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„It is a magic source”: Pushing, baby. Pushing!

DER TRENDBEOBACHTER. sitzt inmitten mehrerer Millionen USD. Das Valley ist wirklich geldschwer: Rings um Mathias Haas etwa 30 (zukünftige) Tech-Jünger mit durchschnittlich ca. 100.000 USD Jahresgehalt. Die Standford University ist ½ Meile entfernt, und Palantir residiert im gleichen Gebäude. Wo könnte der Zukunftsexperte sitzen? In „Philz Coffee“, 101 Forest Ave in Palo Alto. „The place to be if you wanna get work done“, so der coffee tender. Und hier möchte jeder etwas werden, vielleicht sogar Reiter eines Einhorns.

IMG_20150713_113150„Unicorns“ sind die Rennpferde der Tech-Scene. Skalierbar in die ganze Welt hinein und extrem schnell. „Venture capital backed“ und privat, meist ein Star im Sattel (=CEO), jede Menge Pfleger. Das wichtigste, um im Unicorn Club dabei zu sein: eine Bewertung von mindestens 1 Milliarde USD!

infografik_3243_startups_die_mindestens_1_milliarde_us_dollar_wert_sind_n„The Billion Dollar Startup Club“, so das titelte das Wall Street Journal. Der Dow Jones VentureSource wuchs seit Januar 2014 mit 42 Unternehmen auf heute auf über 100 Exemplare. Der globale Einhörner-Reitstall wird angeführt von Xiaomi aus China (das neue Apple?) und danach kommt – ganz überraschend – überwiegend das Silicon Valley:

  1. Uber
  2. Airbnb
  3. Snapchat
  4. Palantir
  5. Flipkart
  6. Didi Kuaidi
  7. SpaceX

P.S. Einige der Namen sind für Europa noch harmlose Ponys – auch DER TRENDBEOBACHTER. muss hier noch ganz schnell seine Hausaufgaben machen!

Die neue Definition des amerikanischen Traums? Vom Tellerwäscher (oder Stanford) zum CEO, der die Welt rettet? Es ist eine Frage, was „retten“ jetzt wirklich bedeuten soll. In der alten Welt steht dieser Begriff für „gutes tun“. Hier steht dieser Ausdruck für „making money“ und „doing something good“ – genau in dieser Reihenfolge. So auch der zweite Eindruck von Rasmus Vendler Toft-Kehler aus Dänemark, für drei Wochen Gast aus Europa. Der CEO und Co-Founder von AntibioTx – ein Unternehmen, welches sich den Viren in Krankenhäusern widmet -versichert glaubhaft, dass es seinem Team tatsächlich um die Sache gehe. Den Formulierungen und der getragenen Uhr zufolge liegt der Druck nicht auf der finanziellen Ausstattung. „They go where the profits are…. They tackle health problems, where the money is”, so sein O-Ton. Viren scheinen (noch) nicht auf der Unicorn-Liste zu sein. Obwohl dieses Thema offensichtlich so viel wichtiger ist als so manche „Millionen-App“!

Es gibt aber auch andere Gäste im Café des Tages, und es gibt andere Räumlichkeiten. So zum Beispiele Steve, der seit zwei Jahren für Google Maps arbeitet. Einer von etwa 10.000 Mitarbeitern im Bereich Google Maps. Zehntausend – nochmals in Worten, damit die Zahl klarer wird. Mit zehntausend Mitarbeitern könnte Google auch das Wasserproblem von Kalifornien lösen und danach auch gleich dem Mittleren Osten helfen. Doch Steve möchte zum bereits genannten Daten-Super-Hub Palantir. Mit dem Slogan „Products build for a purpose“ wird umschrieben, was zum Beispiel das US-Militär liebt: Daten, aufbereitete Daten! Zum Beispiel in Landkarten integriert. So hat Steve nach seinem Bewerbungsgespräch auch gleich das Palantir-T-Shirt angezogen, das ihm zwei Stockwerke weiter oben geschenkt wurde. Er war offensichtlich ein neuer Fan der zwiespältigen Datenaufbereitungsfabrik, die natürlich auch bei Krisen der ein oder anderen NGO hilft. Zurückhaltung scheint nicht im lokalen Mindset angelegt zu sein.

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Dieser Text wird mittlerweile im Interview mit dem Macher des HanaHaus weitergeschrieben, und die weiteren 3 USD für die zweite Arbeitsstunde im Co-Working-Bereich sind längst abgebucht. Mathias Haas sitzt im neuen Drehkreuz für Menschen, die keinen Platz mehr in der eigenen Wohngemeinschaft finden oder solche, die die neuen Tech-Stars suchen (leider hat den Zukunftsexperten noch keiner angesprochen). Die Plattform wird von SAP betrieben – und es beruhigt etwas, dass deutsche Unternehmen wohl doch nicht nur vor Ort, sondern sogar „sexy“ sind.

„It is a magic source” so Diane Murphy, Public Relations / Communications Officer der Singularity University (SU) am Telefon. Damit meint sie die Zentren für Innovation. Das Valley sei eben “der Ort” für Technologie. Die SU und Stanford University seien die Treiber, warum das ganze Geld hier her kommt – die Menschen sind bereits da. Man kenne sich oft von der Schule und gründe dann eben: Zum Beispiel Google. Das „Silicon Valley is rather stressed”. Und die SU “is rather relaxed”: deren Besucher kommen aus 42 Ländern– selten aus Kalifornien. Noch wichtiger scheint ihre folgende Aussage: „You are either a disruptee or you are being disrupted”. Soll heißen: Entweder Du zerstörst andere oder Du wirst zerstört. Hört sich nach Palantir an, ist aber normaler Umgangston und wohl auch Mindset.

Ja, da ist er, der Mindset. Finally. “Smart companies either partner with the speed boats or they build the companies themselves”, das lässt sich wohl problemlos übersetzen.

DER TRENDBEOBACHTER. muss jetzt los, denn sonst wandelt sich das Parkticket in ein wirkliches „Ticket“. Letzteres kann böse wehtun, denn innerhalb einer bestimmten Zone von Palo Alto darf wirklich nur zwei Stunden geparkt werden – sonst drohen Strafzettel von über 50 USD. Und wer weiß, ob nicht eines der Einhörner auch diese Daten direkt zu Geld macht. Natürlich nur als Plattform, um die Welt zu retten…

Think big still works! Mathias Haas auf der VALLEY MINDSET TOUR.

Think big still works!
Mathias Haas auf der VALLEY MINDSET TOUR.

 

Mathias Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. Als Redner und Sprecher zum Thema Trends und Megatrends prüft er die Lage vor Ort. Mit der VALLEY MINDSET TOUR prüft er den Mindset im Silicon Valley. #mindsettour

Der Trendexperte führt Interviews und hört zu, der Zukunftsexperte verdichtet und berichtet. Mehr dazu auf diesem Blog, mehr dazu unter www.trendbeobachter.de

 

 

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