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März, 2014
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1992

Brands to watch: Marken aus den BRIC-Staaten auf dem Sprungbrett in den Weltmarkt

MegaTrend.

19. März 2014

DIE TRENDBEOBACHTER-Analyse

China 4.0.: Red Obsession = Brand Obsession

Dass China in Bordeaux den Markt des Rotweins aufmischt, Marken in Deutschland sammelt oder weltweit den Wirtschaftsmotor antreibt, als Absatzmarkt das Überleben deutscher Automobilbauer sichert und „die S-Klasse“ erst einmal „dem Chinesen an sich gefallen soll“ und danach dem Schwaben – das alles sind fundierte Lehrstücke über den mächtigen Auftritt der China Inc.

Das war China 2.0.

Der Dokumentarfilm „Red Obsession“* zeigt drastisch wie staatlich-privatwirtschaftlicher Markenhunger das französische Weingebiet verändert. Rotchina baut selbst schon den Sektor preisgekrönter Rotweine aus. Für den heimischen Markt. Mit unglaublichem Erfolg. Mit Kult-Status.

Das „Bordeaux-Phänomen“ – die Vereinnahmung von Marken zur Einbettung ausländischen Know-hows in eigene Brand-Strategien in Europa oder in China selbst – ist durchaus übertragbar und projizierbar auf die momentane Entwicklung chinesischen Brand-Buildings.

Das war China 3.0.

What`s next? China 4.0.!

China wird weiter bekannte Marken sammeln, doch wir werden in naher Zukunft auch verstärkt neue Vokabeln lernen müssen. Von Europa unterschätzt, etablieren chinesische Unternehmen selbstbewusst ihre Warenzeichen: In Asien, Afrika, Südamerika oder in der Karibik. Dort haben Aufkleber chinesischer Automobilhersteller bereits eine prestigeträchtige Markenheimat gefunden. Da prangt kein Stern, da leuchtet es nicht blau-weiß. Weltweit sind uns noch fremde Logos fest im Reich der gesellschaftlichen Mitte verankert.

Die Machtverschiebung produziert neue Möglichkeiten - dieses Foto ist aus London.

Die Machtverschiebung produziert neue Möglichkeiten – dieses Foto ist aus London.

Hunderte Millionen von Konsumenten aller Kontinente fremdeln nicht mit Namen wie YUTONG, coolpad, Lee Kum Kee. Ob Lifestyle, Kommunikation oder Handel: Li-Ning, WeChat und Alibaba machen aus jungen Käufersegmenten bereits „Brand Natives“ – sie werden mit diesen Namen groß. Noch nie gehört? Das ist schlecht.

Der Riese China wird seine Marken weiter kräftig aufbauen. Und zwar bei uns! Auf europäischen Märkten! Lange genug haben sie zugesehen, wer „das wahre Geld macht“. Sehr lange haben sie beobachtet, dass Markenführung „das große Geld“ rechtfertigt, auch innerhalb der kommunistischen Welt.

Dieser Junge spielt schon mal - mit der Zukunft?!

Dieser Junge spielt schon mal – mit der Zukunft?!

Wer diesen Trend nicht beobachtet, verschläft die Zukunft! Und zwar bei uns!

Vor unserer Haustür treten in naher Zukunft neue Konkurrenten mit erfahrenen Vertriebsteams und lernfähigen Markenarchitekten auf. Sie sind unsere neuen Kunden!

Mit hohen Ansprüchen an unsere interkulturelle Kompetenz. Auf vielen Ebenen gilt heute schon: China wird Premium! Mit neuer Qualität, neuem Design, neuer Kommunikation. Und neuen Aufgaben für uns.

Für DIE TRENDBEOBACHTUNG zeigt sich bereits heute die große Bandbreite und Branchenvielfalt, in der China mit seinem Branding Märkte tief durchdringt. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Egal ob High-Speed Züge, Bio-Lebensmittel, Medizintechnik oder Fashion: Das chinesische Brand-Building wird mit Stolz und Schlagkraft auf uns treffen.

Zukunftsfähige „Brands to watch“:

Sportmode von ANTA, 361° und Li-Ning. So bietet das von Li Ning, dem ehemaligen chinesischen Kunstturner und dem Schlussläufer des Olympischen Fackellaufs in Peking, gegründete Unternehmen beispielsweise Badminton Ausstattung an. Es gibt bereits eine Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule in Köln. Unternehmen wie KAILAS und vor allem UVU Extreme Craftsmanship, beide aus Hongkong, zeigen besonders gut, dass diese Region auch für Premium-Strategien stehen kann. Die Laufjacken von UVU werden vierstellig verkauft, hoch ästhetisch kommuniziert und für extremste Bedingungen ausgerüstet.

Alibaba und WeChat zeigen, dass selbst für Größen wie amazon und WhatsApp ein Wettbewerbsumfeld entsteht. Neu ist für viele, dass Lionel Messi und Cristiano Ronaldo schon seit 2013 in Spanien als Testimonials online sind und die chinesischen „Onliner“ mit einer deutschsprachigen Seite direkt nach „good old Germany“ liefern.

QOROS, Geely, BYD (Build Your Dreams) und Changan sind nur eine kleine Auswahl von Autobauern, die bereits exportieren. Auffallend waren zuletzt die großartigen Testergebnisse von QOROS und der IAA-Auftritt von Changan. Bei dieser Weltleitmesse waren zur Überraschung vieler mehr als 120 Messestände mit Herstellern und Zulieferern aus China anwesend. Aber auch im LKW- oder Bussegment sind Dongfeng und YUTONG Marken, die längst die Welt bewegen.

Die Bank of China und die ICBC setzen auf eigene Marken, ebenso Mischkonzerne wie die KWEICHOW MOUTAI GROUP (beispielsweise Getränkemarkt, Banken-, Sicherheitsbereich, Tourismus und Gebäudewirtschaft).

Lee Kum Kee und TSINGTAO BEER zeigen, dass auch im wohl weltweit härtesten Markt für Lebensmittel Platz ist für authentische chinesische Saucen oder Wettbewerber für Becks und Sanwald. Die Shanghai Tobacco Group kümmert sich heute schon um britische Raucher.

Huarong, New Century und Greenland dienen Hotelgästen beispielsweise in Offenbach; Midea sowie Haier präsentieren ihre „weiße Ware“ bereits auf der IFA.

coolpad, HUAWEI, HTC und natürlich lenovo liegen heute schon bei einem Weltmarktanteil von über 10 Prozent – obwohl die Internationalisierung erst im Aufbau ist.

Beim Essen sind wir entspannter...

Beim Essen sind wir entspannter…

Brand-Building ist ein langwieriger Prozess, das wissen auch Chinesen. Doch der Aufbau ihrer Marken schreitet rapide voran. Dass Deutschland dabei keine Hauptrolle spielt, zeigt, dass wir nicht auf Top 1 der Agenda stehen und der Sprung auf den Weltmarkt an anderen Orten und auf anderen Kanälen stattfindet. Doch die Welle rollt unaufhaltsam auf uns zu.

Deshalb: Wer früh Trendbeobachtung betreibt, kann später nicht sagen, er hätte von all dem nichts gewusst. China 4.0 ist schon lange da!

Nach Brand Buying kommt nun Brand Building!

Watch the brands – am besten vor ihrem Sprung!

An die Farbe dürfen wir uns gewöhnen - eine Bereichung!

An die Farbe dürfen wir uns gewöhnen – eine Bereichung!

 

*Info-Box „RED OBSESSION“:

DER TRENDBEOBACHTER ist seit März 2013 in Kontakt mit der Produktionsfirma „Lion Rock Films“ – seit Dezember ist das Werk für 10 USD (+Versand) auf amazon.com erhältlich. 2013 wählte The Guardian RED OBSESSION in die Top 10 australischer Filme – gleichzeitig lief der Film erfolgreich auf der Berlinale und erhielt im Januar die Auszeichnung beim “Award for Best Direction in a Documentary at the Australian Academy”.

 

*Info-Box „Top-Bordeaux Made in China“

2011 herrschte beim Leitevent der internationalen Weinbranche DWWA (Decanter World Wine Awards) in London Aufregung: Ein Bordeaux-Wein aus Chinas Provinz Ningxia erhielt die Top-Auszeichnung. Sein Können hatte sich der Winzer Demei Li vom Weingut He Lan Qing Xue übrigens direkt in Bordeaux angeeignet.

 

*Info-Box „Mathias Haas”:

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER! Seine Arbeit „im Hier und Jetzt“ mit Blick nach vorne hat diese Bezeichnung geprägt. Haas prüft Megatrends, die heute schon les- und beweisbar sind. Dafür hat er zum Beispiel die „ASIAN MINDSET TOUR“ realisiert: fünf asiatische Megacities in fünf Wochen. Berichte und Videoaufzeichungen dazu finden Sie unter www.absatzwirtschaft.de

P.S. Dies ist die volle Version des Berichtes an die absatzwirtschaft – veröffentlicht im März 2014.

Mehr zu Mathias Haas uns seinem Team: www.trendbeobachter.de

Mehr zu Mathias Haas uns seinen Moderationsmethoden: www.play-serious.org

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2053

Denken für die Zukunft.

MegaTrend.

14. März 2014

DER TRENDBEOBACHTER ist der Meinung „Informationen gibt es genug“, es ist eher eine Kunst diese zu verdichten und zu übersetzen! Und natürlich zu finden. Mathias Haas hat großartige Gedanken „beobachtet“ und im Team übersetzt. Für Sie und Euch!

NYTimes

 

 


„International New York Times“ vom 11. Dezember 2013″, David Brooks, Originalüberschrift „Thinking for the future“.

Wir leben in einer Ära der mechanisierten Intelligenz, in einem Zeitalter, in dem sich an Ihrem Arbeitsplatz vermutlich Diagnosesysteme, verschiedene Algorithmen und computerisierte Datenanalysesysteme befinden. Wenn Sie auf diesem Gebiet erfolgreich sein wollen, müssen Sie vermutlich gut mit intelligenten Maschinen umzugehen wissen.

Wie es Tyler Cowen schon in seinem jüngsten Buch „Average is over“ ziemlich unbarmherzig ausgedrückt hat: „Wenn Ihre Fähigkeiten die eines Computers ergänzen, dann sind Ihre Chancen in Bezug auf Einkommen und Vorankommen auf dem Arbeitsmarkt vermutlich rosig. Wenn dem nicht so ist, dann sollten Sie an dieser Diskrepanz arbeiten.“

Also ist die Herausforderung des Tages: „Welche geistigen Fähigkeiten passen am besten zur mechanisierten Intelligenz?“

Aus dem Stehgreif kann ich mir einige Vertreter dieses geistigen Typen vorstellen, die in den kommenden Jahren vermutlich heraus kristallisieren werden.

„Freestylers“

Wie Cowen anmerkt, gibt es eine Schach-Variante, bei der die Spieler nicht gegen den Computer spielen, sondern mit ihm. Sie lassen das Programm die meisten Züge machen, aber gelegentlich setzen sie sich darüber hinweg. Sie verstehen die Stärken und Schwächen des Programms und ebenso die Stärken und Schwächen ihrer eigenen Intuition, und idealerweise nutzen sie aus beidem das Beste.

Diese Stärke benötigt Demut (meistens) und Selbstbewusstsein (selten). Es ist die Art Eigenschaft, mit der Sie Ihr GPS überstimmen, während Sie gerade in einer Ihnen bekannten Gegend umherfahren, und die Sie sich beugen lässt, wenn Sie in einer fremden Umgebung unterwegs sind.

Diese Eigenschaft zeigt auch der Arzt, wenn er nach einer Untersuchung deren Ergebnis übernimmt oder eben nicht. Es ist die Fähigkeit zu wissen, wann ein an sich einzigartiger Fall einem vorhersagbaren Muster folgt und Hinweise darauf zu finden, wann er davon abweicht.

 „Synthesizers“

Die computerisierte Welt liefert uns einen Überschuss an Informationen. Der „Synthesizer“ kann riesige Mengen Daten (z.B. online) durchpflügen und eine gemeinsame Geschichte oder ein Muster herausarbeiten.

„Humanizers“

Menschen haben sich entwickelt, um Beziehungen zu Menschen zu haben. Humanizer nehmen sich des Zusammenspiels zwischen Mensch und Maschine an und sorgen dafür, dass es sich natürlicher anfühlt. Steve Jobs hat das getan, indem er jedes Apple-Produkt zu einem nicht-technologischen Gegenstand machte. Eines Tages kommt auch ein Genie daher, nimmt sich die Telefon-Hotline-Abfragebäume vor und macht sie menschlicher. Eines Tages wird ein cleverer Einzelhandelskopf herausfinden, an welcher Stelle die Kunden lieber am automatisierten Kassenterminal bezahlen (wie z.B. in der Drogerie) und wo sie die eher längere menschliche Interaktion bevorzugen (im Gemüseladen).

„Conceptional Engineers“

Bei Google bekommen Bewerber um einen Arbeitsplatz Herausforderungen wie diese serviert: „Wie häufig pro Tag überlappen sich die Zeiger auf einer Uhr?“ Oder: „Finden Sie das höchste Stockwerk eines 100-stöckigen Hochhauses heraus, aus dem man ein Ei noch zu Boden werfen kann, ohne dass es bricht. Wie viele Versuche brauchen Sie, um das rauszufinden? Sie haben 2 Eier.“

Man sucht damit nach der Fähigkeit, kreative Methoden für die Lösung von unerwarteten Problemen zu finden.

„Motivators“

Millionen von Menschen beginnen irgendwelche Online-Kurse. Nur wenige beenden sie auch erfolgreich.

Ich schätze, das hängt damit zusammen, dass die Studenten weniger dazu motiviert sind, einen Computer zu beeindrucken, wie sie es wären, wenn sie einen Professor aus Fleisch und Blut beeindrucken könnten. Manager also, die in einer maschinen-dominierten Umgebung ihre Mitarbeiter dazu motivieren können, höhere Leistungen zu erbringen, werden wertvoll.

„Moralizers“

Mechanische Intelligenz soll effizient sein. Gelegentlich werden dabei moralische Merkmale wie etwa Loyalität vernachlässigen. Einzelne Arbeitnehmer werden bald zunehmend durch Leistungsmetriken bewertet. Ein moralorientierter Manager wird jedoch darauf bestehen, dass man einen Mitarbeiter nicht nur auf ein paar statistische Zahlen reduzieren kann. Eine Firma ohne einen moralisch selbstbewussten Führer wird die menschlichen Wechselbeziehungen auf nichts weiter als den monetären Zusammenhang reduzieren und damit Arbeitsmoral und Sozialkapital zerstören.

„Greeters“

Eine Wirtschaft, die auf mechanischer Intelligenz basiert, ist sehr wahrscheinlich auch eine ziemlich ungleiche Wirtschaft, auch wenn die Regierung versucht, diese Ungleichheit zu bekämpfen. Cowen schätzt, dass vielleicht 15 Prozent der Arbeitskräfte weiterkommen werden, mit jeder Menge frei verfügbarem Einkommen. Es wird einen ungeheuren Kampf um deren Aufmerksamkeit geben. Sie werden Restaurants, Hotels, Anwaltskanzleien, Stiftungen und Finanzinstitute bevorzugen, wo sie von jemandem begrüßt werden, der ihren Namen kennt. Menschen mit diesem Leistungsvermögen eines High-End-Service (und der zugehörigen Arschkriecherei) werden Arbeit finden.

„Economizers“

Die verbleibenden 85% werden sich vermutlich aus Leuten zusammensetzen, die keine so gut auf dem Arbeitsmarkt verkäuflichen Fähigkeiten besitzen. Einige dieser Leute werden sich finanziell schwertun, nicht jedoch sozial oder intellektuell.

So machen sie vielleicht nicht viel Geld mit ihrem Gemüsewagen, aber sie führen ein erfülltes Leben und machen sich die „kostenlose Zugabe“ Internet zunutze. Diejenigen könnten eine Art Berater werden zum Thema „Wie erhalte ich mir ein reiches Leben mit schmalem Einkommen“.

„Weavers“

Viele Menschen mit schwierigen finanziellen Verhältnissen werden nicht ausreichend Motivation aufbringen können, sich ein reiches „inneres“ Leben aufzubauen. Heute schon fallen sie in Rekordzahlen aus dem Arbeitsleben heraus und driften ab in unorganisierte und desillusionierte Lebenswelten.

Öffentliche und private Einrichtungen werden mehr Leute einstellen müssen, um diesem sozialen Zerfall entgegen zu wirken. Es wird Stellen geben für Menschen, die die gefährlichen Ungleichheitstendenzen dieser neuen Welt bekämpfen.

 

 

DER TRENDBEOBACHTER hat diesen Bericht verschlungen und hiermit geteilt – in der Hoffnung, dass Trendforschung, Zukunftsforschung und Trendbeobachtung ganz normal werden. Mathias Haas hat sich diesen Aufwand gemacht, da selbst so etwas wie „Berufsplanung“ kein Zufall sein muss aber oft ist.

Hier sind also neue und sehr realistische Profile beschrieben – damit die Zukunft nicht über Nacht kommt!

Hier geht es lang. Mit guten Quellen ist die Zukunft etwas berechenbarer.

Hier geht es lang.
Mit guten Quellen ist die Zukunft etwas berechenbarer.

Mehr zum Zukunftsexperten und Workshop-Moderator Haas, zu seinen Vorträgen und Zukunfts-Abos… mehr zu LEGO SERIOUS PLAY und anderen veränderungsfreundlichen Moderationsmethoden… mehr, mehr und mehr – einfach aufbereitet: www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

 

 

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2114

Captain Kirk lässt grüßen!

MegaTrend.

3. März 2014

Nein das ist nicht Star-Trek Film XIII, sondern ein weiteres Beispiel dafür, wie Science fiction Realität wird. Der Replikator aus Raumschiff Enterprise ist in der Lage, Atome vorgegebener Stoffe in beliebig neuen Verbindungen zusammenzusetzen.
Der TRENDBEOBACHTER hat ja schon vieles gesehen. War begeistert damals, als die ersten Drucker Gegenstände in 3D ausdruckten. Dann traf Mathias Haas den Gründer von Twinkind und war vor Ort, zeitgleich als der MakerBot Mini von MakerBot auf den Markt kam.

Willkommen auf dem Figurenmarkt!

Kleiner Haas

Twinkind gelang die technische Sensation: Die Erschaffung von lebensechten Fotofiguren. Mit nur einer einzigen Aktion! Unglaublich. 100 Spiegelreflexkameras in Sekundenschnelle aus über 100 Blickwinkeln. Das Ergebnis beeindruckt durch einen Detailgrad, der DEN TRENDBEOBACHTER fasziniert. Nicht stillsitzende Zwei – und Vierbeiner: kein Problem! Nach wenigen Wochen ist die Miniatur fertig ist und kann entweder abgeholt oder verschickt werden.

Erst vor 2-3 Jahren hatte OMOTE in Japan begonnen, 3D Portraits im Miniformat zu produzieren. Und der Trend schwappte über – nur kurze Zeit danach. Der „first mover“ war schon Vorreiter der skulpturalen Darstellung in Farbe. Und auch IMakr.com aus London versucht sich daran. Während bei iMakr die Qualität etwas unter dem Aspekt des „zwar künstlerischen, jedoch künstlichen“ Fotos leidet, schafft es Twinkind, wirklichkeitsgetreu die Abbilder der Menschen zu kreieren. Und Twinkind ist in Berlin nicht der einzige Anbieter der „Mini-Mes“: Auch BOTSPOT ist mit dem „Beam me Up Scotty“-Geschäftsmodell ganz vorne mit dabei im Rennen.

Lebensechte Fotofiguren aus dem 3D Drucker.
Mit ihrer individuellen Mimik. Ausdrucksstark und emotional.

Limitationen gibt es. Engpass sind hierbei die Drucker. Aber auch hier hat man schon Lösungen: Ein Zusammenstecken des „oberen und unteren Körperteils“ ist schon lange keine Vision mehr. Bodyscanner werden immer besser und genauer, so dass das dreidimensionales Abbild des menschlichen Körpers nahezu an die Perfektion heranreicht.
Haustiere und Babies sind auf dem Figurenmarkt der Zukunft herzlich willkommen. Und wenn der fellige Liebling mal nicht mehr mag, wird mit Leckerlis zwischendurch die „Posing“-Bereitschaft wieder erhöht.

Haustier sind trendy, in 3DGeschenke, die Emotionen wecken – der entfernte Onkel in den USA kann seinen kleinen Enkel an Ostern zwar nicht umarmen, aber als „Miniatur“ in der Hand halten.

Der Figurenmarkt boomt.

 

Es entsteht ein komplett neuer Markt von „Portraits“: Ein Familienset von Twinkind oder Botspot als das „Familienalbum” der Zukunft?!

Der Wettlauf gegen die Zeit und die Wettbewerber hat schon längst begonnen. Auch Twinkind und BOTSPOT dürfen nicht stillstehen. Denn Zeit für Entwicklungen hat man heutzutage kaum mehr.

Wer nicht schnell genug ist, dem wird die Idee geklaut.

IMG_20140206_121728Auch bekannte Firmen müssen sich bei gleichbleibender Qualität steigern. Mehr Standorte gründen und flächendeckend arbeiten, über Roll-Outs und Franchising-Modelle nachdenken. Ja, der Druck steigt und die Preise fallen.

Denn die Nachfrage ist groß! Auch auf dem 3D Druckermarkt. Dieser ist allein im Jahr 2012 um 29% gewachsen und hat noch ein enormes Wachstumspotential. MakerBot steht gerade für den besten 3D Desktop Drucker auf dem Markt – mit den Merkmalen schnell, einfach und am kostengünstigsten. Auch bei HAFNER`s Büro aus Stuttgart ist er im Einsatz – hier jedoch nicht für Miniaturen von Lebewesen, sondern für die Anfertigung von Kleinserien: Mobile Haltegriffe für die Firma ROTH MOBELI in einer bis dato nicht gekannten Qualität! Und auch das Markenzeichen des TRENDBEOBACHTERS wird hier gefertigt.

Kleinserien aus dem 3D-Drucker.

Kleinserien aus dem 3D-Drucker.

MakerBot zeigt schon jetzt, dass jeder so einen Drucker zu Hause haben kann – nicht irgendwann in der Zukunft, sondern im Hier und Jetzt.

Und es ist so einfach: Nach New York, London und Paris gibt es jetzt auch schon in Zürich einen Copyshop, der nach dem Vorbild klassischer Copyshops Dienstleistungen rund ums 3D-Drucken anbietet: Der Copyshop 3D Model. Das Spielzeug im Foto wird dem Kunde einfach per Post als „ready to print“-Datei zugeschickt und schon kann wirklich jeder die Serien bei sich zu Hause aus seinem eigenen MakerBot Mini laufen lassen – eine Sensation!

Der 3D Drucker als „Massenware“?!

Denkbar. Erschwinglich bald auch für den Nachbarn von nebenan?

Auch die Dimensionen der Anwendungsbereiche der 3D Drucker sind gigantisch. Ein Revier der unerforschten Möglichkeiten. Wer weiß, vielleicht steht in einigen Jahren schon ein „3 D-Druck-Mobil“ einfach vor der Haustür. Greifbar. Nah: Der Zwilling. Die lebensechte Miniatur.

Der Wunsch, den Augenblick auch gegenständlich festzuhalten, ist uralt. Als Foto, als Porträt. Brandneu ein individuelles plastisches Abbild!

Wie auch beim Lifelogging durch den Narrative Clip (DER TRENDBEOBACHTER berichtete kürzlich) bedienen auch Twinkind und BOTSPOT unser „selbstverliebtes Ich“ – die Faszination, sich selbst buchstäblich „in die Hand zu nehmen“. Der Miniaturzwilling aus dem Drucker.

Wer wird am Ende als Sieger hervorgehen und wer wieder vom Markt verschwinden? – Oder heißt es bald in Anlehnung an einen Mickie Krause Fetenhit: „Schatzi, schenk mir ein Miniatürchen“…?!

DER TRENDBEOBACHTER in 3DMehr zu Themen Veränderung, Megatrend, Wandel für Kongresse, Events und Tagungen – mehr zu Mathias Haas dem Redner und Workshop-Moderator unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org

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