertreter dieses geistigen Typen vorstellen, die in den kommenden Jahren vermutlich heraus kristallisieren werden.

„Freestylers“

Wie Cowen anmerkt, gibt es eine Schach-Variante, bei der die Spieler nicht gegen den Computer spielen, sondern mit ihm. Sie lassen das Programm die meisten Züge machen, aber gelegentlich setzen sie sich darüber hinweg. Sie verstehen die Stärken und Schwächen des Programms und ebenso die Stärken und Schwächen ihrer eigenen Intuition, und idealerweise nutzen sie aus beidem das Beste.

Diese Stärke benötigt Demut (meistens) und Selbstbewusstsein (selten). Es ist die Art Eigenschaft, mit der Sie Ihr GPS überstimmen, während Sie gerade in einer Ihnen bekannten Gegend umherfahren, und die Sie sich beugen lässt, wenn Sie in einer fremden Umgebung unterwegs sind.

Diese Eigenschaft zeigt auch der Arzt, wenn er nach einer Untersuchung deren Ergebnis übernimmt oder eben nicht. Es ist die Fähigkeit zu wissen, wann ein an sich einzigartiger Fall einem vorhersagbaren Muster folgt und Hinweise darauf zu finden, wann er davon abweicht.

 „Synthesizers“

Die computerisierte Welt liefert uns einen Überschuss an Informationen. Der „Synthesizer“ kann riesige Mengen Daten (z.B. online) durchpflügen und eine gemeinsame Geschichte oder ein Muster herausarbeiten.

„Humanizers“

Menschen haben sich entwickelt, um Beziehungen zu Menschen zu haben. Humanizer nehmen sich des Zusammenspiels zwischen Mensch und Maschine an und sorgen dafür, dass es sich natürlicher anfühlt. Steve Jobs hat das getan, indem er jedes Apple-Produkt zu einem nicht-technologischen Gegenstand machte. Eines Tages kommt auch ein Genie daher, nimmt sich die Telefon-Hotline-Abfragebäume vor und macht sie menschlicher. Eines Tages wird ein cleverer Einzelhandelskopf herausfinden, an welcher Stelle die Kunden lieber am automatisierten Kassenterminal bezahlen (wie z.B. in der Drogerie) und wo sie die eher längere menschliche Interaktion bevorzugen (im Gemüseladen).

„Conceptional Engineers“

Bei Google bekommen Bewerber um einen Arbeitsplatz Herausforderungen wie diese serviert: „Wie häufig pro Tag überlappen sich die Zeiger auf einer Uhr?“ Oder: „Finden Sie das höchste Stockwerk eines 100-stöckigen Hochhauses heraus, aus dem man ein Ei noch zu Boden werfen kann, ohne dass es bricht. Wie viele Versuche brauchen Sie, um das rauszufinden? Sie haben 2 Eier.“

Man sucht damit nach der Fähigkeit, kreative Methoden für die Lösung von unerwarteten Problemen zu finden.

„Motivators“

Millionen von Menschen beginnen irgendwelche Online-Kurse. Nur wenige beenden sie auch erfolgreich.

Ich schätze, das hängt damit zusammen, dass die Studenten weniger dazu motiviert sind, einen Computer zu beeindrucken, wie sie es wären, wenn sie einen Professor aus Fleisch und Blut beeindrucken könnten. Manager also, die in einer maschinen-dominierten Umgebung ihre Mitarbeiter dazu motivieren können, höhere Leistungen zu erbringen, werden wertvoll.

„Moralizers“

Mechanische Intelligenz soll effizient sein. Gelegentlich werden dabei moralische Merkmale wie etwa Loyalität vernachlässigen. Einzelne Arbeitnehmer werden bald zunehmend durch Leistungsmetriken bewertet. Ein moralorientierter Manager wird jedoch darauf bestehen, dass man einen Mitarbeiter nicht nur auf ein paar statistische Zahlen reduzieren kann. Eine Firma ohne einen moralisch selbstbewussten Führer wird die menschlichen Wechselbeziehungen auf nichts weiter als den monetären Zusammenhang reduzieren und damit Arbeitsmoral und Sozialkapital zerstören.

„Greeters“

Eine Wirtschaft, die auf mechanischer Intelligenz basiert, ist sehr wahrscheinlich auch eine ziemlich ungleiche Wirtschaft, auch wenn die Regierung versucht, diese Ungleichheit zu bekämpfen. Cowen schätzt, dass vielleicht 15 Prozent der Arbeitskräfte weiterkommen werden, mit jeder Menge frei verfügbarem Einkommen. Es wird einen ungeheuren Kampf um deren Aufmerksamkeit geben. Sie werden Restaurants, Hotels, Anwaltskanzleien, Stiftungen und Finanzinstitute bevorzugen, wo sie von jemandem begrüßt werden, der ihren Namen kennt. Menschen mit diesem Leistungsvermögen eines High-End-Service (und der zugehörigen Arschkriecherei) werden Arbeit finden.

„Economizers“

Die verbleibenden 85% werden sich vermutlich aus Leuten zusammensetzen, die keine so gut auf dem Arbeitsmarkt verkäuflichen Fähigkeiten besitzen. Einige dieser Leute werden sich finanziell schwertun, nicht jedoch sozial oder intellektuell.

So machen sie vielleicht nicht viel Geld mit ihrem Gemüsewagen, aber sie führen ein erfülltes Leben und machen sich die „kostenlose Zugabe“ Internet zunutze. Diejenigen könnten eine Art Berater werden zum Thema „Wie erhalte ich mir ein reiches Leben mit schmalem Einkommen“.

„Weavers“

Viele Menschen mit schwierigen finanziellen Verhältnissen werden nicht ausreichend Motivation aufbringen können, sich ein reiches „inneres“ Leben aufzubauen. Heute schon fallen sie in Rekordzahlen aus dem Arbeitsleben heraus und driften ab in unorganisierte und desillusionierte Lebenswelten.

Öffentliche und private Einrichtungen werden mehr Leute einstellen müssen, um diesem sozialen Zerfall entgegen zu wirken. Es wird Stellen geben für Menschen, die die gefährlichen Ungleichheitstendenzen dieser neuen Welt bekämpfen.

 

 

DER TRENDBEOBACHTER hat diesen Bericht verschlungen und hiermit geteilt – in der Hoffnung, dass Trendforschung, Zukunftsforschung und Trendbeobachtung ganz normal werden. Mathias Haas hat sich diesen Aufwand gemacht, da selbst so etwas wie „Berufsplanung“ kein Zufall sein muss aber oft ist.

Hier sind also neue und sehr realistische Profile beschrieben – damit die Zukunft nicht über Nacht kommt!

Hier geht es lang. Mit guten Quellen ist die Zukunft etwas berechenbarer.

Hier geht es lang.
Mit guten Quellen ist die Zukunft etwas berechenbarer.

Mehr zum Zukunftsexperten und Workshop-Moderator Haas, zu seinen Vorträgen und Zukunfts-Abos… mehr zu LEGO SERIOUS PLAY und anderen veränderungsfreundlichen Moderationsmethoden… mehr, mehr und mehr – einfach aufbereitet: www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

 

 

Read article

1897

Das nachhaltigste Land der Welt.

MegaTrend.

3. Februar 2014

Mathias Haas war auf Reisen – in Kuba. Und ja, das ist das nachhaltigste Land der Welt, das DER TRENDBEOBACHTER je gesehen hat.

Zwangsläufig.
Leider.
Unglaublich.
Kaum auszuhalten.

Andere Länder, andere Lösungen

Die Reise hat an Mink in Weißrussland erinnert. Im tiefen Osten war Haas im Alter von 17 Jahren drei Mal.

Embargo hin oder her.
Wie kann ein Land so gegen die Wand gefahren werden?

Es ist sehr erstaunlich, wie lange eine Bevölkerung einem Land wie den USA die Stirn bietet und mit welcher Unbeirrtheit es an seiner Ideologie festhält.

Und dann wird es ganz schnell sehr komplex,… denn zweifelsohne, die Blockade seitens des nördlichen Nachbarn ist massiv. Heftig, wie ein Land mit seinen Menschen Supermärkte aushält, wenn der Begriff „Auswahl“ unmittelbar zur Farce wird – beim Besuch des größten Kaufhauses in Havanna steht man leeren Vitrinen gegenüber..

Interessant, wie „überlebenskünstlerisch“ die Bürger einen 60 Jahre alten Chevy pflegen, darin einen Lada-Motor zum Laufen bringen und das System weiter rollt. Ja, jeder Mensch mit „unserem Leben“ kann dort erfahren, wie veränderungsfähig agiert wird, was Improvisieren wirklich heißt. Kubaner kennen den hiesigen „Einbahnstraßen-Verschwendungs-Style“ nicht. Es fehlt schlicht an den besagten Optionen und natürlich am Budget. Aus Waschmaschinenmotoren werden eBikes, aus Eisenbahnschienen Dachbalken und der Baumarkt ist ein Marktstand mit sage und schreibe 10 Artikeln – davon sind dann vier identisch.

 

 

 

 

 

 

Der Redner und Moderator war auf Bildungsreise in ein anderes System. Noch nie hat Mathias Haas ein Land bereist, in dem Pferde – als Transportmittel – so wichtig und essentiell sind. Bis heute im Jahr 2014. Doch seit Januar dürfen ja Autos importiert werden! Wieder ein Lichtblick? Wohl eher nicht:

Neupreis für einen Peugeot 207: 170.000 EUR.

Ja, es gibt Züge - eine Alternative? Nicht wirklich.

Kaum zu glauben, dass die Normalbürger nicht die Regierungsgebäude in Havanna anzünden, wenn sie realisieren, wie viel ein Neuwagen dann wirklich kostet. Selbst der ungeliebte „Chinese“, also der heutige Mietwagen, liegt locker über 30.000 EUR – und das bei unbekannter Kilometerleistung,  ohne den Tacho laufen zu lassen.

Der „Brain-Wash-Apparat“  funktioniert.

Der Zukunftsexperte hat hier keine Zukunft gesehen, mal die chinesisch-wirtschaftliche Präsenz ignoriert. Im Gegenteil: Wie kann eine Regierung, die einst für Revolution stand, das eigene Land digital so hintergehen? Das in der Bevölkerung verbreitete „Internet“ ist zumeist nur ein „Intranet“, wohingegen das „richtige“ Internet nur  bei Privilegierten (z.B. aus der Belegschaft einer Uni) oder in 5* Hotels für Touristen (zu einem Preis von 4 EUR pro Stunde mit einer Geschwindigkeit wie die stillgelegte Dampflok an der nächsten Kreuzung) zu finden ist. Darf man sein Volk so dumm halten?

Es gibt keinen Zeitungskiosk und keine ausländischen Radiosender.

Sonne, Essen und eine realistische Chance auf ein stark-subventioniertes Haus… das sind die besten Freunde der Regierung. Deshalb scheint die Bevölkerung trotz der Ungerechtigkeit ruhig zu bleiben. Doch wie lange noch?

Was, wenn der Exil-Kubaner das Video aus Las Vegas zeigt?

Denn immer wieder sickert etwas durch – von der großen, weiten und verlockenden Welt.

So müsste doch auch Raúl Castro bei dem Staatsbegräbnis von Nelson Mandela gesehen haben, wie selbst Südafrika digitalisiert ist. Wie dort Smartphones vielleicht beim dritten Besitzer gelandet sind, wie sie aber sämtliche Bereiche des Lebens attraktiver gemacht haben – durchaus wettbewerbsfähig und zu Gunsten der breiten Bevölkerung.

Nachhaltigkeit hin oder her. Es ist bitter, wie eine Bevölkerung von 11 Millionen abgekoppelt wird. Dazu passt dann abschließend auch der Freedom Report 2013 – dieser findet dann positivere Wort in der Überschrift: „Glimmers of hope in Cuba“. Lassen Sie uns hoffen, dass diese sich deutlich besser auskennen als Mathias Haas!

P1080957

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Redner und Moderator im Rückblick auf eine Reise zum Jahreswechsel. Mathias Haas wollte „Zeit zum Denken“, vor Ort kam immer mehr dazu, über das es nachzudenken galt. Jenseits von Cuba libre!

Mehr unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

Read article

2213

Anita Likes Likies – eine Innovationsgeschichte

MegaTrend.

24. Oktober 2013

Anita Freitag-Meyer ist die Chefin der Verdener Keks- und Waffelfabrik –
und was für eine!

 
Die Dame hatte Geburtstag und die eigenen Mitarbeiter haben gebacken: Für Frau Freitag-Meyer. Gebacken wurden „Likes“ (Gefällt mir), denn die Firmenchefin ist die „Social-Media-Königin“ unter den Waffelbäckerinnen!

Dieses Symbol gab es einfach vor einigen Jahren nicht!

Dieses Symbol gab es einfach vor einigen Jahren nicht!

8.873 Likes für Kekse,
das bekommt so mancher Konzern nicht gebacken!

Doch jetzt kam der wirklich wichtige Schritt: Das Management und das Team haben entschieden, dass diese Überraschung zum Produkt werden soll. Einige Wochen später bekommt DER TRENDBEOBACHTER die ersten Packungen per Post. Die Produkte sind am Markt!

Heute geht es um Geschwindigkeit

DER TRENDBEOBACHTER sieht dieses Beispiel - und die Geschichte dahinter

DER TRENDBEOBACHTER sieht dieses Beispiel – und die Geschichte dahinter

Für derartige Prozesse genügt es nicht Mitarbeiter zu haben, die einfach mal los legen. Es geht schlussendlich um veränderungsfreundliche Unternehmenskulturen. 3M bedient diesen Handlungsbedarf mit 10% freier Zeiteinteilung in der Forschungsabteilung. Hier können Mitarbeiter forschen was das Zeug hält – ohne Erfolgsdruck. Aus diesem systematischen Ansatz wurde dann das Post-it. Fragen?

DER TRENDBEOBACHTER sondiert und bewertet permanent innovative und vor allem zukunftsfähige Geschäftsmodelle – dabei kommt immer wieder die Frage auf: Wie machen wir unser Organisation zukunftsfit?

Die Verdener Keks- und Waffelfabrik hat mit 3M eines gemeinsam:
Eine veränderungsfreundliche Unternehmenskultur!

Ein Miteinander, ein ganz spezieller Umgang, der derartige Schritte herausfordert und nicht dem Zufall überlässt. Sicher benötigt jedes System, jedes Unternehmen eine andere Vorgehensweise – doch genau diese erarbeitet Mathias Haas als Moderator und als Zukunftsexperte mit den jeweiligen Teams.

Toll, dass nicht immer 34 Jahre lang gefragt und abgesichert wird

DER TRENDBEOBACHTER sucht Exponate, die Megatrends beschreiben und Beispiele dafür, wie neue Themen aufgegriffen werden (wer kannte vor 10 Jahren Likes?). Denn natürlich müssen „Likes“ auch erst Bedeutung haben… doch Verhalten verändern sich, Bilder und Wörter beschreiben dieses neue Verhalten.

Megatrends sind beweisbar, zum Beispiel durch Kekse.

Megatrends sind beweisbar, zum Beispiel durch Kekse.

Mathias Haas agiert mit dem GMV-Faktor, mit dem gesunden Menschenverstand – ganz pragmatisch, ganz einfach. Nach Bewertung mit diesem hochtrabenden Scoring-Modell lässt sich eines schon sagen, das Produkt hört sich nach einem Verkaufsschlager an! Denn alle meine 104.004 Freunde mögen Neuheiten – Frau Anita Freitag-Meyer verkauft die Symbole dafür. Viel Erfolg!

 

Mehr Details zum Trendexperten, der eben kein typischer Trendforscher oder Zukunftsforscher ist  –  liegen unter www.trendbeobachter.de

Details und Hintergrundinformationen zu den veränderungsfreundlichen Moderationsmethoden wie LEGO SERIOUS PLAY liegen unter www.play-serious.org parat.

Viel Spaß beim Erkunden der Zukunftsthesen von Mathias Haas,
DEM TRENDBEOBACHTER aus Stuttgart.

 

 

Read article

1919

4. Stopover, Guangzhou: Schneller alt – als reich

MegaTrend.

18. August 2013

DER TRENDBEOBACHTER hat sich verabschiedet, aber hat Mathias Haas auch jemand verstanden? Hat der Redner und Moderator die Megacity verstanden?

Wie schon bei der World Tour vor etwa acht Jahren (einmal um die Erde ohne Flugzeug, mit sechs Wochen in diesem Lande) war China auch dieses Mal schwer zu verstehen. Das liegt ganz sicher am Sprachniveau des Sprechers, denn er spricht noch weniger Mandarin als Französisch. Es liegt bestimmt auch an deren Sprachkenntnissen – selbst in 5 Sterne Hotels. Anderseits liegt es eben auch an der Kultur und am System. Schlussendlich war es nirgends so schwer Interviews zu machen wie hier.

Ergebnisoffenes Beobachten zeigt: China an sich ist der Megatrend

Nach der Definition von Mathias Haas und seinem Team wurden keine radikal-neuen Megatrends identifiziert. Tatsächlich ist das ganze Land ein gelebter Megatrend! Hier sind die Gewohnheiten völlig neu codiert – der Veränderungswahn dreht sich in vollem Umfang. Die Rituale des täglichen Lebens sind unseren sehr, sehr ähnlich – selbst Reinigungsroboter sind im Handel!

beim Saturn der Chinesen - nur eben deutlich größer

beim Saturn der Chinesen – nur eben deutlich größer

Was für ein Wandel in einem Leben! Die Menschen, die hier in Guangzhou leben, haben wohl in ihrer Jugend noch Reis angebaut.

 

 

Wer soll die Landflucht stoppen?

 

 

Laut China Daily, einer regierungsnahen Zeitung, verdienen Familienmitglieder aus ländlichen Regionen 49.668 chinesische Renminbi (CNY) wenn Sie außerhalb der Landwirtschaft arbeiten. Das entspricht knapp über 8.000 EUR pro Jahr. Meist sind das Jobs in der Verwaltung oder in Büros. Bei der anderen, traditionelleren Lebensweise auf dem Feld liegt das Durchschnittseinkommen bei 21.905 CNY, etwa 2.687 EUR (=7,36 EUR/Tag). Also auch hier gilt: Die Megacity, die Metropohlregion mit über 10 Millionen Menschen ruft!

Doch Moment mal! Wenn – wie in vielen Ländern – die Landwirtschaft kaum noch Status und Verdienstmöglichkeiten hat – wer ernährt dann die riesige Bevölkerung? Wer ernährt Singapur? Und Hongkong? Wer pflückt die Äpfel für deutsche Supermärkte? Wer ernährt die Japaner und wer erntet beim ungeliebten Nachbarn die Früchte und das Gemüse? Denn genau dort ist heute schon eine Vielzahl an chinesischen Landwirten „auf Arbeit“. Der Grund? Japan ist das „älteste“ Land der Welt, die Landwirtschaft kollabiert, denn junge Menschen gehen lieber ins Büro. Und dramatisch ist, dass China noch älter wird, wohl auch uns überholt. Der demografische Wandel treibt sein Unwesen – Deutschland ist in guter Gesellschaft.

China wird schneller alt, als reichP1070817

In Mega-Metropolen wie Guangzhou reizt der Lifestyle zwischen Mercedes, Samsung und Starbucks. Brands, Brands, Brands – as usual. Doch hier scheint das ultimative Spielfeld die Markenbindung zu sein. „Der Chinese an sich“ wechselt sehr gerne mal die Lieblingsmarke. Er und vor allem sie zieht dann weiter – zum nächsten Hype. Jetzt trat die hiesige Präsidentengattin mit einer chinesische Handtasche auf, und prompt liegt diese im modischen Supertrend. Der Preis hat sich in wenigen Wochen verdreifacht – so funktioniert Marktwirtschaft. Doch solche Beispiele sind noch selten!

Unsere Statussymbole funktionieren großartig

Unsere Statussymbole funktionieren großartig

Unsere Statussymbole funktionieren großartig

Gleichzeitig mangelt es weiter an Qualität – zumindest wenn man die brandneue Oper von Guangzhou ansieht. Die weltbekannte Architektin Zaha Hadid war am Werke, seit drei Jahren ist das Haus offen. Hoffentlich hat sie das fertige Gebäude nie gesehen! Bei starkem Regen, so wie jetzt gerade, läuft das Wasser in Bächen (!) im Innenraum an den Wänden herunter! Die Baumängel sind verheerend. Auch beispielsweise am riesigen Flughafen von Guangzhou ist das sichtbar.

Ein Sonderfall? "Wassereimer" hat Mathias Haas oft gesehen

Ein Sonderfall? „Wassereimer“ hat Mathias Haas oft gesehen

Oft ist unser System nicht besser

Wie war das noch in Berlin? Ist der Airport Schönefeld jetzt betriebsbereit? Wie war das in Mainz? Wie kann ein ICE seit März 2007 verloren gehen und als „unidentifizierter ICE“ wieder auftauchen?

KTC, der führende Hersteller von Outdoor-Marken wie Mammut, zeigt jedoch genau das Gegenteil. Der ehemalige (?!) Österreicher Gerhard Flatz hat mir jede Ecke gezeigt. Er hat die letzten Winkel seiner Produktion aufgemacht – DER TRENDBEOBACHTER konnte sich ein Bild machen von der Akkordarbeit, vom Lager, von der Kantine, von den eigenen Tests, von „Made in China“.

„Made in China“ kann auch Premium sein

Und ja, so kann Mathias Haas getrost eine Jacke kaufen und auch gerne anziehen, so geht das! Doch auch Flatz hat seine Herausforderungen, denn seine Fabrik liegt am Rande der Stadt. Zwar hat die Fahrt vom Flughafen zu seinem Textilwerk noch vor acht Jahren sieben Stunden gedauert – über Stock und Stein quasi, heute sind es 1,5 Stunden. Doch heute ist genau das ein Problem. Die potentiellen Mitarbeiter sind mobiler und pendeln in die Innenstadt. Die denkbaren Näherinnen, die durchaus 600 bis 900 EUR im Monat verdienen können, möchten lieber in schicke Büros. Die wenigen jungen Menschen verkaufen eher KFC-Fastfood per Mofa als sich in eine Fabrik zu setzen. Und so zieht die Karavane weiter – KTC hat heute schon genauso viele Mitarbeiter in Laos wie in China, je 2.500 Menschen. Doch bietet weder Laos noch Vietnam oder Burma die Qualität wie die Menschen hier rund um Guangzhou.

P1070580

Automatisierung erreicht auch China. So prophezeit Mathias Haas auch dem Giganten der globalen Weltwirtschaft eine zunehmende Automatisierung! Live und in Farbe hat DER TRENDBEOBACHTER auch die zweite Firma von Gerhard Flatz besucht – eine Haushaltswarenproduktion. Und auch wenn Streiks in China offiziell verboten sind, auch wenn Mathias Haas diesen Bereich nicht selbst gesehen hat – als der Zukunftsexperte vor Ort war, just in diesem Moment war Streik. Die Arbeitsniederlegung betraf Polierer –  Menschen also, die unsere mattierten Kaffeekannen, Schalen oder Besteck aufhübschen. Diese Spezialisten sind eben rar, und das Streiken funktioniert wunderbar. Die Herren sitzen auf den Boden bis das Gehalt steigt. Keine schlechte Lösung.

Dieser Herr arbeitet noch

Dieser Herr arbeitet noch

Die Anspruchshaltung steigt, die Gehälter werden hoch gehen. Zum Glück? Bis zum Umfallen? Mathias Haas weiß zu wenig, um wirklich pauschal das Gehaltsgefüge zu beurteilen, doch schon heute sind die Gehälter locker 10x höher als in Bangladesch… Schon heute reisen die wirklich reichen Chinesen nicht nach Sanya – dem Hawaii der Chinesen – sondern ins Ausland.

Die Zahlen sind enorm!

Doch China wird – wenn auch nicht reibungslos – stark bleiben, alleine schon durch die unfassbare Binnennachfrage. Und durch die ungewohnten Größenordnungen. So gibt es beispielsweise 1.647 Werften, 1.647 nur auf dem Festland!

Die Disziplin ist hoch, die Lernkurven stark

Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Wettbewerb unter den Millionen von Menschen weiter unfassbar hoch bleibt – dass das System Entscheidungen „durchjagt“ und dass die Macht im weltweiten Gefüge den Motor weiter antreiben wird. Und ganz ehrlich: Im Vergleich zu Jakarta oder Delhi ist Guangzhou fast ein Paradies. Wenn nur die Menschen etwas mehr lächeln würden… oder könnten? Oder ist das nur wieder das kulturelle Defizit, die Wissenslücken von Haas, dem TRENDBEOBACHTER?

Kommentieren Sie! Schreiben Sie! Mathias Haas ist Spezialist für Megatrends und Wandel – nicht für „cross-cultural communication“. Der Sprecher und Moderator möchte Menschen die Angst vor Wandel nehmen. Haas unterstützt Organisationen und deren (zukünftige) Entscheider bei deren Training der Zukunftsfitness. Denn es macht deutlich mehr Spaß zu verändern, als verändert zu werden!

www.trendbeobachter.de

www.play-serious.org

Read article

2104

3. Stopover: The Big J.

MINDSET TOUR.

11. August 2013

Jakarta ist der zentrale Teil Indonesiens! Zweifelsohne ist The Big J. der Magnet an sich, doch ist es ein Mythos, dass die Hauptstadt die Übermacht hinsichtlich der Wirtschaftsleistung sei. Laut dem McKinsey Global Institute produziert Jakarta 1/5 und der Großraum Jakarta – auch Jabodetabek genannt – 1/4 der Wirtschaftsleistung des ganzen Landes.

Megacity, Megatrend, Mega!

Megacity, Megatrend, Mega!

Der größte Inselstaat der Welt – über 1.000 Inseln

Tatsächlich kommt auch hier ein Phänomen zum Tragen, dass DER TRENDBEOBACHTER auch in Indien entdeckt hat: Mittelgroße und große Städte mit 2 bis 10 Millionen Einwohnern wachsen mehr als die Megacity selbst. Dazu gehören dann Bandung, Bekasi, Bogor, Medan, Surabaya und viele andere Kandidaten, die wir in Europa nicht kennen. Deren Zuwachs kommt hier überwiegend durch die wachsende Bevölkerung!

Weiter ist es ein Irrweg zu denken, dass die Konjunktur instabil sei. Indonesien hatte eine der stabilsten wirtschaftlichen Entwicklungen aller Länder weltweit. Das Wachstum ist weniger volatil als das jeden Landes der OECD oder der BRIC-Staaten. Zwischen 2000 und 2010 lag es zwischen 4 und 6 Prozent. Im Vergleich dazu lag die Bandbreite von Thailand und Malaysia im selben Zeitraum zwischen 2 und 9 Prozent. Die starke Binnennachfrage und der Export stabilisiert die Wirtschaft!

Indonesien ist nicht nur das größte muslimische Land, es ist gleichzeitig auch die  drittgrößte Demokratie der Welt. Es ist der größte Palmöl-Exporteuer, hat die größten Naturgasvorkommen in APAC und 40% der weltgrößten Geothermiebestände. Laut der Unternehmensberatung FROST & SULLIVAN ist es in 2025 „the largest game driver beyond the BRIC-Nations“ – soll heißen, dass das Land nach China, Indien, Russland und Brasilien die besten Karten hat, hinsichtlich des BIP-Wachstums.

Die Zahlen sind großartig, Einzelschicksale sind dahinter versteckt

Müllmänner in Jakarta

 

P1070264Gleichzeitig leben 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung mit 2 bis 8 USD pro Tag! Als „urban poverty“ wird das dann großartig beschrieben. So attraktiv die Zahlen zu Direktinvestitionen oder Konsumverhalten sind, es wird Mathias Haas schon komisch, wenn dann klar ist, wie ein Müllmann lebt (Hinweis: BBC hat einen englischen Müllmann nach Jakarta geschickt – dieses Projekt wurde dokumentiert. Schockfaktor inklusive). Wie er seinen Karren zieht… an schicken Häusern entlang. Mit Eigentümern, die es gerade noch schaffen, den Müll durch ein Loch in der Hauswand  raus zu werfen, sich dann aber beklagen, wenn der „Dienstleister“ nicht sauber arbeitet. Und wie er den Kanal vor dem Haus – barfuß – sauber macht. Wie dessen Familie direkt neben Traumbauten in Löchern lebt mit Ratten bei Tag und Nacht.

P1060991

 

Warum sie nicht aufstehen, die Müllmänner? Weil sie keine Ausbildung haben und der Wettbewerb enorm ist. In etwa 2045 wird das Land seine Bevölkerung verdoppelt haben!

„Urban Poverty“, das ist sicher ein Megatrend

"Normalzustand", 100 Meter neben den Hochhäusern

„Normalzustand“, 100 Meter neben den Hochhäusern

Sicher, die Mindestlöhne steigen enorm – doch an der Megacity Jakarta sieht man, wie hart das Leben in einer solchen Metropole sein kann. Von Umweltverschmutzung, den enorm steigenden Lebenshaltungskosten oder dem täglichen Verkehrsdrama mal ganz zu schweigen. Letzteres ist enorm markant, denn bis heute hat es die öffentliche Hand nicht geschafft – bis auf ein paar Busse – einen öffentlichen Nahverkehr aufzubauen. DER TRENDBEOBACHTER kennt keine vergleichbare Megacity, die diesbezüglich so weit zurückliegt! Sind das die korrupten Politiker? Die korrupten Beamten oder die Polizei?

Die Stadt muss – verkehrstechnisch – kollabieren

Da kommt es einem fast kurios vor, wenn Branchenexperten erzählen, dass Jack Daniels Whiskey-Flaschen auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden (wie war das noch mit den „Brandbuilding-Skills“?). Wenn der Zukunftsexperte hört, dass es Überlegungen gibt, Jakarta zur Entlastung der Hauptstadt-Status abzuerkennen oder wenn ein Interviewpartner sagt: „In Jakarta people think it is ok if it is unfair.“

So komplex die Schwierigkeiten auch sind, rund um Lebensmittelsicherheit, Verdichtung und Verdrängung, um die notwendigen Arbeitsplätze für die junge Bevölkerung: Viele Menschen steigen auf. Sehr viele Menschen leben mit mehr Wohlstand als ihre Eltern.

Megatrends sind auch in Jakarta beweisbar

Große Player wie L’ORÉAL eröffnen das weltweit größte Werk und nutzen selbstverständlich die Binnennachfrage gleich mit. Genau diese Unternehmen haben bisher die Einheiten durchaus für etwa 4 USD verkauft und gehen jetzt den Weg vieler Markenartikler aus dem Westen: Halber Preis, halbe Größe.

Was in Europa als Reisegröße verkauft wird ist hier die Einstiegsdroge

Brandbuilding in Jakarta

Die Menschen möchten vertrauen, und in unseren Marken finden Sie genau dieses – etwas Berechenbarkeit, etwas Schutz und jede Menge Status… L’ORÉAL & Co. bieten diesen sicheren Hafen, und das neue Verhalten geht seinen Lauf. Und ganz ehrlich, auch Mathias Haas war hier deutlich öfter in einem Starbucks als Zuhause. Auch der „internationale Schwabe“ liebt dann die Vertrautheit, den sicheren Hafen. Denn machen wir uns nichts vor, Megacities sind unbekannt für Europäer. Große Ballungsgebiete ab 10 Millionen Menschen sind enorm stressig und fordern alle Sinne. Da durfte auch für Mathias Haas der Kaffee mal mehr kosten. So viel anders sind die Menschen dann vielleicht gar nicht.

Wooden-Radio, das Holzradio, sind dann willkommene Highlights

Wooden Radio aus IndonesienDER TRENDBEOBACHTER, immer auf der Suche nach unentdeckten Exponaten, die Megatrends beweisen… hat dann aber das Wooden-Radio entdeckt. Ein tolles Beispiel, dass es nicht nur in Delhi sondern auch in „The Big J.“ Abkürzungen gibt… dass der Welthandel ausgetrickst werden kann und „fair & einfach“ irgendwie geht… Lesen Sie hier dazu mehr, es lohnt!

 

 

Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER, mit einigen Gedanken zu Jakarta – als Teil von Indonesien, einem ganz sicher unterschätzten Land! Eine Stadt, die viele nicht mal als Hauptstadt definieren würden.
Der Redner und Moderator war da und hat sich ein Bild gemacht. Die Megacity Nummer drei innerhalb der ASIAN MINDSET TOUR war gar nicht so einfach zu entdecken – sie war auch nicht leicht zu bereisen – oder gar lieb zu gewinnen. Aber wer hat schon Megacities lieb? Man schlägt sich dort durch, auf der Suche nach einem besseren Leben. Und das scheint bei Indonesiern nicht so sehr vom puren Geld abzuhängen – zumindest nicht im Vergleich zu Delhi oder gar Singapur.

Der Zukunftsexperte hat China erreicht: Guangzhou – eine Megcity, die wenige kennen. Mathias Haas wird sie unter die Lupe nehmen. Und eines ist bereits klar: „das System“ ist jetzt schon spürbar.

Mehr Details zur Vorgehensweise des Transferhelfers Mathias Haas unter www.trendbeobachter.de

Noch mehr zu seinen veränderungsfreundlichen Moderationsmethoden wie beispielsweise LEGO SERIOUS PLAY unter www.play-serious.org

Denn die Kraft muss auf die Straße! In Megacities und insbesondere in Europa!!!

Read article

2265

Singapur, 2. Stopover: “I only interfere, if he is lazy.”

MegaTrend.

3. August 2013

DER TRENDBEOBACHTER sucht natürlich Megatrends, doch auch die kleinen Geschichten helfen, eine Megacity, ein Mega-Land und die entsprechenden Verhaltenveränderungen zu verstehen: So meinte der singapurische Taxifahrer “I don’t want to rob my son’s childhood (4 Jahre alt). I only interfere, if he is lazy.“

Deutsche Statussymbole sind unbezahlbar, in Singapur durchaus

Heute kam – in der Heimat – in der Welt die Meldung, dass „Zeit für sich“, „körperlich fit sein“ und z.B. „Sprachen sprechen“ wichtig und dass selbst der Besitz eines Smartphones nicht mehr erstrebenswert sei. In Singapur ist das Leben anders codiert! Das Land ist enorm wettbewerbsorientiert. Es geht um Geld, es geht um Effizienz. Es geht (viel mehr) um Ego. Und es geht um das Überleben in einer Stadt, die zu teuer wird – zum Beispiel für einen Taxifahrer (und das ist ganz und gar nicht die Unterschicht). Die Oberklasse will bedient werden – die Oberklasse will oben bleiben. Der Platz ist begrenzt, und insbesondere die Immobilienpreise -bei Kauf wie bei der Miete – steigen. Die einen kaufen davon Rennpferde, die anderen raten Ihren Kindern auszuwandern.

„Richness is a mega trend“

Und da kommt der zentrale Megatrend für und von Singapur: Boston Consulting untersucht jährlich unter dem Namen „Global Wealth“ das Privatvermögen von Menschen weltweit. Deutschland z.B. hat 650 Superreiche mit mehr als 100 Millionen EUR (Vorjahr 680 Personen). Hongkong und Singapur sind Gewinner der aktuellen Entwicklungen mit einer extrem hohen Millionärsdichte (nach Quatar, Schweiz und Kuweit). Treiber der Steigerung von 7,8% auf 135,5 Billionen Dollar weltweit ist die Region Asien-Pazifik – und genau das ist hier mehr als sichtbar. Alleine 4 Dior-, 6 Gucci-, 6 Bottega Veneta-Shops… und mehr als 90 Shopping-Malls hat Singapur zu bieten! 5x Louis Vuitton, 6x Super-Handies von Vertu, The Rolex Centre ist fast so groß wie ein Hotel. Da sieht der nigel-nagel-neue Rimowa-Store fast klein und nett aus.

2013-08-02 01.47.26

DER TRENDBEOBACHTER hat noch nie so eine hohe Dichte an Hermes-Gürteln observiert! Mathias Haas konnte sich von der Kaufkraft selbst ein Bild machen, denn die Eröffnungen der neuen PANERAI-Boutique war genauso auf dem Programm wie die Party beim ersten Perrier-Jouet Salon in Singapur. Der Champagner hat geschmeckt – die Mechanismen sind ähnlich wie Zuhause. Es hat natürlich auch Spaß gemacht!

Dazu passt dann auch die Aussage des Verkäufer bei einem italienischen Top-Label, wonach chinesische Männer es durchaus fertig bringen, in 30 Minuten etwa 18.000 EUR auszugeben.

Strategisch ausgearbeitet und ein starker Treiber der Wirtschaft: Singapur als Destination: Tourismus fliegt – die Mobilität der Oberschicht ist signifikant. Egal ob die Formel 1 mal wieder per Flugzeug ins Land kommt und über sieben Tage beispielsweise tageslichtähnliche Beleuchtung auf- bzw. abbaut. Oder ob Singapur ein Riesenrad mit 165 Meter Höhe realisiert: Es geht um die Etablierung von Entertainment für Touristen. Diese füllen dann auch hochpreisige Hotels, damit die beiden Casinos glücklich werden.

P1060764Und das werden sie! Nach der ICCA (International Congress and Convention Association) hat die Megacity in 2012 etwa 23 Mrd. Tourismus-Dollar realisiert. 2010 waren es noch 18,9. Die Zahl der Ankünfte lag bei 14,4 Millionen – das sind knapp 40.000 Menschen pro Tag! Allein der Zuwachs an deutschen Besuchern lag im dritten Quartal 2012 bei 20% im Vergleich zu 2011.

Mathias Haas ist aufgefallen, dass selbst der Weg vom Flughafen (lt. Skytrax der beste Flughafen der Welt – zum vierten Mal) bis zum PKW im Parkhaus nur fünf Minuten dauert. Sicher, der international erfahrende Redner und Moderator reist nur mit Handgepäck (travel light), doch immerhin muß für diese Strecke noch ein (fahrerloser) Zug genutzt werden.

Nochmals: „In Singapore, things work!“

Top-Spender aus Asien fangen erst an, die Stadt zu entdecken. Erst eine recht kleine Gruppe der Chinesen, der Indonesier, der Inder, der Philippinen reist nach Singapur! Das Rennen geht erst los. Welche Rolle spielen da deutsche Zielgebiete? Nun, beispielsweise hat die Outlet City Metzingen schon längst die attraktive Zielgruppe aus Asien entdeckt. Doch noch lange sind nicht alle bereit dazu – noch oft gibt es typisches Frühstück und kein Gefühl für die Unterschiede zwischen Nord- und Südindern, für die Vorurteilen zwischen Singapurern und den Chinesen.

Doch der Markt wird es regeln – die Zunftsfitten realisieren die Machtverschiebung, die neuartigen Verhaltensweisen. Die geschulten Mitarbeiter wissen, dass nicht jedes asiatische Gesicht ein Chinese ist und dass die auch nicht nur „rumspucken“.

Zusammenfassend hier die Gedanken, das Fazit, das Update von Mathias Haas:

– „Super-Rich“ ist sichtbar, beweisbar, fühlbar.

Diese Menschen scheinen relaxed, höflich, die Codes natürlich besonders. Und selbst die „Highheels“ sind Standard. Selbstredend, dass ein Paar davon so viel wie das Dienstmädchen im Monat kostet. Übrigens kommen die günstigsten Damen heutzutage aus Burma.

– In Singapur scheint die „soziale Mobilität“ sehr begrenzt zu sein.

Vom Tellerwäscher zum Millionär, dafür sollte die Reise dann eher in die Schweiz gehen. Dort sind, nach einer neuen Studie der Credit Suisse, tatsächlich Migranten erfolgreicher als die Schweizer selbst.

Davon abgesehen ist es beeindruckend, dass in diesem jungen Land alles funktioniert! Es steht (erst) der 48. Geburtstag an, doch die Metro fährt seit Jahren automatisiert, die Parkgebühren sind in Sekunden vom Konto abgebucht und die Straßenmaut wird an neuralgischen Punkten dokumentiert. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,1 Prozent, diese Meldung schafft es auf den Titel der „THE STRAITS TIMES“, der wohl wichtigsten Tageszeitung des Landes.

Es ist Wahnsinn, dass ein System mit über 5 Millionen Menschen so effizient sein kann! Selbstverständlich passiert in dieser Megacity nichts einfach so. Selbst Graffiti in einer Unterführung wird über ein Programm gefördert, natürlich ist die Raumnutzung enorm, die Verdichtung sehr hoch. Apartments müssen einen Bunker haben, und Bauarbeiten hängen nicht von der Tageszeit sondern vom Lärm ab. Doch so streng wie der Reiseführer es beschreibt, ist das Leben dann doch nicht. Auch Mathias Haas ist über Straßen gelaufen, auch Taxis haben mal an Bushaltestellen gestoppt…

Wirklich beben wird Singapur erst wenn, beispielsweise China in Konflikte oder in einen Konjunkturabschwung rutscht. Dann braucht der Chinese vielleicht doch mal etwas länger für seine Einkäufe, dann bewegen sich die Coupons in Casino langsamer und dann, ja dann laufen die Rennpferde vielleicht auch noch langsamer.

Wollen wir es nicht hoffen, die ersten Verlierer wären Taxifahrer und Dienstmädchen.

Übrigens war es in Delhi deutlich einfacher, Interviews zu bekommen als in Singapur – das mag Zufall sein, dass mag logisch sein. DEM TRENDBEOBACHTER ist jedenfalls aufgefallen, dass einerseits der eigene Nutzen wichtig ist (welcher vielleicht nicht gesehen wurde) und andererseits sozial Schwächere schon gehörig Respekt haben – vor der Regierung? Vor unnötigem Stress?

 

DER TRENDBEOBACHTER hat eine tolle Mega-Richness-City gesehen. Doch er hat nicht nur „Expats“ be- und Edel-Flagships-Stores aufgesucht. Mathias Haas hat auch mehrfach für 3 Singapur-Dollar (= 1,77 EUR) gegessen. Der Sprecher und Workshop-Moderator hat sechs Interviews geführt und viele undokumentierte Gespräche geführt – immer auf der Suche nach dem „ASIAN MINDSET“!

Mehr zu Mathias Haas und seinen Megatrend-Updates, zu seinen Zukunftsthesen und der ASIAN MINDSET TOUR unter www.trendbeobachter.de

Mehr zum Moderatoren-Team und seinen veränderungsfreundlichen Moderationsmethoden, auch zu LEGO SERIOUS PLAY, unter www.play-serious.org

Read article

7464

Delhi, 1. Stopover: Mathias Haas reist weiter, Matthias Müller „nie“ ein

MINDSET TOUR.

29. Juli 2013

DER TRENDBEOBACHTER hat 13 Interviews mit insgesamt 15 Menschen geführt, die ASIAN MINDSET TOUR fängt gut an. Mathias Haas hat beobachtet und recherchiert, der Pragmatiker hat alles gegeben – trotz Verkehr und Luftfeuchtigkeit.

Zweifelsohne ist Indien – ein Land so groß wie Europa, mit 28 Bundesstaaten und über 1,2 Milliarden Einwohnern – allein von der Megacity Delhi aus nur begrenzt erfassbar. Und doch war der Redner und Moderator vor Ort. Der Porsche-Chef Matthias Müller hingegen wird genau dort gesucht. Laut Manager Magazin ist von „Betrug, Erpressung und Untreue“ die Rede, und Herr Müller sowie fünf Vorstandskollegen wissen selbst nicht, mit welchen konkreten Vorwürfen Sie sich beschäftigen sollen.

 Ein zentrales Thema: Rechtsuntersicherheit

In Schwellenländern ist Korruption sehr verbreitet, doch in Indien wird sie zum unternehmerischen Albtraum. Laut Transparency Institut liegt das Land an Platz 94 von 133 weltweit. Rechtsunsicherheit, Korruption, unberechenbare Behörden und Geschäftspartner sind für ausländische wie für lokale Unternehmen schwer zu ertragen. Egal ob Flugzeugleasingfirmen, Pharmariesen oder der Sportwagenhersteller – alle treffen auf chronisch überlastete Gerichte. „Doing Business“, eine Organisation der Weltbank, hat in unterschiedlichen Staaten untersucht, wie lange es dauert, bis Vertragsansprüche durchsetzbar sind. Indien kam hier auf Platz 184 von insgesamt 185. Eine zweite Zahl: die Unternehmensberatung Dr. Wamser + Batra haben erarbeitet, dass 50 Prozent aller deutsch-indischen Joint Ventures innerhalb der ersten 3 Jahre wieder auseinander gehen.

So hart die Bedingungen sind, die Binnennachfrage ist riesig

So hart die Bedingungen sind, das Selbstbewusstsein ist groß

Die Megacities Delhi und Mumbai sind wahnsinnige Treiber. Beispielsweise entstehen Malls, die auch fleißig angenommen werden. Als Mittelschicht werden über 300 Millionen Menschen definiert, quasi alle verheirateten Paar haben Kinder. Selbst in der Provinz stieg der Umsatz von Audi in den letzten zwölf Monaten um 43 Prozent, bei Mercedes um 5,4 Prozent. Mit der Landlust kommt dann auch Unilever gut zu Recht. Mit kleineren Verpackungseinheiten agiert der zweitgrößte Konsumgüterhersteller, und das obwohl (oder vielleicht gerade weil) noch zu 90 Prozent über Tante-Emma-Läden verkauft wird.

Aufholbedarf wird mit Marken bedient

„Delhi is a mega city where everything is about ’showing off‘ !“, so Garun Gutam, ein 27 jähriger Jungunternehmer. Er lebt, was er sagt: zum Interview-Termin kam er mit einem Volkswagen – stolz wurden angesagte Clubs und das hochwertigste Hotel der Stadt präsentiert.

Feinstes Essen, feinster Club

 

 

 

 

 

Für Mathias Haas wurde immer wieder, regelmäßig und unübersehbar deutlich, dass „der Inder an sich“ ackert wie verrückt und der Wettbewerb irre hoch ist. Für die eigenen Kinder geht es um Bildung, koste es was es wolle – auch wenn der Druck die kleinen Menschen in den Wahnsinn treibt.

Die Zahlen sprechen für sich – Ausbildung für Millionen

So hat das „All India Institute of Medical Sciences” auf etwa 400 Studienplätze ungefähr 1 Million Bewerber. Dem Keynote Speaker Haas wurde mehrere Mal beschrieben, dass ein Abschluss mit 99% oder 100% gut genug ist, das 98% oder weniger aber zum Job im Call Center führt. Wer möchte schon sein Kind in der Telefonzentrale für eine deutsche Billigairline sehen – zumal ein halbes Familienvermögen für die Ausbildung „drauf ging“.

P1060251

Gleichzeitig ist diese junge Gesellschaft die große Hoffnung vieler Interviewpartner. Gepaart mit der Transparenz und dem Zugang zu Wissen wird auch der ein oder andere nachwachsende Landwirt zum Audi-Fahrer und durchaus der nächste Traktor mit mehr als 30 PS gekauft. Letzteres wurde beim Meeting mit Managern von NEW HOLLAND Agriculture deutlich. Dort werden bisher importierte Mähdrescher jetzt auch in Indien produziert. Der Stolz war zu spüren, alleine die geografische Lage der Firma nennenswert, denn diese ist entscheidend. Hier stimmt die Infrastruktur inklusive Straßen und Stromversorgung. Während des Interviews hat nur das Licht im Bürotrakt geflackert – in der Produktion war sie stabil.

Mathias Haas ganz oben

Vom „Service-Provider“ zum Produzenten

Die indische Denke ist auf das eigene Land fokussiert, obwohl die Einflüsse z.B. aus China genauso sichtbar sind wie in Deutschland. Es wird und es muss das Ziel sein, den Subkontinent vom Service-Provider zum Produzenten zu wandeln, und es gibt für beide Sparten schon ordentliche Player. Nehmen wir nur Infosys und Tata. Der IT-Riese bedient schon heute den deutschen Markt, und BMW lässt sich in München mit einer „strategischen Infrastrukturmanagement-Partnerschaft“ (als Zukunfts-Pragmatiker hört sich das komplex an) bedienen. Tata dagegen bietet TV-Programm, Handyvertrag genauso an wie natürlich die Autos. Gerade kam das Facelift vom neuen Nano heraus – 13 km pro Liter, etwa 2.000 EUR für einen Neuwagen; Bosch-Komponenten inklusive.

Das Megacity-Megavehical?

Auch in Delhi kommt die Automatisierung

Jedes Interview ist tatsächlich lesenswert. Die Ansichten werden derartig direkt angesprochen und klar formuliert, die Sichtweisen sind offensichtlich variantenreich und gleichzeitig sind dann einzelne Aussagen hochspannend: So wie die von Rajesh Chopra, Deputy Vice President der HDFC Bank in Delhi…

Denn Herr Chopra war er vor kurzem in München. Als Gesamtverantwortlicher für Banknoten, Geldtransporte und beispielsweise das Auffüllen von Geldautomaten muss auch er Effizienz nachweisen. So wird wohl eine Maschine angeschafft, die fünf andere Geräte ersetzt und zu deren Betreuung anstelle von 16 Personen nur noch fünf ran müssen.

Egal, ob es um die Grenzübertritte der Chinesen geht, um den Missbrauch von Kindern und Frauen, die Entwicklung zwischen Arm und Reich, die großartig-neue Metro oder die angesagte Modemarke Burberry – DER TRENDBEOBACHTER hat sehr charmante, stolze und tüchtige Menschen erlebt.

Die meisten Rikscha fahren mit Autogas

 

 

 

 

Sicher waren die meisten Gesprächspartner zumindest aus der Mittelschicht oder darüber, und schon deshalb müssen die Beobachtungen kritisch bewertet werden. Die Stimmung, die Einstellung und die Grundhaltung waren jedoch sehr auffällig, denn die Menschen können durchstarten. Sie müssen durchstarten,  oder sie wollen zumindest durchstarten. Oft arbeiten sie sieben Tage die Woche, acht bis zwölf Stunden am Tag. Sie arbeiten hart, verrückterweise dann oftmals für europäische Marken wie Ikea, H&M aber auch für Bottega Veneta oder gar Ferrari. Selbst arme Menschen haben kaum zu essen, doch ein Mobiltelefon ist präsent, und wenn es aus zweiter oder dritter Hand gekauft wurde. So gibt es dann Tablett-PCs unter 50 EUR, die natürlich trotzdem nicht jeder erstehen kann. Und doch ist auch dieses Exponat (DER TRENDBEOBACHTER hat ein solches im Gepäck) ein Beweis für die Kraft, die sich hier entwickelt. Alleine die IT-Kompetenz, die hier entsteht….

Megatrend Fastfood?Kleiner Mann mit wichtiger Tüte

Es ist schon auffällig, ermutigend oder erschreckend – je nach Sichtweise – wenn ein etwa sieben jähriger Junge erst um Almosen bettelt, um dann mit 30 INR bei McDonalds einen Hamburger zu kaufen und ihn dann vollkommen glücklich strahlend zurück am Parkplatz zu verspeisen.

 

Nur leider muss er dann wieder los. Betteln. 

Es ist zu hoffen, dass der kleine Bursche irgendwie auf eine Schule kommt und sich durchsetzt, dabei bleibt und eine Ausbildung macht. Die Perspektiven wären so gut…Er könnte deutlich besser leben als seine Eltern, die Oma, der Opa. Doch die Träume und die Kluft an seinem Arbeitsplatz – dem Parkplatz – sind so groß, dass Indien noch lange mit sich selbst beschäftigt sein wird. Hoffentlich kommt er nicht unter die Räder.

 

 

Mathias Haas ist Beobachter, Zusammenfasser, Pragmatiker. DER TRENDBEOBACHTER möchte mit der ASIAN MINDSET TOUR seinen „Echtzeit-Check“ dafür nutzen, sich selbst upzudaten und gleichzeitig Organisationen und Menschen zukunftsfit machen. Megatrends kommen nicht über Nacht, und genau dies möchte der Redner und Moderator mit dem Besuch bei über 50 Millionen Menschen beweisen. Die Bandbreite der Entwicklungsoptionen sind groß, der gemeinsame Nenner der Interviews ist definierbar. Machen Sie sich ein eigenes Bild von Delhi, der Megacity aus dem Megaland Indien.

 

Mehr Details zum Sprecher und Workshopmoderator, zu LEGO SERIOUS PLAY und anderen veränderungsfreundlichen Methoden:

www.trendbeobachter.de

www.play-serious.org

 

 

 

 

 

Read article