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3. Stopover: The Big J.

Jakarta ist der zentrale Teil Indonesiens! Zweifelsohne ist The Big J. der Magnet an sich, doch ist es ein Mythos, dass die Hauptstadt die Übermacht hinsichtlich der Wirtschaftsleistung sei. Laut dem McKinsey Global Institute produziert Jakarta 1/5 und der Großraum Jakarta – auch Jabodetabek genannt – 1/4 der Wirtschaftsleistung des ganzen Landes.

Megacity, Megatrend, Mega!

Megacity, Megatrend, Mega!

Der größte Inselstaat der Welt – über 1.000 Inseln

Tatsächlich kommt auch hier ein Phänomen zum Tragen, dass DER TRENDBEOBACHTER auch in Indien entdeckt hat: Mittelgroße und große Städte mit 2 bis 10 Millionen Einwohnern wachsen mehr als die Megacity selbst. Dazu gehören dann Bandung, Bekasi, Bogor, Medan, Surabaya und viele andere Kandidaten, die wir in Europa nicht kennen. Deren Zuwachs kommt hier überwiegend durch die wachsende Bevölkerung!

Weiter ist es ein Irrweg zu denken, dass die Konjunktur instabil sei. Indonesien hatte eine der stabilsten wirtschaftlichen Entwicklungen aller Länder weltweit. Das Wachstum ist weniger volatil als das jeden Landes der OECD oder der BRIC-Staaten. Zwischen 2000 und 2010 lag es zwischen 4 und 6 Prozent. Im Vergleich dazu lag die Bandbreite von Thailand und Malaysia im selben Zeitraum zwischen 2 und 9 Prozent. Die starke Binnennachfrage und der Export stabilisiert die Wirtschaft!

Indonesien ist nicht nur das größte muslimische Land, es ist gleichzeitig auch die  drittgrößte Demokratie der Welt. Es ist der größte Palmöl-Exporteuer, hat die größten Naturgasvorkommen in APAC und 40% der weltgrößten Geothermiebestände. Laut der Unternehmensberatung FROST & SULLIVAN ist es in 2025 „the largest game driver beyond the BRIC-Nations“ – soll heißen, dass das Land nach China, Indien, Russland und Brasilien die besten Karten hat, hinsichtlich des BIP-Wachstums.

Die Zahlen sind großartig, Einzelschicksale sind dahinter versteckt

Müllmänner in Jakarta

 

P1070264Gleichzeitig leben 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung mit 2 bis 8 USD pro Tag! Als „urban poverty“ wird das dann großartig beschrieben. So attraktiv die Zahlen zu Direktinvestitionen oder Konsumverhalten sind, es wird Mathias Haas schon komisch, wenn dann klar ist, wie ein Müllmann lebt (Hinweis: BBC hat einen englischen Müllmann nach Jakarta geschickt – dieses Projekt wurde dokumentiert. Schockfaktor inklusive). Wie er seinen Karren zieht… an schicken Häusern entlang. Mit Eigentümern, die es gerade noch schaffen, den Müll durch ein Loch in der Hauswand  raus zu werfen, sich dann aber beklagen, wenn der „Dienstleister“ nicht sauber arbeitet. Und wie er den Kanal vor dem Haus – barfuß – sauber macht. Wie dessen Familie direkt neben Traumbauten in Löchern lebt mit Ratten bei Tag und Nacht.

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Warum sie nicht aufstehen, die Müllmänner? Weil sie keine Ausbildung haben und der Wettbewerb enorm ist. In etwa 2045 wird das Land seine Bevölkerung verdoppelt haben!

„Urban Poverty“, das ist sicher ein Megatrend

"Normalzustand", 100 Meter neben den Hochhäusern

„Normalzustand“, 100 Meter neben den Hochhäusern

Sicher, die Mindestlöhne steigen enorm – doch an der Megacity Jakarta sieht man, wie hart das Leben in einer solchen Metropole sein kann. Von Umweltverschmutzung, den enorm steigenden Lebenshaltungskosten oder dem täglichen Verkehrsdrama mal ganz zu schweigen. Letzteres ist enorm markant, denn bis heute hat es die öffentliche Hand nicht geschafft – bis auf ein paar Busse – einen öffentlichen Nahverkehr aufzubauen. DER TRENDBEOBACHTER kennt keine vergleichbare Megacity, die diesbezüglich so weit zurückliegt! Sind das die korrupten Politiker? Die korrupten Beamten oder die Polizei?

Die Stadt muss – verkehrstechnisch – kollabieren

Da kommt es einem fast kurios vor, wenn Branchenexperten erzählen, dass Jack Daniels Whiskey-Flaschen auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden (wie war das noch mit den „Brandbuilding-Skills“?). Wenn der Zukunftsexperte hört, dass es Überlegungen gibt, Jakarta zur Entlastung der Hauptstadt-Status abzuerkennen oder wenn ein Interviewpartner sagt: „In Jakarta people think it is ok if it is unfair.“

So komplex die Schwierigkeiten auch sind, rund um Lebensmittelsicherheit, Verdichtung und Verdrängung, um die notwendigen Arbeitsplätze für die junge Bevölkerung: Viele Menschen steigen auf. Sehr viele Menschen leben mit mehr Wohlstand als ihre Eltern.

Megatrends sind auch in Jakarta beweisbar

Große Player wie L’ORÉAL eröffnen das weltweit größte Werk und nutzen selbstverständlich die Binnennachfrage gleich mit. Genau diese Unternehmen haben bisher die Einheiten durchaus für etwa 4 USD verkauft und gehen jetzt den Weg vieler Markenartikler aus dem Westen: Halber Preis, halbe Größe.

Was in Europa als Reisegröße verkauft wird ist hier die Einstiegsdroge

Brandbuilding in Jakarta

Die Menschen möchten vertrauen, und in unseren Marken finden Sie genau dieses – etwas Berechenbarkeit, etwas Schutz und jede Menge Status… L’ORÉAL & Co. bieten diesen sicheren Hafen, und das neue Verhalten geht seinen Lauf. Und ganz ehrlich, auch Mathias Haas war hier deutlich öfter in einem Starbucks als Zuhause. Auch der „internationale Schwabe“ liebt dann die Vertrautheit, den sicheren Hafen. Denn machen wir uns nichts vor, Megacities sind unbekannt für Europäer. Große Ballungsgebiete ab 10 Millionen Menschen sind enorm stressig und fordern alle Sinne. Da durfte auch für Mathias Haas der Kaffee mal mehr kosten. So viel anders sind die Menschen dann vielleicht gar nicht.

Wooden-Radio, das Holzradio, sind dann willkommene Highlights

Wooden Radio aus IndonesienDER TRENDBEOBACHTER, immer auf der Suche nach unentdeckten Exponaten, die Megatrends beweisen… hat dann aber das Wooden-Radio entdeckt. Ein tolles Beispiel, dass es nicht nur in Delhi sondern auch in „The Big J.“ Abkürzungen gibt… dass der Welthandel ausgetrickst werden kann und „fair & einfach“ irgendwie geht… Lesen Sie hier dazu mehr, es lohnt!

 

 

Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER, mit einigen Gedanken zu Jakarta – als Teil von Indonesien, einem ganz sicher unterschätzten Land! Eine Stadt, die viele nicht mal als Hauptstadt definieren würden.
Der Redner und Moderator war da und hat sich ein Bild gemacht. Die Megacity Nummer drei innerhalb der ASIAN MINDSET TOUR war gar nicht so einfach zu entdecken – sie war auch nicht leicht zu bereisen – oder gar lieb zu gewinnen. Aber wer hat schon Megacities lieb? Man schlägt sich dort durch, auf der Suche nach einem besseren Leben. Und das scheint bei Indonesiern nicht so sehr vom puren Geld abzuhängen – zumindest nicht im Vergleich zu Delhi oder gar Singapur.

Der Zukunftsexperte hat China erreicht: Guangzhou – eine Megcity, die wenige kennen. Mathias Haas wird sie unter die Lupe nehmen. Und eines ist bereits klar: „das System“ ist jetzt schon spürbar.

Mehr Details zur Vorgehensweise des Transferhelfers Mathias Haas unter www.trendbeobachter.de

Noch mehr zu seinen veränderungsfreundlichen Moderationsmethoden wie beispielsweise LEGO SERIOUS PLAY unter www.play-serious.org

Denn die Kraft muss auf die Straße! In Megacities und insbesondere in Europa!!!

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