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August, 2016
Archive

2015

Toiletten = Profit-Center!

Interview., MegaTrend.

29. August 2016

WC-Besuche sind relativ optional – je nach Timing. Lokus-Aufenthalte sind aufreibend – je nach Andrang. Donnerbalken sind old style – in der Zukunft!

29-08-2016 08-12-47DER TRENDBEOBACHTER. sieht die Entwicklung zum elektronischen Händetrockner-Automaten anstelle der Papierhandtücher. Nachhaltigkeit verträgt sich wohl ohne Bäume fällen nicht mehr, auch wenn Motoren in diversen „Hand Dryers“ Energie kostet und diese nicht vom Himmel fällt. Oder doch?

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Wenn zum Beispiel die Royal Bank of Scotland (RBS) 47 WC-Anlagen mit Geräten des britischen Anbieter SAVORTEX ausstattet (was bereits geschehen ist), dann kommt das Dashboard gleich mit! Wenn die British Library 1,6 Millionen Besucher hat und auf den benutzten AdDryer von SAVORTEX 115 Werbefilme pro Tag laufen… ist das smarte Gebäude am rotieren, die Daten fließen. Doch der Reihe nach…

Einerseits braucht das Einstiegsgerät von Syed Ahmed schlichtweg weniger Energie. Anderseits ist es intelligent was dafür sorgt, dass Reinigungsteams von den Maschinen Nachrichten auf deren Smartphones bekommen. Der Wortlaut ist zwar für Haas unbekannt, doch die Meldung könnte heißen „Hey Jones, 50 visitors have used me and it is time to clean this washroom“. Alleine dieser Schritt ist so logisch und hinsichtlich der Kosten derartig attraktiv… man wundert sich, dass in Deutschland erst ein Gerät verbaut wurde. Nochmals, die Tatsache, dass Reinigungsteams nicht mehr im zeitlichen Turnus rotieren sondern nach Gebrauch der Toiletten zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind… purer Wahnsinn und längst überfällig!

Und als dritte Ebene werden aus kostspieligen WC-Anlagen auch noch Profit-Center, denn während dem Hände trocknen läuft der passende Werbeclip. Hinschauen beim Hände trocken, so das Motto der neuen Zeit.

Soweit so logisch, soweit so smart.

Nein, nein, nein… in diesem TRENDBEOBACHTER.-BLOG-Eintrag wird jetzt nicht diskutiert was der Betriebsrat dazu sagt. Es werden auch keine Eventualitäten geprüft, wie die denkbare Option, dass Besucher vielleicht die Hände waschen (oder auch nicht) und sich die Flossen an der Hose trocknen… Für den Moment wird nur dokumentiert und vom Treffen in London berichtet, dass ein völlig unscheinbarer Ort sich vom Cost zum Profit-Center mausert, dass selbst der Dyson Airblade Tap genauso wie ein Dyson Airblade dB zwar wunderschön sind (Endkundenpreise 1.399 EUR bzw. 1.099 EUR) mangels Sensorik allerdings alt aussehen.

„Data Intelligence“ wird von einem neuen Player an die Wand gebracht!

Ja, Intel inside… Syed Ahmed hat prominente Zulieferer und sicher nicht zufällig ein Büro im Bankenviertel Canary Wharf, London. Seine Wettbewerber sind wohl im Industriegebiet und schuften noch mit Schraubenzieher und Gehörschutz während der neue Tesla im WC-Business bereits 4.000mal geliefert hat und das Dashboard einen Facility Manager zum Captain der „User Experience“ macht.

Aufwachen Wettbewerber! Aufwachen Media Companies!

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DER TRENDBEOBACHTER. hat sich wieder auf den Weg gemacht – ins wilde Großbritannien. Der BREXIT-Small-Talk war inklusive, doch dieser Super-Sonder-Effekt ist noch zu wild für Mathias Haas. Der Redner und Moderator sucht beweis- und belastbare Veränderungen. Der Wandel der Zeit ist sein Fokus. So hat der MegaTrend-Experte auch den smarten Syed getroffen, one-to-one, live und in Farbe!

Reisen bildet und ein eigenes Urteil ist unumgänglich… Mathias Haas war für sein Team und die Kundschaft unterwegs -­ auch wenn der Rückweg enorm anstrengend war. Ja, travelling is glamorous… aber es gibt keine Alternative. Und es macht auch Spaß!

Mehr zum TRENDBEOBACHTER., der eben kein klassischer Trendforscher und auch kein üblicher Zukunftsforscher ist unter www.trendbeobachter.de aufbereitet.

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE. – beispielsweise mit Moderationsmethoden wie LEGO SERIOUS PLAY. – entsprechend unter www.play-serious.org

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Very easy to measure.

Interview.

23. August 2016

Wenn der Dienstleister mehr weiß als sein Kunde, dann sitzt Mathias Haas bei Big Data Scoring in London. Meelis und Kersten sind Teil und teilweise auch Gründer dieses A-Teams, einem Fintech erster Güte. Kurz gesagt, sorgen sie für Kundenbewertungen wie es eine Bank nicht kann, so die Aussage im Gespräch mit dem Trendexperten.

Die „Big-Data-Credit-Scoring“-Pros nehmen eine Masse an Indizien und Fakten, um das Kreditrisiko für einen privaten Bankkredit oder auch Kreditkäufe aller Art zu bewerten… So kommen übliche und meist auch bekannte Eckpunkte wie ortsbezogene Daten, wie zum Beispiel Immobilienpreise als Bewertungsgrundlage der eigenen Bonität ins Spiel. Auch technische Fakten kommen in den Mischer, denn ein Kunde mit einem Apple-Gerät hat scheinbar mehr Vertrauen verdient als mit einem Billiganbieter aus China. Weiter gilt das „Web-Search“ als wertvoller Datenschatz. Diese Vorgehensweise sucht nach allerhand Datenschnipsel über die Person X oder Y. Dazu das Herkunftsland und deren Großwetterlage und… ein „Java Script“. Letzteres verfolgt wie genau das Formular der jeweiligen Finanzierungsanbieter aufgefüllt wird. Wie schnell? Wie oft werden Felder korrigiert? Wie „unsicher“ oder „geübt“ kommt der User voran?

All diese Eckpunkte werden mit internen Daten kombiniert und der wundersame Mischer dreht sich.

Dabei ist wohl nicht mal klar wie rum sich der „Big-Data-Mischer“ dreht!

Fakt ist, es gibt eine ernstzunehmende Kundschaft, die mit dieser Vorgehensweise in bereits über 20 Ländern „Credit Scoring and Fraud Detection“ (=Bonitätsprüfung und Betrugsvermeidung) laufen lassen. Alleine die jetzt mögliche Reduzierung der Eingabemaske macht das Kundenerlebnis positiver. Wer möchte schon 30 Felder ausfüllen wenn ein Online-Kauf schon mit 2-3 Klicks abgeschlossen wird?

Weniger Eingabefelder – mehr Kundschaft.

In rund fünf Jahren, so die Macher im Gespräch letzten Donnerstag, wird die „Instant Decision“ möglich sein. Spätestens dann kann ein Kreditanbieter, dank derer Dienstleistung, in ein oder zwei Sekunden entscheiden ob Lieschen Müller einen Kredit bekommt oder nicht.

Der gute oder schlechte Algorithmus macht den Unterschied.

Die Geschwindigkeit und die Kombinationsfreudigkeit lässt sich nur noch durch die Realität stoppen: Die Datenbanken der jeweiligen Kunden. Nicht selten trifft Big Data Scoring auf Banken, Versicherungen, Telefonanbieter etc. mit elektronischen Karteikästen aus den 70er oder 80ern. Dort heißt es dann „Don’t change a running systems“ und wieder wird klar warum neue Player wie PayPal mit deutlich weniger Altlasten so große Schritte machen… und sofort wird deutlich, dass Menschen wie Kersten und Meelis ganz, ganz schnell von klassischen Anbietern eingestellt werden sollten. Aber ganz schnell!

Die Dimension der Möglichkeiten wird also die einen stressen (Schufa, Deutsche Bank, ‚Telekom?) und die anderen verzaubern. Warum soll Amazon nicht Kredite verkaufen? Ach… ja, sie tun es bereits! Schon am 31.12.15 meldete The Guardian „Amazon starts offering loans to customers with pay monthly option“. Warum sollen Anbieter aus Kenia oder Taiwan nicht Abkürzungen nehmen und durch derartige Innovationen (ohne Banken) Kreditrisiken bewerten und vermeiden? Oder mehr Kredite zur Verfügung stellen?

Letzteres ist ein ganz wesentlicher Treiber bei Big Data Scoring, „empowering emerging markets“ durch die Verfügbarkeit von Kredit… als Vergleich wird die USA gezogen. „Wo wäre der US-Markt heute ohne der Zugang zu Darlehen?“, so Kersten.

Ob der Zustand in den USA vorbildlich ist sei dahin gestellt, doch ohne Micro-Kredite wäre so manches Geschäft in Entwicklungsländern heute noch nicht offen!

Gedanklich war DER TRENDBEOBACHTER. bei solchen Szenarien wieder ganz nah bei seiner VALLEY MINDSET TOUR, denn dort war „das Welt retten“ auch sehr groß geschrieben. Fakt ist aber,… die Menschen im Silicon Valley machen genau das – ob es uns gefällt oder nicht.

Big Data Scoring hat heute einen Großteil des Backoffices in Helsinki (viele ex-Nokia/ex-Microsoft-Experten) und das Frontend-Team in London, dazu Reps in Indonesien, Polen und Chile. Ach ja, insgesamt rund 20 Personen… es sind die wendigen Schnellboote, die messbare Erfolge schreiben (laut Website „26% improvement in scoring accurancy“) und genau deshalb Druck aufbauen – ohne Diesel und Schweröl, eher mit Kombinationen und Verknüpfungen, die für Mathias Haas irgendwie zu erahnen aber nicht wirklich verständlich sind.

Und was wenn… ein häufiger Wechsel eines Handyvertrages wirklich eine Aussage zur Bonität macht? Ist das dann der GMV-Faktor? Der Gesunde Menschenverstand? Oder Big Data?

Ja, auch für Mathias Haas, den Zukunftsexperten blieben natürlich Fragen offen – es kamen neue dazu… doch der Austausch war wertvoll und nötig. Denn DER TRENDBEOBACHTER. ist eben in der Trendbeobachtung tätig, nicht in der Wissenschaft und auch nicht bei einem Trendforscher, oder gar Zukunftsforscher. DER TRENDBEOBACHTER. ist für das „Hier & Jetzt“ aktiv, denn die Kundschaft von Mathias Haas und seinem Team müssen heute entscheiden!

www.trendbeobachter.de

www.play-serious.org

 

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Da ist sie – endlich. Die Parkbank mit Steckdose.

Interview.

1. August 2016

DER TRENDBEOBACHTER. wollte spontan Investor werden, denn selbst auf der Digitalkonferenz re:publica waren die Steckdosen am falschen Ort. Immer wieder ein überraschender Mangel in unserer digitalen Welt – zu wenig Energiezufuhr für unsere Drehkreuze, die Smartphones.

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Da kam er ums Eck, Milos Milisavljevic, CEO und Founder von Strawberry energy dem Unternehmen, das eigenständige Parkbanken mit diesen Möglichkeiten ausliefert:

  • Ladestation mit Kabel
  • Ladestation mit Induktion
  • Ladestation mit USB
  • Info- bzw. Notfall-Button
  • Thermometer (via App)
  • Luftqualitätsmessung (via App)
  • Lärmmessung (via App)

Alle Möglichkeiten stecken in einem Bauwerk, das immer durch Solarzellen auf dem „Dach“ und einem Energiespeicher unter der tatsächlichen Bank wahrlich eigenständig ist. Im Falle der „Strawberry Smart Bench“ wird die Bank einfach abgestellt, beim Tree im Boden verankert.

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Gute vier Jahre im Amt hat das Unternehmen heute neun Vollzeitangestellte und viele Freelancer. Milos Team kommt, wie er selbst auch, aus Serbien. Er ist mal hier und mal dort. Hier ist Belgrad und dort ist Level39, der „Technology Accelerator at Canary Wharf“ – sprich London. Von diesem Büro der neuen Art sieht der sympathische Macher auf den Cabot Square, auf einen „Parkplatz“ seiner Produkte. Rund 7.500 Euro pro Stück und die Canary Wharf Group (= privates Gelände im Osten Londons) war eine Attraktion reicher. Ein Anziehungspunkt, der von Besuchern direkt verstanden wird. Anvisieren, einstecken, entspannen… so einfach kann das Leben sein. Der Blick auf den Brunnen ist dann wahrlich ein Bonustrack, denn der Panikmodus mangels Energie im Smartphone hat bis dahin längst die Denkfunktion des Besitzers übernommen…

So einfach ist eine smart city.

Die passende App zeigt andere Parkbanken genaus wie Lautstärke, Witterung, CO2-Belastung etc.

Die passende App zeigt andere Parkbanken genaus wie Lautstärke, Witterung, CO2-Belastung etc.

Jetzt ist sehr viel möglich… attraktivere Einkaufszentren und Parks, Lernen oder Arbeiten im Freien, Lernen oder Arbeiten an einem ruhigeren Ort, in Kombination mit der richtigen Kleidung (bevor man zum Beispiel das 37. Stockwerk verlässt)… ja, nicht alles ist zwingend ein Fortschritt, doch herrlich ist es schon.

Vielleicht ist es mehr als „herrlich“, denn welche Innenstadt sorgt sich nicht um das eigene Stadtzentrum? Welche Gemeinde sieht nicht die leeren Geschäfte? Und was kostet eigentlich eine Bushaltestelle, die dumm irgendwo rumsteht? Könnten diese Abholstationen nicht intelligent vernetzt werden… sogar Spaß machen und die Kinder (und alten Menschen) aus den Häusern ziehen?

Ja, auch für Mathias Haas, den TRENDBEOBACHTER., ist noch nicht jede Bank vernetzt. Auch für den Redner und Zukunftsexperten sind noch nicht alle Punkte miteinander verknüpft. Doch gab es auf dieser und auf anderen Recherchereisen deutlich komplexere und undurchsichtigere Missionen. Parkbanken mit Stecker – das war wirklich an der Zeit! Dezentrale Energielösungen in Aktion… schön zu sehen.

Und natürlich lässt sich (kontaktlos) auch die Smartwatch laden.

Und natürlich lässt sich (kontaktlos) auch die Smartwatch laden.

 

 

Mehr zu Mathias Haas und seinem Team finden Sie unter www.trendbeobachter.de, denn Haas ist DER TRENDBEOBACHTER. und nicht ein Trendforscher, auch kein Zukunftsforscher. Der Zukunftsexperte bietet das „Hier & Jetzt“, er zeigt die Realität und zieht seine Schlüsse, denn die Kundschaft muss heute entscheiden!

Damit die Kraft auf die Straße kommt bietet Mathias Haas mit der PLAY SERIOUS AKADEMIE. auch an, Strategien zu überarbeiten, Geschäftsmodelle zu entwickeln und wahre Probleme zu lösen. So wird zum Beispiel mit LEGO SERIOUS PLAY. das Spielen mit den ernsthaften Themen der Geschäftswelt verknüpft. Mehr dazu unter www.play-serious.org

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