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Fazit nach 5 Megacities und über 50 Millionen Menschen: Asien ist hier!

DER TRENDBEOBACHTER nach Asien-Mindset-Tour durch fünf Zukunftszentren:

„Asien kommt! Zu uns! Ob Sie wollen oder nicht.“

Der Mindset hat funktioniert! Asien wird auch in den nächsten Jahren Vorreiter und Vorbild bei der „Globalen Transformation“ sein. Die Beobachtungen vor Ort machen deutlich: Um Teil und Partner dieser Megaregion zu sein, brauchen wir in Deutschland mehr Mut, Biss und Hunger. Der Appetit auf Zukunft, kommt mit der Freude an Veränderung. Deshalb ist die vorausschauende Beobachtung (*Hinweis: Dies ist kein Forschungsbericht, keine Studie und keine Sozialreportage, sondern eine wache Echtzeit-Analyse), was dort für uns morgen relevant wird, entscheidend für einen Mindset, eine Neu-Kalibrierung unserer Strategien: Denn Asien ist auf dem Sprung nach Europa.

Megatrends entstehen in Megacities

2050 werden von 9 Milliarden Menschen 70 % in Megacities leben. Was das bedeutet, kann in Asien schon heute vorab besichtigt werden. In Europa haben nur Moskau und Istanbul über 10 Millionen Einwohner. London mit 8 Millionen Einwohnern hat in etwa die Größe eines Stadtteils von Greater Jakarta.

Welche Megatrends gerade entstehen, kann in Asiens Megastädten mit einem Zeitvorsprung abgelesen werden. Wie tickt das Morgen? In Neu Delhi, Singapur, Jakarta, Gangzhou und in Seoul findet ein Wandel statt, der auch für uns in Hamburg oder Garmisch Auswirkungen hat. Sei es im Welthandel oder bei völlig neuen Zielgruppen im Alpen-Tourismus.

Was in unserem Denken einmal eine Dekade dauerte, geschieht heute in der Hälfte der Zeit. In nicht einmal einer Generation wurde die gesamte Region völlig umgestaltet, dynamisiert und globalisiert – und das wird Folgen haben, die bis nach Europa ausstrahlen.

Einige der Player von Morgen auf dem deutschen Markt hat DER TRENDBEOBACHTER vor Ort besucht:

Sprungbereit: Nexen Tires aus Südkorea (http://de.nexentire.com)

Der Reifenhersteller will seine Kraft verstärkt auf deutsche Straßen bringen und denkt über einen eigenen Produktionsstandort in Europa nach. Der Ehrgeiz des 1942 gegründeten Unternehmens ist enorm: Seit dem Jahr 2000 ist der innerkoreanische Marktanteil von 8 auf 20 Prozent gestiegen und der Gewinn hat sich in diesem Zeitraum verzehnfacht. Das Kapital und Know How ist da, das Geschäft mit Deutschland läuft schon. Mit seiner Strategie will Nexen Tire von Platz 20 der Reifenproduzenten unter die Top 10 der Weltrangliste und in das Premiumsegment vordringen. Tatsächlich zeigt Nexen wie eine vollautomatisierte Produktion mit Zukunft funktioniert. Schon heute prüfen nur 45 Mitarbeiter die Qualität 60 Millionen Reifen im Jahr.

Automatisierung vom Feinsten

Automatisierung vom Feinsten

 

 

 

 

 

 

 

Blackyak: Outdoor-Ausrüster will den Markt in Europa aufmischen (www.blackyak.co.kr)

Als erster asiatischer Hersteller hochqualitativer Outdoor-Kleidung will Blackyak von Südkorea aus die Welt erobern und 2014 in die TOP 5 der Branche aufsteigen. Das Unternehmen hat es immerhin schon geschafft die Nummer 1 im Outdoor-Segment in China zu werden und ist auch 2013 auf der ISPO in München wiederholt selbstbewusst und mit Auszeichnung für das „Asian proudct of the year“ aufgetreten.

Das wird etablierte Marken in Unruhe versetzen, da die Koreaner bei der Produktentwicklung, dem Design und beim Vertrieb Top-Standards erfüllen.

Zudem ist einiges an Kapital frei, um die Konkurrenz zum Schwitzen zu bringen.

Outdoor im koreanischen Megatrend

Grundtenor: Der Hunger auf Zukunft ist riesig!

Der Hunger auf Geld, Status, Wachstum – auf Veränderung überhaupt – verdichtet sich in den aufstrebenden Mittelschichten der Megacities. Sie sind auch Vorbilder für die jeweilige Großregion oder – wie in Seoul – das ganze Land. Der Wettbewerb zwischen Singapur und Hong Kong ist legendär, aber diese Ballungsräume sind Konkurrenzmaschinen zwischen den Nationen und innerhalb der Länder mit ihren vielzähligen – bei uns oft unbekannten, weiteren Megacities. Und: „Die Mega-Stadt“ ist auch der Mega-Markt – wer sie erobert, braucht sich um flächendeckende Strategien nicht mehr bemühen.

Trendbeobachtung in Echtzeit

Aus über 100 Gesprächen – vom Taxifahrer bis zu Goldman Sachs-Managern – und mehr als 30 Tiefeninterviews als Echtzeit-Check wurde klar:

Das Thema „Tragfähigkeit“ in allen Facetten bestimmt auch bereits in Asien das Denken der Menschen: Bleibt das Wachstum stabil? Werden es meine Kinder besser haben? Reichen die Ressourcen bis übermorgen und ist die Nahrung sicher? Auch Bildung und Altersversorgung haben Top-Priorität. Im Gegensatz zu Deutschlands Post-Industrialisierung müssen diese Fragen bereits Mitten in Hochwachstumsphasen und gewaltigen Umwälzungen beantwortet werden. Diese Grundfragen speisen den Antrieb zu Leistung der einzelnen Menschen und bilden den Brennstoff für die Innovationskraft der Unternehmen.

Die asiatische Konsumkultur, die infrastrukturellen Bedingungen der Megacities, die starke Digitalisierung und Automatisierung prägen die Innovationskraft und den Expansionskurs nach Europa. Und viele Unternehmen sind schon lange bei uns angekommen und werden als Kunden von morgen an Bedeutung gewinnen. Was bedeutet das konkret?

Top 5 Ableitungen für Europa:

  1. Asien als Vorbild und Taktgeber anerkennen, damit sie Kunden auf Augenhöhe werden können. DIE TRENDBEOBACHTUNG ist ein erster Schritt!
  2. Dafür müssen wir veränderungsfreundlicher werden, durch spezifische Fortbildungen, Investitionen im HR-Bereich (Praktikanten aus Megacities, Querköpfe und Kulturwandler).
  3. Die Rahmenbedingungen anpassen: freies W-LAN für alle – ein neues Grundnahrungsmittel in Asien, das digitalen Wandel möglich macht; Lernreisen in gemischten Teams; das eigene Unternehmen oder Bereiche mal für 3 Monate von der Niederlassung in Delhi leiten.
  4. Asiaten als Kunden, Partner, Auftraggeber in Deutschland verstehen: Kundenorientierung erweitern, gewohnte Standards in Service und Hospitality kennen und bedienen.
  5. Die Marke Deutschland und deutsche Marken offensiv in Asien positionieren. Die Sehnsucht nach Markengeschichten, Heritage, Prestige und Stolz ist enorm, doch die Unternehmen werden in Markenaufbau- und pflegen immer besser. Deshalb den Imagevorsprung ausbauen und nicht verspielen.

Diese pragmatischen Ansätze können für jede Organisation – egal welcher Branche oder Größe – maßgeschneidert ausgelesen werden. So zum Beispiel auch für die TRENDBEOBACHTUNG.

Top 5 Ableitungen für DEN TRENDBEOBACHTER:

  1. Ständige Beobachtung relevanter Medien in der Region – teils in Englisch, teils per Software übersetzen lassen (im Fokusland: englischsprachige Zeitung abonnieren).
  2. Das Marktpotential in Asien sondieren, spezifische Formate entwickeln.
  3. Interessierte Unternehmen und Kontakte aus Asien in Deutschland als „Wegbereiter“ begleiten und so in die eigene Zukunft investieren.
  4. Die Erfahrungen der Tour als Anlass für Produktoptimierung und Erweiterung des Angebotsspektrums nutzen.
  5. (ASIAN) MINDSET TOUR turnusmäßig als festen Bestandteil der eigenen Vita und des Profils machen.

Ganz egal, ob Sie Asien für sich relevant finden oder nicht: Entscheiden Sie sich wenigsten bewusst, überprüfen Sie ihre Haltung immer wieder und denken Sie daran: Asien kommt zu uns! Wir sind Asien!

Ob Sie wollen oder nicht.

 

 

 

Mehr zu Mathias Haas, DEM TRENDBEOBACHTER, seiner Trendbeobachtung und den Unterschieden zu typischen Trendforschern, Zukunftsforscher und Zukunftsexperten finden Sie unter

www.trendbeobachter.de

www.play-serious.org

ww.youtube.com/haaskommuniziert

 

 

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