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Tausendfüßler liefert – Mensch folgt blind

Exponate, MegaTrend.

12. Oktober 2016

In Hamburg rollt er bereits für den Kurierdienst Hermes, in Düsseldorf dreht der nette Starship seine Runden für den Media-Markt. Ja, DER TRENDBEOBACHTER. traf einen von weltweit 35 Lieferrobotern aus dem Hause Starship Technologies.

Es war kurz und sympathisch.

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„The next battle is about delivery times“, so war letzten Sommer die Aussage bei der VALLEY MINDSET TOUR… und jetzt rollt er schon gut zehn Tage durch das Testgebiet in Düsseldorf-Grafental. Nicht schlecht, Herr Media-Markt!

Eine Bestellung wird rein gelegt und das neue Logistikmodell rollt los. Die Maschine cruised einfach los und kommt tatsächlich auch an der Stelle an, die als Lieferadresse angegeben war. „Frau Kundin“ bekommt bei Ankunft ein Signal und einen Code auf ihr mobiles Endgerät. Mit diesem Geheimzeichen kann sie den zukunftsfitten Agenten öffnen und die Ware entnehmen. Kameras nehmen laufend seine Umwelt wahr und schicken auch gleich ein Fahndungsbild nach dem potentiellen Dieb an die Polizei, sollte es auf dem Weg zum Ziel einen Diebstahl- oder Manipulationsversuch geben.

Eine einfache Geschichte, eine logische Mechanik: Der Service ist günstig, transparent und wohltuend.

Wandel in der Logistik - bestücken ist ganz einfach!

Wandel in der Logistik – bestücken ist ganz einfach!

Und soweit wir über Großstädte sprechen, die reibungslosen Asphalt und überschaubar hohe Randsteine anbieten, steht diesen neuen Gefährten nichts im Wege. Ja, ok… vielleicht das ein oder andere eBike oder ein Rollator, doch in diesem Fällen hält er oder sie sich vornehm zurück. Also, der Roboter hält sich zurück!

Letzteres tun bei neuen Logistikkonzepten auch oftmals die Stadtverwaltungen. Doch im Vergleich zu Lieferdrohnen sind diese Blechkameraden sicherlich willkommen. Jedenfalls waren die Genehmigungsverfahren für den Media-Markt überschaubar, so die Aussage von Eva Simmelbauer, Senior Manager Corporate Communications aus der Media-Saturn-Holding.

Doch früher oder später werden Menschen (und Behörden) realisieren, dass die wichtigen Helfer irgendwie auch überschätzt werden.

„Overtrust“ nennen dies dann die Forscher.

Wir sind sogar bereit zu lügen, damit wir die Gefühle der Maschinen nicht verletzen. Unhöflichkeit wird Ihnen nicht verziehen. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28.09.16 ist es sogar so, „dass es Menschen erregt, humanoide Roboter, also solche, die der menschlichen Gestalt nachempfunden sind, an intimen Stellen zu berühren“. Wow, wow, wow… haben wir also eine völlig neue Dimension vor uns? Und DER TRENDBEOBACHTER. wollte nur über schlichte Lieferroboter berichten… jetzt geht es um Emotionen, Gefühle und sogar…

Fakt ist: wir Menschen lieben und schätzen derartige Helfer – das belegen diverse Experimente von großen Instituten wie dem MIT oder Georgia Insitute of Technology. Beispielsweise folgen wir blind Robotern, auch wenn sie uns im Falle eines Brandes offensichtlich in die falsche Richtung lotsen. Wir gießen Pflanzen mit Orangensaft oder werfen ungeöffnete Briefe in Papierkörbe, nur weil wir die Anweisung von Maschinen bekommen.

Dass wir Starships mit Namen oder Kosenamen belegen scheint da nur logisch zu sein…

Denken, ja denken müssen wir Menschen auch zukünftig noch selbst! Übertriebenes Vertrauen scheint die Gefahr zu sein – auch wenn die Maschine süß, nett und äußerst zuvorkommend (er-) daherkommt!

Wie so oft... es kommt darauf an wie der Mensch die Entwicklung "befüllt".

Wie so oft… es kommt darauf an wie der Mensch die Entwicklung „befüllt“.

 

TRENDBEOBACHTER zu sein kann auch sehr auf den Boden zurückholen. Redner und Moderator zu sein kann sehr viel Spaß machen, denn in welchem Job dürfen schon solche Fragen gestellt werden? Mathias Haas ist eben kein Trendforscher und auch kein üblicher Zukunftsforscher… er ist auch etwas „Hofnarr“, denn die Wahrheit kann sich weit bewegen – zwischen Fort- und Rückschritt. Zwischen Zukunft und Zukunftsfitness.

Mehr zu Mathias Haas und seinem Team finden Sie unter www.trendbeobachter.de

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE. liegt unter www.play-serious.org

 

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DER TRENDBEOBACHTER bei amazon

MegaTrend.

26. Mai 2015

amazonfulfilment wurde präsentiert, die Tore wurden geöffnet – für Mathias Haas, den Redner und Berater. Was kam dabei raus?

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In der Amazonstrasse 1 in Garben (südlich von Augsburg) wurde das vorgegebene Führungsprogramm umgesetzt, artig und im Detail… so der Eindruck von Haas.

Das Bild war stimmig: man nehme saubere Prozesse und viel Disziplin, damit läuft die Show und läuft der Mensch. Beim Fulfilment genauso wie bei den Besichtigungen des großen Händlers.

Gegen 9:15 Uhr werden die abgesperrten Parkplätze geöffnet für die ausgewählten Gäste des Hauses… so dass – beim strömenden Regen – keinem der Blick verhagelt wird.

Dann geht es in die heiligen und überwachten Hallen.

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Sicherheitsbriefing und Technikeinweisung – und die seichte Tour beginnt. Ja, Walt Disney hätte es nicht verfeinern können. Drei, vier Stationen, damit der gesamte Prozess verständlich wird, reine thematische Begrenzung auf die Logistik und „die IT“. Die „chaotische Lagerhaltung“ wird kurz erklärt und die Zufriedenheit der Mitarbeiter immer wieder wiederholt.

Eine Abbildung aus dem Mitarbeitermagazin.

Eine Abbildung aus dem Mitarbeitermagazin.

Letzteres ist wirklich stimmig mit dem ausliegenden Magazin „A bis Z“, in dem Schicksale wie das von Martina beschrieben werden: „Neustart mit fast 40: Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung“. Dort wird auch sachte angekündigt, dass die „kleinen, starken Helfer“ kommen. „Wie amazon Roboter stow und pick einfacher und effizienter machen“. Laut der informellen Aussage einer Pickerin, die auch Teil der Führung sein durfte, „ sind die in Deutschland nicht im Einsatz“. Doch genau hier wird es spannend, denn sobald die Maschinen die Logistikzentren übernehmen, gibt es (gerüchteweise) Mindestgeschwindigkeiten für die Picker, also die Mitarbeiter des Hauses. Gefahr? Erleichterung? Mathias Haas vermutet, dass kaum jemand in Garben Chance oder Bedrohung thematisiert – im Gegenteil. Denken wird möglichst abgenommen, selbst der Mülleimer hat einen markierten Parkplatz.

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Zufrieden sehen sie aus, gestresst auch nicht –
wirklich glücklich?

Vielleicht muss man auch nicht überall das Glück suchen, schon gar nicht in der Logistik. Doch ja, es gibt kostenloses Wasser und guten Kaffee (auch für Mitarbeiter).

Und nochmals, es gibt (an diesem Freitag) keinen sichtbaren Stress, sogar mal ein Pläuschlein. Nicht mal die automatisierte Waage und der „Adress-Aufkleb-Roboter“ kommen richtig in Fahrt. Ist dieser Zustand normal? In jedem Zentrum normal? Inszeniert? Wie im Disneyland? Wohl kaum, denn dafür fügen sich die Puzzleteile des Onlinehändlers zu gut zusammen – denn die Betriebsratswahlen stehen an. Wenn also die neuen Kandidaten zufälligerweise am Rande des Führungsrundgangs „ausgestellt“ werden, ist dies legitim. Wenn aber die Mitarbeiter in nur einem Tag eingelernt sind… dann wird klar, dass „soziale Mobilität“ höheren Stellenwert haben muss! Nein, die Mitarbeiter in diesem Logistikzentrum sehen Wandel von unten und sie machen weder den Eindruck, die Zukunft gefunden zu haben, noch dass sie richtig leiden. Aber was ist schon „richtig leiden“, so Mathias Haas nachdenklich…

Schlussendlich verdrängt der Stammkunde, Redner und Berater Haas die Einzelschicksale und wundert sich über die geringen Investitionen für so einen Standort. ER ist weiter beeindruckt von Standardisierung und verknüpft gedanklich die Punkte… wenn Arbeit so derartig zerpflückt wird, wann ist dann der Roboter aus Dallas ein Kamerad oder sogar der Supervisor. Denn schon heute sprechen in Garben alle schon Englisch – Sprachschwierigkeiten wird es also nicht geben. Wenn, dann kulturelle Lücken… zumindest für DEN TRENDBEOBACHTER Haas.

Fahren Sie hin, schauen Sie sich solche Geschäftsmodelle an!

Mathias Haas könnte ganze Vorträge über amazon halten. Dieses Unternehmen ist enorm agil, wenn auch hoch umstritten… Der Redner und Berater war jetzt endlich mal selbst vor Ort, hat sich ein eigenes Bild gemacht. Und auch wenn es nur eine grobe Zeichnung ist – diesen Eindruck möchte der Zukunftsexperte nicht missen.

Wir werden noch viel hören… von amazon und von Mathias Haas.

Wir werden noch viel bestellen… bei amazon durch Mathias Haas. Denn die Prozesse…

Mehr zu den Vor-Ort-Terminen im Rahmen der Trendbeobachtung auf diesem Blog.

Mehr zum Redner Mathias Haas: www.trendbeobachter.de
Weitere Details zur PLAY SERIOUS AKADEMIE: www.play-serious.org

 

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IKEA – das kennt doch jeder!

MegaTrend.

12. Mai 2015

Die meisten Leute sind schon mal einem IVAR-Regal oder einem POÄNG-Sessel begegnet. Der Möbelriese aus Schweden gehört in europäischen Wohnungen mittlerweile quasi zum Gemeingut.

Selbst eher weniger wohnliches wie Hotdog oder Köttbullar werden oft zum Anlass, dem gelb-blauen Einrichtungshaus einen Besuch abzustatten.

Doch irgendwann schleicht sich der Gedanke ein: Hat jeder, kennt jeder – ist langweilig… selbst wenn wir die Kosten mal außen vor lassen.

Das hat auch IKEA selbst erkannt und im Rahmen der EXPO 2015 in Mailand einen Prototypen-Store im Stile eines Pop-Up-Stores eröffnet. IKEAtemporary heißt die Einrichtung und hat mit dem klassischen Markt, wie wir ihn kennen, nicht viel gemeinsam. Ziel ist es, die (O-Ton) Demokratisierung des Designs voran zu treiben. So wurden nicht nur Designer eingeladen, sondern auch Studenten gestalterischer Fachrichtungen aus verschiedenen Hochschulen. Eingeladen dazu, etwas Neues zu kreieren, was man auf Anhieb vielleicht nicht mit IKEA in Verbindung brächte.

IKEA lädt das Zukunfts-Handy kontaktfrei

Während verschiedener Veranstaltungen und Workshops und natürlich während der täglichen Öffnungszeiten bieten sich dem neugierigen Besucher frisch gestaltete und oft noch nicht am Markt befindliche Neuigkeiten aus der Möbel-Szene – natürlich im IKEA-Stil und mit deren typischen Elementen. Das beginnt bei den Möbelstücken, die kabellos unsere Mobilgerätchen wieder mit Saft versorgen und geht weiter über ultra-kompakte bzw. einfach gestaltete Küchen, die so modular sind, dass man damit theoretisch jede Woche umziehen könnte.

IKEA mit Prototypen im Verkauf

Apropos: Weil die EXPO ja die Welternährung zum Thema hat, liegt natürlich hier auch der Schwerpunkt des Prototypen- / Konzept Stores. Hier geht es nicht ums Kaufen, sondern beispielsweise darum, wie wir wohl in 10 oder 20 Jahren kochen und essen wollen. Wie uns moderne Technologie in der Küche hilft, wenn wir mal wieder nicht wissen, was wir mit der Schale Reis vom Vortag noch Leckeres anstellen könnten. Die Küche ist dann plötzlich nicht nur Zubereitungsort und gemütlicher Aufenthaltsplatz, sondern auch noch Ideengeber und intuitiver Helfer. Bis hin zu neuen Töpfen und der eigenen Zuchtstation für frische Zutaten.

Töpfe… Zutaten – da kommt einem doch gleich Appetit! Logisch, dass im IKEAtemporary auch hieran gedacht wurde. Und weil es – z.B. bei uns in Europa – immer mehr Vegetarier gibt (und die natürlich auch weiterhin bei IKEA einkaufen und sich wohlfühlen sollen), offeriert man… tataaaaa… die vegetarischen Köttbullar! Veggie Balls heißen sie und sind eigentlich nur eine logische Konsequenz.

Fleischlos für die Zukunft - von IKEA

Fleischlos für die Zukunft – von IKEA

Es ist jetzt nicht so, dass DER TRENDBEOBACHTER dadurch ein neues Lieblingsrestaurant oder gar Hobby gefunden hat. Aber Mathias Haas – der Zukunftsexperte – hat einen Platz gefunden, an dem das Vorausdenken der Macher auf die Kunden von heute und morgen trifft. Wo sich zeigt, dass die Innovations-Spielwiese gar nicht sooo weit von der Realität entfernt sein muss. Alles in allem ein klarer Beweis dafür, dass Innovation nicht warten kann – sonst macht sie ein anderer.

Weniger Wasser - mehr Zukunft.

Weniger Wasser – mehr Zukunft.

Mathias Haas ist Redner, Sprecher, Referent – wie auch immer die gewählte Arbeitsplatzbeschreibung sein mag… es geht um Zukunft, um das Hier & Jetzt, um Wandel und Veränderung. DER TRENDBEOBACHTER und sein Team agieren nicht wie Trendforscher innerhalb der Trendforschung und auch nicht wie Zukunftsforscher in der Grauzone der Zukunftsforschung – Haas ist Pragmatiker und Berater mit dem gesunden Menschenverstand. Letzteres war dann auch die Basis für die PLAY SERIOUS AKADEMIE. Hier wird zum Beispiel mit LEGO SERIOUS PLAY gearbeitet – nicht (nur) gespielt.

Mehr zu beiden Marken und Organisationen unter:

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